Das BILDblog beschäftigt sich heute mit einem Artikel bei Bild.de. Natürlich ist er voll mit Fehlern, wie auf BILDblog.de dokumentiert, aber es gibt auch noch andere interessante Aspekte. Fangen wir mit der Überschrift an:
Haben die Russen auf Befehl vergewaltigt?
Weiter:
Warum waren die Russen so grausam? Stimmt es, dass sie auf Befehl vergewaltigt haben?
Diese Frage wird nur gestellt, nicht beantwortet. Sie bildet aber einen guten Einstieg, um gleich zu zeigen, wer im Vernichtungskrieg im Osten die wirklich schlimmen Finger waren, die Russen nämlich. Das Bild vom russischen Vergewaltiger nun schon vor Augen, liest man weiter. Was auf deutscher Seite passiert war, fasst Autor Ralf-Georg Reuth recht simpel zusammen:
Hitler hatte einen brutalen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion befohlen. 20 Millionen Sowjetbürger kamen ums Leben. Kommissare der Roten Armee wurden sofort erschossen (Kommissarbefehl). Daneben töteten die sogenannten Einsatzgruppen Hunderttausende „rassisch Minderwertige“ (Juden, Sinti und Roma).
Geschickt wird hier klargemacht, dass die Schuld allein bei Hitler liegt. Die Ausführenden werden nicht benannt, die Verbrechen im Passiv geschildert. Wer von “sogenannten Einsatzgruppen” liest, assoziiert irgendeine fremde Gruppe, aber sicher keine deutschen Volksgenossen, womöglich gar Ostpreußen. Zum Glück hat er am Ende noch die Anführungsstriche gesetzt. Aber zu den Juden kommt er direkt darauf:
Als die Rote Armee im 4. Kriegsjahr Ostpreußen erreichte, wurden ihre Soldaten von ihren Offizieren und durch Aufrufe des Schriftstellers Ilja Ehrenburg aufgestachelt, grausame Rache an der Zivilbevölkerung zu nehmen. („Wir werden sie totschlagen!“)
Der kommunistische Jude stachelt zum Mord an den Deutschen auf! Mit solchen Bildern lässt sich in Deutschland immer Eindruck machen. In welchen Zusammenhängen Ehrenburg seine Propaganda verfasste, lässt sich bei Wikipedia nachlesen. Passionierte Bild-Leser müssen aber aufpassen, dass sie sich bloß kein zu umfassendes Bild vom Sachverhalt machen.
Reuth begeistert weiter mit Sprachakrobatik:
War der ostpreußische Adel wirklich so mächtig und stolz?
Ja, Adelsgeschlechter wie die Fürsten zu Dohna, die Grafen Finckenstein, die Grafen Dönhoff, die von Kuenheims und von Kalcksteins waren reich und angesehen.
“Mächtig und stolz” ist bei Bild gleichbedeutend mit “Reich und angesehen”. Das lässt wieder tief blicken.
Zu guter Letzt wird auch noch die Wehrmacht hintergründig reingewaschen:
Wie viele Opfer forderte die Vertreibung aus Ostpreußen?
Neben 200 000 gefallenen Wehrmachtsangehörigen starben
311 000 Einwohner auf der Flucht, durch Selbstmord, Mord, Internierung, Hunger und Kälte.
Dass die Wehrmachtssoldaten, die diesen Krieg angefangen und an seiner Schrecklichkeit zu einem guten Teil beteiligt waren, inzwischen ganz ausdrücklich als “Opfer” anerkannt werden, war wohl das Ziel des ganzen Artikels.
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Wenn man sich über sprachliche Unzulänglichkeiten anderer belustigt, sollte man vielleicht auch differenzierter formulieren, wenn es z.B. darum geht, wer genau den Krieg angefangen hat (letzter Absatz). Aber ansonsten ein schönes Beispiel für Meinungsmache durch unsere Lieblingslektüre …
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Was wird erwartet von einer Zeitung deren Herausgeber und Chefredakteur einer schlagenden Verbindung angehört, die die Oder-Neiße Grenze als Staatsgrenze zwischen der BRD und Polen nicht anerkennt und auch sonst recht rechte Ansichten hat und freimütig verbreitet.
In diesem Sinne. Die Bils-Zeitung wird demnächst zur Volkszeitung.
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Hi Carl LaFong,
also es könnten Sondereinheit der Wehrmacht gewesen sein, die die ersten Schüsse im zweiten Weltkrieg abgegeben haben, aber ansonsten gelten die Schüsse aus den Kannonen des Schulschiffes “Schleswig- Holstein” auf die Westerplatte bei Danzig, als allgemeiner Beginn des 2. Weltkrieges. Die Reichskriegsmarine war nie Bestandteil der Wehrmacht. Auch das nur am Rande.
