Juli 2008

You are currently browsing the monthly archive for Juli 2008.

Randy Pausch ist tot, aber das war früher anders. Da war er Universitäts-Professor in den USA und hatte ein wirklich interessantes Leben. Dann hatte sich aber ergeben, dass er todkrank ist. Da hat Randy sich überlegt, dass er eine letzte Vorlesung halten will, solange er noch kann. In der Vorlesung hat er dann von seinem Leben und seiner Arbeit erzählt und dabei diverse kleine Anekdoten, Weisheiten und Scherze eingeflochten. Das ist unterhaltsam und interessant und deshalb sehenswert.
Mehr wegen der Umstände als wegen des Inhalts wurde diese Vorlesung inzwischen millionenfach im Internet angeguckt, und Randy ist berühmt geworden. Bei Youtube danken ihm posthum massenweise Menschen, weil er ihr Leben verändert habe. Ich möchte deshalb hier einen Warnhinweis einfügen:

Liebe Leser, bitte seht davon ab, euer Leben radikal zu ändern, weil ihr ein Video bei Youtube gesehen habt. Bitte verzichtet auch darauf, anekdotische Erzählungen, die ein sympathischer Amerikaner performt hat, für der Weisheit letzter Schluss zu halten. Ausserdem seid euch bitte bewusst, dass jemand nicht deshalb recht hat, weil er krank ist und trotzdem Liegestütze macht. Okay?

Dann könnt ihr euch das ja jetzt angucken.

Mehr Informationen gibts hier. Oder bei Wikipedia.

Schön am Bloggen ist, dass man schreiben kann, was man will, irgendwer wirds schon lesen. Oder zumindest anfangen, es zu lesen. Vorhin hatte ich noch eine schöne Idee, über welches Sommerlochthema man noch schreiben könnte, jetzt habe ich es vergessen, aber das macht nichts.

Kürzlich bin ich mit der Mitfahrzentrale gefahren. Hinten im Auto saßen ein junger baldiger Zivildienstleistender und ein etwas älterer Student. Sie unterhielten sich über nicht weniger als die ganze Welt. Schön war das nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich. Ich fühle mich etwas schlecht und vor allem alt (oder ist das ein und dasselbe Gefühl?) dabei, das zu schreiben, aber diese Jugendsprache war sehr aufregend. Sao Paulo zum Beispiel ist nicht etwa eine sehr große Stadt, nein, „Sao Paulo ist echt megaheftig die riesige Stadt!“ Ich finde „echt megaheftig die“ als Synonym von „sehr“ ziemlich gewagt. Gleichberechtigt neben „heftig“ wurde „krass“ benutzt, und auch das lässt sich durch den Zusatz „mega“ immer noch steigern.

Der Zivi in spe, der kürzlich noch „mega die langen Haare“ hatte, war wie sein Gesprächspartner schon mal in Kuba, und beide sind begeistert. Besonders die Taxifahrer hatten es ersterem angetan. „Die leben den Tag. Die fahren so den Tag lang Taxi und leben dann von dem, was sie verdient haben.“ Als ich gerade so bei mir denke, dass man das nicht megageil, sondern „Armut“ nennt, sagt sein Kollege auch gerade „Naja, müssen sie auch“ und meint dasselbe.

Darüber, dass ein kubanischer Freund so „krass stolz“ auf Kuba ist, mit Fahnen und so weiter, kommt einer von beiden zu seinem deutschen Coming-out heraus. „Ich bin jetzt auch viel, naja nicht nationalistischer, ne, patriotischer geworden, weisste? Wenn man so woanders ist merkt man, was man hier eigentlich dran hat und so.“ Und als ob er ein Lehrstück aufführen möchte, folgt sofort darauf, dass z.B. „die Franzosen so pingelig“ seien, was mit der Sache nichts zu tun hatte, sondern nur als Vorwurf her musste. Bei denen habe er sich auch immer ausgegrenzt gefühlt.

Nun gut, es gab noch so einige andere Beispiele für eine sehr romantische linke Weltsicht, aber die beiden waren sehr schnucklig und eindeutig auf der Seite der Guten.

Auf der Seite der Guten zu sein ist auch mir ein Bedürfnis. Deshalb unterstütze ich Senator Obama in seinem Präsidentschaftswahlkampf. Dass er der Gute ist, ist offensichtlich. Nur zynische konservative Hardliner können das anders sehen.

