Werder hat sich in der “Anti-Diskriminierung” Rubrik auf der Homepage mal wieder selbst übertroffen.
Über Fußbälle und einen ganz besonderen Trikotsatz durfte sich die Breakthrough Sports Academy in Sambia freuen. Denn die Trikots aus der Saison 2000/2001, in denen die Kinder und Jugendlichen seit kurzem trainieren und spielen, gelten fast schon als Raritäten.
Sie haben also alte Trikots zu verschenken gehabt und diese nach Afrika geschickt. So weit, so gut. Wie eigentlich immer in dieser Rubrik ist die Frage, was das jetzt mit Anti-Diskriminierung zu tun hat. Hätte man diesen Eintrag gemacht, wenn man die Trikots in Deutschland verschenkt hätte? Oder nach Russland, oder sagen wir einfach: An Weisse? Nein, natürlich nicht.
Wenn ein reicher Verein alten Kram an Schwarze verschenkt und sich das als Aktion gegen Diskriminierung bescheinigt, dann zeigt sich darin nichts anderes als der eigene Rassismus. Was für ein peinliches Eigentor.

9 comments
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23. März 2008 at 15:44
jojojo
Richtig! Ähnliches gilt aber auch für manchen “Antideutschen”
23. März 2008 at 16:54
Joinsen
Möchtest du konkrete Kritik üben? Dann formuliere sie doch bitte. Ich rechne mit Schwachsinn.
25. März 2008 at 00:49
Jascha
Ich sehe ehrlich gesagt kein Problem darin, dass Werder Trikots verschenkt. Sie helfen ja mehr oder weniger.
Natürlich: Das kann man nicht unter Anti-Diskriminierung fassen, aber genauso wenig unter Diskriminierung. Oder ist es für dich auch Diskriminierung, wenn ein Arzt nach Afrika fliegt und dort hilft? Weil damit wird ja aufgezeigt, dass sie selber keine medizinischen Mittel haben.
Auf eine niveauvolle Diskussion.
25. März 2008 at 04:54
Bonde
Ist das so schwer zu verstehen?
Es gibt kein Problem damit, dass Werder Trikots verschenkt, völlig egal an wen. Das Problem ist, dass Werder diese Almosen als “Anti-Diskriminierung” bezeichnet, weil sie an Schwarze gehen.
Würde man sie an Weisse verschenken, die genauso arm wie die Menschen in Sambia sind, würde das niemals in dieser Rubrik auftauchen, warum denn auch.
Also: Für mich ist es Diskriminierung, wenn mit jemandem aufgrund seiner Hautfarbe anders umgegangen wird, Ungleichbehandlung eben. Und werder.de geht offensichtlich genau so vor: Wenn jemand schwarz ist, haben Geschenke an ihn eine andere Bedeutung als wenn er weiss wäre.
25. März 2008 at 12:01
Larsch
Abgesehen davon kann man nicht alle beisammen haben stolz darauf hinzuweisen, seine alten Klamotten zu spenden.
Man könnte meinen, daß die Beschenkten vorher nackt spielen mußten.
Selbst alte B.O.S. Bälle wären eine nettere Spende gewesen, jenseits jeder Antidskriminierung.
25. März 2008 at 13:41
~Sangue Verde~
Kommentar gelöscht.
Such dir ein anderes Blog. Ich bins leid.
Bonde
25. März 2008 at 14:33
Erik
Wurde nicht auch schonmal ein Trikotsatz nach Afghanistan, sowieo Georgien (o. ä.) gespendet?
25. März 2008 at 18:32
Jascha
Du hast Recht.
25. März 2008 at 23:12
Bene
Nur das steht nicht in der antidiskrimminierungskampagne, weil die Werder “Offiziellen” Diskrimminierung wohl hauptsächlich mit der Hautfarbe verbinden.