Gutes Geld, schlechtes Geld

Ich zitiere aus einer Musteraufgabe, wie man sie in der Lehrerausbildung an der Universität Bremen vorgesetzt bekommt.

Aufgabe:

  • Wie viel Euro hätte Judas bis heute angespart, wenn er einen Cent mit 3% Verzinsung pro Jahr (Zinseszins) von seinem Lohn für den Jesusverrat hätte anlegen können?
  • Wie viel Euro hätte dagegen ein armer Tropf bis heute gespart, der jeden Monat 500 Euro für seinen Arbeitseifer erhalten hätte und diese hätte sparen können?

Quelle (ganz unten)

Der eifrige arme Tropf arbeitet zwei Jahrtausende und hat am Ende weniger als der faule Verräter. Dafür hatte letzterer nach den ersten 200 Jahren auch erst 3,59€. Da war der andere schon Milionär. Und wenn er zu dem Zeitpunkt einfach mal einen Teil seines Geldes zur Bank gebracht hätte, hätte er den Wettlauf um Längen gewonnen. Aber nein, er muss ja ehrlich arbeiten. Denn das ist ja wohl die Message. Die Dynamik von exponentiellem Wachstum kann man nämlich auch ohne seine seltsamen Vorstellungen von gutem und schlechtem Geld vermitteln.

  1. Mal unabhängig vom Inhalt: Das sind Uniaufgaben?
    Kommt mir vor wie 10. Klasse Gymnasium…

  2. Das ist eine Aufgabe, die man als angehender Lehrer an der Uni vorgsetzt bekommt, als Beispiel für Aufgaben an der Schule. Aber wir sollen die tatsächlich immer durchrechnen. Dabei komme ich mir oft doof vor.

Reply

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