Warum man nicht tolerant sein muss gegenüber Nazis, Islamisten und anderen Arschlöchern? Na, das ist doch klar, weil die selbst intolerant sind. Tausendmal gehört, trotzdem Quatsch. Denn mit diesem einfachen Kriterium lässt man eine an und für sich wertlose Kategorie zum Maßstab werden und hilft so am Ende denjenigen, für die Werte keine Rolle spielen, weil sie Macht haben.
Toleranz bedeutet ja erstmal nur, das man das, was man toleriert, geschehen lässt. Und dass das nicht grundsätzlich gut ist, dürfte sofort klar werden. Ob man einer Sache tolerant gegenüber steht, sollte von der moralischen Qualität dieser Sache abhängen und nicht von deren Toleranzbemühungen. Ansonsten steht man auch ganz schnell selbst dumm da: Dann muss man nämlich tolerant sein, wenn man auf Toleranz angewiesen ist. Letztlich nützt diese einfache Marschregel bei allgemeiner Verwendung also denjenigen, die keine Toleranz brauchen.

4 comments
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26. Juni 2008 at 17:51
Bonde
Jetzt dozierst du aber, Gerhard.
26. Juni 2008 at 18:54
Joinsen
Was dagegen?
27. Juni 2008 at 13:26
Laurentius
Gerhard Schröder?
27. Juni 2008 at 17:51
Bonde
Gerhard Pommes, aka James Bang. Nein, das muss man anders schreiben:
James BANG.