Was ich hier gerade mache, kann man übrigens als „assoziatives Schreiben“ überhöhen.

Wo ich an Obama, den charismatischen Führer mit den faschistoiden Plakaten denke, fällt mir wieder ein Artikel aus der Bahamas ein, der das bekannte Kinderbuch „Momo“ schön auseinander nimmt. Ich will es jetzt nochmal lesen, denn ich fand das alles sehr einleuchtend. Wem das zuviel Text ist (EUCH ALLEN ALSO), der kann sich einfach merken: Momo ist strukturell antisemitischer Schund, literarisch minderwertig, schlecht für Kinder und politisch reaktionärer als Habsburg. Das kann jetzt übrigens völliger Quatsch sein, dass mir beim Gedanken an die Reaktion das Wort „Habsburg“ einfällt, es kann aber auch bestens passen. Glücksspiel.

Glück hatte der SV Werder heute nicht. Ein tunesischer FIFA-Richter hat, Überraschung, genau so entschieden, wie Präsident Blatter das gewünscht hat, Diego bleibt in Peking. Ich finde es aber sehr lobenswert, dass man sich zumindest noch eine Mickey-Maus-Justiz hält, die den Anschein erweckt, es gehe alles nach irgendwelchen Regeln.

Ein tunesischer Einzelrichter!

Ich musste diese Bemerkung machen, um zurück zu der Bahamas zu kommen. Zu der wollte ich noch schreiben, dass die unverhohlene Fremdenfeindlichkeit ihres Gurus Justus Wertmüller so langsam wirklich unangenehm wird. Konnte ich aber da oben nicht nachtragen, weil dann meine Überleitung mit dem Glück kaputt wäre. So. Wenn Justus von diesem Tunesier wüsste, der wäre auch sauer. Hat sicher was mit der Scharia zu tun, dass der Diego jetzt in Peking bleibt. Da muss ein norddeutscher Verein sich der Scharia beugen! So weit ist es gekommen.

In Israel tritt jetzt bald der Olmert ab. Der ist da Chef vom Ganzen. Er hat heute noch einen letzten Brief von seinem Konterpart in Ramallah bekommen:

Hast du wirklich nur diese Kleckerbeträge angenommen? Wir haben uns kaputtgelacht, als wir das erste Mal davon hörten. Für solcherart Kleingeld stehen sie bei uns in der PA nicht mal mittags auf.

Haha, es ist wirklich lustig.

In Amerika, also zurück zum Wahlkampf da, da hat der Kollege vom McCain jetzt die Deutschen beschimpft. „He prioritises throngs of fawning Germans over meeting with wounded combat troops in Germany.“ Was genau „fawning“ nun heisst, wird heiss diskutiert. Auf jeden Fall hat der Mann recht, und man kann nur hoffen, dass ein echter Kriegsheld Präsident wird und nicht dieser substanzlose Medien- und Jugendmanipulator Omabar.

Zum Schluss ein Witz: Was ist haarig und liegt in der Pfanne?

Bartkartoffeln!

„Die Leugnung der brutalen Freiheitsverweigerung in der DDR “ des DDR-Unrechtssystems an sich “ sollte ebenso unter Strafe gestellt werden wie beispielsweise die Holocaust-Lüge“, fordert der stellvertretende RCDS-Bundesvorsitzende Steffen Liebendörfer.

Wie man „brutale Freiheitsverweigerung“ effektiv leugnet, bleibt wohl Liebendörfers Geheimnis. Der ist, glaubt man Google, Jurist und weiss es deshalb und trotzdem nicht besser. Zunächst einmal wäre da ja die „Freiheitsverweigerung“ zu definieren, damit man ihre historische Existenz in der DDR anschliessend leugnen oder auch behaupten kann.
Wenn man als Feind der Freiheit dieselbe nicht etwa einschränkt oder verhindert, sondern sie verweigert, dann bedeutet das weiter, dass Freiheit auch nicht etwa die Abwesenheit von etwas, nämlich von Zwang, ist, sondern gegeben werden muss. Dieser Gedanke wiederum lässt mich ratlos zurück. Was genau ist Freiheit für die Junge Union? Wahlrecht? Sozialhilfe? Eine Fußball-WM? Ich hätte jedenfalls gerne ein Probepaket von dieser Freiheit.

