Am Donnerstag trifft sich Bremens selbsternannte Kommunisten-Elite zur gemeinsamen Israelkritik. Der Infotext zur Veranstaltung ist nicht nur sprachlich eine Katastrophe, auch der Inhalt ist ein intellektueller Offenbarungseid.
Da überschreibt man:
Israels Krieg
Israel definiert das Staatsprojekt der Hamas als Terrorismus und zerschießt Gaza
Die deutsche Öffentlichkeit macht sich Sorgen um Israels guten Ruf
Die eindeutige Parteinahme, die man dann in der Veranstaltung wahrscheinlich wegdiskutieren wird, findet sich im Titel. Die Juden führen Krieg, damit fängt hier alles an und darüber will man reden. Das von der Hamas angestrebte Kalifat ist ein kleines “Staatsprojekt”, das von Kommunisten natürlich nicht gut gefunden wird, sich aber offenbar nicht von westlichen Demokratien unterscheidet, es ist eben auch einfach ein Staat, der da angestrebt wird. Das hat mit der Realität, die die Hamas will und fordert, nichts zu tun, sorgt aber für die vielbeschworene Äquidistanz zu beiden Kriegsparteien. Um die geht es auch dem Gegenstandpunkt, denn der ist an Arroganz von niemandem zu überbieten.
Die Medien liefern so gut sie können und dürfen „ganz furchtbare“ Bilder und Opferzahlen: Kassam-Raketen stürzen wahllos auf Israel und zwingen Israelis in Schutzräume; Israels Armee zerstört in einem Blitzkrieg die Machtstruktur der Hamas, die Infrastruktur des Gaza und Lebensmittel seiner Bewohner, die letzten Zugänge zum Gaza, und rächt parallel in Echtzeit jeden Raketenabschuss.
Ganz furchtbare Bilder interessieren die Menschenfeinde vom Gegenstandpunkt nicht, weshalb man schon die Wörter in Anführungsstriche setzt. Von sterbenden Kindern wollen sie nichts wissen, sie halten das Elend und die Furcht auf beiden Seiten für ein Produkt der Medien. Natürlich muss Israels Handeln mit einer Vokabel (“Blitzkrieg”) beschrieben werden, die durch den Krieg der Nazis geprägt wurde und mit diesem unweigerlich assoziiert wird. Spätestens hier weiß jeder, der es wissen will, dass er es mit Antisemiten zu tun hat.
Dann wird kräftig gelogen. Zu behaupten, Israel zerstöre die Zugänge nach Gaza und zerstöre die Lebensmittel seiner Bewohner, während Israel in Wirklichkeit einen guten Teil der in Gaza verbrauchten Lebensmittel selbst bezahlt und dorthin liefert, um die Bewohner, die gegen es Krieg führen, zu versorgen, ist nichts anderes als eine infame Lüge.
Die Formulierung “rächt in Echtzeit” soll wieder suggerieren, es handle sich hier um ein abgekartetes Spiel, ein Echtzeit-Strategiespiel, in dem der Jude natürlich am Joystick sitzt.
Das aufgewühlte deutsche Publikum soll erst gar nicht ruhig nachdenken, sondern sich entscheiden: Gegen den „Terror“ der „Terroristen“ steht dem „Staat Israel“ doch wohl die “Verteidigung seines Existenzrechts” zu! Das sagen nicht nur Israels, sondern auch Deutschlands Politiker. Und die Medien. Sie verweisen dazu auf ihre Bilder und Opferzahlen, als könne man dem Einsatz von Gewalt beider Seiten und den Opfern auf beiden Seiten die Parteinahme ablesen.
Dass Israel die Verteidigung seines Existenzrechts eben nicht zusteht, ist unter Arschlöchern eine ausgemachte Sache. Viele suchen sich noch eine krude Begründung dafür, beim Gegenstandpunkt muss ein “doch wohl” und ein Ausrufezeichen am Ende reichen, um den Punkt zu machen. Der intellektuelle Bankrott ist greifbar.
