Demonstration gegen Hamas-Terror

fahnen

Heute hat in Berlin eine Demonstration unter dem Motto “Solidarität mit Israel – Stoppt den Terror der Hamas” stattgefunden. Verbrochenes.net hat keine Kosten und Mühen gescheut, um an der Gedächtniskirche präsent zu sein. Stilvoll zu spät kommend, erblickte die Delegation zunächst einen Haufen Antideutsche, die “Israel bis zum Kommunismus” forderten. Das ist der Optimismus, der Deutschland ganz eindeutig fehlt. Meiner unfehlbaren Schätzung nach waren etwa 1500 Menschen auf der Demo. Nach dieser ersten Gruppe waren über den ganzen Platz verteilt Gruppen von Antideutschen zu sehen, die man meist am Style erkennen kann. Es waren auch viele Juden aus Deutschland da, die Jüdischen Gemeinden hatten mit aufgerufen. Unappetitlich dagegen die Bürgerrechten mit Bannern von “pi-news” und “Pax Europa”, die ganz deutlich Präsenz zeigten. Einer mit einem Aufkleber “Islam = Frieden?” krakeelte peinlich herum, als eine Rednerin, vermutlich Franziska Eichstädt-Bohlig (MdA, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen), defätistischen Blödsinn redete und behauptete, Israel könne militärisch nicht gewinnen und man müsse ja auch auf Präsident Obama hoffen. Dafür erntete sie auch vom Großteil der Demo Pfiffe und Buhrufe.
Eine Gruppe von jungen Israelis vertrieb sich die Zeit immer wieder mit Gesang, einer von ihnen saß in einem Baum. Offenkundig auf der falschen Demo waren Leute von Der Linken, wahrscheinlich der BAK-Shalom, ein trauriger Haufen. Die hätten heute eigentlich Luxemburg und Liebknecht gedenken sollen, wo es auch einen leckeren Palästina-Block geben sollte. Wollten sie aber offenbar nicht.
Nach der Grünen redete noch jemand von einer bürgerlichen Partei, der Israels Demokratie und freie Gesellschaft lobte, dafür gabs Applaus, war aber etwas langweilig. Dafür kam danach ein Exil-Iraner, der auch für Stop the bomb sprach. Er redete wohltuenden Klartext, wies auf menschenverachtenden Islamismus hin, auf die wirtschaftliche Unterstützung des Westens für das iranische Mullahregime, dem so die Atombombe in die Hand gegeben wird, während gleichzeitig vom Iran und seinen Handlangern der Krieg gegen Israel geführt wird. Diese Zusammenhänge und den Ernst der Lage abseits von Sonntagsreden deutlich dargestellt zu haben brachte ihm großen Applaus ein. Während seiner Rede nahm ich das pöbelnde Häuflein Gegendemonstranten wahr. Das waren keine zehn Leute, die von drei Mal sovielen Polizisten geschützt Plakate hochhielten und etwas riefen, was ich nicht verstand. Vor ihnen fanden sich viele Leute ein, die ihnen optisch die Show stahlen. Und wiederum ein paar Antideutsche, die mit “Lang lebe Israel” und “Israel bis zum Kommunismus” Rufen klar machten, dass das noch ganz schön lange dauern wird mit dem Kommunismus. Schade. Beinah zusammen konnten beide Lager rufen “Stoppt den Krieg!”. Woran man ganz gut sehen kann, dass die Gegenseite wirklich gar nichts verstanden hat.
Schließlich wurde die Hatikvah gesungen und die Veranstaltung beendet. Insgesamt war das ein spannendes Theater, ich staunte mal wieder sehr.

koerche

  1. Seltsam: Sie verdammen “PI”, ein Blog gegen die Islamisierung Europas, haben aber selbst die zunehmende Islamisierung vor unserer Nase offenbar erkannt und erwähnen dies auch.

    Bischen schizzo, oder?

  2. Nur, wenn man noch der Karl May-Logik “Meines Feindes Feind ist mein Freund” anhängt.

  3. Verzeihung, doch dem kann ich nicht folgen.
    In Bezug auf “PI” konnte ich an den Artikeln dort bis dato erkennen, dass man pro-israelisch und gegen Neo-Nazis ist. Kommt mir bekannt vor. Sie dürfen mir aber gerne erklären, worin sich Verbrochenes von Politically Incorrect unterscheidet. Vielleicht habe ich da etwas übersehen.

  4. PI – uncool
    Verbrochenes – cool!

  5. Ach so, warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen?
    Wenn doch alles so einfach wäre.

  6. f hat zwar absolut Recht, aber es gibt auch noch ein paar mehr Unterschiede. Aber ich fände das jetzt etwas absurd, mein eigenes Blog zu erklären und von einem anderen, hysterisch fremdenfeindlichen und verschwörungstheoretischen Blog abzugrenzen.

