Am Montag hatte Steinmeier zusammen mit seinem französischen Kollegen Kouchner am Rande des deutsch-französischen Ministerrats gemeinsam mit Muhabbet öffentlichkeitswirksam ein Lied zum Thema Integration in Berlin gesungen und aufgenommen.
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In diesen besagten Minuten am Abend des 20. Oktobers, an dem die Zeitgeschichtsredakteurin des Hessischen Rundfunks für ihren Film „Am Tag, als Theo van Gogh starb“ ausgezeichnet worden war und Ausschnitte ihres Filmes und des umstrittenen Films „Submission“ von Theo van Gogh gezeigt wurden, sei Muhabbet auf sie zugekommen und habe gesagt, dass Van Gogh „Glück gehabt habe, dass er so schnell gestorben sei, wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er ihn erstmal in den Keller gesperrt und noch gefoltert.“ Danach seien alle Umstehenden „erstmal wie erstarrt“ gewesen, sagt Frau Schapira.
Da hat Steini Pech gehabt. Es hätte ihm aber auch klar sein können, dass die Gefahr für so einen Reinfall besteht, wenn man sich ganz populistisch in die Niederungen der Kulturindustrie begibt. Zum Glück sieht die Medienetikette auch für den Künstler bereits einen Ausweg vor:
Jetzt sei es an Muhabbet, „klarzustellen, ob es ein Affekt war.“
Denn einen Affekt kann immer in Anspruch nehmen, wer sich in so toleranzverliebten Zusammenhängen bewegt. Und ist es nicht völlig akzeptabel, dass man ab und zu im Affekt jemanden in den Keller zerren und foltern will? Eigentlich nicht.

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