Bleibt der hässliche Vergleich von DDR-Unrecht mit dem organisierten Massenmord der Deutschen an den europäischen Juden. Im Hinterkopf hat Steffi es geahnt, dass das nicht geht und dass das Quatsch ist. Deshalb steht da das Wörtchen „beispielsweise“. Dass er als Beispiel für etwas, was unter Strafe steht, auch Schwarzfahren oder Viehdiebstahl hätte nennen können, das aber nicht getan hat, zeigt seine eigentliche Absicht. Die war natürlich nicht ein Beispiel zu nennen, sondern einen handfesten Vergleich zu ziehen und den politischen Gegner, die Linke nämlich, direkt auf den Wachturm in Auschwitz zu stellen. Dass dort eher seine eigenen (geistigen) Grossväter standen, und dass man die DDR anders und besser kritisieren kann, das kann er nicht wissen, weil er zu Recht bei der Dummen Union ist. Dieser Kalauer sei mir verziehen, er passt jedes Mal, wenn ich etwas von denen höre.

„Holocaust-Lüge“ scheint mir auch eher sinnvoll als Begriff, mit dem die allgemeine historische Erkenntnislage zum Thema Holocaust als Lüge bezeichnet wird. Was der komische Mensch meint, ist Holocaustleugnung.
Ich bin gespannt, wann wir den ersten in diesem Blog erwähnten JU-Poliddiger in einem echten Amt mit echter Verantwortung sehen. Es wird passieren.

Kings of Leon – Knocked up

Es ist an der Zeit, dass wir uns in die Sommerloch-Debatte um Diegos Olympiateilnahme einmischen. verbrochenes.net unterstützt Diegos unentschuldigte Abreise zu einhundertundzehn Prozent. Während der Rest des Kaders in Schruns trainiert, fliegt Diego nach Peking, um dort Weltruhm und eine Menge Spaß zu erspielen. Wie ihm jemand allen Ernstes vorwerfen kann, die falsche Entscheidung gefällt zu haben, ist uns schleierhaft. Hinweise auf die Beweggründe nennt Werders Fanbeauftragter Dieter Zeiffer.

„Die Fans sind enttäuscht, sie können auch nicht einfach auf der Arbeit blau machen Sich so zu verhalten, darf nicht sein.“

Was sich hier als entscheidender Impetus der Diego-Kritiker herausstellt, nennt man Mißgunst. Weil Hans Mustermann bei diesem schönen Wetter bei Daimler am Band steht, soll Diego gefälligst auch in Schruns schwitzen, anstatt etwas zu machen, was Spaß macht. Schlimm genug, dass der Mann vom Fußball so gut leben kann. Dass Mustermann so oder so am Band stehen muss, ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass es anderen besser geht. Das darf nicht sein, es soll allen schlecht gehen.

Nicht nur lehnen wir die Argumentation der Diegokritiker ab, wir sind auch der Meinung, dass jemand, der so unfassbar gut aussieht wie dieser kleine Kicker, im wesentlichen ALLES tun darf, wozu er Lust hat.

Nun würde man von uns als Werder Fans natürlich erwarten, dass wir den besten Spieler unbedingt dabei haben wollen, wenn es gegen Nordhorn oder Schalke geht. Das ist aber gar nicht so, es ist ganz anders. Wir fordern einen Stammplatz für Mesut Özil, der in Schalke die Frechheit besessen hat, mehr Geld zu fordern, und deshalb dort von den Fans gehasst wird. Es ist deshalb dringend nötig, dass er am zweiten Spieltag einen Hattrick gegen den Reichsrekordmeister hinlegt. Diego brauchen wir erst im Frühling wieder, wenn es darum geht, mal wieder die Vizemeisterschaft zu sichern, über die sich dann alle freuen, die nur zum Fußball gehen, um sich zu freuen.

Mal ehrlich, ob wir nun wieder Zweiter oder Siebter werden, das ist doch echt scheißegal.

Die aus NYC stammenden Battles waren auf dem Melt am letzten Abend eine der Vorgruppen von Björk und haben mich zumindest mit diesem Lied begeistern können. Festivalbericht #2 folgt demnächst.

