Am Tunnel direkt am Weserstadion findet sich ein hingeschmiertes Graffiti mit der inzwischen überholten Aussage “Ungdomshuset bleibt”. Das erinnerte mich wieder an die Solidaritätswelle, die bis nach Bremen schwappte, als es in Kopenhagen ernst wurde. Als Grund für dieselbe dürfte ausgereicht haben, dass die Front dort zwischen “linken Jugendlichen” und der Polizei verlief. Solidarisierungsreflexe können da kaum unterdrückt werden. Wer ein bisschen mehr über das Ungdomshuset und sein Innenleben wissen will, wird im Internet nicht so richtig fündig. Was man allerdings findet, ist folgende Veranstaltung:
Intifada Festival i Ungdomshuset, Jagtvej 69, Nørrebro
[...]
Bekæmp imperialismen og zionismen - For flygtningenes ret til at vende hjem
Konsequent feiert man auch in Dänemark jeden Idioten, solange er nur Steine schmeisst. Deshalb ist eine Intifada natürlich eine wundervolle Sache. Dass Zionismus das größte Verbrochene seit Hitler ist, weiss auch ein anderer Kommentator, der sich mit dem neuen Besitzer des Grundstücks, einer Sekte, beschäftigt:
Faderhuset is an extreme right-wing Christian sect that has largely been accused of being a cult, publicly opposes abortion and homsexuality, preaches paranoid Islamophobia, advocates Zionism and is strongly anti-immigrant/non-aryan.
Während die linksautonomen Jugendlichen freudig am Lagerfeuer sitzen und diskutieren, wie und warum man das antizionistische Programm, nennen wir es mal “Kein Land für Juden”, am besten mit seinen palästinensischen Freunden umsetzt, reiht man woanders den Zionismus mit Schwulen- und Ausländerfeindlichkeit neben dem Rassismus ein. Linksdeutschland applaudiert heftig, wenn auch vielleicht aus anderen Gründen/Reflexen, siehe oben.

No comments
Comments feed for this article
Trackback link
http://www.verbrochenes.net/2007/03/16/solidarity-with-ungdomshuset/trackback/