Zur Diskussion über modernen Fussball, sogenannte Traditionsvereine und das Hassobjekt TSG Hoffenheim kann und soll man drüben bei den Pflastersteinen einen schönen Artikel lesen.
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interessant.. man kann viele Denkansätze bekommen. Aber trotzdem bin ich gegen das Projekt Hoffenheim. Es besteht halt ein Unterscheid zwischen einem Sponsor und einer Privatperson. Die(se) Privatperson finanziert den Verein ausschließlich und wird es auch tun, wenn sie Geld durch sportliche Erfolge hat. Klar, dass tut der Firmensponsor genauso, aber nicht in diesem Ausmaß. Er gibt im Prinzip nur einen regelmäßigen Anschub. Der Hopp bezahlt aber jeden Spieler und darin besteht der Unterschied. Es ist egal, was sportlich mit Hoffenheim passiert. Hopp wird Geld geben.
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Allein das “Dietmar-Hopp-Stadion” becirct den Brechreiz.
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dietmar hopp gibt dem verein genau so lange geld, wie er es moechte. ein rueckzug bei ihm koennte ganz unterschiedliche gruende haben: ploetzliche geldnot, desinteresse, enttaeuschung oder auch einfach nur die einsicht, dass der verein schlechte werbung fuer sap macht, aus welchem grund auch immer.
aus genau denselben gruenden ziehen sich konzerne auch aus dem sponsoring zurueck.
whats the difference between you and me?
about five back accounts, three ounces and two vehicles -
Grundsätzlich ist es relativ egal, ob ein einzelner Gönner einem Verein Unmengen von Geld bringt, wie es beispielsweise Glazer oder Abramowitsch in England praktizieren oder aber ein Firmenimperium den Verein sponsort (siehe Gazprom).
In der Außenwirkung scheint es für viele Fans anderer Vereine einfach ungerecht und unverdient. Deshalb richtet sich bei diesen Vereinen der Hass nicht nur auf den Mäzen, sondern auch auf die Fans, die bisher ausschließlich die erfolgreiche Seite haben kennenlernen dürfen und nicht wie Anhänger des VfL Bochum oder meinetwegen dem 1. FC Kaiserslautern ganz bittere Momente miterlebt haben. Die Denkweise “Erfolg muss man sich eben hart erarbeiten” steht im Vordergrund und wenn andere günstigere Rahmenbedingungen haben, kann das nicht mit rechten Dingen zugegangen sein.
Richtig ist in diesem Fall, dass ähnlich wie bei LR Ahlen oder Fortuna Köln ein Mäzen das Zepter schwingt und ein ganzer Verein ebenso schnell wieder aus dem Profifussball zu verschwinden droht, wie er hineingekommen ist. Selbst wenn Hopp das Interesse nicht verliert, weiß heute niemand, ob seine Nachfahren ein ähnliches Interesse haben, den Verein zu unterstützen. Wer sich von einer Person abhängig macht, fordert das Schicksal meines Erachtens geradezu heraus. Hoffenheim wird jedoch kaum eine andere Chance haben. Möchte Hopp “seinem” Verein eine solide Basis auf Jahrzehnte verschaffen, sorgt er dafür, dass sich der Verein breit aufstellt und andere Sponsoren mit ins Boot kommen.
Mein persönliches Fazit ist, dass man Hoffenheim nicht zwangsweise mögen muss, allerdings würde ich es begrüßen, wenn weniger Leute mit hohlen Phrasen um sich werfen würden, um das Projekt Hoffenheim alleine aufgrund der wirtschaftlich günstigen Bedingungen zu diskreditieren. Der vorliegende Text ist ein hervorragender Denkanstoß.
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der artikel zeigt gut auf, das es mehr als schlagworte wie “tradition” bedarf um ein solch komplexes thema zu behandeln.
bis jetzt ist mir genau so wie dem verfasser nicht bewusst, wieso ich hoffenheim besonders scheiße finden sollte. aber hinter diesen vermeidlichen argumenten verbirgt sich meist eine falsches geselschaftliches verständnis Denn wer nicht will das die wirtschaftliche leistung ausschlag gebend ist und nicht der profit ist was zählt, der muß sich schon mehr gedanken machen..
don´t hate the player - hate the game! -
“wer hasst, denkt nicht.”
