Es gibt einen neuen Gangsterrapper in Deutschland. Der nette Kerl ist geboren und aufgewachsen im malerischen Pirmasens. Darum redet er auch pfälzisch, ein melodiöser und freundlicher Dialekt, durch seinen kleinen Sprachfehler klingt es noch sympathischer.
Okay, das sind jetzt nicht so die besten Voraussetzungen, um Gangsterrapper zu werden. Deshalb hat Wasim sich dann überlegt, doch besser nach Berlin zu ziehen. Alleine mochte er allerdings nicht, deshalb hat er seine Eltern mitgenommen. Natürlich musste er sich auch dick aufpumpen und tätowieren, logisch. Jetzt betont er ständig, dass er aus dem Ghetto/Berlin/Wedding kommt, wenn er nicht gerade sagt “Ich komm aus dem Gaza”, was natürlich nicht für ihn, aber wohl für seinen Vater stimmt.
Das ist aber für ihn kein Unterschied, aufs “Blut” kommts schliesslich an. Und wenn man schon soweit ist, gehören Palituch und Palästina-Flagge auch zum unverzichtbaren Video-Gimmick, sein “eigenes Label” nennt er “Al Massiva”. Was fehlt? Genau, Allah! “Dank Allah schteh isch da wo isch bin!” Das ist besonders lustig, nachdem er ständig betont hat, wie dreckig es im Ghetto doch zugeht. Vielleicht mal bei Allah beschweren?
Aber jetzt mal Schluss mit dieser Pirmasensgemeinheit:
Ach was! Ich bin kein Berliner? Che Guevara war auch kein Kubaner!
Was soll man dazu noch sagen?
Als gläubiger Moslem schickt es sich auch, sich als Drogendealer darzustellen, warum auch nicht. Vielleicht verkauft er nur an Ungläubige oder so.
Zu seinem Glück hat “Massiv” (so nennt er sich, seit er sich nicht mehr “Pittbull” nennt”), inzwischen einen Vertrag bei einem Majorlabel. Das dürfte allzu schlimme Ausfälle, auf die ich in seinen Liedern eigentlich gewartet hatte, schön rausstreichen. Angesichts folgender Titel auf seinem Album, ist aber die Richtung trotzdem klar.
“Araber in Handschellen, Wir sind in Überzahl, Kriegszeit”
Bis dahin will er dem schwarzen Rapper Manuellsen nur “eine Tonne Blei in deinen arschgefickten Negerarsch” pumpen.
Sehen kann man diesen Hengst auch bei Spiegel TV, wo er zwischen lauter metrosexuellen PR-Beratern von Sony herumsteht, seine peinlichen Tattoos streichelt und ziemlich treudumm in die Gegend guckt. Und hier, wie er von seinesgleichen auf die Fresse kriegt. Toll.
Und hier, wie er von zwei anderen komischen Hiphopclowns gedisst wird.
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Das allerbeste wurde vergessen: http://youtube.com/watch?v=_aKi4PW943Y
EL HAMDELELAI!
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Klasse ist auch der Sprachgebrauch des Fotographen am Ende des Spiegel TV Beitrags. Hauptsache er guckt ihn “tight” über die “shoulder” an und das Foto ist “glossy”… Versteht den einer?
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Für die körperliche Unversehrtheit des Fotografen ist allein entscheidend, dass der Fotografierte kein Marketing-Englisch kann.

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