Denken wir zwei Jahre zurück.
Wir leben!
Anders als früher, aber immerhin. Wir sind den weiten Weg gegangen, um uns nicht in solchen Unmengen von Papier zu verlieren, die nachher, wenn überhaupt, gerade noch gut genug für das Zurechtschieben von kleinen Grasportionen sind.
Wir sind stärker als vorher, und wir werden freilich ungemütlicher werden. Ich werde kratzen und beißen.
Hepe
Altersmilde zurückschauend möchte ich sagen, dass das ein wirklich schöner erster Eintrag war.
Vom ersten Eintrag schlage ich nun einen rhetorischen Bogen über zwei Jahre, aufgepasst:
Und auf diesen ersten folgten nun fast siebenhundert weitere. Wir haben gelacht, geweint, Gott gedankt und Freunde gefunden, Freunde verloren und einen Haufen politischer Ansichten verworfen, uns einen anderen Haufen angeeignet, radikalisiert und wieder verworfen. Wir waren unterwegs, wir waren zu Hause. Wir haben gelacht, geweint….
Nun ist es ja so mit den Jubiläen, dass man nur einmal das erste feiert und nur einmal das letzte. Und beim letzten weiß man vorher oft nicht, dass es das letzte ist.
Kurze Denkpause an dieser Stelle. Pause. Weiter Pause.
Also hoffen wir weiterhin auf einen dritten Geburtstag. Aber wir vergessen auch nicht, wo wir herkommen. Wir kommen aus christlichen und sozialdemokratischen Zusammenhängen, und wir werden dorthin zurückkehren. Wir werden verbrochenes.net mehrheitsfähig machen, wir werden politisch aktiv werden und wir werden es gut machen. Wir werden es für die Menschen machen, für die ganz kleinen Menschen auf der Straße und in den Kindergärten, für die Ungarn ebenso wie für die Großen. Aber eben sozial und demokratisch und christlich. Das heißt nicht, dass Hepes Ankündigung nicht mehr gilt. Denn für jeden von uns, wirklich jeden, gilt ein Grundsatz weiter und jeden Tag:
Wir sind stärker als vorher, und wir werden freilich ungemütlicher werden.
Das sagen wir jeden Morgen zu unserem Spiegelbild und machen es in den wenigen Stunden, die wir danach wach sind, wahr. Nach zwei Jahren könnt Ihr Euch ungefähr denken, wie ungemütlich wir geworden sind. Wir sitzen den Herrschenden und ihren Gegnern im Nacken, mit Rasierklingen und Kopfhörern. Wir legen die Zähne in die Wunde und pochen auf unser Bier.
Und noch was: So wird es hier nicht weiter gehen. Es stehen tiefgreifende Veränderungen auf dem Plan, hier und anderswo und nicht nur wegen der Finanzkrise, aber vor allem wegen der Finanzkrise. Es wird freilich anders weitergehen, wahrscheinlich sogar genau wie vorher. Aber versprechen kann ich nichts. Durch Einbrüche auf dem Werbemarkt können wir kaum noch vom Bloggen leben und das heisst – Ihr wisst sehr genau, was das heisst. Ja.
Legal threats. Gerne. Ich kann in der Rückschau sagen, dass wir ungemütlich waren. Etwa zehntausend Leute wollten uns verklagen. Falls Euch mal das gleiche passiert, hier mein Patentrezept.
1. Macht euch in Mails lustig.
2. Schickt herausfordernd eure Anschrift und schickt den Angreifer mit Nachdruck auf den Rechtsweg.
3. Macht mit geschickt aufgeblasenem juristischen Halbwissen deutlich, dass Ihr sehr gebildet seid und deshalb unverklagbar.
Diese drei Punkte entsprechen einer ausführlichen rechtsanwaltlichen Beratung. Wir sind dazu befugt. Für Geld machen wir mehr davon. Insofern wir nicht Unmengen von Geld erhalten, werden wir nie wieder im Singular von uns schreiben. Uns gefällt es, so zu schreiben. Dir gefällt es, uns zu lesen. So ist alles paletti.
Eine Bitte: Wählt die SPD.
Eine weitere Bitte: Hör auf mit Fußball. Ich weiß, dass Du hier mitliest. Hör auf. Lass es sein. Danke.