Na ja wenn man denn so will, dann hat war es wohl ehr die Ankündigung zurückschießen zu wollen, die den zweiten Weltkrieg so richtig entzündete.
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Hm das der Artikel in der Bild alles viel zu einfach darstellt ist klar falsch ist meiner meinung nach “Dass die Wehrmachtssoldaten, die diesen Krieg angefangen ” ich denke Hitler hat den Krieg angefangen und die Soldaten waren die die es ausführen mussten auch wenn sie nicht wollten genauso wie soldaten heute was nicht daran ändert das das was damals passiert ist in jeder beziehung unmenschlich und grausam war
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Der Angriff auf die Sowjetunion war Unrecht. Die Ermordung von Juden war Unrecht. Irgenwelche Uebergriffe auf die Zivilbevoelkerung, ganz gleich auf welcher Seite, sind Unrecht. Deshalb war auch die Vertreibung Unrecht (‘ethnic cleansing’). Typische Siegerjustiz.
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Zitat Wikipedia: “Der Zweite Weltkrieg wurde in Europa vom Deutschen Reich am 1. September 1939 um 04:45 Uhr durch den Angriff der Deutschen Wehrmacht auf Polen begonnen (entgegen der bekannten Rede Hitlers vor dem Reichstag, in der von 05:45 Uhr gesprochen wird). Diesem Angriff ging keine formale Kriegserklärung voraus.”
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BILD lässt auch öfter den rechtsextremen “Publizisten” Baring zu Wort kommen. Der erinnert sich gern daran, dass Deutschland an der Oder nicht zu Ende ist und dass Hitler ja ganz schön was bewegt hat in Deutschland. BILD-Zitat: “Deutschlands klügster Kopf”
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Ich bin kein BILD-Leser, finde ich es jedoch gut und angemessen, dass hier nach über 50 Jahren endlich auch mal die “andere Seite” des Krieges aufgegriffen. Statt sich über die vermeintlich suggestive Schreibweise zu mukieren, sollte man lieber froh sein, dass auch das deutsche Leid mal in den Mittelpunkt gestellt wird. Die Russen waren ohne Frage sehr schlimm und man sollte dies nicht immer relativieren (“ja, aber die Deutsche…”). Ziemlich linke Atmopshäre auf dieser Seite.
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@Fineliner:
Ziemlich geschichtsrevistionistische Gülle deinerseits, würde ich eher sagen: Der deutsche Vernichtungskrieg gegen die UdSSR kostete 25 Millionen Tote auf sowjetischer Seite! Aber klar, die Russen waren “ohne Frage sehr schlimm”… schön, wenn man über ein so einfaches Weltbild verfügt! Aber immer schön das schlitzäuigige Bolschewistenschwein propagieren, gefällt dem deutschen Volk auch heute noch verdammt gut!
@Jürgen Kraus: Unrecht? Ein derartiger Vernichtungskrieg war “Unrecht”? Welch eine entsetzliche Verharmlosung! “Siegerjustiz” ist dann auch wieder Geschichtsrevisionismus…
Zum Thema Hitler, der ja nun laut einiger hier doch allein an allem schuld ist (Schwachsinn hoch 3, sollte eigentlich jedem klar denkenden Menschen auffallen): Wer hat den denn überhaupt an die Macht gebracht? Wer anders als die deutsche Bourgeoisie hätte die Macht dazu gehabt?
Nun ja… solidarische Grüße,
commie
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Natürlich waren die Russen sehr schlimm! Zumindest sicher nicht weniger schlimm, als auch die Deutschen. Wir reden hier übrigens über die Soldaten, das ist klar, oder? Sind Ihnen deutsche Zivilopfer weniger Wert als russische Zivilopfer? Oder sind Sie eventuell Russe? Es geht hier nicht um die deutsche Kriegsschuld, sondern um Kriegsverbrechen.
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Kommentar von Bonde
Man muss weder Russe noch Stalinist sein, um diese Umdeutung, die zu allem Überfluss auch noch zur Prime-Time im Öffentlich-rechtlichen kommt, bevor sie von Springer unterfüttert wird, zum Kotzen zu finden.
Hätte man dem Film noch die Dokumentation über den Anfang des 2. Weltkriegs mitgeben müßen, über die KZ’s usw.? Der Film sollte die Vertreibung aus Ostpreußen zeigen wenn ich mich richtig erinnere.
Kommentar von commie
11 7. März 2007, 21:33 Uhr[...] Der deutsche Vernichtungskrieg gegen die UdSSR kostete 25 Millionen Tote auf sowjetischer Seite! [...] schön, wenn man über ein so einfaches Weltbild verfügt! Aber immer schön das schlitzäuigige Bolschewistenschwein propagieren, gefällt dem deutschen Volk auch heute noch verdammt gut!
