März 2008

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Harald Schmidt im Interview: Ich halte es nicht für ein Zeichen von mediterraner Lebensfreude, wenn der Zug einfach nicht kommt.

Hier war einmal ein Video eingebettet, das einen Mann zeigt, der sich irgendwas in die Nase pfeift und dann über Koks redet. “Mein Anwaaalt” sagte mir aber, dass das vielleicht nicht so schlau war. Ihr findet den Schnipsel auch so. Mein Kommentar zu dem Video seinerzeit:

Schön, dass der Mann endlich einen Ort gefunden hat, an dem er sich wohlfühlen kann. Dumm nur (und mit manch tragischem menschlichen Schicksal verbunden), dass er vorher einen Ort gefunden hatte, an dem es Menschen gab, die ihn wählten.

Dank an Jan und Telepolis. Und an Udo Vetter.

beim ersten anhören mochte ich es nicht. jetzt mag ich es sehr. bestechend einfach, ehrlich und schön. eigentlich ist es ja auch quatsch. wunderschöner quatsch. ich mach jetzt auch wieder mehr quatsch!

So schrieben es einst die Ultras Bochum auf ein Spruchband, und sie meinten ihren damaligen Trainer Peter Neururer. In dieser Zeit klappte es zwar mit dem Siegen nicht so, aber immerhin hatte der gute Mann da noch Arbeit.

Jetzt hat er keine mehr und ist auf der Suche. Diese gestaltet sich offenbar eher schwierig, kein Wunder, wenn man seinen Anspruch wie folgt definiert: “Wenn’s nach Fachkompetenz ginge, müsste ich Real Madrid trainieren”, sagte der gute Mann vor Jahren angeblich mal. Wesentlich schweigsamer ist er seither nicht geworden, er labert immer noch ohne Ende, ohne auf Gold zu stoßen, zuletzt in der Online-Ausgabe der FAZ. Dort kann man dann auch nachlesen, warum die iranische Nationalmannschaft mit Neururer den Falschen ansprach, als man dort unbedingt einen deutschen Trainer verpflichten wollte:

Aber ich nehme eben nicht alles an. Als Nationaltrainer vom Iran sollte ich nach Teheran ziehen. Da habe ich dankend abgelehnt. Und wenn Peter Neururer einmal nein sagt, dann heißt das auch nein.

Mit dieser Prinzipientreue begründet Neururer auch, warum er nicht nach Nürnberg ging:

Ja, das ist eine tolle Stadt. Dort ist auch ein toller Verein, gar keine Frage. Aber dort habe ich schon vor Jahren einmal abgesagt, und deshalb hat es jetzt gar keine Gespräche gegeben.

Vielleicht ist er aber auch als Trainer einfach viel zu schlecht, um je wieder eine Anstellung als solcher zu finden. Dabei gibt er sich solche Mühe:

Ich schaue zum Beispiel, welcher Spieler nach der Saison ablösefrei ist. Ich gucke nach, wo was passiert. Und ich spiele viel Golf. Aber ich vermisse den Fußball jeden Tag.

Ob Golf spielen Teil des Neururerschen Plans ist, wieder Arbeit zu finden, geht hieraus nicht genau hervor, doch wir dürfen das schlimmste befürchten. Vielleicht trifft er ja irgendwann auf Franz Beckenbauer, und - wenn er ganz viel Glück hat - auf Lothar Matthäus. Die beiden haben sich dann sicher so einiges zu erzählen.

Lohnarbeit

“Das Problem ist ja nicht, dass man keine hat. Das Problem ist, dass man eine braucht.”

So eröffnete Gerhard Fritte mir kürzlich. Das Problem ist aber noch vielschichtiger: Wenn man eine hat, hat man keine Zeit zum Bloggen. Und das Ergebnis ist in den letzten Tagen hier zu betrachten. Aber keine Angst, das geht vorbei.

Hoffenheim und SAP

Zur Diskussion über modernen Fussball, sogenannte Traditionsvereine und das Hassobjekt TSG Hoffenheim kann und soll man drüben bei den Pflastersteinen einen schönen Artikel lesen.

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