Das war es von unserer Seite. Wenn Ihr das nächste Mal von uns hört, dann in der Tagesschau.
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Der erste Teil des Beitrags klingt ein bisschen nach Manni Breuckmann, der zweite nach Jürgen Klinsmann und der dritte nach der Roten Hilfe. Das ist eine schöne Mischung, die viele Karrieremöglichkeiten bietet: Rundfunkreporter, Bayern München und Juso-Vorsitzende. Mit irgendwas davon kommt ihr dann auf jeden Fall in die Tagesschau. Ich programmier’ schon mal meinen Videorecorder.
Glückwunsch und beste Grüße von Liza (gerade drei geworden)!
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dieses blog hat mich begleitet, seit es selbiges gibt. ohne selbstueberschaetzung wage ich zu behaupten, dass ich zu einer verschwindend kleinen zahl von leuten gehoere, die hier von beginn an lesen und damit eigentlich nie wirklich aufgehoert haben.
fussball ist nicht nur fuer euch, sondern auch fuer andere immer mehr in den hintergrund geraten, und doch war es immer diese mischung aus verschiedenen themen – politik, fussball, privates, beobachtungen aus dem wahnsinn des alltags und vieles mehr -, die mich an verbrochenes fasziniert und begeistert hat. letztlich war es wohl niemand geringeres als die kleine hiesige redaktion, wegen derer ich selbst angefangen habe, an einem blog mitzuwirken.
ich wuensche euch als privatpersonen noch moeglichst viel zeit, bis ihr euer kreuz wirklich bei der spd macht, bis ihr anfangt, an einfamilienhaus und kinder zu denken, bis ihr nicht mehr den kopf schuettelt ueber die daemlichkeit eurer mitbuerger, weil ihr euch mit der gesamtsituation abgefunden habt. dass diese momente unter umstaenden unausweichlich sind, heisst noch lange nicht, dass sie in naher zukunft passieren muessen. denn wenn es heute irgendetwas revolutionaeres gibt, dann ist es vermutlich der mehr oder minder offene widerspruch zu dem un-, stumpf- und wahnsinn, den unsere mitmenschen tagtaeglich reproduzieren und realitaet zu nennen pflegen.
alles gute!
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A la bonne heure, liebe Redaktion! Auch von meiner Seite im Rahmen der Gratulation nur Lob und Freude ob dieses fantastischen Blogs!
Die literarischen Bezüge des geschätzten Bondes im Jubiläumsartikel sehe ich bei Robert Walser- diese gepflegte Abseitigkeit, die den Leser immer wieder auf nur unmerklich geneigte Ebenen führt. Der Verweis auf Manni Breuckmann ist allerdings ebenso treffend wie nicht von Pappe, liebes Lizas Welt! Ich finde die Arbeitsteilung zwischen Joinsen und Bonde famos, es hat sich über all die Monate jeweils ein Duktus herausgebildet, der in Bezug auf beide oszillierend und doch unterscheidbar ist. DAS möge den geschätzten Redakteuren erst einmal irgendjemand nachmachen!Mögen sie noch so um Euren Sockel tosen,
branden-
sie versanden,
IHR steht oben!“Wenn aus nachempfindbaren Gründen Fußball derzeit etwas in den Hintergrund rückt, rege ich doch an, von Zeit zu Zeit anderer Kunst Raum zu geben.
Überzeugungsarbeit in Hinblick auf eine mögliche SPD-Anhängerschaft, Reihenhauserwerb und Familiengründung stehe ich bedingt offen gegenüber. Jubeln würde ich hier über eine inhaltliche Erweiterung des Repertoires- Wie wäre es mit Hochseeangeln, Großwildjagd und dem Poussieren mit schönen und gefährlichen Frauen (man erinnere sich nur an die Batman-Signal-Dame und die verehrte Lady Lim)? -
Glückwünsche von der wilden und gefährlichen Lady Lim! Ich danke für so viel wertvolle Unterhaltung und danke auch Herrn Lord Peter für das schöne Kompliment! Und ich grüße meine Mama und Michael Jackson.
Ja, so ein bisschen Sex würde dieser Seite nicht schaden. Oder wenn Ihr Euch mal mehr mit interessanten Waffen und Panzern beschäftigen würdet.