Der letzte Satz gibt dann konsequenterweise gar keinen Sinn. Gewöhnlich wird das Ungleichgewicht der Opferzahlen gegen Israel ins Feld geführt. Aber ich habe wirklich keine Ahnung, was hier überhaupt gesagt werden soll.
Aber die Moral und ihre demokratische Betreuung in Deutschland machen es sich nicht nur einfach mit der parteiischen Willensbildung. Ununterbrochen verkünden Politiker, Kommentatoren und Talkfrauen, dass ihnen „unser Freund Israel“ ganz schön viele Gewissenbisse bereitet, mit denen sich das Publikum beschäftigen soll: Trifft Israel denn überhaupt die Richtigen im „dichtestbesiedelten“ Gazastreifen, nicht „Unschuldige“ bzw. „zuviel“ „Frauen und Kinder“, die zwar von der Hamas als „menschliche Schutzschilde“ „missbraucht“, aber eben doch von israelischem Phosphor umgebracht werden, und kommt aus dem Blutbad denn wenigstens eine „Lösung“ heraus…Nein, leichtfertig nimmt man in Deutschland nicht Partei in einem und für einen Krieg, sondern nur mit einigem Ringen von politischem Realismus und tiefstem Humanismus, den einem keiner nehmen kann. Was ist das für eine Denkungsart, was bringt sie zustande?
Über das, was tatsächlich passiert, nachzudenken und zu diskutieren, ist dem Möchtegern-Zentralkomitee zuwider. Wieder unvergleichlich arrogant steht man drüber und spricht dann nur darüber, was das für eine Denkungsart ist. Mit echten Menschen will man nichts zu tun haben. Und wer keine Moral hat, wer glaubt, ohne eine auskommen zu können, ist gefährlich. Wer vom Humanismus bestenfalls bei den anderen, und dann nur ironisch, spricht, genauso.
Doch genug des Geschwafels, nun kommt die knallharte Analyse.
Egal wie dieses Moralisieren ausgeht oder ob es sich kopfschüttelnd hinzieht, als befangene Antwort unterbindet es jede nüchterne Klärung der Frage, was für Anliegen das sind, die Israel, seinen Gegnern und seinen Freunden den Einsatz von Gewalt wert sind:
Zum x-ten Male führt Israel Krieg gegen seine Nachbarn und begründet das wie bei allen vorhergegangenen Kriegen mit der “Verteidigung seines Existenzrechts”, ein Recht, das auch nach lauter gewonnenen Kriegen offenbar ziemlich grenzenlos ist. Mit seinem Existenzrecht rechtfertigt Israel jeden Einsatz von Terror und High-Tec-Militär als Kampf gegen “Terroristen” und ihre Operationsbasen; diesmal hat die palästinensische Bevölkerung in Gaza das Pech, lebendiger Teil der zu vernichtenden Infrastruktur des Feindes zu sein. Worin besteht das Existenzrecht Israels, das sich immer wieder mit überlegener Gewalt „verteidigen muss”?
Die nüchterne Klärung der Frage, was Israel den Einsatz von Gewalt wert ist, würde zu dem Ergebnis führen, dass es ein sicheres Leben für seine Bürger ist. Ein sicheres Leben für die Juden. Darum geht es hier aber offenbar nicht. Hier geht es darum, den Juden vorzuwerfen, dass sie die Kriege, die gegen sie vom Zaun gebrochen werden, nicht auch mal wieder verlieren. Das Existenzrecht Israels, mithin das Existenzrecht selbstbestimmt lebender Juden, will man lieber eingeschränkt als grenzenlos sehen.
Und das Bild vom blutrünstigen Juden fehlt auch nicht, denn der hat die palästinensische Bevölkerung laut Gegenstandpunkt als “zu vernichtenden” Teil ausgemacht, plant also den vielbeschworenen Holocaust. Das tut er, ich nehme das mal vorweg, weil ich Donnerstag eh nicht kann, aus kaltblütigem Interessenkalkül. Im Endeffekt geht es um Geld, um das Kapital und so weiter. Alles übrige bitte bei der NPD nachlesen.
