Lesetipps

In der prodomo schreibt Philipp Lenhard über Eva Herman und wie unsinnig die gängige Kritik an ihr ausfällt.

Das ganze hat mich an folgende Passage bei Freerk Huisken erinnert:

Wer eine begründete Kritik an den politischen Grundsätzen des Neofaschismus hat, für den ist es völlig gleichgültig, wie deren Vertreter aussehen, der muss weder ihren gewöhnlichen Phänotypus noch in der Szene gebräuchliche Codes studieren. Der muss weder wissen, dass die Vertreter dieser Grundsätze politisch unter die Kategorie ”neofaschistisch” subsumiert sind, noch muss er über Kenntnisse des historischen Faschismus verfügen, weil er sich nämlich weder an der Präsentation der Repräsentanten dieser Grundsätze, noch an deren Rückgriff auf die NS-Vergangenheit stört, sondern an den in den Grundsätzen zum Ausdruck kommenden politischen Überzeugungen und Programmatiken.

Sehr richtig, auch wenn sich bei Huisken sonst viel Quatsch findet.

Zur vieldiskutierten Frage, wie gefährlich der Iran denn nun ist und wieviel die amerikanischen Geheimdienste davon wissen, gibt Dan Schueftan, israelischer Hardliner und damit genau auf unserer Linie (bzw. andersherum) Auskunft.

Überhaupt, Israel. Joinsen und ich sind ja jetzt in unserer Freizeit große Fans von Hapoel Tel Aviv. Über Verein und Ultras lässt sich hier einiges nachlesen, oben drauf gibts auch noch ein Interview mit Asaf, der auch als eine Art Sozialarbeiter bei Hapoel unterwegs ist.
Hapoel hat sich gestern übrigens auch noch aus dem UEFA-Cup verabschiedet, 1:3 gegen Aalborg vor 1600 Zuschauern. Erbärmlich.

Interessantes über Israel und seinen Fussball lässt sich beim Guardian in einem Artikel über den arabisch-israelischen Club aus Sakhnin nachlesen.

Jetzt wollte ich eigentlich noch was aus der neuen konkret verlinken, irgendwas, aber die haben noch gar nichts online.

Nachtrag,
zum Nahostkonflikt, etwas sophisticated: Is the Outline of a Peace Deal Really All That Clear?
Hier wird der verbreiteten Auffassung widersprochen, es sei eigentlich ziemlich klar, wie eine Endstatusvereinbarung aussehen werde, man müsse nur mal wieder auf den Weg dahin kommen. Tatsächlich haben sich Israel und die PA seit 2000, wo man sich ja auch schon nicht einig wurde, weiter von einander entfernt, so Yossi Alpher.

Und für die nächsten Jahre, naja, wie soll man sagen, siehts echt schlecht aus, da wird unter anderem Rom atomar zerstört.