In der Schweizer “Weltwoche” gibt es ein Interview mit dem Oberkommandierenden der amerikanischen Streitkräfte im Irak zu lesen.
Vielleicht irre ich mich, aber nach meinem Eindruck ist das Thema Irak in den Medien immer weniger präsent. Das dürfte daran liegen, dass die Amerikaner dort inzwischen recht erfolgreich gegen Terroristen vorgegangen sind und es weniger Anschläge gibt. Damit gibt es nicht nur weniger Nachrichten, auch die Debatte über die Invasion ist für viele weniger interessant geworden. Jetzt, wo sich womöglich ein Frieden abzeichnet, eine Situation, die zweifelsfrei der unter dem Saddam-Regime vorzuziehen ist, kann man nicht mehr in selbstgerechter deutscher Art und Weise auf den Kriegstreibern herumhacken und behaupten, man habe es schon immer gewusst.
Interessant ist diese Entwicklung auch für den amerikanischen Wahlkampf. Wenn die positive Entwicklung anhält, könnte bis zum Wahltag im November ein positives Bild vom Einsatz im Irak entstehen. Politik ist schnelllebig.
Das oben erwähnte und verlinkte Interview zu lesen bringt einige Einblicke in die militärische Strategie der Amerikaner, die sich jetzt als so erfolgreich herausstellt. Als Teaser ein wenig martialische Rhetorik, wie wir sie mögen.
Wir gönnen ihnen keine Pause, setzen ihnen nach, wir wissen, wo sie sich verstecken, wir wissen, was wir zu tun haben. Wir müssen unsere Kräfte stets anpassen und neu aufstellen, aber wir befinden uns in einer taktisch viel besseren Position als in Ramadi oder Bakuba oder in Doura, wo wir massierte Sturmangriffe lancieren mussten. Dort hatte sich al-Qaida gut auf uns vorbereitet, hatte Verteidigungslinien errichtet, für uns war dieser Kampf eine grosse Herausforderung, sehr gefährlich und sehr verlustreich. Was wir nun also unbedingt tun wollen, ist, al-Qaida auf der Flucht zu halten, im Wissen, dass sie tödlich, gefährlich und fähig ist, sich zu regenerieren, und dies auch ständig zu tun versucht.
via Achse des Guten



Letzte Kommentare