Der neue Nachbar von unten beendete meinen bitter nötigen Schönheitsschlaf gerade mit folgender Auswahl:
Absolute Beginner - Füchse
Absolute Beginner - Rock on
REM - Losing my Religion
REM - Unbekannter Titel
Genesis - I can´t dance (Wenn er wüsste, wie nah er dem Tod in diesen Minuten war…)
Alanis Morissette - Ironic
Robbie Williams - Rock DJ
Die weiteren Titel konnte ich am Bass nicht erkennen. Ich höre nämlich tatsächlich fast nur den Bass und bin erstaunt, dass ich Titel daran erkennen kann. Die Zusammenstellung ist wahrscheinlich so auch für ihn nur zu ertragen, weil ausser dem Bass kaum etwas zu hören ist. Angesichts von Wänden wie aus Seide leide ich aber sehr darunter. Erste Sanktion könnte das Abstellen des WLANs für ihn sein.
Eben lief noch Seeed, jetzt läuft “Word Up”, von wem auch immer.

9 comments
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26. März 2008 at 17:07
Peter Death Bredon Wimsey
Um einige Gedanken zum Thema Religion und Musik beizusteuern- sich etwas zu versagen ist eher protestantisch, speziell die Calvinisten sind hier zu nennen, die ihre Bescheidenheit immer und unter allen Umständen offen legen. Das passt nicht so recht zur beschriebenen Wirkung der Musik. Andererseits räumten die Abweichler von der katholischen Mutterkirche der (Kirchen-)musik sehr viel Raum ein, da ihnen die Bilder so suspekt waren. Und beim guten alten Johann-Sebastian Bach findet man Momente, die trotz oder wegen ihres religiösen Hintergrunds von berauschender Qualität sind. Dagegen stehen die Katholiken mit ihrer immer wieder paradox anmutenden Sinnesfreude- die im Gegensatz zum Protestantismus veräußerlichten Verbote lassen sich einfacher überwinden, so dass im Zweifelsfall das sich über eine Regel hinwegsetzen als Katalysator auf dem Wege zur Ekstase darstellt. Und da wären wir dem Pop wieder nahe. Das ist kulturgeschichtlich, musikpsychologisch sehr knapp formuliert, deshalb beanspruche ich hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Mir scheint jedenfalls sicher, dass gute Musik nicht ohne Widersprüche auskommt, dass es immer wieder unaufgeklärte Reste gibt, die sich in Kompositionen niederschlagen und dass es herzlich wenig explizit politische Popmusik gibt, die etwas taugt, was mit den von mir oben thesenhaft formulierten Zusammenhängen zu begründen ist. Mordgelüste bei „I can’t dance“ kann ich gut nachempfinden, mir setzt hin und wieder Herbert Grönemeyer von nachbarlicher Seite zu. Es gab eine ziemlich überflüssige Word up Coverversion einer Crossoverformation Anfang der 1990er.
Pet Sounds waren für mich ein Schlüssel zu einer rückblickend subjektiven Neubewertung der 1960er Jahre in Sachen Musik. Neben Beatles, Kinks, Who und Velvet Underground erfuhren die Beach Boys einen schillernden Aufstieg in den Olymp meiner musikalischen Leidenschaften.
26. März 2008 at 18:13
YHN
das muss der kleine fuzzi wohl noch lernen, er wohnt jetzt mit ECHTEN männern und die stellen auch mal das wlan ab oder hauen auf die schnauze.
26. März 2008 at 19:14
Jan
“Word Up!” ist natürlich von Cameo. Gibt aber auch ‘ne Version von Jan Delay, der über der Melodie von besagtem Titel “Türlich Türlich” von Das Bo (oder dem Bo?) covert. Ich tippe mal, das letzteres lief. Aber eigentlich ist das ja auch völlig egal.
26. März 2008 at 19:28
Peter Death Bredon Wimsey
Ja, das Original von Cameo und die Jan Delay-Version sind mir auch bekannt; Jans Hinweis war mir Anlass, das Vergessene ans Licht des Bewusstseins zu holen: Gun hieß die Formation, die Word Up ebenfalls coverte. Der Titel lief immer wieder im Rahmen von Sonntagabenden in einer niedersächsischen Provinz-Großraumdisco.
26. März 2008 at 20:40
Mathis
Meine Nachbarin von unten spielt Klavier, das ist eigentlich sehr angenehm.
26. März 2008 at 22:31
mmh
beginner sind fett.
27. März 2008 at 01:38
Bonde
Die Nachbarin von oben ist professionelle Sängerin, das klingt auch immer sehr nett. Störend ist halt vor allem, wenn nur die Bässe durch die Wand wummern, da ist die Musik dann auch relativ egal. Nur Genesis sorgt so oder so für Hass.
2. April 2008 at 23:37
karl
das sind alles gute lieder. ich weiss gar nicht was du hast. und nur für dich habe ich soeben meine original gekaufte best of Genesis in den CD-Player getan
2. April 2008 at 23:46
pottriotismus
Die beste Version von Word up ist by the way von Gun! Ansonsten sei gesagt dass Bonde wie immer übertreibt. Er verfügt über keinerlei erkennbaren Musikgeschmack. Er erinnert mich an diesen kleinen Comic-Pinguin mit dem “Dagegen”-Schild. Einfach nicht beachten.