Unbeeindruckt vom Kräfteverhältnis setzt die Hamas den ihr noch möglichen, militärisch ziemlich ohnmächtigen Terror ein, nicht um des Terrors willen, sondern für ein „palästinensisches Existenzrecht“ – und dabei die Palästinenser Israels Gewalt aus. Worin besteht das politische Selbstbehauptungsprogramm der palästinensischen, arabischen, islamischen Gegner Israels?
Die Verurteilung des palästinensischen Widerstands als Terrorismus und Israels Recht, beides wird vom Freien Westen prinzipiell unterstützt. Wie steht es um die aktuelle Interessenlage der großen Aufsichtsmächte USA und Europäische Union?
Unbeeindruckt von der Realität behaupten die Salonkommunisten, die Hamas sei etwas anderes als das, was sie ist. Die Hamas ist eben keine nationalistische Bewegung, sondern eine islamistische. Sie hat mit Palästina wenig am Hut, ihr geht es um die Umma und das Kalifat. Aber einfach mal die Fresse zu halten wäre so langweilig, also treffen sich Bremens GEW-Mitglieder und unterforderte Studenten am Donnerstag, um sich über Israels Gewalt und die Selbstbehauptung der edlen Wilden belehren zu lassen.
Ich würde fast sagen, dass mich dieses Anführungszeichensetzen, das ein Besserwissen suggerieren soll, während es nur Hilflosigkeit ausstrahlt, am meisten ankotzt. Dieser ganze dreckige Stil, der mehr behaupten will, als er inhaltlich zu sagen hat.
Aber leider ist es die Menschenverachtung, die den Verfolgten etwas von der staatenlosen Gesellschaft des Kommunismus erzählt und sie verteufelt, wenn sie sich lieber bewaffnen und ihre Verfolger in die Knie zwingen als Marx lesend zu verrecken. Das ist unerträglich.
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Vor den „Gegenstandpunkten“ wurde ich von kompetenter Seite immer wieder gewarnt, die hier veröffentlichten Programmauszüge bestätigen dieses Urteil. Über einen der Hauptreferenten ließ ich mich immer wieder gerne und ausführlich aus- einen staatlich hochalimentierter Vulgärmarxisten, der das Gebaren eines Sektenführers an den Tag legt; vor langer Zeit überführte ich ihn des wüsten ideengeschichtlichen Eklektizismus, was dazu führte, dass sich die Meute seiner Jüngerinnen und Jünger verbal auf mich stürzte. Mit der Zeit erkannte ich die Struktur dieser „Diskussionen“: Wenn der Meister es befahl, bissen seine Bluthunde alles weg. Amüsant ist, dass meines Wissens kaum jemand aus seinem servilen Gefolge ähnlich privilegierte Plätze an den akademischen Futtertrögen fand; nun frönen sie in 1-Eurojobs ihrem Antisemitismus, was mich nur bedingt mit Genugtuung erfüllt. Im Übrigen dachte ich, dass dem besagten Würdenträger die baubiologische Belastung seines Wohnsitzes auf dem Lande so zugesetzt habe, dass er sich nicht mehr den Strapazen des antisemitischen Budenzaubers aussetzen würde. In seinen wüsten Verweissystemen, die sich in erster Linie auf Spiegel- und Internetmeldungen beziehen, erscheint sogar der skurrile Blödsinn der ‚Nazis für Israel‘. Da ihm aber die Sonne aus dem Arsch scheint, muss er sich anscheinend nicht mehr um solche Details kümmern.
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Diese Veranstaltungen sind maximal dazu gut, sich biertrinkend über die – meistens noch schlecht dargebrachten – verbalen Auswürfe lustig zu machen; allerdings hält man das auch nicht länger als ‘ne 1/2 Stunde durch. Schon ausprobiert.
