Ihr ruiniert meinen Ruf

Timo Hildebrand hat vor einigen Monaten beim FC Valencia unterschrieben. Dachte man sich: Boah. Spielen durfte er am Anfang aber nicht. Dachte ich mir: Huch? Gab naemlich noch einen anderen Torwart, Opa Cañizares. Aber Opa Cañizares ist eigentlich eine riesengrosse Graupe, und jeder weiss das. Gespielt hat er trotzdem. Irgendwann hat er allerdings einfach so schwere Fehler gemacht, dass man seine eigenen blutenden Augen nicht laenger ertragen wollte. Da Opa Cañizares aber ein stolzer alter Mann ist, hat er einfach gesagt, “Aua, hab ich mich verletzt”. So musste man ihn sowieso auswechseln. Ganz schoen klug, der alte Opa! Seit dieser, ich sage mal “Phantomverletzung”, steht nun also die alte Kratzbuerste der liebe Timo im Kasten. Dachte man sich: Ist ja eigentlich ein dickes Arschloch, dieser Timo. Aber dachte man sich auch: Wenigstens kann er Fussball spielen! Das dachte man sich, und dann hat man sich einfach mal ein paar Fussballspiele mit ihm angeguckt. Und dann dachte man sich: Au weia. Sowas hat der in Stuttgart aber nie gemacht. Den letzten dicken Bock hat er vorgestern gegen Rosenborg Trondheim geschossen: ohne Not an einem Eckball vorbeigeflogen und das null zu zwei verschuldet.

Christoph Metzelder hat vor einigen Monaten bei Real Madrid unterschrieben. Dachte man sich: Boah. Real Madrid. Dachte ich mir aber auch gleich: Was wollen die denn mit Metzelder? Dachten sich wahrscheinlich viele Deutsche, aber die Spanier hatten sich vorher wohl einfach nur seine Anzahl von Laenderspielen angeguckt und daraufhin entschieden: Zack, den holen wir. Inzwischen fragen sich alle Spanier, warum man den fusslahmen Verteidiger denn nun ins Land geholt hat. Metzelder ist eine langsame und behaebige Kuechenschabe, die sich sogar den letzten Brotkrumen vor der Nase wegstiebitzen lassen wuerde. So taumelt der ehemalige Borusse tagein, tagaus durch den hauseigenen Strafraum und richtet Unheil an. Er selbst steht wahrscheinlich immer mit schlotternden Knien vor dem Sechzehner und denkt sich: Bitte kein Sprint. Oder vielleicht auch: Hoffentlich bald Halbzeit!

David Odonkor hat vor gut einem Jahr einen Vertrag bei Betis Sevilla unterschrieben. Dachte man sich: Boah. Betis Sevilla hoert sich gut an. Dachte man sich aber auch gleich: Was wollen die denn mit Odonkor? Und siehste, guckste dir einfach mal ein paar Spiele von Betis Sevilla an. Und schwupps, merkste auf einmal, der spielt ja gar nicht! Ist naemlich ganz schoen schlecht, der Odonkor. Aber was ich damals gar nicht wusste: Betis Sevilla selbst ist schon ein ganz, ganz schlechter Fussballverein. Also tut das doppelt weh. Aber der David, wie ihn der Juergen immer so liebevoll genannt hat, der David schafft das schon. Ehrlich gesagt: Ich glaub nicht!