[...] Welch eine entsetzliche Verharmlosung! “Siegerjustiz” ist dann auch wieder Geschichtsrevisionismus […]
Die Zahl stimmt zwar, aber du tust so als als wenn 25 Mil. Russen an die Wand gestellt wurden, und das die Russen nicht “schlimm” waren. Ist doch der selbe “aufrechnen des Bösen” Schwachsin wie bei den Menschen die sagen “die Amis haben doch auch 20 Mil. Indiander abgeschlachtet”. Verstehe nicht was in deinem Weltbild vorgeht das du denkst, weil die so und so viele Menschen in einem Krieg verloren haben waren sie Opfer und keine Täter.
Und was das einfache Weltbild angeht: Schau dir dein geschreibsel an, dann siehst du was Bild Leser denken.
Was dein “Revisionismus” gemeckere angeht: Sollen wir heute noch rumlaufen und weinend und wehklagend die Toten des 2. WK’s beklagen? Aber bitte nur die Toten der Länder und Völker die Deutschland bekriegt hat? Wenn dir die Galle hochkommt nur weil es einen Film gibt der deinem Hass Deutschlands gegenüber nicht entspricht und du zu solchen Verbal Attacken zuflucht suchst scheinst du sehr wenig über den zweiten Weltkrieg zu wissen.
(Man könnt jetzt auch dahin argumentieren das du versuchst das Tätervolk weiterhin unbefleckt in deinem Geiste zu behalten, und du dir somit ein Deutschlandbild zusammenbastelst welches nur aus den blutigsten Mördern der Geschichte besteht und somit eine einzigartige Stellung in der Geschichte der Menschheit einnimmt und somit etwas Besonderes währe. Aber währe wohl zuweit hergeholt)
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Ich hab’s ja sofort gerochen… das hier ist ‘ne ganz LINKE Nummer.
Es geht doch gar nicht darum, die Kriegsschuld zu leugnen oder zu mindern. Ebenso ist klar, dass es eine Gruppe gab, die hinter Hitler stand und ihn gestärkt hat. Dennoch: Man sollte auch die deutschen Opfer dieses Krieges bedenken, genauso, wie die auf den anderen Seiten (letzteres tun wir ja seit Jahrzehnten).
Oder will uns der Autor dieses Blogs etwa glauben lassen, dass jeder deutsche Zivilist – auch Kinder und Frauen – die Racheaktionen der Russen “verdient hatten”? Oder das die tausenden zivilen Bombentote von Dresden und Berlin alle Hitler-Fans waren, denen nun “Gerechtigkeit” widerfahren ist? Widerlich.
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Ich finde es irritierend,dass Du (Bonde) den Bild-Artikel mit deiner Aussage
Man muss weder Russe noch Stalinist sein, um diese Umdeutung, die zu allem Überfluss auch noch zur Prime-Time im Öffentlich-rechtlichen kommt, bevor sie von Springer unterfüttert wird, zum Kotzen zu finden.
zusammen mit dem Film “Die Flucht” in einen Topf schmeißt.
Du bist offensichtlich über den ARD-Film aufgebracht. Ich dachte im Blogeintrag ging es um einen Artikel der Bild-Zeitung.
Wenn Du den Film kritisieren willst – bitteschön. Dann tu das aber auch bitte anhand des Films, und nicht anhand eines Bildartikels, für den die ARD nicht verantwortlich ist.
Du kannst hier offenbar nicht mehr zwischen den beiden Dingen unterscheiden und begibst Dich damit selbst auf das Niveau der Bild.
Schade.
So verkommt Dein ganzer Eintrag zur linken Gegenhetze gegen alles, was die deutschen Vertriebenen in einem anderen Licht als das der auf der Flucht befindlichen Aggressoren darstellt.
Sachlichkeit ist jedenfalls was anderes. Bildblog schafft das. Du offenbar nicht.
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Ich finde es unverschämt, was für Kommentare hier kommen.
Deutsche marschierten in Polen und der Sowjetunion ein.
Deutsche begannen diesen Krieg. Wer kann sich dann allen Ernstes über die “ach so schlimmen” Russen beschweren? Seid ihr alle noch bei Trost? Wie soll denn ein Land eurer Meinung nach reagieren, das angegriffen wird? Sich EUREM braunen Gedankengut einfach unterwerfen?
Kommentare wie oben wiedern mich einfach an. Ja, an deutschen Zivilisten wurden Verbrechen verübt. Aber zu diesen Verbrechen wäre es sehr wahrscheinlich nie gekommen, ohne den Vernichtungsfeldzug Hitlers. Wer dann Nachsicht und Güte vom angegriffenen Land fordert ist wirklich unglaublich anmaßend -
Wenn man einigen hier Glauben schenkt, dann haben die Russen aufgrund der an an ihnen begangenen Verbrechen offenbar das Recht, Verbrechen an der Zivilbevölkerung zu begehen.
