Januar 2008

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In der Schweizer “Weltwoche” gibt es ein Interview mit dem Oberkommandierenden der amerikanischen Streitkräfte im Irak zu lesen.

Vielleicht irre ich mich, aber nach meinem Eindruck ist das Thema Irak in den Medien immer weniger präsent. Das dürfte daran liegen, dass die Amerikaner dort inzwischen recht erfolgreich gegen Terroristen vorgegangen sind und es weniger Anschläge gibt. Damit gibt es nicht nur weniger Nachrichten, auch die Debatte über die Invasion ist für viele weniger interessant geworden. Jetzt, wo sich womöglich ein Frieden abzeichnet, eine Situation, die zweifelsfrei der unter dem Saddam-Regime vorzuziehen ist, kann man nicht mehr in selbstgerechter deutscher Art und Weise auf den Kriegstreibern herumhacken und behaupten, man habe es schon immer gewusst.

Interessant ist diese Entwicklung auch für den amerikanischen Wahlkampf. Wenn die positive Entwicklung anhält, könnte bis zum Wahltag im November ein positives Bild vom Einsatz im Irak entstehen. Politik ist schnelllebig.

Das oben erwähnte und verlinkte Interview zu lesen bringt einige Einblicke in die militärische Strategie der Amerikaner, die sich jetzt als so erfolgreich herausstellt. Als Teaser ein wenig martialische Rhetorik, wie wir sie mögen.

Wir gönnen ihnen keine Pause, setzen ihnen nach, wir wissen, wo sie sich verstecken, wir wissen, was wir zu tun haben. Wir müssen unsere Kräfte stets anpassen und neu aufstellen, aber wir befinden uns in einer taktisch viel besseren Position als in Ramadi oder Bakuba oder in Doura, wo wir massierte Sturmangriffe lancieren mussten. Dort hatte sich al-Qaida gut auf uns vorbereitet, hatte Verteidigungslinien errichtet, für uns war dieser Kampf eine grosse Herausforderung, sehr gefährlich und sehr verlustreich. Was wir nun also unbedingt tun wollen, ist, al-Qaida auf der Flucht zu halten, im Wissen, dass sie tödlich, gefährlich und fähig ist, sich zu regenerieren, und dies auch ständig zu tun versucht.

via Achse des Guten

Lebensmüde?

Wer auf obige Frage zwar grundsätzlich mit “Ja!” antwortet, aber noch etwas unentschlossen ist, dem empfehle ich diesen Artikel von Telepolis.

Bei unserem Aufenthalt in Tel Aviv trafen wir auf die Ultras Hapoel. Deren politische Einstellung lässt sich ganz gut als linksradikal beschreiben. Und linksradikal ist da ähnlich gemeint wie bei den traditionellen deutschen Linksradikalen, was sich auch in der Haltung zu Israel und seiner Politik nicht ändert. Nachzulesen ist das, wie hier schon einmal verlinkt, zum Beispiel hier in einem Interview.

Nun ist es, wenn auch nicht überraschend, so doch ziemlich irritierend, mit Israelis zusammen zu sitzen und festzustellen, dass man das Existenzrecht ihres Staates eigentlich im Gespräch gegen sie verteidigen müsste. Ich fühlte mich zwar nicht berufen dazu, mir und anderen derart den Abend zu verderben (es war ein großartiger Abend), weshalb wir uns über tausend andere Sachen unterhalten haben, aber hängen bleibt das doch.

Begegnungen ähnlicher Natur muss auch Stephan Grigat gehabt haben. Der hat sich offensichtlich intensiver mit dem Thema Linksradikale in Israel beschäftigt und einen höchst interessanten Artikel darüber geschrieben, den ich nur allerwärmstens zur Lektüre empfehlen kann. Gefunden habe ich ihn, nachdem ich Lizas unbedingt lesenswerten Tagestipps gefolgt war und dabei Karl Pfeifers Abenteuer vor und während des Unabhängigkeitskrieges zu lesen bekam. Teil 1, Teil 2, ein dritter müsste auch irgendwann folgen.

An Symbolwert mangelt es diesem Bild nicht. Einige Dutzend Meter von der Mittelmeerküste Tel Avivs entfernt steht auf einem einsamen Felsen ein Mast mit der Flagge Israels. Sicher wird es eine Elitetauchereinheit einige Mühe gekostet haben, sie dort sturmfest anzubringen, sodass sich bei diesem für Israel eher untypischen Wetter ein derart imposantes Bild ergibt.

Es ist aber nicht so, dass es staatlicher Flaggeninstallationen bedürfte, um die Zeichen nationaler Zusammengehörigkeit zu sehen zu bekommen. Immer wieder erblickt man sie an Wohnhäusern oder Geschäften, allerorten gibt es allerlei Identifikationsutensilien zu kaufen. Im ganzen Land sind Tags mit dem Davidsstern zu sehen, die meistens mit Parolen zur Unterstützung der Truppen unterschrieben sind.