Ich bin dafür, dass Du ein bis drölf Tore schießt und dann mit Fußball aufhörst. Ich weiß nämlich auch, dass Du mitliest!
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Gude!
Aber in Zukunft mehr Kreuzworträtsel bitte.
Sonst wählt man am Ende keine SPD mehr.
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Ob da vielleicht irgendwas nicht stimmt mit mir oder mit Euch oder mit uns? Da werdet Ihr seit nunmehr zwei Jahren ungemütlicher und doch gibt es kein anderes Plätzchen im Netz, wo mir so behaglich zumute ist. Umfassendes Einverstandensein (auch einzelne Ausreißer wie das durchsichtig provokative Lob einer popkulturell weniger interessanten Figur wie Michael J. können diesen Gesamteindruck nicht erschüttern) – ist das toll oder problematisch?
Schön ist, dass Ihr nicht versprecht, dass es so oder eben anders weitergeht. Immerhin beschleicht mich schon das nächste seltsam anmutende Gefühl, wenn ich Euch zurufen will: Weiter so! Und das will ich wirklich. Allein: Für einen Angehörigen der durch den ewigen und dicken Kanzler geprägten Generation, fühlt sich so ein Spruch ganz und gar nicht nach SPD-Wählen an. Und dabei wäre das doch die einzige Chance, die persönliche Finanzkrise des lieben Bonde zu lindern! Verflixt. Es ist ein Kreuz, würde man hier und auf Hochdeutsch übersetzt sagen. Und das soll es bittschön auch bleiben!
Ich gratuliere von Herzen und danke Euch.
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“…Ausreißer wie das durchsichtig provokative Lob einer popkulturell weniger interessanten Figur wie Michael J… ”
Ich bin schockiert! Dabei sehe ich nicht besonders schön, erotisch oder lustig aus. Michael Jackson ist viel zu wenig Thema, dafür dass er der größte Künstler aller Zeiten ist und Bonde hat diesen Missstand erkannt und seinen guten Teil dazu beigetragen, viele Menschen ein weiteres mal mit Michael Jackson glücklich zu machen.
Provokativ? Ich hör immer P R O V O K A T I V ! ! ! Ich guck schnell eine weitere Folge 24, da Sex nach meinem Geschmack grad nicht auf die Schnelle zu haben ist und mir sonst nichts Vereinnehmendes einfällt, das diese Unverfrorenheit aus meinem Gehirn katapultieren könnte.
Popkulturell weniger intresand…. Das ist fies. Das ist gemein. Das ist eigentlich gar nicht auszuhalten! -
Liebe Lady Lim,
bitte nicht schon wieder! Das kommt mir so bekannt vor also auch an Südländer gerichtet, bitte nicht schon wieder!
@redaktion: Glückwunsch und besten Danke!
Aber genug der Beweihräucherung, cih will wieder Fußball egal wie bitter! Außerdem würde mich ein Bericht über die Veranstaltung zum 90. Jubi der Bremer räterepublik freuen, wenn ihr da gewesen seit.
Was soll noch besser werden…. ach ja, macht doch bitte des der Frühling anfängt!
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Keine Angst opü. Ich habe mich in der damaligen Diskussion bewusst zurückgehalten und musste heute lediglich das Einverstandensein einschränken. Denn ohne Einschränkung kann ich nicht. Nicht mal lobhudeln. Leider habe ich nicht bedacht, was ich damit bei Lady Lim anrichte. Dafür bitte ich um Entschuldigung und, sobald Sie Ihre Fassung wieder errungen haben, liebe Lady Lim, um souveränes Drüberhinweglesen.
Ach, und ja, für Frühling bin ich auch!
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Beim Teutates. Glückwunsch an die beiden Rambos. Ich kann voller Zuversicht behaupten, dass ich jetzt auch bald mal wieder en creation d’amour avec plaisir hier vielleicht dann auch mit sex und panzer zum besten gebe. die kann ich ja besonders gut. sex, gewalt und landmaschinen.
eine prise frühling dazu – hmm.. so schmeckt der sommer! -
Respekt und Anerkennung an die Macher. Ich würde mir neben Beiträgen über Sex, Landmaschinen, Michael Jackson und Frühling mal wieder etwas zu Aaron Hunt wünschen. “Macht schon Spaß”
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weiter so!
aber statt nerd eher:
stay ultra – stay rebell!




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