    Über Nacht wurde mir jedenfalls klar, dass ich von Anfang an den Begriff “Islamisierung Europas” hätte ablehnen sollen, dessen Erkenntnis uns hier ins politische Repertoire geschoben wird. Ich halte ihn für schwachsinnig. Was soll das denn sein? Funktioniert so eine Islamisierung wie Karamelisierung? Oder vielleicht wie Europäisierung? Oder Trivialisierung?

  7. Naja – schöner Bericht. Von was, was uns hier fehlt. Aber “Defätismus” – Gott, Bonde!

  8. Also PI ist deshalb sehr problematisch, weil hier aufgrund von z.T. wirklich rassistischen Analysen gegen alles Fremde gewettert wird.
    Ich ärgere mich aber als Mitglied des BAK Shalom über diesen Absatz:

    Eine Gruppe von jungen Israelis vertrieb sich die Zeit immer wieder mit Gesang, einer von ihnen saß in einem Baum. Offenkundig auf der falschen Demo waren Leute von Der Linken, wahrscheinlich der BAK-Shalom, ein trauriger Haufen. Die hätten heute eigentlich Luxemburg und Liebknecht gedenken sollen, wo es auch einen leckeren Palästina-Block geben sollte. Wollten sie aber offenbar nicht.

    Wieso sollten wir als Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus nicht an der Solidemo teilnehmen. Wir haben aktiv zu dieser mobilisiert und sind derzeit an den Vorbereitungen zur Kundgebung “Hamburg für Israel” beteiligt. Auch bei Stop-the-Bomb ist der BAK einer der treibenden Kräfte. Auf dem Koalitionstreffen gestern nach der Demo in Berlin war von eurem Blog ja offenbar niemand auf dem STB-Treffen. Uns auf den Hamas-Block der LL-Demo zu wünschen finde ich doch ein bisschen dumm und arrogant. Von den anderen Veranstalter_innen der Demo haben wir jedenfalls eine wohlwollende und solidarische Haltung entgegen bekommen.
    Und selbst der Redebeitrag der Linken kam bei der Demo überraschend gut an, auch wenn daran, das eine oder andere vielleicht ein bisschen schärfer hätte formuliert werden können.

  9. Den Redebeitrag der Linken habe ich verpasst, ich musste zu spät kommen.

    Mein Problem mit dem BAK Shalom liegt nicht unbedingt in dem, was sie machen und was sie organisieren, sondern, dass sie das aus der Linkspartei heraus tun. Mit der Linkspartei ist die Befreiung des Menschen nicht zu machen, soviel sollte für Linke klar sein. Und in der Linkspartei tummeln sich haufenweise Antisemiten, sie bietet nicht nur ein Dach für diese Leute und läuft mit ihnen auf Demonstrationen, sie setzt sich aus diesen Leuten zusammen. Sie veranstaltet Konferenzen und Demonstrationen, die sich ganz explizit gegen Israel wenden. Sie untergräbt das Existenzrecht Israels und solidarisiert sich mit seinen Feinden. Diesen Leuten ist mit Arbeitskreisen nicht beizukommen, und wer es versucht, gehört für mich zu einem traurigen Haufen.

  10. Was ist Islamisierung? Nun ja: Weitere Moscheebauten, “halal”-Produkte in Supermärkten, ideologisch veranlasste Gewalttaten gegen “Ungläubige”, zunehmende Ghettorisierung (Stadtteile, in die sich selbst die Polizei nicht mehr hereintraut), … hmm, habe ich etwas vergessen?

    Ich finde, “PI” leistet hier echte Aufklärungsarbeit. Man könnte auch sagen, die Drecksarbeit für unsere Freiheit, für die sich die “politisch korrekten” Mitmenschen zu fein sind.

    Nach einem kurzen Vergleich der zwei Blogs hier, habe ich mich entschieden, lieber bei den “Inkorrekten” zu verweilen, wo man die rosarote Brille abgenommen hat.

    Schönen Tag noch zusammen.

  11. Das waren keine zehn Leute, die von drei Mal sovielen Polizisten geschützt Plakate hochhielten und etwas riefen, was ich nicht verstand.

    Ein paar mehr waren’s schon (schätze um die 30), allerdings war die Lage ja zeitweise etwas verwirrend, weil alle durcheinander standen und die Polizei mittendrin. Natürlich wurde sich von Medienseite darauf gestürzt und dieser erbärmliche Haufen mit seinem großen “Massaker sind keine Selbstverteidigung”-Transparent (welches einige Löcher aufwies, nachdem wir vorbeigegangen sind) hat’s bis auf CNN geschafft:

    http://www.youtube.com/watch?v=Gi7qkd9v1bQ

    waren über den ganzen Platz verteilt Gruppen von Antideutschen zu sehen, die man meist am Style erkennen kann.

    Wie sieht antideutscher Style denn so aus?

  12. “[...], zunehmende Ghettorisierung (Stadtteile, in die sich selbst die Polizei nicht mehr hereintraut), … hmm, habe ich etwas vergessen?”

    Wer findet den Fehler?