Auch wenn die Identifikation mit Staat und Nation nicht von allen geteilt werden, so fand ich doch keinen optischen Ausdruck offener Ablehnung. Vielleicht mangelt es mir aber auch einfach an Hebräischkenntnissen.

NPD-Hessen

Das ist kein Scherz!!!!!

Kurz verlinkt

Israel wird von einer Mehrheit der Deutschen nicht aufgrund einer nachprüfbaren Fakten­lage, sondern nach dem unsichtbaren Drehbuch der »Protokolle der Weisen von Zion« zu einer Gefahr für den Weltfrieden und zum globalen Bösewicht stilisiert. Niemand leugnet, dass im Nahen Osten ein realer Konflikt existiert und auch Israels Regierung Fehler macht. Was aber hat dies mit der Überzeugung zu tun, Israel bedrohe den Weltfrieden? Diese Zuordnung ist von der Wirklichkeit fast ebenso weit entfernt wie das Gerücht, demzufolge Juden das Blut von Christenkindern tränken, oder die Behauptung, dass Juden sich gelegentlich in »Affen und Schweine« verwandelten. Wir haben es mit einem äußerst boshaften, antisemitisch aufgeladenen Massenbewusstsein zu tun – einem Massenbewusstsein, das die Medien, die Zivilgesellschaft und die Politik nicht weniger aufschrecken sollte als die Bildungsmisere an deutschen Schulen. Wo aber ist die dem »Pisa-Report« vergleichbare Studie, die diesen Wahnzustand skandalisiert und die die Wurzeln dieses Massenbewusstseins untersucht und zügig auf Veränderungen drängt?


Matthias Küntzel in der Jungle World

Ich befinde mich gerade in einem schokoladigen Rausch. Verursacht wurde und wird er von Famili Nougat Bits von Plus. Nun wollte ich euch das unbedingt mitteilen und suchte als Illustration meiner Lobesrede ein Bild dieses Superprodukts. Das fand ich dann bei Ciao, aber da fand ich auch einen Testbericht eine Lobeshymne, besser als die, die ich gerade zu verfassen plante. Die Poetin Peggy besingt die Nougat Bits:

Ich schütte mir ein paar der kleinen Knusperteile in eine Schüssel, um sie einfach so zu vernaschen. Der Getreidemantel ist lecker knusprig und die Nougatfüllung ist weich und schmeckt schön schokoladig, aber nicht zu süß. Einfach genau richtig und sehr angenehm lecker. Aber hin und wieder vernasche ich die Nougat Bits auch mit Milch, kalter Milch wohl bemerkt, dafür landen einige in einer Müslischale und werden mit der kalten, fettarmen Milch übergossen. [...]
Geschmacklich sind die Knusperkissen in Verbindung mit der kalten Milch ein köstlicher, knusprig-schokoladiger Genuss, der auch vom Grad der Süße her genau richtig ist, was heißen soll, das die Nougatfüllung angenehm schokoladig süß ist. Ein klein wenig ist diese geschmacklich zu vergleichen mit meiner Lieblingsnussnougatcreme Nutella.

Ich möchte wetten, dass Peggy dick ist. Dünne Leute können so etwas nicht schreiben.

Huckabee

Universal

Die Uni Bremen schreibt auf ihrer Startseite:

Die Uni-Leitung wünscht allen Menschen einen guten Start ins neue Jahr!

Das ist aber nett. Zumindest spart man sich damit einige Genderei. Und solange man davon ausgeht, dass Wünsche eh nichts bringen, kann ja nicht allzu viel schiefgehen.

Mit diesem Bild starten wir hier eine neue Serie, in der wir Bilder vorstellen, die wir im Dezember 2007 in Israel gemacht haben. In unregelmäßigen Abständen kommt ein neues Motiv, etwa so, dass auf der ersten Seite des Blogs immer eines zu sehen ist.

Das erste Bild zeigt die Hafenstadt Haifa im Norden des Landes, fotografiert aus einer Synagoge. Diese ist in einem Wohnviertel gelegen, dass sich in seiner Hässlichkeit mit dem Terminus “Sozialer Wohnungsbau” beschreiben lässt. Der Ausblick, den die dort Ansässigen haben, ist aber schlichtweg atemberaubend. Man schaut über die gelblich leuchtende Stadt. Im Hintergrund ist die Bucht mit ihren Hafenanlagen zu sehen. Ganz am hinteren Bildrand dürfte die Grenze zum Libanon liegen, von wo aus im Sommer 2006 Raketen ihren Weg auch nach Haifa fanden. An einzelnen Stellen in der Stadt, unter anderem im arabischen Viertel, kann man ihre verheerende Wirkung, aber auch die Wiederaufbauarbeiten beobachten.

Die Bilder aus Israel kann man sich alle zusammen auch hier anschauen. Weils so schön ist, sei insbesondere auf dieses hier hingewiesen.

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