Fragt sich, mit welchen moralischen und humanitären Grundsätzen dies in Einklang zu bringen ist.
Schlimmer fand ich allerdings die Aussagen à la “Es wurden 25 Mio Russen getötet! Da darf sich niemand über das Leid der Deutschen zu beschweren!”
Das erinnert mich an einen Satz, den Bruno Ganz in “Der Untergang” als Hitler spricht (sinngemäß): “In diesem Krieg gibt es keine Zivilbevölkerung.”
Bedauerlich zu sehen, wie verblendet manche sind, dass sie das Wichtige nicht mehr (z)u erkennen (bereit sind).
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@dekurio, LOL
“eurem braunem gedankengut” … der ist echt gut. gehts nicht etwas differenzierter? (besonders wenn du pauschal jeden angreifst).
ausserdem ist dein kom. mehr als nur sinn entstellend. hier sagt doch keiner “scheiß rußen, töten/vergewaltigen alles was sich bewegt”. einfach mal LESEN …
im grunde laberst du genauso einseitigen müll wie die rechten und schaust genauso wenig mal auf die seite die du angreifst.
ob links oder rechts, beides gibts auch radikal.
THINK
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Es zeigt sich in diesem Blog recht schön, wie schwierig und problembeladen diese Ereignisse noch immer sind, sechzig Jahre nach Kriegsende! Es bringt allerdings wenig, wenn man sich gegenseitig stumpfsinnig “linkes” und “rechtes” Gedankengut vorwirft. Das führt nicht weiter und ist dumm.
Man muss hier, finde ich, tatsächlich zwischen BILD-Artikel und ARD-Fluchtfilm differenzieren. Was den BILD-Artikel angeht, stimme ich der Kritik des Autoren zu: der war viel zu simpel und einseitig. Allerdings würde ich den BILD-Autoren gar nicht mal (immer) unterstellen, dass sie das mit einem bestimmten Hintergedanken tun. Sie wenden einfach den üblichen BILD-Stil, der ja gerade aus unerträglichen Simplizifierungen besteht, auch auf Flucht und Vertreibung an – und dabei kommt dann so etwas heraus.
Bezüglich des ARD-Filmes aber ist die generelle Frage berührt, ob man über Flucht und Vertreibung überhaupt so berichten darf – und ob darin nicht generell eine Verharmlosung und Relativierung der deutschen Taten zu sehen ist. Das finde ich jedoch nicht. Man muss unterstellen, dass es Zuschauer gibt, denen der Hintergrund eines solchen Filmes – nämlich die alleinige Schuld Deutschlands an all dem Grauen und Elend – bekannt ist. Für diese Zuschauer aber muss es möglich sein, einen Film zu drehen, der auch die Leiden der deutschen Zivilbevölkerung zeigt. (Dass eine solche Sichtweise natürlich nicht so neu und revolutionär war, wie manche behaupten, ist klar; es ist ja schon mehrfach über die Leiden berichtet worden.) Ich habe den Film so verstanden: Er hat vorausgesetzt, dass die historischen Hintergründe und die eigentliche Täter – Opfer – Verteilung jedem Zuschauer klar ist, denn zu Beginn werden die späteren Vertriebenen ja noch ziemlich kritisch gezeichnet. Und dass die Wehrmacht entsetzliche Verbrechen begangen hatte, und zwar an der Zivilbevölkerung, wird auch benannt, nämlich durch den jungen Soldaten, der sich später umbringt.
Leiden ist individuell. Eine deutsche Frau, die vergewaltigt und getötet wird, leidet genauso wie eine russische Frau, die vergewaltigt und getötet wird. Natürlich ist das letztlich eine banale Aussage, die keiner filmischen Unterfütterung bedürfte. Aber es stellt doch eine Rechtfertigung dafür dar, auch diese Leiden einmal in den Vordergrund stellen zu dürfen. Ich sehe darin letztlich eine Geste an diejenigen Ostpreußen, die unschuldig waren und unschuldig in eine Maschinerie gerieten, die sie letztlich aus ihrem Land vertrieb und fürchterlichen Leiden unterwarf (denn die gab es natürlich), und die ein Recht darauf haben, dass ihre Leiden artikuliert werden.
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Ich begrüße es, dass jetzt auch über die Vertreibung aus den ehemaligen deutschen Gebieten diskutiert wird, sie ist schließlich auch Teil unserer Geschichte, aber so sollte man das auch behandeln, als etwas das vergangen ist. Der Grund für diese Diskussion sollte sein daraus zu lernen, die Ursachen und Wirkungen zu kennen, damit so etwas nie, nie nie wieder passiert und nicht um einen Schuldigen zu finden oder die eigene Vergangenheit aufzupolieren. Die Zuweisung von Schuld ist von jeher eine schwierige Sache gewesen und nur allzusehr von dem eigenen Hintergrund beeinflusst. Vielleicht hört sich das kalt und emotional verarmt an, aber die einzige Möglichkeit die ich sehe, Geschenisse wie den Holokaust, die Verbrechen der Wehrmacht und auch die Vertreibungen aus dem Osten zu betrachten ist die nüchterne Art, die sich auf Fakten beschränkt ohne vergleichen zu wollen.
