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Demnächst kommen Bratze ja wie angekündigt nach Bremen, und damit nicht irgendwer nachher rumnölt, dass er ein oder zwei Lieder noch gar nicht kannte, sagen wir euch, wo ihr noch ein paar Tonansammlungen herkriegt, die potenziell gespielt werden könnten. Tatsächlich von Bratze ist D.U.T.T. Royal von der Single Waffe, die gestern rausgekommen ist - brühwarm präsentiert von Endi. Nicht eigentlich von Bratze, aber von den gleichen beiden tollen Menschen ist die Filzlaus. Irgendwann gab es da auch mal einen mp3-Download, aber ich finde ihn nicht mehr. Ich werde alles dafür tun, dass dieses Lied in Bremen gespielt wird.
Manchmal findet man einfach großartige Sachen bei Wikipedia.
Bei der Großen Tulpenmanie (auch Tulipomanie, Tulpenwahn, Tulpenfieber oder Tulpenhysterie) in Holland im 17. Jahrhundert wurden Tulpenzwiebeln zum Spekulationsobjekt.
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Es konnten jetzt auch Optionsscheine auf Tulpenzwiebelanteile gekauft werden. Die Preise explodierten und stiegen von 1634 bis 1637 auf das über fünfzigfache an. In Amsterdam wurde ein komplettes Haus für drei Tulpenzwiebeln verkauft.
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Die vielen ungeklärten Streitfälle belasteten jedoch die Gesellschaft schwer, da viele Freunde und Kollegen untereinander Geschäfte gemacht hatten und nun zerstritten waren.
Der AStA der Uni Bremen schickt seinen Vertretenen in unregelmäßigen Abständen einen Semesterrundbrief, der die Form eines Heftes annimmt und mit allerlei Artikeln bestückt ist, die überwiegend zumindest rudimentär etwas mit Uni zu tun haben. Der AStA versteht sich als links, und dieselbe Ausrichtung besitzen die Texte, die abgedruckt werden, ob das den JUlern, die das mitbezahlen, nun passt oder nicht.
Jetzt haben die Studentenvertreter gegen Ende ihres Heftes einen Text veröffentlicht, der sich kritisch mit dem Relativismus beschäftigt, dessen Einzug an den Universitäten man beobachtet haben will. Per Copy+Paste wurde von der Jungen Linken abgeschrieben, nicht ohne deren Vorbehalt über die Richtigkeit des Inhalts mit einer winzigen Änderung zu versehen: Statt “Jimmy Boyle” steht dort nun “Junge Linke”.
Wem auch immer ich nun eigentlich eine Antwort gebe, sie erscheint mir ganz angebracht. Die Idee heißt Konstruktivismus und wird in der Wissenschaft schon seit Jahrhunderten, lange Zeit unbewusst, aber darum nicht unrichtiger, umgesetzt. Sie besagt, dass Menschen die sie umgebene Welt immer so deuten, dass sie mithilfe ihrer Deutung gut leben können. Sobald das nicht mehr funktioniert, sucht man sich halt eine neue Deutung. Dabei findet beim sozialen Wesen Mensch stets eine Absprache darüber statt, was man gerade für richtig befindet. Dabei gibt es durchaus so etwas wie Wahrheit: Wenn mir jemand zeigt, dass es extrem schwierig (wenn auch nicht unmöglich) ist, mit einem geozentrischen Weltbild zu rechnen und dass das heliozentrische wesentlich einfacher ist, dann nehme ich eben jenes. Wenn die Physiker feststellen, dass Rechnungen missraten, wenn man die Naturkonstanten als seit Ewigkeiten konstant annimmt, dann sollte man damit aufhören. Diese zwei Beispiele zeigen, dass der Pluralismus von Theorien keineswegs “vor allem für die geisteswissenschaftlichen Fächer reserviert ist.”