„Wenn es Ihnen gelingt, Hitler zu beseitigen, werde ich aufspringen und ‚Hoch, Müller!‘ rufen, im nächsten Moment aber ‚Nieder mit Müller!‘ Ich werde ihre Tat als ungeheuren Dienst am Vaterland schätzen, aber ich werde bedauern, daß sie im Namen der Generäle die Macht übernehmen. Wenn Sie Hitler beseitigen, werde ich landauf, landab das deutsche Volk bitten, Ihnen ein Denkmal zu errichten. Ich werde aber nicht zulassen, daß sie die Macht übernehmen.“

Diese Sätze gab Willi Elfes nach seiner Befreiung dem amerikanischen Offizier Saul K. Padover zu Protokoll, der im Auftrag der Abteilung für Psychologische Kriegsführung hinter der Front Interviews mit allen möglichen Menschen in Deutschland führte – Zwangsarbeitern, Soldaten, Widerstandskämpfern, Hausfrauen, Kommunisten, Sozialdemokraten, Nazis, Jugendlichen. Elfes war für den Interviewer besonders interessant, da dieser als katholischer Prediger immer wieder Stellung gegen die Nazis bezogen hatte, Nazigegner vernetzt hatte und sich zuletzt in einem Pfarrhaus in der Provinz verstecken musste – und weil er in die Pläne der militärischen Verschwörer gegen Hitler eingeweiht war. Der Müller, an den die oben wiedergegebenen Sätze gerichtet waren, war ein Gesandter des Leipziger Oberbürgermeisters Karl Goerdeler, der ihn über die Anschlags- und Umsturzpläne informierte und anfragte, wen Elfes für fähig hielte, in einer künftigen Regierung mitzuarbeiten und ob er selbst ein Amt übernehmen wolle. Er wollte nicht.

Die Verschwörer des 20. Juli waren gegen Hitler, und sie haben ihr Leben gewagt, und verloren. Dennoch muss es nachdenklich stimmen, dass ihr Anschlag der Anlass für die Bundesrepublik ist, des deutschen Widerstands zu gedenken. Den Militärs ging es in erster Linie darum, die deutsche Ehre zu retten. Und obwohl sie keine Demokraten waren, militaristisch dachten und nahezu vollständig ganz begeisterte Nazis waren, bis sie vor Stalingrad standen und geschlagen wurden, reicht ihre Liebe zum Vaterland bis heute als Grund für die Deutschen, ihrer zu gedenken.

Auch bei Elfes klingt dies durch: Es ist ihm ein Anliegen, dass das Vaterland wieder gut dasteht. Und trotz dieses Umstands, dass ihm Deutschland etwas bedeutet (die Kommunisten waren wohl die einzigen, die Nationalismus konsequent ablehnten, und selbst da wurden in der volkstümlichen Variante häufig Abstriche gemacht), wollte er mit den Generälen nichts zu tun haben.

Eine richtige Entscheidung, und doch ist auch er gescheitert. Laut Padover hielt er im Rheinland Versammlungen mit bis zu hundert Teilnehmern ab, er hatte Kontakt zu Adenauer und weiteren demokratischen Hitler-Gegnern. Sie verfassten eine Proklamation, die sie nach einem erfolgreichen Anschlag veröffentlichen wollten. Nichts ist daraus geworden.

Die Deutschen haben sich entschieden, einen „Immerhin“-Gedenktag abzuhalten. Immerhin gab es ein paar Leute, die bemüht waren, die Ehre des Vaterlandes zu retten. Angemessener wäre ein Gedenken des Scheiterns: Das bisschen deutscher Widerstand war alles andere als fortschrittlich, es war unfassbar klein, und die ganz wenigen, die fortschrittlich dachten und den Willen entwickelten, etwas zu tun, haben gar nichts hingekriegt.

Das Buch, aus dem ich die meisten Informationen und das Zitat oben habe, ist bei Econ erschienen. Dort hat man 2001 das 1946 auf amerikanisch erschienene Buch Experiment in Germany. The Story of an American Intelligence Officer übersetzt. Saul K Padover: Lügendetektor. Vernehmungen im besiegten Deutschland 1944/45.

Was für ein schönes Lied! Wer ganz genau hinguckt, kann in dem Video einen Schwarzen entdecken.

Die ARD berichtet vom mit Epo erwischten Radfahrer Ricardo Ricco.

