Flow

Heute habe ich mir für 50 Cent ein Buch gekauft (Max Frisch: Mein Name sei Gantenbein). Zu dem Preis bekommt man nur gebrauchte Bücher, aber dafür manchmal ein kleines Extra. In diesem Exemplar fand ich ein Achtel eines DinA4 Karopapiers, unsauber abgerissen, auf dem folgende Notizen zu lesen sind:

9:00

  • Waschen
  • Kopieren
  • Bank 1500.- überweisen
  • Telephonieren
  • 11:30 Dienst

    Ein ignoranter Schreiber muss man sein, um die Chancen zu übersehen, die diese Planung für zweieinhalb Stunden Leben mit sich bringen. Es reicht aber auch die völlige Abwesenheit von Flow, um trotz bester Chancen nichts zu Stande zu kriegen. Ich habe mich in den letzten Wochen über Sportfreunde Stiller aufgeregt, einen Text im Rundbrief des AStA scheiße gefunden und darüber nachgedacht, wie viele Demonstranten der guten Sache wohl immer wieder verloren gehen, weil diese das eigene Gewicht genau richtig einschätzen. Mal habe ich angefangen, etwas zu schreiben, mal nicht, und es ist einfach nichts fertig geworden. Das wars erst einmal wieder, ich kann nicht mehr.

    Gerhard, jetzt reissen sie sich mal zusammen!