Dezember 2007

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Der Hamburger SV selbst nennt offiziell den 29. September 1887 als sein Gründungsdatum. Jedoch fand die eigentliche Gründung des HSV erst am 2. Juni 1919 statt.[1] An diesem Tag kam es zum Zusammenschluss der drei Vereine „SC Germania von 1887“, „Hamburger FC 1888“ des Wilhelm-Gymnasiums – welcher sich seit dem 26. Februar 1914 „Hamburger SV 1888“ nannte – und „FC Falke 1906“ aus Eppendorf.

Demzufolge ist der 29. September 1887 eigentlich das Gründungsdatum des ältesten Vorgängervereins „SC Germania von 1887“.

Der 1919 neu gegründete Verein nannte sich zunächst
„Hamburg 88-Germania-Falken“. Daraus wurde wenig später der „Hamburger Sportverein“.

Schlage vor, dass die traditionsbewusste Fraktion umgehend eine Kampagne startet, die den alten Vereinsnamen zurück fordert. Derweil plane ich die Neuauflage der Operation Gomorrha fürs nächste Derby.

Konjunktur

Etwas älter, immer noch lustig:

WerbeVZ

Zum Jahreswechsel will der neue Geschäftsführer des wohlbekannten studivz die Geschäftsbedingungen ändern, um zielgerichteter Werbung verschicken zu können. Außerdem behalte man sich vor die Daten auch an Dritte weiterzugeben. Lesen hier oder hier.

Ich kannte diese Dokumentation noch nicht. Und ich hätte auch nicht gedacht, dass sie mich so mitnimmt. Wirklich harte Szenen.

Wenn jemand eine Reise tut, und dann nach Deutschland kommt, dann hat er ganz sicher tonnenweise Sachen, über die er oder sie sich ärgern kann. In Bremen bieten sich zur Zeitgleich zwei Events als Projektionflächen für den ersten Kulturschockhass an: Hinter dem Bahnhof die Bundeskaninchenshow in der Stadthalle, vor dem Bahnhof eine Bühne, auf der mit Breakdance für das “Land der Ideen” geworben werden soll.

Wesentlich härter auf die Probe gestellt wird meine Toleranz durch die unglaubliche Polizeipräsenz und die totale Sicherheitshysterie, die man hierzulande verspüren kann. Wir sind jetzt eine Woche in Israel gewesen. Dort habe ich, wenn man einmal die Jerusalemer Altstadt und das Umfeld des Flughafens ausklammert, etwa ein Dutzend Polizeiautos gesehen. In Israel! In Bremen habe ich diese Zahl, ebenfalls unter Nichtberücksichtigung des Flughafens und der umkämften religiösen Heiligtümer dieser Stadt, bereits nach 48 Stunden erreicht, und dazu gesellte sich noch ein Bully der Feldjäger. Während des Urlaubs war ich weit davon entfernt, Angst zu haben, weder vor Terroristen und noch vor ordinären Straßengangstern fürchtete ich mich. Wir haben zusammen mit hunderten Leuten in einem Lokal gesoffen, in dem vor viereinhalb Jahren ein Selbstmordattentäter drei Menschen tötete und 60 verletzte. In Bremen wird immer noch über die Discomeile geredet, wo sich bei einer Schießerei und einigen Messerstechereien Gangmitglieder ans Leben gingen.

Es ist sicher keine rosa Welt, die man im Gelobten Land vorfindet. Aber es ist doch schockierend, dass man in Deutschland trotz wesentlich besserer Ausgangslage offenbar nicht imstande ist, sich ein schönes Leben zu machen, die Polizei Polizei sein lässt und auf Assis, die mit unserem Leben nicht klar kommen, einfach mal scheißt. Und deswegen lache ich nur über Kaninchenzüchter, die armen Willis. Die humorlose Angst vor China im Land der Ideen erledigt sich dann fast von selbst.

Wie oft muss ich Tocotronic eigentlich noch in den Himmel loben? Ich spar es mir jetzt einfach. Das großartige Video zum großartigen Song Mein Ruin gibt es hier zu sehen.

Niedergang allerorten

Neulich in der Straßenbahn:

Mann 1: Es gibt ja gar kein gutes Zeug mehr heutzutage. Man kriegt ja nur noch Dreck.
Mann 2: Neunzig Prozent Dreck, zehn Prozent Zeug.
Mann 1: Wenn ich das schniefe, wird ja gar nichts aufgenommen, das kommt ja alles wieder raus.
Mann 2: Ich bin jedenfalls froh, dass ich wieder auf Metha bin. Das schmeckt zwar nicht, aber da weiß man was man hat.

… ich will mein Leben nicht zurück.

In Israel war es nämlich so schön, so warm, so interessant, so aufregend, so undeutsch, so gut, wie es hier nur ganz selten wird. Die Leidenschaften sind noch sehr stark in diesen Stunden, und deshalb wird es heute wohl kaum noch was zum Thema geben. Aber dann werden wir schreiben, etwas weniger emotional und erschöpft als jetzt, sondern mit neuen Blickwinkeln und leuchtendem Herzen. Israel, Israelis, Palästinenser, Fußball, Religion, Terror und alle denkbaren Kombinationen dieser in sich schon weiten Felder, all das wird kommen, ob wir das jetzt wollen oder nicht. Vielleicht hilft es ja dabei, die ersten Tage  in diesem kalten Land zu überstehen.

… dann haettest du heute nicht fuer 200000 Euro nach Hannover wechseln muessen.

Sail away

Wer sich ein paar mehr Bilder angucken will, der klicke hier. Und wenn ihr dann irgendwann wieder Lust drauf habt, findet ihr den Link ganz unkompliziert unter der Blogroll.

Für die kommenden sechs oder sieben Tage war´s das von meiner Seite, danach wird geklotzt, das verspreche ich im vollen Bewusstsein der Tatsache, dass die Einhaltung des Versprechens eine ganz wackelige Sache sein wird.

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