Vor einigen Monaten schon war in der Textezusammenstellung für deutsche Lehrer, Aus Politik und Zeitgeschichte, ein Artikel* zu lesen, der den Islam, wie er sich heute darstellt, als das Ergebnis eines großen Missverständnisses darstellt. Karl-Heinz Ohlig argumentiert, dass der Prophet Mohammed nie gelebt hat. Seiner Theorie zufolge hat sich der Islam als eine Abspaltung des Christentums entwickelt, die die Göttlichkeit Jesu und des Heiligen Geistes verneinte und forderte, nur einen Gott anzubeten. Mit dem Namen Mohammed, der ja nun einmal im Koran auftaucht, sei Jesus gemeint.
Die aufgestellte These ist radikal und laut Wikipedia eine krasse Außenseiterposition. Doch immerhin wurde sie in APuZ veröffentlicht, und wenn sie einer kritischen Prüfung standhält, ist der Islam um ein Riesenproblem reicher, vorrausgesetzt es findet sich jemand, der sich für die Forschung eines westlichen Ungläubigen interessiert. Leider kann ich nicht den Optimismus teilen, den der Autor mit seiner Theorie verbindet:
Die Wahrnehmung der historischen Bedingtheit der Anfangsprozesse könnte die Chance eröffnen, Dogmatismen aufzulockern und den notwendigen Schritt in die Moderne, vergleichbar der Wirkung der Aufklärung auf das Christentum, zu ermöglichen.
Dem Christentum wurde mit der Aufklärung der letzte Rest Macht genommen, den es noch hatte. Eigene Truppen hatte es damals schon kaum noch. Beim Islam sieht das heute anders aus. Der unaufgeklärte Islam steht unter Waffen und ist bestens motiviert. Noch mehr Aufklärung würde diese Menschen endgültig in den Wahnsinn treiben. So sehr es der Nachwelt zu wünschen wäre, für uns wäre es die Hölle.
*Eventuell lässt sich das pdf-Dokument nicht direkt öffnen. Dann könnte es helfen, es per Rechtsklick auf die Festplatte runterzuladen und dann zu öffnen.

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