*Decknamen für solche, die einen selbigen benötigen.
Schwupp, da war Uwe weg. Während ich inmitten eines großen Pulks noch unentschlossen am Bermuda-Dreieck umhertaperte, hatte er bereits den Eingang vom Römer ausgemacht und konnte schon kurze Zeit später dabei beobachtet werden, wie er seinen Koffer unter größten Anstrengungen durch das Römer’sche Türgewirr schiffte und im Innern verschwand. Wie wir alle hatte er zuvor ausgiebig am Tresen gepunktet, schien trotz seines unkonventionellen Ausgehgeschirrs (der prall gefüllte Survival-Rucksack war neben dem angesprochenen Koffer nur konsequent) allerdings äußerst motiviert, auf der Tanzfläche ordentlich abzuheben. Als ob wir bei diesem Anblick nicht ohnehin schon genug zu lachen hatten, konnte man wenige Momente nach Uwe’s Betreten zwei aufgelösten Teenagern dabei zuhören, wie sie sich ungläubig “hast du das gesehen” fragten und spekulierten, “ob der denn wohl hier wohne”.
Es muss gegen zwei Uhr gewesen sein – die Zeit wurde mit wilden Tänzen überbrückt -, als Uwe aus der Tresengegend kommend schwungvoll die santitären Örtlichkeiten anvisierte. Angeschlagen wie er war, musste er auf seinem Weg ins rettende Glück jedoch leider passen und erbrach sich, ohne dabei stehen zu bleiben (!), schließlich in einem großen Guss auf der Tanzfläche (eine Aktion, die ich zu einhundertzehn Prozent unterstütze!). Wortlos setzte er daraufhin unbeirrt seine Reise fort und ließ uns staunend im Regen stehen.
Während Uwe seinen Zenit somit augenscheinlich längst überschritten hatte,
musste der arme Christian H. noch geschätzte acht Stunden vor sich hinfeiern. Gesellschaft leistete ihm außer einer kümmerlich dreinblickenden Madmoiselle, die in den Tiefen des Stubu-Kellers melancholisch dahinsiechte, leider niemand. Trotzdem waren die Uhrzeiger “im zweistelligen Bereich”, als das Sturmklingeln einsetzte und Christian H. um Einlass (und hoffentlich auch um Vergebung) bat, um sein Nachtlager zu beziehen. Besonders belustigend seine späteren Beteuerungen, er habe in den vierzehn Stunden (sic!) in Bremens Kneipen- und Diskowelt nicht mehr als zwanzig Euro gelassen. Wahrscheinlich…
PS: Soweit mein Wochenende. Heute am Stadion drei Jünglinge mit Sebaldsbronx-Niveau gesehen, die sich alle für je einhundertfünfzig Geldsteine so viele Nordtribünen-Karten wie geht (fünf an der Zahl) für das Heimspiel gegen Frankfurt gesichert haben. Der Schwarzmarkt lebt, so scheiße er ist.
PPS: Das Ä! Heute abend um 22.45 Uhr! Unbedingt!
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Ich habe den Satz, meines Wissens noch nie in einem solchen Zusammenhang benutzt, aber dieser besondere Anlass lässt ihn mich mit Stolz über die Lippen bringen…
“Ich war dabei”
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Denken ist im Bezug auf diesen Abend eher kontraproduktiv…aber diese drei Ausrufezeichen schmeicheln mir schon ein wenig, du Elfmeterkiller *stups*
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Also ich muss wohl dabei gewesen sein. Hab heute Kontoauszüge geholt die das eindrucksvoll beweisen und mich die 20-Euro-Theorie nur schwerlich aufrecht erhalten lassen.
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Wer tanzt hat eh kein Geld zum Saufen!




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