Auf die Frage, ob er EPO benutzt habe, anwortete er lediglich: „Das werden die kommenden Tage zeigen. Ich habe auf jeden Fall die Gegen-Probe beantragt.“

Woher soll er denn auch wissen, ob er gedopt hat, bevor das Labor das für ihn überprüft hat? Die Definition von Doping bzw. „Epo benutzen“ ist ja nicht, dass man sich das Zeug in den Körper schüttet, sondern, dass der ganze Zirkus aus Kontrolleuren und Sportgerichten feststellt, dass man das ohne jeden Zweifel getan hat.

Im StudiVZ feiert die libanesische Community die Befreiung des Kindermörders Kuntar. Dafür wurde eigens eine Gruppe gegründet, sie heisst: „Libanesen bekommen immer was sie wollen…16.07.08 Samir Kuntar“ Dort wird gefeiert, und zwar zuerst mal das eigene Libanesensein und zum anderen Samir Kuntar, der „Held“. Die zweifellos dümmste Frau in der Gruppe ist auch diejenige, die sie gegründet hat. Sie nennt sich „mimi schönheit“ und ihr Profil sieht so westlich aus, als ob jeder der von ihr verehrten Hizbollah Kämpfer sie erstmal drei Tage verprügeln müsste, bevor er sie zu einer anständigen unterdrückten muslimischen Frau machen kann. Was den Krieg angeht, hat sie klare Vorstellungen.

wer ein krieger sein will darf nicht über seine feide denken!!
die libanesen machen das schon richtig und sie jubeln nicht wegen dem kind sondern wegen den guten krieger samir kuntar der sein heimatland verteiligt hat

An das Kind mag ohnehin niemand denken, erschlagene Kinder versauen irgendwie jede Feier. Ein weiteres würdiges Gruppenmitglied ist Ali Fardoun, der ein bißchen an seinen homosexuellen Landsmann von „Deutschland sucht den Superstar“ erinnert und bei seinen islamistischen Idolen deshalb vermutlich ähnlich viel Respekt bekäme wie mimi. Zu seinem eigenen Glück weiss er das nicht:

wir sind Hezbollah wir hassen Israel im Libanon sind wir die Nr: 1

Neben diesen dummen Parolengrölern gibt es aber auch die klugen Bescheidwisser. In der inzwischen von der zionistischen Lobby angezettelten Diskussion glänzt Afif Harb Jr mit Faktenwissen.

Das israelische Massaker an libanesischen Zivilisten, hauptsächlich Kindern, im Dorf Kana ist ein ungeheures Kriegsverbrechen.

In tiefer Nacht, als die Opfer schliefen, schlugen mehrere Raketen ein und verwandelten das vierstöckige Wohnhaus und benachbarte Gebäude in ein Trümmerfeld. Mindestens 57 Bewohner wurden getötet, darunter auch 37 Kinder.

Wie man seit zwei Tagen nach dem Angriff, also jetzt seit zwei Jahren, weiss, starben in dem Haus ingesamt 27 Menschen. Aber wer will sich schon mit der Realität beschäftigen?

Weiterhin bereichert wird die Diskussion von einem „Mohammed [ THE GODFATHER ] Jaber“, der sich dadurch auszeichnet, dass er Filme über den amerikanischen Traum und deren Hauptfigur verehrt und gleichzeitig ein Fan der Hizbollah ist.

Beendet wurde der Spaß dann von Queen Stupid selbst, die gute mimi schmiss „diesen Juden“ raus und löste so das Problem.

hau ab man das ist meine gruppe
hier hast du nichts zusuchen
uled il kalb
kis icht il jahud
damit meinte ich natürlich diesen juden

ach leute wir müssen nicht contern
wir haben eh GEWONNEN
habe die rausgeworfen

Diese Libanesen haben eine Eigenschaft, die wir alle gerne hätten: Sie sind „richtig“, jedenfalls nach eigener Auskunft.

ja mimi, wir haben gewonnen…werden wir auch immer, weil wir richtig sind…
lass mal feiern hier
jupiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii

Das Schlusswort hat wieder mimi, die jegliche Zweifel an ihrer Gesinnung ausräumt und damit wohl den Anhängern Samir Kuntars aus dem Herzen spricht.

hi leute wir können hier keine judenschweine gebrauchen
wir libanesen können auch so spaß haben richtig oder richtig!!??
libanesen forever
yippi

Nachtrag: „Judenschwein“ war wohl selbst für das StudiVZ zuviel, die Gruppe ist gelöscht. Das reicht aber auch an Bestrafung, Antisemiten-Mimi darf das VZ natürlich weiter benutzen.

« Older entries