In den Geisteswissenschaften sind die Vorgänge aber nicht anders, allerdings manchmal noch etwas komplizierter. Zu argumentieren, dass der Kapitalismus nicht das Gelbe vom Ei ist und es bessere Gesellschaftsformen gibt, ist extrem schwierig, wenn man nicht die Gelegenheit bekommt, es zu zeigen, durch eine Rechnung oder ein billiges Experiment. Man muss sich etwas mehr Mühe geben, der gesellschaftlichen Bedeutung angemessen. Ob die Physiker mit den richtigen Konstanten rechnen, kann uns letztlich egal sein. Die Organisation von Staat und Wirtschaft geht alle an, und sie ist verdammt kompliziert.
Die Relativität des Wissens ist wohl eine der größten Entdeckungen der Menschheit. Vielleicht brauchen wir sie für die nächsten Schritte des Wissens sogar. Bisher kamen Veränderungen immer fast von selbst: Wenn es nicht mehr läuft, gibts halt eine Revolution und irgendwer wird schon eine gute Idee haben, wie wir dann weitermachen. Das jetzige System ist besser als alle, die es vorher gab. (Niemand kann mir erzählen, dass es den Leuten im Mittelalter besser ging.) Aber es hat seine Mängel. Diese müssen benannt werden, es müssen Lösungen her, möglicherweise komplett neue. Dabei dürfte es kaum hilfreich sein, dass irgendwer absolutes Wissen beansprucht. Nur mit einem offenen Wissensbegriff, der Irrtümer zulässt, kann die Entstehung von Wissen auf eine breite Basis gestellt werden. Das fordert Bescheidenheit von allen, die meinen, etwas zu wissen. Man findet durchaus etwas heraus. Aber man gibt sich eben nicht der Illusion hin, dass man es nicht noch besser herausfinden kann.
Die von der Jungen Linken, dem AStA und dem mysteriösen Jimmy Boyle kritisierte Dienstbarkeit der Wissenschaft gegenüber den politischen und wirtschaftlichen Eliten ist kein Zeichen dafür, dass die Wissenschaft auf dem Holzweg sind, sondern vielmehr die Gesellschaft noch nicht begriffen hat, wie der Hase läuft. Die Menschen wollen nach wie vor, dass Galileo oder die Kanzlerin ihnen erklärt, wie das funktioniert, so in echt. Und die so befragten Institutionen werden einen Teufel tun, ihre Autorität aufzugeben. Die wird sich von unten auflösen müssen. Indem die Menschen bessere Ideen haben und ihre Angst verlieren, sie umzusetzen. Es wird alles immer besser.
Mit dem Konstruktivismus ist es übrigens wie mit allen anderen Theorien auch: Sie sind nicht für die Ewigkeit gemacht. Eine Rückkehr zu einer als endgültig erschließbar betrachteten Welt ist aber jedenfalls keine Alternative. Sie endet schließlich doch im Dogmatismus, weil weiterer Fortschritt nicht vorgesehen ist und doch kommen wird. Und ja, soweit ich das sehe, war das ein zentraler Fehler des Stalinismus.
Israel wird 60. Die Stadt Bremen hat sich dazu ein paar Sachen ausgedacht. Einiges ist schon passiert, von dem, was noch ansteht, sei hier nun ein unbegründetes Best of zusammengestellt.
- Morgen gibt es auf dem Marktplatz “Präsentationen von Institutionen und Aktiven”, was auch immer das sein mag.
- Am 14. Mai gibt es ab 17h Literaturlesungen, Musik, Essen und Trinken sowie einen Vortrag unter dem Titel “Der 14. Mai 1948: Ein geschichtlicher Augenblick” in der Jüdischen Gemeinde in Schwachhausen.
- Am 16. Mai hält Marianne Krüger- Jungnickel von der Deutschen Technion Gesellschaft einen Vortrag über das Technion in Haifa und seine Bedeutung für die Entwicklung Israels. 20h im Haus der Wissenschaft.
- Am 18. Juni kann man ab 18h den Gesandten des Staates Israels Ilan Mor sehen und hören. Im Kaminsaal des Rathauses ist das Thema “60 Jahre Israel”.
Außerdem gibt es allerlei Kulturelles, Oper, Theater, bildende Kunst und so, und noch ein paar andere Sachen. Das alles findet man im Flyer, den es hier als pdf herunterzuladen gibt.