Ach so: hat Ggstandpkt. Bremen ‘nen Anführungszeichenüberschuss? -
Warum schreibt ihr euch die Texte, über die ihr herfallen wollt, nicht gleich selber? Ihr, nur ihr, redet vom Juden, der den Krieg führe, als sei es nicht der Staat Israel, der hoheitlich seine Soldaten in den Krieg hetzt und Verweigerer einsperrt; und dann werft ihr dem Einladungstext vor, er enthalte das Bild vom blutrünstigen Juden, das nur in euerm Text steht. Ihr findet gar keinen Sinn in dem Satz im Einladungstext, der Gewalt und den Opfern beider Seiten lasse sich keine Parteinahme für eine Seite ablesen; weil ihr die Partei genommen habt, dass Israel seine Bürger in den lebensgefährlichen Eindsatz kommandiert nur für ein sicheres Leben für seine Bürger, und als Konterpart für diesen Unsinn dringend jemanden sucht, der diese Sorte Partei nimmt für euern Feind Hamas. Weil es für euch so sein muss, behauptet ihr Hamasfreundschaft sogar dort, wo ihr – in euern Worten – Äquidistanz zu beiden Kriegsparteien entdeckt.
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Wir und der Text- ich und die Enten, die Enten und ich
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“Ihr findet gar keinen Sinn in dem Satz im Einladungstext, der Gewalt und den Opfern beider Seiten lasse sich keine Parteinahme für eine Seite ablesen; weil ihr die Partei genommen habt, dass Israel seine Bürger in den lebensgefährlichen Eindsatz kommandiert nur für ein sicheres Leben für seine Bürger,”
die buerger sind die buerger sind die buerger. oder auch: manche(r) schreibt gern lange saetze ohne jeden sinn.
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ihr habt alle scheiße im kopf. wer keine ahnung hat – Fresse halten. Ihr abgwichsten möchtegern Klugen Studis.
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Ich bin auch Studi. Ich zähl mich jetzt zu den abgwichsten (sic!) möchtegern Klugen.
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ach ja, die Diskussion ist doch arg “verdeutscht”…….bitte beachtet den Satz in obenstehenden Link
Hieraus entstand auch die Bezeichnung Antisemitismus (Judenfeinde bezeichneten sich selbst als Antisemiten) für Judenfeindlichkeit. Araber wurden von den Nationalsozialisten 1944 von der „Rasse der Semiten“ ausgenommenMein Vorschlag ,wir zählen Araber jetzt einfach wieder ZU den Semiten und schliessen Frieden….für DIE von HIER AUS.
Das manche meinen Sie dürfen entscheiden wer Antisemit, Semit oder sonstwas ist, ist für mich nicht annehmbar und naja wie soll ich sagen ein falscher Ansatz gerade wenn man in einem Bildungsnahen ( schreckliches Wort) wohlsituierten Haushalt im netten Deutschland aufgewachsen ist!
Und das sage ich obwohl ich Juden und selbst den Staat Israel wohlgesonnen gegenüber stehe, warum auch nicht?
Daraus aber zu schliessen ich mag deswegen die ach so “Bösen Araber” nicht ist leider unwahr, meine Herren und Damen.
Ich behalte mir vor an der Hamas Kritik zu üben oder aber am Islam genauso verhält es sich bei dem Staat Israel und dem Judentum ( ja ist auch nicht alles so dolle, was zum Beispiel Frauenrechte angeht)Bin ich jetzt ein Fähnchen im Wind? mach ich es mir zu leicht? ja und?
was anderes sollte uns – nicht Israelis, nicht Palästinern, in dem Fall auch garnicht zustehenWie und das ist mal meine Frage an die beiden Betreiber dieser Seite reagieren eigentlich Israelis auf eure
Einmischungäh Stellungnahme zu dem Thema?Wir sehen uns demnächst
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Einmal kurz Schaum abwischen und die vorgetragenen “Argumente” prüfen:
“Natürlich muss Israels Handeln mit einer Vokabel (”Blitzkrieg”) beschrieben werden, die durch den Krieg der Nazis geprägt wurde und mit diesem unweigerlich assoziiert wird. Spätestens hier weiß jeder, der es wissen will, dass er es mit Antisemiten zu tun hat.”