  13. Ich nicht, und wenn Du jetzt auf einen Rechtschreibfehler abheben möchtest, finde ich das doof.

    @Gegenkritik: Als ich gucken ging, konnte ich bis auf die Transparentträger fast niemanden ausmachen, aber da kann ich mich gut irren.
    Antideutscher Style scheint mir ein Windbreaker zu sein, ziemlich coole Sonnenbrillen, noch eine bunte Mütze oder ein ähnliches Accessoire. Ganz geil eigentlich. Dass alle gleich aussehen, wollte ich damit nicht sagen.

    Seit der letzten Bahamas Ausgabe traue ich mich mit meiner warmen Jack Wolfskin Jacke ohnehin kaum noch raus.

    Was ich mich noch fragte: Wie halten es organisierte antideutsche Gruppen mit solchen Demos? Zusammen mit den Demokraten an einer Demonstration teilzunehmen, auf der Leute von der Linken reden, dürfte ja vielen gegen den Strich gehen. Dem beliebten Vorwurf nach, eine autoritär organisierte Sekte zu sein, hätte also ohnehin kaum jemand aus der Richtung da sein dürfen.

  14. Ich sehe keine Zusammenhang zwischen “zunehmender Ghettorisierung” und den anderen “Argumenten”. Die anderen Dinge sind eventuell noch irgendwie miteinander Verknüpft aber das fällt total raus.

  15. Die Redaktion Bahamas kritisiert die Demo ganz massiv.

    http://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/kundgebung11-1-09.htm

  16. @ bene: deswegen sind es ja auch andere argumente :P

  17. Was sagt Ihr eigentlich zu diesem Fall?

    Da wurde eine Wohnung aufgebrochen und eine Israelfahne durch die Polizei(!) zwangsweise abgehängt, weil ein wütender, islamischer Mob seinen Unmut ob dieser “Provokation” durch Steinwürfe und Drohungen artikulieren musste. Wohlbemerkt, alles in Deutschland des Jahres 2009!

    Islamisten = die neuen Faschisten.

  18. Ich will hier keine Links zu pi-news haben oder diskutieren. Der Fall ist zweifelsohne ein Skandal.

  19. Mein kleines Diktatorchen. Aber hast ja recht, ist ja deine site…

  20. Das mit der Diktatur ist (sofern es ernst gemeint war) ebenso wie das Wort Zensur, das hier immer mal wieder fällt, völlig unangebracht. Vielleicht schreibe ich dazu die Tage nochmal ein paar Worte.

    Es gibt auch keinen guten Grund, immer diese Seite zu verlinken. Das sind alles keine Geheimnisse, worüber da geschrieben wird.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,601058,00.html

  21. So sehen “Gaza – Solidemos” in Kopenhagen, Dänemark aus.
    http://www.jihadwatch.org/archives/024366.php

  22. Falls mit “diese Seite” PI gemeint ist, na ja, das stimmt nicht so ganz. Dort stehen hin und wieder durchaus Meldungen, die es nicht an die breite Öffentlichkeit schaffen, da sie dem Multikulti-Gedanken im Weg stehen. Solche Nachrichten stehen dann nur klein im Lokalteil irgendwelcher Käseblätter und PI macht sie bundesweit publik.

    Beispiel: Die Sache mit der Israelfahne stand auch erst nur in irgendeinem kleinen Blatt, dann kam PI und 2-3 Tage später “mussten” auch Spiegel, Bild & Co. das Thema aufgreifen. Ein Besuch von PI lohnt sich also, wenn man sich *wirklich* umfassend und nicht rein links-ideologisch informieren will.

  23. jo und noch 3 tage später stehts sogar auf verbrochenes.net hehe
    endlahm

  24. jetzt Bitte ernst mit dem Thema auseinandersetzen

    http://www.megavideo.com/?v=3EID5WJN

    also FAST mit dem Thema, aber das macht ja hier sowieso FAST jeder

  25. Ich muss mal wieder:

    ?

  26. Es waren auch viele Juden aus Deutschland da, die Jüdischen Gemeinden hatten mit aufgerufen.

    und woran hast du die erkannt? nase?

  27. Oh, ein Clown!

    Ich bin zwar nicht der diensthabende Detektiv auf diesem Blog, aber wenn eine große Gruppe von Menschen um ein Transparent steht, auf dem unter anderem “Jüdische Gemeinde Hamburg” steht, hmm, dann hab ich halt so überlegt, ob das vielleicht Juden aus Hamburg sind. Nächstes Mal nehme ich mir aber einen antirassistischen Berater mit, der mich vor politisch unkorrekten Äußerungen bewahrt. Vielen Leuten ist das Wort “Juden” ja unangenehm, und dann denken sie an Nasen.
    Ob mit Kippa auf dem Kopf daher berlinernde Menschen vielleicht australische Aborigines, Ureinwohner aus Kenia oder doch Juden aus Deutschland sind, das kann auch wirklich keiner beurteilen.

  28. herrje, willkommen in der spaßbefreiten zone..