Unser Jan Ulle Ullrich ist inzwischen ja sehr eindeutig überführt worden. Nun wollte ich mich eigentlich an einer Überschrift auf FAZ.net aufhängen, die da lautete “Ullrich leugnet weiter”. Inzwischen heisst der Artikel aber anders. Denn, und das wird man auch bei der FAZ bemerkt haben, Ullrich leugnet gar nicht, gedopet zu haben. Er spricht nach wie vor davon, “nie jemanden betrogen zu haben.” Das sagt eine Menge. Dass er selbst gedopet war, wird er schon noch wissen. Wenn er seine Mitfahrer mit seinem Doping nicht betrogen hat, kann das ja nur heissen, dass die ebenfalls allesamt gedopet waren. Klingt plausibel.
In Bonn wird gegen Ullrich wegen Betrugs zum Nachteil von T-Mobile ermittelt. Wenn Ullrich jetzt behauptet, niemanden betrogen zu haben, sagt er damit auch, dass T-Mobile das ganze sowieso gewusst habe. Klingt auch plausibel.
Die letzten Betrugsopfer könnten die frustrierten Radsportfans sein. Da er aber ja niemanden betrogen hat, meint Ullrich wahrscheinlich, dass die genau das bekommen haben was sie wollten und dabei ebenfalls genau wissen mussten, dass man die Tour de France ohne verbotene Hilfsmittel nicht gewinnen kann. Klingt auch ziemlich plausibel.
Ich komme da zu dem Schluss, dass Ullrich schon lange nicht mehr lügt, da er eben schon lange nicht mehr explizit leugnet, gedopet zu haben. Also bitte: Rehabilitiert diesen großen Sportler.
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meines wissens hat er in dem zeitraum wo er des dopings überführt wurde, also wo er gedopt hat. nicht an einem wettkampf teilgenommen. also hat er sowiso niemanden betrogen.
trotzdem ein genialer, artikel weiter so!




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