1. Wer einen Vergleich zwischen Israel und Nazi Deutschland anstellt, muss ein Antisemit sein. Warum? Weil man vor aller Beurteilung der aussenpolitischen Praxis Israels eine Vor-Beurteilung schlucken soll, nämlich dass Israel das absolut andere, der totale Unterschied, gewissermaßen das Singuläre der imperialistischen Staatenwelt ist. Wer da nun Parallelen sieht zu anderen Staaten ist nicht nur Kritiker Israels, also insofern “Antizionist”, sondern Antisemit, also Judenfeind. Diese Logik nennt man beim Gegenstandpunkt “Sudellogik”, und damit haben sie recht.
2. Durch diese selektive Betrachtung der GSP Argumentation danach, ob sie der Ehre Israels abträglich ist, fällt ganz unter den Tisch, dass Israels Kriege tatsächlich oftmals den Charakter eines (im übrigen mit haushoch überlegener Gewalt geführten) kurzen Schlagabtauschs haben. Das darf man natürlich nicht “Blitzkrieg” nennen – warum eigentlich nicht? -
Noch eine Kostprobe der Sudellogik:
“Dass Israel die Verteidigung seines Existenzrechts eben nicht zusteht, ist unter Arschlöchern eine ausgemachte Sache.”
Es wurde im GSP Flugblatt gerade ausgeführt, dass “Existenrecht” die Sache nicht trifft. Existenzrecht würde ja bedeuten, dass von dem Krieg die Existenz des Staates Israel abhängt oder nicht. Das ist völliger Quark. Niemand in der Welt glaubt doch wirklich, dass die paar Raketen – die freilich auch zu kritisieren sind, die sind der nationalistische Standpunkt, dass doch mit Gewalt der Anspruch einer eigenen, palästinensischen Souveränität geltend gemacht werden müsste – tatsächlich den Staat auslöschen. Die löschen einige Israelis aus – was zweifelsohne schlimm ist, was aber mit dem Gerede vom “Existenzrecht” hochgespielt wird zu der Frage, als ob Israel jetzt nicht mehr existieren würde in Folge des Terrors. Terror ist Gegengewalt der Ohnmacht; also kann man nicht einerseits Terror sagen, andererseits “aber Existenz gefährdet”, schließlich sind die nicht mal ein Staat.
Aber auch hier sieht man wieder: zu viel nachdenken ist schädlich, wenn die Parteilichkeit für einen imperialistischen Staat, der Israel ja nun mal ist, den Gedanken leitet. -
Oder folgender Satz, auch ein hohn:
“Die nüchterne Klärung der Frage, was Israel den Einsatz von Gewalt wert ist, würde zu dem Ergebnis führen, dass es ein sicheres Leben für seine Bürger ist. Ein sicheres Leben für die Juden.”
Zu der Widerlegung dieser Idiotie muss man nicht mal Gegenstandpunktleser sein, da reicht es völlig aus, Noam Chomsky mal zur Kenntnis genommen zu haben. Schließlich hat der schon zig Mal darauf hingewiesen, dass die Gewalt Israels gerade lauter neue “Bedrohungen” schafft, die das Leben der Israelis unsicher machen. Aber auch hier muss man eben parteilich denken: Israel schafft sich keine Feinde, sondern Israel “hat” einfach so welche, weil die Feinde alle bescheuert und irrational antisemitisch sind (letztlich also keinerlei – kritiserenswerte und insfoern – erklärbare Motive haben).
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Wer da nun Parallelen sieht zu anderen Staaten ist nicht nur Kritiker Israels, also insofern “Antizionist”, sondern Antisemit, also Judenfeind.
Mit anderen Staaten wird Israel recht selten verglichen. Dann aber meistens ausgerechnet mit dem nationalsozialistischen Deutschland. Hier haben wir aber auch keinen Vergleich, sondern gleich einen Begriff, der gleichsetzt. Überfall auf Polen, Krieg gegen die Hamas: Das hat offenbar einiges gemeinsam.
Man darf das schon Blitzkrieg nennen, darf sich denn der Leser auch fragen, warum man diesen Begriff benutzt hat? Passen tut er auch nicht, schließlich ging es hier weder um ein schnelles und endgültiges Besiegen des Gegners noch um schnelle Gebietseroberung.