So wird offenbar im StudiVZ für das heutige Derby mobilisiert. Früher wurde das Bild von den Heuschrecken, die über den braven Bürger herfallen, von Nazis benutzt, um zu verkünden, dass die Juden über das deutsche Volk gekommen sind, um es auszubeuten. Heute verzichtet man zumindest in linken Kreisen darauf, die Ausbeuter als Juden zu benennen. Das Motiv und die Idee dahinter bleiben gleich.
Ultras gefallen sich oft im revolutionären Stil, ausserdem ist ihr Gerede gegen den “modernen Fußball” meist schwer von einer verkürzten Kapitalismuskritik von links oder rechts zu unterscheiden. In Hamburg ist zumindest die Liebe zum pseudorevolutionären Gehabe sehr ausgeprägt. So trägt man dort auch gerne T-Shirts mit einem blauen Stern und der Aufschrift “Blaue Armee Fraktion”, eine Kopie des RAF-Logos. Anderswo sind Che und RAF zur Popkultur geworden, Ultras und Co. gefallen sich aber offensichtlich auch dabei, ein wenig in deren Rolle zu schlüpfen. Deshalb ist das Bild oben auch nicht einfach nur ein kleiner Spass. Auch Slogans wie “Die Stadt denen, die drin wohnen!” könnte man ruhig mal überdenken.
Ob die Hamburger heute tatsächlich mit Zwillen dastehen, anstatt - wie in diesen Breiten üblich - mit Flaschen zu werfen, wird sich zeigen. Ich bin gespannt. Im Zweifelsfall wird hamburgisiert.
Ein paar Gedanken zum Christival.
Mehrere Tage lang fielen tausende junge Christen in die Stadt ein. Das war nicht schön. Ein großer Teil von ihnen strahlte eine unwirkliche Euphorie und Fröhlichkeit aus. Mich erinnerte das sehr deutlich an Menschen, die auf chemischen Drogen total glückselig sind, die sich total aus der Realität geballert haben. Nun ist der durchschnittliche Jungchrist solchen Eskapaden relativ unverdächtig. Sie nehmen Jesus statt Drogen. Der feste Glauben an die schönen Geschichten aus der Bibel, an Gott und seinen Sohn und seine Mutter, der ist das, was diese Leute aus der Realität holt. Wenn die Welt schon recht lieblos ist, dann denkt man sich eben einen aus, der alle liebt. Und wenn es hier schon nicht schön ist, dann wirds halt nach dem Tode schön. Ich kann keinen Grund finden, warum ich das ernster nehmen sollte als jemanden, der sich das Grinsen mit Pillen ins Gesicht gefräst hat.
Immerhin, die körperlichen Nebenwirkungen werden geringer sein.
Wie ich in der Zeitung las, sagte eine Sängerin vor einem der zahlreichen Konzerte folgenden Satz zum Publikum: “Wir haben einen Gott anzubeten!”. Ein weiterer ekliger Effekt von Religion. Sie nimmt die Menschen in die Pflicht, etwas für jemanden zu tun, der gar nicht greifbar ist, der vermutlich gar nicht da ist. Denn trotz seiner latenten Abwesenheit fordern seine Vertreter Unterwerfung unter Gott. Am krassesten sieht man das bei den Moslems, die sich 5 Mal am Tag auf den Boden werfen, weil Allah alles ist und sie demnach gar nichts. Beim Christival veranstaltet man das natürlich anders, da muss alles nach einer Menge Spaß aussehen und sich auch so anfühlen. Aber sich unter etwas, was größer ist als man selbst, zu unterwerfen, das macht Spaß, gerade hierzulande.
Und dabei fühlen sie sich alle so stark. Verständlich, wenn man so liebt und so geliebt wird, von irgendwas. Was ist daran also falsch? Dass niemandem zugesprochen wird, Kraft und Verstand aus sich selbst zu haben. Dass die Formel immer ist: Jesus macht dich stark. Nachgebetet heisst das: “Jesus hat mir soviel gegeben! Mit Jesus habe ich soviel erreicht!” Hier wird niemand ermutigt, seinen eigenen Verstand zu benutzen, selbstbewusst zu sein, sein eigenes Leben zu leben. Die blaue Pille wird nicht angeboten, alle bleiben im Wunderland.