Wie gesagt, ein Autor wird immer von seinem eigenen Hintergrund beeinflusst sein, aber der Autor dieses netten Bild-Artikels scheint das ja noch nicht einmal zu versuchen, daher finde ich auch die Analyse des Artikels sinnvoll. Wobei man da natürlich auch wieder die Analyse hinterfragen kann usw.
Niemand hat bis jetzt behauptet, es sei leicht sich mit Geschichte zu befassen…
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Es ist anzunehmen, dass in diesem Forum keine Beiträge von Zeitzeugen zu finden sind. Seien also wir, als Repräsentanten der Folgegenerationen und auch jeder im einzelnen, die wir ALLE den Krieg nicht miterlebt haben, bei der Beurteilung dieses Themas nicht päpstlicher als der Papst! In unserer heutigen Gesellschaft laufen doch schon Menschen Amok, weil sie in der Arbeit oder Schule gemobbt werden* . Da finde ich es anmaßend, den Zeigefinger tadelnd gegen irgendwen zu erheben, der Jahre eines solchen Schreckens miterlebt hat. Jemanden, der Tag für Tag Zeuge/Opfer von Mord, Vergewaltigung und Deportationen wurde, für den Todesangst und Verzweiflung zum Alltag gehörten und der fast täglich Familienmitglieder oder Freunde verlor.
Versucht man die Sache ganz sachlich zu betrachten, lässt sich nur eines sagen: wenn ein Land A in Kriegsabsicht in das Land B eindringt, muss man damit rechnen, dass Land B sich zur (Not-)Wehr setzen und Land A vertreiben wird (wenn es das irgendwie kann) oder wenn Land A sich gewaltsam nach Osten ausbreiten will und Land B das gleiche in Richtung Westen tut, werden sie zu einem gegebenen Zeitpunkt aufeinander treffen und der Schwächere zum Rückzug gezwungen. Dabei sind jegliche Forderungen nach Humanität im Krieg doch als realitätsfremd ab zu tun – diese beiden Begriffe stehen von Natur aus zueinander im Widerspruch!zum Beitrag von Cycnus A:
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass wir die Diskussion um die ehemals deutschen Territorien im Osten nicht zu sehr aufbauschen sollten. Wir schneiden uns hier sonst ins eigene Fleisch! Während wir von der Welt fordern, uns, die neuen Generationen, nicht mehr die Schuldenlast für den 2. Weltkrieg tragen zu lassen, fangen wir nun selbst an, alte Wunden auf zu kratzen und das Ganze wieder ins Rollen zu bringen. Wir sind mit Sicherheit nicht in der Position Schuld zu zu weisen oder gar Forderungen zu stellen. Wir haben den Krieg angefangen und danach z.T. auch noch eine bevorzugte Behandlung bekommen (BRD), während unsere Nachbarländer im Osten nach den Schrecken des Krieges auch noch unter der Jahrzehnte währenden Vorherrschaft der Sowjets leiden mussten.*damit möchte ich nur mal aufzeigen, wie verletzlich die menschliche Seele ist, nicht Mobbing an sich herunterspielen
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Ach kommen Sie, Bonde. Die grundlegende Geschichte des 2. WK ist doch wohl jedem Menschen bekannt. Sie muss nicht ständig fett hervorgehoben werden. Darf man nicht auch mal eine andere Seite der Ereignisse zeigen, ohne in jedem zweiten Satz wieder darauf hinweisen zu müssen, dass es ja die “bösen Deutschen” waren, die Hitler aufgebaut und den Krieg begonnen haben…
Sie entschuldigen und relativieren hier auf unerträgliche Weise die Verbrechen an der deutschen Zivilbevölkerung, an Menschen, die NICHT alle für Hitler waren. Das die deutsche Wehrmacht auch viele Verbrechen begangen hat, soll ja nicht geleugnet werden.
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@commie
Unrecht oder was auch immer, stoer Dich nicht an Semantik. Nennen wir es halt schwere, unentschuldbare Verbrechen. In jedem Fall rechtfertigt ein Verbrechen nicht ein anderes. Jeder Kriegstote oder Vertriebene, ganz egal auf welcher Seite, ist einer zuviel. Sorry! Ethnic cleansing ist jedenfall auch ein Verbrechen und wird auch in rezenteren Faellen anerkannt.