Existenzrecht würde ja bedeuten, dass von dem Krieg die Existenz des Staates Israel abhängt oder nicht. Das ist völliger Quark.
Israels Existenz hängt sehr wohl von dem Krieg gegen seine antisemitischen Feinde ab. Führt es ihn nicht, wird es verlieren und weil seine Feinde erklärtermaßen gegen die Existenz Israels kämpfen, ist es ein Kampf um die Existenz. Vielleicht würdest Du es lieber sehen, wenn Israel sich erst zur Wehr setzt, wenn es fast nicht mehr zu retten ist. Aber das ist nur eine Frage des Zeitpunkts. Die Hamas ist nicht stark genug, Israel zu zerstören, weil Israel dafür gesorgt hat, dass sie es nicht wird. Der letzte Krieg hatte genau das Ziel: Die Hamas zu schwächen. Dass es dabei so erfolgreich ist, dass die Hamas nie stark genug sein wird, Israels Existenz zu beenden, das hälst Du Israel nun vor. Absurd.
Terror ist Gegengewalt der Ohnmacht; also kann man nicht einerseits Terror sagen, andererseits “aber Existenz gefährdet”, schließlich sind die nicht mal ein Staat.Und Du schwallst hier etwas über Logik daher? Ist die Zahl derer, die man mit Terror töten kann, irgendwie begrenzt; anders begrenzt als durch die Mittel, die der Terrorisierte wählt, um den Terror selbst zu begrenzen? Und weil “die nicht mal ein Staat” sind, können sie Israels Existenz nicht bedrohen? Was hat denn das mit Staatlichkeit zu tun, wenn man jetzt nicht gerade annimmt, dass Staatlichkeit Vorausetzung für alles Schlechte ist?
Wie ohnmächtig ist jemand, der von einer Sekunde auf die andere zwanzig Leben auslöscht?
Zu der Widerlegung dieser Idiotie muss man nicht mal Gegenstandpunktleser sein, da reicht es völlig aus, Noam Chomsky mal zur Kenntnis genommen zu haben. Schließlich hat der schon zig Mal darauf hingewiesen, dass die Gewalt Israels gerade lauter neue “Bedrohungen” schafft, die das Leben der Israelis unsicher machen. Aber auch hier muss man eben parteilich denken: Israel schafft sich keine Feinde, sondern Israel “hat” einfach so welche, weil die Feinde alle bescheuert und irrational antisemitisch sind (letztlich also keinerlei – kritiserenswerte und insfoern – erklärbare Motive haben).“Hinweis” und “Widerlegung” sind nicht dasselbe. Nimm das also bitte einfach als Meinung zur Kenntnis: Chomsky hat Unrecht. Für den Antisemitismus ist es nicht wichtig, wie sich die Juden verhalten. Antisemitismus ist nicht Reaktion auf Fehlverhalten der Juden, sondern eine weit verbreitete Wahnvorstellung, mit der sich die Welt ganz simpel erklären lässt. Der Versuch, antisemitische Gewalt zu verstehen und zu rechtfertigen, ist absurd und erfolgt oft aus ebenfalls antisemitischen Motiven.
Für jemanden Partei zu nehmen ist nichts Schlechtes. Du und der GSP gefallen sich aber offensichtlich dabei, sprachlich zu suggerieren, etwas sei schlecht, ohne das dann zu begründen. “Muss man eben parteilich denken…..” Klingt toll, wirklich, das funktioniert ziemlich gut. -
1.
“Passen tut er auch nicht, schließlich ging es hier weder um ein schnelles und endgültiges Besiegen des Gegners noch um schnelle Gebietseroberung.”Andererseits passt er sehr gut, schließlich geht es um das blitzschnelle Ausschalten von Israels Feinden mittels überlegener militärischer Gewalt. Also ist die Vokabel durchaus haltbar.
2.