Der eigene Verstand, oder sagen wir die Vernunft, ist hier nicht gefragt. Denn die brauchen Christen auch gar nicht. Alles, was sie wissen müssen, steht im Schlauen Buch. So sagte ein Bremer Pastor in einer Diskussion mit Volker Beck sinngemäß: “Ich weiss nicht, ob Homosexualität eine Veranlagung oder eine Krankheit ist. Ich weiss aber, dass die Bibel sagt, dass es eine Sünde ist.” So einfach ist das. Fundamentalistische Christen müssen sich über gar nichts Gedanken machen, erst recht nicht über Sexualität. Denn es steht bereits in der Bibel. Was Sexualität ist, welche Bedürfnisse verschiedene Menschen haben, wieso das so ist und was daraus folgen könnte: Egal. In diesem einen Buch steht etwas anderes.
Begründen muss die Bibel ohnehin nichts, der Verweis auf Gottes Wille reicht. Und so zieht sich das durch die ganze Diskussion um Sexualität. Und ist auf alle anderen Bereiche, in denen Christen sich auf die Bibel beziehen, übertragbar.
Jeder denkende Mensch, der es wissen will, weiss, dass die Evolutionstheorie als Fakt angenommen werden kann. Die wissenschaftlichen Belege dafür sind überwältigend. Aber mit Religiösen kann man über Erkenntnisse und Beobachtungen in der Realität nicht reden, wenn sie ihrem Buch widersprechen. Vieles lässt sich da irgendwie mit unterbringen und vereinen, wenn man ein bisschen wurschtelt. Das machen modernere Religiöse. Die Fundamentalisten, wie eben die Christivalisten, lassen sich von Fakten gar nicht beeinflussen. Jede Diskussion und Auseinandersetzung mit ihnen ist also relativ sinnlos, wenn sie nicht Selbstzweck ist.
Aufschlussreich auch ein Seminartitel vom Christival:
„Sex war Gottes Idee – Abtreibung auch?”
Darüber, wessen “Idee” nun Sex war, liesse sich streiten, wenn man denn mit Fundamentalisten streiten könnte. Darüber, dass Abtreibung eine Idee der Menschen ist, allerdings nicht. Natürlich ist sie das und kein Verfechter des Rechts auf Abtreibung würde das bestreiten, im Gegenteil. Wenn Menschen ihr Leben selbst in die Hand nehmen und die Zwänge des Natürlichen (oder Göttlichen, meinetwegen) abschaffen oder erträglich machen, dann nennt man das - Zivilisation.
Wieviele großartige Ideen Menschen schon hatten! Wieviele Erfindungen es gibt, die auf dem Verstand des Menschen beruhen! Zu Fuß gehen war Gottes Idee, Autofahren nicht. Ehe lebenslänglich war Gottes Idee, sexuelle Selbstbestimmung nicht. Damn right!
Die Diskussion über Ethik und Moral in Sachen Abtreibung muss geführt werden. Aber nicht mit denen, die unter Moral nur das verstehen, was Gooooott scheinbar vorgegeben hat.
Nun gab es einige Proteste gegen das Christival, völlig zu recht. Mag man den Spinnern zugestehen, spinnen zu dürfen. Aber das ist nicht der Sinn des Christivals gewesen. Vielmehr wurden tausende Menschen herangekarrt, um noch mehr als vorher von der Religion überzeugt zu werden und auch, um andere zu überzeugen. Die Veranstaltung hatte durchaus missionarischen Charakter und es war erklärtes Ziel, auch im Stadtbild präsent zu sein. Wer sich so exponiert, der will Reaktionen. Und es gab sie, in ihrer organisierten Form meist negativ. Das ist richtig so, denn wenn solche Leute ihre inakzeptablen Vorstellungen von menschlichem Zusammenleben derart offensiv vertreten, dann geht das alle, die anders leben wollen, etwas an.
Trotzdem hatten die Proteste viele schlechte Seiten. Was bringt es, die Bauzäune umzuwerfen, hinter denen lauter verpeilte Jugendliche stehen? Gar nichts, ausser vielleicht einer Festigung deren Weltbilds. Und was für eine Demo war das überhaupt?