Ich lebe in Calgary und habe daher ein bischen Distanz. Eine meiner Lieblingsstaedte ist Dresden. Was z.B. da gelaufen ist, ist ein riesiges Kriegsverbrechen, eine voellig sinnlose Zerstoerung von unersetzlichem Kulturgut und ein Abfackeln der innerstaedtischen Bevoelkerung (nicht alle waren Nazis).. Und dasselbel gilt natuerlich fuer die Bombardierung Londons und den V1/V2 Terror.
In 100 Jahren, wenn alle Beteiligten laengst tot sind, wird man die Geschichte weniger emotional und daher objektiver sehen.
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Hallo,
ich denke nun wirklich nicht, dass die deutschen Soldaten ,die ja wohl nicht alle freiwillig gekämpft haben, am Krieg Schuld waren. Sowas lässt sich im Nachhinein immer leicht sagen aber das waren auch normale Menschen wie du und ich. Sicherlich gab es auch viele, die es ganz toll gefunden haben der sog. “Herrenrasse” anzugehören, aber halt nicht alle!Und das dieser Krieg für die Deutschen auch schlimm war ist ja wohl klar! Die Russen waren viel Ärmer, als die Deutschen. Sie konnten nicht verstehen, warum Deutschland sie -die ja kaum etwas hatten- angreift, obwohl es den Deutschen eigentlich sehr gut ging.
Dass aus so etwas Wut und Rachsucht entstehen kann, ist denke ich auch nachvollziehbar.Also:Bitte nicht so stark Verallgemeinern! Es gibt nicht “die” Deutschen oder “die” Russen. Die Welt ist eben nicht so schwarz-weiß!
Schönen Tag noch!
Ps. Ich hasse die Bildzeitung übrigens auch! -
Die Russen waren viel Ärmer, als die Deutschen.
Also:Bitte nicht so stark Verallgemeinern! Es gibt nicht “die” Deutschen oder “die” Russen.
In einem Kommentar?
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Ich denke, die Mehrheit der Kommentare zeichnet ein trauriges Bild vom Umgang mit zivilen Kriegsopfern. Gerade vom “linken Flügel” erfährt man hier, wie wenig Verständnis für das generelle Leid eines Krieges vorhanden ist.
Jeder Zivilist, der im Krieg einen vermeidbaren Tod stirbt, ist zurecht Opfer, GLEICH welcher Nation er angehörte. Selbiges gilt für alle Kriegsverbrechen wie Vergewaltigung, Folter, Plünderungen etc.
Das so etwas auf deutscher Seite statt gefunden hat, ist denke ich historisch hinlänglich dokumentiert und jedem Europäer ausreichend bekannt, aber über ebensolche Verbrechen der Alliierten wird hartnäckig geschwiegen. Hier sollte man m.A. nach eher eine Lanze brechen und Zivilisten aller Länder wieder als solche betrachten, nicht vorrangig als Mitglieder einer ehemals feindseligen Nation.
Und es gehört festgehalten, dass die russischen Soldaten sich, im Gegensatz zu amerikanischen und britischen Besatzern, einer weitaus höheren Zahl an Verbrechen schuldig gemacht haben. Das zu erwähnen ist weder rassistisch noch falsch sondern sachlich und historisch Fakt!
Teilt die Menschen bitte wieder in Täter und Opfer, nicht in Russen, Amis, Deutsche ein.
Formaljuristisch hätte damals jeder, der sich eines solchen Verbrechens schuldig gemacht hatte, an die Wand gestellt werden müssen, sowohl nach deutschem wie auch russischem Kriegsrecht.
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Pingback from Verbrochenes on 13. März 2007 at 16:56
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Sieht so aus, als ob die Luft hier raus wäre. Hehe. Dann werde auch ich dieses kleine, linke Blog mal verlassen. Einen schönen Tag noch, Herr Bonde.
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Ich gestehe, ich bin auch über Bildblog hier eingetrudelt
Mir fielen spontan einige Sachen zu den hier stehenden Kommentaren ein:
1. ich fühle keine Schuld. “Schuld” impliziert auch immer, dass ich etwas hätte verhindern können. Ich bin Baujahr 1969 – “verhindern” hätt ich nix können. Zeit ist nun mal eine Einbahnstraße. Das wiederum führt sofort zu
2. Aber ich kann tun, was geht, damit ich verhindern kann, das sich so etwas wiederholt. Und wenn ich sehe, wie ein Herr Beckstein die Leute aufruft, Muslime zu denunzieren (alles im Rahmen der Terrorabwehr) ist es allerhöchste Eisenbahn, genau das zu tun. Was wiederum zu
3. führt: Zivilcourage. Mut den Mund aufzumachen. Etwas zu tun, was gehört wird.
Unter uns Klosterschwestern: Glaubt denn wirklich auch nur einer daran, dass es möglich gewesen wäre sich dem kollektiven Druck zu widersetzen?
