Wer gelegentlich Fußball im Fernsehen guckt, hört immer wieder von den “sogenannten Fußballfans”. Die sind identisch mit den temperamentvollen Südländern, nur dass bei ihnen das Zündeln mit Feuerwerkskörpern nicht ethnisch gerechtfertigt, sondern verurteilt wird - während die schönen Bilder über den Schirm flimmern.
Diese immer wiederkehrende Redewendung hat offenbar auch die Autoren des Vierten Berichts über Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit im Lande Bremen (pdf) inspiriert, der heute der Bremischen Bürgerschaft vorgestellt wird. Dort findet sich folgende Passage:
Die Grenzen des Hooligan-Spektrums zur rechtsextremen Szene sind inzwischen fließend. So erfolgte im Februar 2007 ein gewalttätiger Übergriff von Hooligans auf eine Feier der sogenannten antirassistischen Ultragruppierung Racaille Verte im Ostkurvensaal des Weserstadions, der bislang nicht eindeutig aufgeklärt werden konnte.
Sogenannt was? Antirassistisch? Ultra? Gruppierung? Racaille? Macht alles keinen Sinn.
Anywho, grundsätzlich ist so ein Bericht ja was ganz Feines und durchaus seine paar Megabytes wert. Immerhin wird dabei mal das Problem beim Namen genannt; die Aufstellung der rechten Straftaten wird nicht gleich wieder durch eine Auflistung links motivierter Delikte relativiert. Ganz richtig schreibt Toralf Staud in seinem Buch Moderne Nazis:
Praktisch jeden Tag werden in Deutschland Ausländer, Obdachlose und linke Jugendliche von rechten Schlägern überfallen. Aber es ist lange her, dass hierzulande ein Kapitalist von einem Linksterroristen ermordet wurde. (…)
Wer behauptet, man müsse gleichermaßen gegen Extremisten von rechts wie von links vorgehen, vernebelt den Blick auf die Realität. (…) Will man die NPD unbedingt mit irgendwem vergleichen, dann bitte mit Islamisten.
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Lieber Herr Gesindel,
bezüglich des von Ihnen aufgeworfenen sprachlichen Problems kann ich leider nichts zur Lösung beitragen, was nicht weiter schlimm sein dürfte, da dieses ohnehin nur dazu dient, auf den erwähnten Bericht aufmerksam zu machen, wofür ich Ihnen wiederum herzlich danken möchte.
Grüße vom
“sogenannten Fußballfan” -
Lieber Joinsen, an dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die allein schon grafisch bestechende Arbeit Racaille Vertes! Dass über diesen visuellen Ausdruck der Diskurs Raum im Zusammenhang mit Fußball bei R.V. einnimmt, ist bemerkenswert. Ich freue mich immer wieder über die Spuren im Stadtbild. Ich vermute, dass Arndt Z. sich heimlich wünscht, Teil von R.V. zu sein, statt im Rahmen von Reklameaktionen vor dem Anpfiff aus dem Kofferraum eines Volkswagens zu klettern. Er scheint mir eine zerrissene Persönlichkeit, was sich meines Erachtens auch in dem oft besinnungslosen Musikprogramm äußert, das er im Radio zu Gehör bringt. Stets DEIN und EUER Peter

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