- ein beruehmter frankfurter philosoph
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Der Text ist ein willkommenes Gegengift angesichts um sich greifender Phrasendrescherei. Das schon. Ich denke dennoch, dass man begründen kann, weshalb man das Modell Hoffenheim noch doofer findet als manch anderes. Spontan fallen mir drei Argumente ein - ein sportbezogenes, ein marktlogisches und ein egoistisch-naives:
1. Als fußballinteressierter Beobachter verfolge ich die Entwicklungen des Sports. Mal sind die einen oben, mal andere, manche spielen einen gepflegteren Ball, andere holpern so durch die Gegend, das ganze entwickelt sich. Diese Entwicklungen sind nachvollziehbar, auch der Zusammenhang zwischen Sport und Geld. In einem von Sponsoren finanzierten Umfeld gibt es (mehr oder weniger) einsichtige Gründe, weshalb der eine Verein über mehr finanzielle Mittel verfügen kann als der andere. Er ist aus irgendwelchen Gründen (Erfolg, große Basis an Fans/Zuschauern/Interessierten, also ansprechbaren Kunden usw.) attraktiv für profitorientierte Unternehmen. Diese Gründe kann ich erkennen, die Regeln, nach denen dieses Spiel funktioniert, durchschauen. Hoffenheim dagegen ist die reine Kontingenz und funktioniert potentiell von heute auf morgen. Für Würfelspiele interessiere ich mich allerdings weniger.
2. Ein milliardenschwerer Mäzen wie Hopp setzt Wettbewerb außer Kraft. Seine Mittel sind relativ - im Verhältnis zu Vereinen, die von profitorientierten Sponsoren finanziert werden - unbegrenzt. Am Wettbewerb um Ressourcen und Gewinne nimmt er gar nicht teil (oder müsste es jedenfalls nicht). Eigentlich ist das gar nicht das angesprochene Spiel. Ein marktwirtschaftlichen Regeln folgendes Spiel wäre es erst wieder, wenn mehrere Parteien mit solch “unendlichen” Mitteln miteinander darum konkurrieren würden, wer sein gerade ausgesuchtes Spielzeug am geschicktesten zusammenstellt.
3. Auf diese letzte Sorte Spiel habe ich als Fan schlicht keine Lust. Ich zweifle nicht daran, dass ein Projekt wie Hoffenheim Zuschauer anziehen wird und kann mir auch vorstellen, dass sich sowas wie Fans finden werden, die sich mit irgendetwas dort identifizieren können. Zuerst und vor allem werden aber Ach-ist-ja-interessant-und-unterhaltsam-Menschen angezogen. Jene Sorte Event-Publikum, das WM-Fanmeilen bevölkert und für das sich ein Stadionbesuch kaum von einem Ausflug ins Musical oder zum 6-Tage-Rennen unterscheidet. Das ist natürlich erstens legitim und findet zweitens überall statt. Ein “mehr davon”, für das Hoffenheim geradezu prädestiniert ist, will ich aber ganz egoistisch einfach nicht, weil es nicht dem entspricht, was ich mir unter Fußball, Fankultur und der damit verbundenen Leidenschaft vorstelle. Ich halte diesen Widerwillen für ebenso legitim.
Wer Hopp aus moralischen Gründen verurteilt oder glaubt, indem er Hoffenheim angreift, könne er den Kapitalismus abschaffen, ist doof. Die Freiheit, Hoffenheim scheiße zu finden, nehme ich mir dennoch.
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Mit meinem Comment wollte ich eigentlich sagen, was “Südländer” mit seinem 2. Punkt wunderbar beschrieben hat. Ich habe mich nur schlechter ausgedrückt.
Und wie Eric auch schon gut gesagt hat. Es geht dem guten Mann anscheinend auch um Selbstdarstellerei: “Guckt mal. Ich kann einem Fußballverein Geld geben und dann wird der ganz toll und erfolgreich”.
Warum sollte er sonst den Verein aufkaufen und das Stadion nach sich benennen? Ginge es ihm darum, Werbung für seine Firma zu machen, hieße das Stadion “SAP-Arena”. Also ist Hopp ein Selbstdarsteller und Angeber, wie er im Buche steht. Und alleine aus diesem Grund wäre mir der Mensch schon unsympathisch.

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