Es gibt einige Ausnahmeerscheinungen, die die Kraft und den Mut fanden – und ich weiß nicht, ob sie sie gefunden hätten, hätten sie die Konsequenzen gekannt. Ich denke da z.b. an die Geschwister Scholl.Öffentlich auftreten und sich gegen den Mainstream wenden, dazu gehört unglaublicher Mut. Und da Ostpreußen damals weitgehend dörflich und herrschaftlich organisiert war, dürfte dieser Mut noch um einiges höher gewesen sein.
MAN STELLTE SICH NICHT GEGEN DIE GEMEINSCHAFT.
Und wenn nur klammheimlich – denn die Gemeinschaft, das waren die eigenen Leute. Die haute man nicht in die Pfanne. Solange sie regelkonform lebten.Macht doch bitte nicht den Fehler und wendet heutige Denkweisen auf die Lebensweisen aus der Zeit an. Das klappt nie.
Und von “Schuld” kann man dann auch nicht sprechen. Denn – wie gesagt – “Schuld” impliziert die Möglichkeit, etwas zu verhindern. Und die hatte keiner.
Übrigens – ich möchte nicht wissen, wieviele Wachen im KZ plötzlich an Lungenentzündung oder ähnlichem starben, weil sie helfen wollten oder nicht mitmachen wollten…
Auch mal darüber nachgedacht?Wer sich wehrte, spielte mit seinem Leben. Wer von euch, die hier schon die Kiestüten aufsammeln würde soviel riskieren wollen für Leute, die er nicht kennt?
Gruß
die linke Socke
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So, jetzt musste ich doch nochmal hier vorbeischauen – und was sehe ich da? Herr Bonde in seinem Element.
Sagen Sie mal, sind Sie eigentlich Deutscher? Es fällt mir schwer zu glauben, dass ein Deutscher unsere aller Eltern und Großeltern auf diese Art und Weise in den Schmutz zieht! Sie mögen es für ein Gerücht halten, aber es waren tatsächlich nicht alle Nazis. Sie brauchen keine Millionen Mitläufer und Mithelfer, um “den Staat zu kidnappen”. Einige Tausend plus die entsprechenden Waffen(!) in den Hand sind überzeugend genug, um Millionen andere einzuschüchtern – und glauben Sie mir, auch SIE hätten schön den Mund gehalten und weggeschaut (sofern Sie von den NS-Verbrechen als normaler Zivilist überhaupt erfahren haben), wenn es um IHR Leben und IHRE Familie gegangen wäre.
Ich finde es unerträglich, wie Sie hier unsere Vorfahren verunglimpfen. Hören Sie mal die Überlebenden an und lassen Sie sich von den schrecklichen Kriegstagen – auch auf deutscher Seite – berichten. Junge Männer damals, die häufig genug nie in den Krieg wollten und auch nicht an Hitler glaubten, jedoch kämpfen MUSSTEN, weil sie sind selbst erschossen worden wären.
Aus Ihren Ausführungen kann ich nur folgern, dass Sie entweder kein Deutscher sind und hier somit genüßlich als Dritter über diese Dinge “philosophieren”, oder Sie sind das, was man gemeinhin auch einen Nestbeschmutzer nennt.
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Ich fürchte, meine Treue endet hier und jetzt. Ich respektiere zwar Ihre Sichtweise der Dinge, verstehen kann ich sie allerdings nicht. Ich hoffe nur, Ihre Großeltern (falls noch unter uns) werden nicht Ihre Beiträge zu lesen bekommen. Trotzdem noch einen schönen Tag.
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Moin
Wieso ist das Thema eigentlich so polarisierend?
Wieder mal Gedanken etwas unsortiert, aber mal rausgesprudelt…
Fakt ist nun mal, und das hat MEIN Großvater, vom Krieg traumatisiert, nie behandelt, schwer krank und gezeichnet von einem Leben, dass er so nie gewählt hätte, mir mehrfach erklärt und gesagt – so weit er sprechen konnte/wollte:
Die Leute in der Heimat HABEN sich gegenseitig ausspioniert und denunziert. Es wurde als RICHTIG angesehen, was Hitler und Co. dort gemacht haben. Sie waren die Regierung, sie waren diejenigen, die gesagt haben wo es langging – und damit war dem Denunziantentum Tür und Tor geöffnet.
Wie übrigens auch heute – ich erinnere an Beckstein und seine Aufforderung an die Universitäten, doch bitteschön verdächtig aussehende Muslime der Polizei zu melden. Könnte ja ein Terrorist sein.
Wo ist der Aufschrei? Wo der Unterschied zu dieser Zeit?
Ich sehe keinen. Denunziantentum bleibt Denunziantentum, auch wenns von demokratisch gewählten Volksvertretern kommt.Meine Großmutter hat Zeit ihres Lebens vom BdM geschwärmt, das war ihre schönste Zeit.
