Bewaffnete Einwohner

Spiegel Online meldet, dass Israel in einer Militäraktion im Gazastreifen mindestens 15 Palästinenser getötet habe.
Interessant ist dabei die Beschreibung der Getöteten.

Nach Angaben einer Militärsprecherin wurden die vordringenden Truppen von bewaffneten Einwohnern mit Mörsergranaten und Schnellfeuergewehren angegriffen.

Bewaffnete Einwohner heisst natürlich nichts anderes als Terroristen, die den Kampf gegen Israel zu ihrer Hauptbeschäftigung gemacht haben und im selben gestorben sind. Nicht einmal die Hamas leugnet das.

Ich frage mich vor allem, woher die Formulierung “bewaffnete Einwohner” kommt, ob sie von der genannten Militärsprecherin kommt und wie das wohl auf englisch heissen soll. “Armed inhabitants” bringt ein paar Googletreffer, aber nicht zu diesem Angriff. “Bewaffnete Einwohner” hat auch der Tagesspiegel, die deutsche Formulierung kommt also auf jeden Fall aus den Nachrichtenagenturen.

Naja, ist auch egal.

Nachtrag
: SPON erweitert den Artikel ständig und ändert auch den Titel, ohne das irgendwie zu kennzeichnen. Inzwischen schreiben sie denselben Quatsch wie die junge Welt, ich erwähnte es in den Kommentaren bereits:

Im Verlauf der Gefechte erschoss ein palästinensischer Heckenschütze in einem israelischen Grenzort einen 20-jähriger freiwilliger Helfer (sic!) aus Ecuador in einem Kibbuz. Der junge Mann arbeitete den Angaben zufolge in der Nähe des Grenzzauns auf einem Feld, als er getroffen wurde.

Beide Vorfälle haben nichts miteinander zu tun, könnten bestenfalls zeitgleich passiert sein. Die Formulierung “Im Verlauf der Gefechte” suggeriert etwas anderes und rechnet den Tod des Kibbuznik implizit den Angriffen der IDF zu. Als ob neben einem Gefecht mit Panzern und Hubschraubern jemand in Seelenruhe auf dem Kartoffelacker arbeitet, wie es der junge Mann tat, als er von einem Scharfschützen aus dem Gazastreifen erschossen wurde.

  1. Bei den Linksnazis von der jungen welt findet sich eine glatte Lüge:
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    Im Verlauf der Kämpfe wurde auch ein freiwilligen Helfer aus Ecuador in einem grenznahen Kibbuz erschossen, mutmaßlich von einem Sniper-Scharfschützen. Zudem kam es zu mehreren Verhaftungen durch die Aggressoren auf palästinensischem Gebiet
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    Die Angriffe der Armee haben gar nichts mit der Ermordung des Kibbuzim zu tun, fanden auch woanders statt. Der Ecuadorianer wurde dabei erschossen, wie er 100m von der Grenze entfernt auf dem Feld arbeitete. Natürlich von Palästinensern.

    Das “Zudem” suggeriert, beide Vorgänge - Verhaftung und Sniperschüsse - wären beides Übel, die gleichermaßen durch die israelischen Angriffe verursacht seien.

    Was für eine eklige Zeitung.

    Links:
    http://www.jungewelt.de/2008/01-16/036.php
    http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1200308091565&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull