Zum Bloggen komme ich gerade nur schwer. Dabei mangelt es an allerlei, aber nicht an Themen. Zum Beispiel wollte ich heute über meine beim Zeitunglesen immer wiederkehrenden Pläne, Erika Steinbach zu ermorden, schreiben. Aber über das ziehende Verlangen hinaus, es zu tun, gibt es da wenig zu sagen. Und natürlich muss man dazu sagen, dass ich es nicht tue und ihr es auch nicht tun solltet, weil das verboten ist und sowieso gar keine gute Idee. Hilft ja nichts.
Oder über meine erstaunte Belustigung über die Gedankenwelt eines Arnd Zeigler. Der schreibt mutmaßlich jetzt unter Pseudonym im werder.de Forum und schreibt dabei Quatsch wie diesen:
Und dann ist es ganz große Klasse, dass sich manche der zugehörigen Fanclubs zwar auf selbstgemachten Aufklebern “gegen Nazis” wendet, dafür sich aber im Umgang mit Polizisten selbst wie Nazis benehmen, indem sie einen ganzen Berufsstand durch die Bank als “minderwertig” betrachten. (Um vorzubeugen: Nein, ich habe hier nicht Ultras mit Nazis verglichen. Ich vergleiche nur das Diskriminieren ganzer Gruppen einzig aufgrund von Herkunft, Religion, sexueller Ausrichtung – oder gewähltem Beruf. Da sehe ich keinen großen Unterschied.)
Ein Kennzeichen von Nazis ist es für den Autor also, dass sie einen Berufsstand als minderwertig betrachten. Einen Unterschied zwischen Merkmalen wie Herkunft oder Religion und Entscheidungen wie der Berufswahl, den kann “Linienrichter Jablonski” nicht erkennen. Und so dilettiert er mit der gezückten Nazikeule durchs Forum und fordert Toleranz für alles, ausser für die Sachen, die er nicht so mag, Ultras zum Beispiel. Das ist alles nichts Neues, aber die völlige Abwesenheit von politischer Bildung, die krude Vorstellung von Toleranz und die altbekannte Selbstherrlichkeit, das ist schon gar nicht mehr sinnvoll zu analysieren oder zu parodieren. Aber bitte, niemand möge jemanden diskriminieren, nur weil der gerne KZ-Kommandant oder “Führer” werden möchte. Hätte ich Lust und Hirnkapazität, man könnte einmal die Rolle der außer Kontrolle geratenen (Fußball-)Polizei in einer liberalen Demokratie wie der BRD besprechen. Hätte hätte Fahrradkette.
Ich lasse das lieber sein und erzähle euch, was mir gerade durch die Kopfhörer, die ich für neun Euro gestern kaufte, in die weiche Birne strömt: Peterlicht hat ein neues Album und es macht mich ganz milde und glücklich. Das letzte Album hat drei Sommer durchgehalten, das neue scheint sich besonders im Herbst sehr gut zu machen. So wunderbar, wie Joinsen Bücher rezensiert, kann ich ein Album allerdings nicht beschreiben, besonders nicht während des ersten Hörens. Muss ich auch nicht, weil ihr euch das ohnehin alle selber besorgen müsst.
Lass uns glücklich sein, oder verschwunden sein,
lass uns kleiner werden, am Horizont,
was anderes seh ich nicht, am Horizont,
lass uns weiter gehen, als unsere Augen sehen,
was anderes sehe ich nicht, als in weiter Ferne lauter Licht.
In weiter Ferne lauter Licht.
In weiter Ferne lauter Licht.
Tja, nun bin ich ein Lied weiter und das ist noch viel zitierwürdiger, aber wo kämen wir denn da hin. Vor einem guten Jahr sah die Redaktion den Peter live in Bremen, und das war wunderschön. Am vierundzwanzigsten Zehnten ist er wieder da, diesmal viel größer im Schlachthof. Viel weniger schön als schöne Musik sind Diskussionen darüber. Finde ich jedenfalls.
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Ich bin verzweifelt, sehr. Ich will “Alles was du siehst gehört dir” ganz hören und nicht nur diesen Schnipsel von myspace. Bei intro (http://www.intro.de/audiovideo/hoeren/23050405) gibt es das als Umsonst-Download, aber man muss sich gleich bei zwei Firmen registrieren (lassen??? Wie sagt man das richtig?). Aber da gibt es auch das Comeback von Spillsbury. Das gibt es allerdings auch bei myspace zum anhören (http://www.myspace.com/spillsbury). Gefällt mir nicht, klingt langweilig. Aber die alten Sachen sind toll, immer noch. Das Kernproblem ist und bleibt Peterlicht. Und mein Kater. Wer hilft mir?
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Glücksgefühl vorhanden. Mein Zimmer ist echt heller als als vorher. Ohne Spass.




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