Juni 2009

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Besser ma hingehen da.

Ein ruhiger Nachmittag in einer Luxusvilla. Im großzügig ausgestatteten Wohnzimmer befinden sich zwei Personen. Die eine, Michael Jackson, ist sehr aufgeregt und geht im Zimmer auf und ab. Die andere, Gott, sitzt gemütlich im Sessel. Gott sieht ungefähr so aus wie von Christen oft beschrieben. Die beiden sind mitten im Gespräch.

Michael:
Was willst du schon wieder von mir? Geh weg.

Gott:
Wir sind noch nicht fertig, mein Sohn. Wir sind noch nicht fertig.

Michael:
Ich bin nicht dein Sohn! Ich meine, du kannst nicht von jedem Menschen, der größer ist als du, behaupten, dass er dein Sohn ist!

Gott schmunzelt schmutzig.

Michael hustet blutig.

Gott:
Das ist noch nicht alles, du kennst ja den Rest der Geschichte. Du kommst damit nicht durch. Mit dieser Superstarscheiße, dieser Erlösererscheinung und deinen zwei Milliarden Fans.

Michael:
Was willst du tun? Die nächste Verleumdungskampagne auflegen? Was wird es diesmal? Du bist schon mit deinem Kinderschändermärchen nicht durchgekommen, die Leute lieben mich trotzdem. FREISPRUCH, mein Gott, FREISPRUCH!

Michael tanzt minutenlang durch den Raum. Gott grummelt. Michael moonwalkt vor das Fenster.

Gott:
€šMoonwalk,€™ …herrje.

Michael, jetzt ruhiger:
Der heißt nur so, keine Sorge.

Beide schweigen ein wenig.

Gott:
Du wirst sterben.

Michael:
Ich möchte nicht sterben.

Gott:
Michael, mein Sohn, es ist vorbei. Leg dich hin. Entspann dich. Und nimm das hier.

Gott reicht ihm etwas.

Michael:
Ich will deine Drogen nicht mehr haben, seit Jahren nervst du mich mit diesem Zeug und ich fühle mich schlecht. So schlecht.

Gott:
Nimm sie, Michael.

Michael nimmt sie.

Michael legt sich auf die Couch und schläft ein. Gott geht langsam aus dem Zimmer. Er schließt die Tür leise hinter sich, der Raum liegt ruhig da. Von irgendwoher hören wir schon die Sirenen der Krankenwagen. Ein Hubschrauber nähert sich. Da öffnet sich die Tür und ein kleiner Junge mit krausem Haar kommt in den Raum. Er tänzelt leichten Schrittes durch das Zimmer, setzt sich auf den großen Teppich und spielt da mit bunten Bauklötzen.

Als die Ärzte und Sanitäter das Zimmer stürmen und lauthals über den Mann auf der Couch herfallen, ist der Junge schon lange nicht mehr da.

Zähneknirschend habe ich jetzt lange gewartet, bis Twitter endlich nicht mehr neu und cool ist. Jetzt kann ich es guten Gewissens mal ausprobieren. Weil für längeres Bloggen keine Zeit ist, ist Twitter vielleicht eine sinnvolle Ausweichgelegenheit.

Mitlesen könnt ihr hier.

Mann: (klopft gegen sein künstliches Bein) Hier, das haben die mir im Krieg einfach so weggeschossen, ohne mich zu fragen.

Frau: Ja, als Soldat-

Mann: Das haben die mir einfach so weggeschossen.

Samstag beim Konzert gewesen. Geil gewesen.

Wie Besiktas Istanbul auf seiner Homepage bekanntgab, kehrt der Mittelfeldspieler der Frankfurter Eintracht Richtung Bosporus den Rücken und schließt sich dem türkischen Meister an.

Wenn er sich dabei mal nicht verletzt.

Kurz zitiert

In der FAZ.

Sie reden ja auch gern von ihren roten Brüdern und Schwestern.

Das ist richtig. Rot ist die Grundfarbe.

Haben Sie auch schwarze Brüder und Schwestern?

Nee. Schwarz ist keine Farbe, ist nur ein ganz, ganz dunkles Rot. Schwarz gibt’s eigentlich gar nicht.

Franz Müntefering gibt es aber wirklich.

Vielleicht, vielleicht gibt es hier bald wieder mehr Inhalte. Denn wir, meine Damen und Herren, stehen für politische Inhalte, nicht für das schnelllebige Mediengeschäft, in dem dem Leser hier und da ein Brocken hingeworfen wird. Aber, und das sollten Sie nicht vergessen, wir sind wandlungsfähig, wir erfinden uns täglich neu und überraschen den Feind, so er existiert, mit immer neuen Grausamkeiten aus dem Bereich der Sprache und der schweren Artillerie. Liebe Freunde, Ihr wisst: Wir schießen besser als wir schreiben.

Gott hilft denen, die sich selbst helfen. Das sage ich als Atheist.

Sagt Norman Finkelstein und hält sich dabei offenbar noch für besonders intelligent und überzeugend. Alles weitere bei Liza.

ans

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