Es gab einen FrauenLesbenTransblock, einen Queerblock und einen gemischten Block. Diese Öffnung wurde kontrovers diskutiert und die sich als Männer definierenden BioMänner, die gegen Sexismus und das Christival auf die Straße gehen wollten, wurden aufgerufen, sich im Hintergrund zu halten.
So sieht er aus, der antisexistische Protest. Welche “Öffnung” da gemeint ist, weiss ich nicht, ich sehe keine. Ich sehe nur sich aufs Geschlecht beziehende strenge Grenzen. Die mögen woanders verlaufen als in der Gesellschaft, aber sie werden ganz bewusst gezogen. Und wenn in solchen Kreisen Leute auf ihr biologisches Geschlecht hin einsortiert werden, kann ich nicht einmal mehr lachen. Begründet wird das mit der patriarchalen Gesellschaft, als ob man der ihre eigene Umkehrung vorführen müsse. Ich frage mich, ob da nicht vielleicht einige Frauen auch gerne mal Macker spielen wollen. Das sei ihnen vergönnt, dann sollten sie aber tunlichst vermeiden, es zu ihrer politischen Überzeugung zu machen, dass männliche Macker der Feind sind.
Wie man sieht, war die Stadt tagelang voll mit Geisteskranken.
Mit zunehmendem Abstand vom absoluten Nullpunkt gerät man in die Fangarme der Gesichtsschrumpelung. Dann wehrt man sich dagegen und ist manchmal noch ganz hip. Jeder auf seine Art. Wenn dann aber Cheffe (top dog) meint, dass man doch “bei den Sternen noch gar nicht auf der Welt” war: Es ist ein Drahtseilakt. Da muss man dann Erdlöwe sein und so ich flott: Doch!
Wortgewand in seine Gunst gestellt. Glück gehabt.
Das Wetter, die Witterung und dank dem Kameraden Methan vielleicht auch das Klima gefällt mir im Moment schon sehr gut. Stichwort Werdersee.
In Bremen spukt es gerade. Viele verwirrte Jugendliche laufen durch die Stadt und suchen den Heiland. Der ist aber gar nicht da. Das ganze steht unter dem Titel “Christival” und hat vielfältige Proteste hervorgerufen, weil die Evangelikalen u.a. Homosexualität für therapiebedürftig und Abtreibungen natürlich für schlimme Sünde halten.
Und nun hat es auch die Webseite der Festivalbetreiber erwischt. Jetzt ist sie offline, vorher stand dort das hier. Ich musste sehr lachen.
Vielleicht später mehr vom Christival, das noch bis Sonntag geht. Bisher wurde allerdings kein Religionsbeauftragter von verbrochenes.net ausgewürfelt. Ich traue mir den Job aber schon zu!
Heute habe ich mir für 50 Cent ein Buch gekauft (Max Frisch: Mein Name sei Gantenbein). Zu dem Preis bekommt man nur gebrauchte Bücher, aber dafür manchmal ein kleines Extra. In diesem Exemplar fand ich ein Achtel eines DinA4 Karopapiers, unsauber abgerissen, auf dem folgende Notizen zu lesen sind:
9:00
Waschen Kopieren Bank 1500.- überweisen Telephonieren
11:30 Dienst
Ein ignoranter Schreiber muss man sein, um die Chancen zu übersehen, die diese Planung für zweieinhalb Stunden Leben mit sich bringen. Es reicht aber auch die völlige Abwesenheit von Flow, um trotz bester Chancen nichts zu Stande zu kriegen. Ich habe mich in den letzten Wochen über Sportfreunde Stiller aufgeregt, einen Text im Rundbrief des AStA scheiße gefunden und darüber nachgedacht, wie viele Demonstranten der guten Sache wohl immer wieder verloren gehen, weil diese das eigene Gewicht genau richtig einschätzen. Mal habe ich angefangen, etwas zu schreiben, mal nicht, und es ist einfach nichts fertig geworden. Das wars erst einmal wieder, ich kann nicht mehr.


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