Kurz vor Weihnachten auf dem Flur in der Werder-Geschäftsführung. Tino, Manni und Klaus-Dieter treffen sich.
Klaus-Dieter: Jungens, ich geh jetzt nach Hause. Ich war gestern noch im Plattdeutschen Wiehnachtstheater, und jetzt bin ich müde.
Tino: Jo, Digger, mach das mal, bist ja auch nicht mehr der jüngste.
Klaus-Dieter: Na, hör mal! Du hast wohl nen Werbeslogan gefrühstückt. Aber gut, das ist ja auch dein Job. Immer ran an die jungen Leute, da sitzt das Geld. (stolpert in den Fahrstuhl, Tür schließt sich)
Manfred: Du darfst den Alten echt nicht so locker nehmen. Du weißt doch, worauf der steht, so Gemütlichkeit und so, Platz 11, Werder-Familie, du weißt, was ich meine. Da kannst du ihm nicht immer mit deinem jugendlichen Elan kommen. Du hast Großes geleistet, seit du da bist, diese Idee mit dem Modetrikot war hervorragend. Aber wir müssen aufpassen, dass wir die Silver Generation nicht verlieren! Auch wenn Klausi das noch nicht weiß: Da sitzt das Geld!
Tino: Wow, das klingt cool, äh, toll meine ich. So Bildungsprogramm, aber entspannt, im Theater und so, ne? Vielleicht auch plattdeutsch. Super Sache, tolles Projekt. Ich fang gleich mal an. Da wird der Alte sich aber freuen.
Nach Silvester…
Klaus-Dieter: Gut gemacht, Tino. Jetzt hau da noch ein, zwei Zitate von mir rein, du kennst das ja. Schließlich ist das ein Projekt, dass mir ganz besonders am Herzen liegt. Da hab ich ja auch richtig Herzblut reingelegt, seit mir die Idee vor zwei Wochen kam. Das muss kurz vor Weihnachten gewesen sein, ich dachte nur, Mensch, die Senioren im Verein, das sind doch auch nur Menschen wie du und ich. (Tino fängt an, mitzuschreiben) Mit diesem Projekt werden wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung für alle Altersgruppen gerecht. Wir reagieren damit natürlich auch auf den demografischen Wandel, der sich auch bei uns auswirken wird. Und ich geh jetzt mal rüber zum Mittagessen. Danach kommt wieder so ne Schulklasse, wie lange wollen wir das Projekt eigentlich noch weitermachen? (Geht, ohne eine Antwort abzuwarten.)
Weitere zehn Tage später…
Sekretärin: Du, Tinolein, sollen diese Seniorensachen eigentlich auch in die Antidiskriminierungsrubrik?
Tino: Ich dachte, die hätten wir stillgelegt. Würde ja aber passen, ne? The best news are antidiscrimination news! Hahaha! Ich frag den Chef nachher mal. Der ist gerade beim Bridgespielen im Goedekens, da darf man ihn nicht stören.

4 comments
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16. Januar 2008 at 12:05
Sarah
Mein Lieblingszitat: “Seit dieser Woche arbeitet Nadja Pilzweger für Werder, die sich bisher bei Arminia Bielefeld um den Kids Club gekümmert hat und ihre Erfahrung nun bei uns einbringen wird, erläutert Fischer.”
Idee: Einlauf-Rentner!
16. Januar 2008 at 15:48
Bonde
Hahaaha, Einlauf-Rentner! Grossartige Idee. Können wir das irgendwie mit der Faninitiative fordern?
15. Februar 2008 at 16:33
Hornsby
Wers Goedekens kennt, muß aber aus ziemlich bourgeoisen Verhältnissen
stammen …..
15. Februar 2008 at 18:45
Joinsen
… oder ganz schlicht die Eastside mit aufgelöst haben.