“Israels Existenz hängt sehr wohl von dem Krieg gegen seine antisemitischen Feinde ab. Führt es ihn nicht, wird es verlieren und weil seine Feinde erklärtermaßen gegen die Existenz Israels kämpfen, ist es ein Kampf um die Existenz.”Das hingegen ist nicht haltbar. Erstmal müsstest Du hier differenzieren zwischen Antisemitismus und Antizionismus. Zweitens leugnest Du schlichtweg, ohne Argument, das sogenannte asymmetrische Kräfteverhältnis der Parteien. Drittens erfindest Du Dir einen “Krieg” gegen mehrere Feinde (Syrien und Iran auch gleich? Betreiben die nicht eher eine nationale Selbstbehauptung gegen die Regionalmacht Israel? Wird Israel von denen angegriffen?), in dem Israel aber mal so richtig ohnmächtig aussieht. Dies dient Dir viertens dazu, ein Recht auf Notwehr zu konstruieren, mit dem dann ja wohl klar ist: weil es Israel geben muss (weil dieser Staat ja einfach grundgut ist, er hat ja deiner Auffassung nach im Schutz der Bürger sein Weiß-Warum), müssen Israels Feinde niedergemacht werden.
So geht (nicht nur) antideutsche Apologie des “gerechten Krieges”. Mit grundsätzlicher Kriegskritik oder gar Imperialismuskritik hat diese bellizistische Scheiße nichts zu tun.3.
“Vielleicht würdest Du es lieber sehen, wenn Israel sich erst zur Wehr setzt, wenn es fast nicht mehr zu retten ist.” Schon wieder Sudellogik. Wenn jemand mal etwas zur blutigen Aussenpolitik dieses Staates sagt – dann will er damit eigentlich sagen, dass dieser Staat zum Objekt einer blutigen Aussenpolitik eines anderen STaates wird. Auf diese Weise argumentierst Du mit einer einschüchternden Diskursstrategie: Du versuchst Dein Gegenüber durch Unterstellung einer “irrationalen Judenfeindschaft” (siehe unten) zu denunzieren.4.
“Wie ohnmächtig ist jemand, der von einer Sekunde auf die andere zwanzig Leben auslöscht?”In meinem Posting ist nicht bestritten worden, dass von palästinensischer Seite der Anspruch auf ihr freies Palästina, also einen echt eigenen Staat, durch Gewalt gegen das israelische Volk ´geltend gemacht´ wird. Das ist ihr Staatsgründungsprojekt, das sie – darin gar nicht der israelischen Staatsgründung unähnlich – an die Stelle der bereits existenten Gesellschaft stellen wollen.
5.
“Für den Antisemitismus ist es nicht wichtig, wie sich die Juden verhalten. Antisemitismus ist nicht Reaktion auf Fehlverhalten der Juden, sondern eine weit verbreitete Wahnvorstellung, mit der sich die Welt ganz simpel erklären lässt. Der Versuch, antisemitische Gewalt zu verstehen und zu rechtfertigen, ist absurd und erfolgt oft aus ebenfalls antisemitischen Motiven.”Dies ist das Weltbild, mit dem ein grundloser Judenhass als “Wahnvorstellung” konstruiert wird. Dem steht gegenüber ein rationaler Staat, der “bloß” seine Bürger schützen will. Und wer dieses Feindbild in Frage stellt durch die schlichte Frage, warum die denn eigentlich “die Juden” (ich würde ja sagen: Israel, aber Du bestreitest ja die Differenz ständig) “hassen”, der ist selber schon ein halber Antisemit. Du argumentierst mit einem Denk- und Diskussionsverbot, man darf nicht nach den Gründen des Antisemitismus fragen, denn allein die Erklärbarkeit des Antisemitismus würde bereits diesem eine Ratio zuschreiben, die er nicht haben dürfe, da singulär etc. Du landest bei Anti-Aufklärung als Geisteshaltung, mit der Du dann Fussballfans belämmerst; aber mal unter uns: zu viel nachdenken und infragestellen, zu viel Staats- und Imperialismuskritik – das ist doch für so eine grundsolide Israelfreundschaft auch eher abträglich, oder?