Genauso funktioniert das doch auch heute. Gib den Leuten Zuckerbrot und Peitsche und keiner muckt auf. Brot und Spiele, ein Weisheit von Jahrhunderten.Man ist kein Nestbeschmutzer, indem man das akzeptiert. Übrigens: Es reichen in der Tat Tausende. Ein Blockwart, ausgestattet mit der entsprechenden Macht und dem entsprechend niedrigen Charakter genügt vollauf, einen ganzen Straßenzug in Schach zu halten. Die Drohung “mach das und das oder ich melde dich” zieht, wenn als beste Konsequenz ein Haufen Ärger mit der Geheimpolizei droht. DIE Lehre haben wir wohl alle aus der Zeit der DDR gezogen.
Dennoch will in mir kein Schuldgefühl aufkommen. Schuldig bin ich nicht. Aber ich fühle Verantwortung, Wiederholungen zu verhindern.
Ob ich die Zivilcourage dazu aufbringe – ich weiß es nicht. Aber ich kann es versuchen.Sollte ich Nestbeschmutzer sein, stehe ich in guter Gesellschaft und fühle mich wohl. Übrigens – “Nestbeschmutzer”…
@Fineliner, manchmal ist man so sehr damit beschäftigt, das Nest von anderen in Augenschein zu nehmen, dass man das eigene Nest vergisst und sich wundert, warum man auf einmal knietief im braunen Morast steht.Die Verantwortung für das, was damals geschah, lag auf der gesamten erwachsenen Generation – und die kann auch nicht abgegeben werden. Auf die eine oder andere Art hat jeder mitgemacht. Die Verantwortung ist da – und glaube mir, auch deine Großeltern mußten Lösungswege finden, um damit zurechtzukommen und für sich selbst weiterleben zu können.
Mein Großvater hat es nur knapp geschafft. Er hat damit leben müssen, dass er in den tschechischen Wäldern ein Erschießungskommando gesehen hat – wie die Opfer die Grube aushoben und die Soldaten scherzend und lachend drumrumstanden. Und dann mußte er – versteckt – zusehen wie die Opfer erschossen wurden.
Und er blieb versteckt – in dem Wissen, dass er auch tot wäre, wenn er sich gezeigt hätte. Und dass er den Opfern nicht hätte helfen können.
Ich kann und will meinen Großvater nicht verurteilen, weil er nicht bereit war, diese Opfer zu bringen.
Doch das wirft vielleicht ein Schlaglicht auf diese Zeit.Was jetzt die Bildzeitung angeht…nun ja…
Wer der noch glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann.Gruß
die linke Socke
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Zu der hier diskutierten Frage, vergewaltigte die sowjetische Soldateska auf Befehl?
Am 23. November 1943 ließ die politische Hauptverwaltung der Roten Armee mit dem Vermerk “laut vorlesen” folgende Sätze aus der Feder des Juden Ehrenburgs verbreiten: „Es genügt nicht, die Deutschen nach Westen zu treiben. Die Deutschen müssen ins Grab hineingejagt werden. Gewiß ist ein geschlagener Fritz besser als ein unverschämter. Von allen Fritzen aber sind die toten die besten.“
Ein Jahr später, die Rote Armee stand an den Grenzen Ostpreußens, schrieb Ehrenburg in der Frontzeitung “Unitschtoschim Wraga” vom 17. September 1944: „Die Deutschen werden die Stunde verfluchen, da sie unseren Boden betraten. Die deutschen Frauen werden die Stunde verfluchen, in der sie ihre Söhne – Wüteriche – geboren haben. Wir werden nicht schänden. Wir werden nicht verfluchen. Wir werden nicht hören. Wir werden sie totschlagen.“
Ein weiterer Mordaufruf Ehrenburgs lautete: “Tötet, ihr tapferen Rotarmisten, tötet! Es gibt nichts, was an den Deutschen unschuldig ist. Folgt der Anweisung des Genossen Stalin und zerstampft das faschistische Tier in seiner Höhle. Brecht mit Gewalt den Rassenhochmut der germanischen Frauen, nehmt sie als rechtmäßige Beute. Tötet, ihr tapferen Rotarmisten, tötet.”
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Liebe Freunde! Ich bin Amerikaner und sehr stolz auf meiner deutscher
Abstammung. Bitte, vergeben Sie mir, dass ich muss auf Englisch schreiben.REVISED ENTRY
Hello everyone! World War II was not a ‘Good’ war, as they want us to believe. It was a Bad war
like ALL wars!How Three Million Germans Died AFTER the War was Over
Why the Germans were ALSO Victims of World War IIThe crimes committed AGAINST the Germans by the Allies in WW II were almost as horrendous as those committed
BY the Germans.Und hier stand dann ein tatsächlich sehr revisionistischer Eintrag, in dem die armen kleinen Deutschen bemitleidet wurden. Nicht schön und der Militärzensur nun zum Opfer gefallen.
Bonde




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