6.
“Für jemanden Partei zu nehmen ist nichts Schlechtes. Du und der GSP gefallen sich aber offensichtlich dabei, sprachlich zu suggerieren, etwas sei schlecht, ohne das dann zu begründen. “Muss man eben parteilich denken…..” Klingt toll, wirklich, das funktioniert ziemlich gut.”Wenn man Partei für einen imperialistischen Staat ergreift, der sich in ein zynisches Verhältnis nicht nur zu den Völkern um ihn herum, sondern auch zu seinem eigenen stellt, dass er nämlich a) für sein imperialistisches Ausgreifen, das rumgesiedler, ausweiten der Grenzen, Krieg führen be- und vernutzt, und b) der damit ständig reproduzierten Feindschaft verschiedenen Kalibers, vom Selbstmörder bis zur Kassamrakete, aussetzt, dann begeht man einen Fehler. Dieser Staat verdient nämlich keine Parteilichkeit für ihn. Sondern nur Parteilichkeit gegen diesen Staat (und gegen alle anderen auch, nur damit wir uns richtig verstehen, den palästinensischen Befreiungsnationalismus selbstverständlich inbegriffen). Insofern ist meine Parteilichkeit g e g e n Staaten aus der Kritik an ihnen abgeleitet bzw. darin begründet.
Deine Parteilichkeit für Israel hingegen geht nur, indem du lauter Opfer für notwendig, nicht vermeidbar, und in Ordnung (auf Seiten der Feinde, die irrational sind und ihren Tod durch israelische Gewalt verdient haben) hältst. Das nenne ich zynisch und Menschenverachtend. -
Nachtigall, ick hör Dir trapsen- da klingt doch bei M. der alte halbgare und hinterfotzige Jargon einer Person durch, die wahrscheinlich die sektiererische, universitäre Veranstaltungsreihe des einen Gegenstandpunktredners besucht. Diese mit altbekannte, aggressiv-abgewichste Bauernschläue, die sich immer dann auf Zynismus und Menschenverachtung beruft, wenn es im eigenen Kramladen fadenscheiniger Knallchargen-Thesen nichts mehr gibt, was man in den „Diskurs“ einbringen könnte.
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“Das muss ich nicht. Die arabischen Feinde Israels sind antisemitisch motiviert, wie es ohnehin fast alle Antizionisten sind.”
Amen. Oder was soll man zu solchen Glaubenssätzen noch sagen?
“Iran muss sich sicher gegen Israel selbst behaupten, weil Israel es sonst militärisch besetzt. Oder auffrisst.”
Nein, Iran = Schurke, Israel = Existenzrecht. Alles super in dem Weltbild. Unterordnung = Aufressen, dann ist auch gleich alles lächerlich gemacht, was dafür argumentiert, einen israelischen Imperialismus zu bestimmen.
“Du hast behauptet, Terror sei Produkt der Ohnmacht, und das ist Schwachsinn”
Und man muss ich ja auch nicht richtig mit meiner Aussage oben befassen, in der ich meinte, dass Terror Gegengewalt der Ohnmacht i s t, was nicht dasselbe ist wie das Urteil, dass Terror aus Ohnmacht folgt. Kann Dir aber auch egal sein, Dir geht es schließlich um Denunziation des Gegenstandpunkts und nicht um Erklärung. Demenstprechend ist für dich das stellen der Frage, welche Gründe die Israelfeindschaft hat, die bei Dir immer gleich irrational-grundloser Judenhass ist – dem man daher nur mit Gewalt entgegentreten kannst, du argumentierst also sehr brutal – bereits das Zeichen dafür, dass die Gründe “im Juden” selbst liegen, also wieder nur Ausdruck dieses unerklärlichen Judenhasses.
Für solche “Diskussionen”, die eigentlich Aburteilungen sind und in denen “Argumente” nur parteilich zählen (zu der Barbarei bekennst Du Dich ja sogar), für so einen Quark brauche ich meine Zeit nicht zu verschwenden.
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Trackback from classless Kulla on 7. März 2009 at 15:12




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