Zuletzt hat es hier berechtigte Kritik an uns gegeben. Dazu will ich ganz klar Stellung beziehen: Ich verbitte mir das! Von jedem, ob im Inland oder im Ausland.
Super, das macht Spaß. Den Leuten so richtig schön über den Mund fahren, schön einen auskanzlern. Das muss man sich erlauben können, und natürlich habe ich jedes Recht dazu. Wir leben hier immer noch ganz gut vom Glanz vergangener Tage und könnten noch Jahre mit selbstreferentiellem Scheiß bestreiten und dabei stets in der allerersten Reihe der Blogs bleiben, also in ungezählten Lesezeichen-Symbolleisten die Premiumplätze belegen.
Was bisher nur die wenigsten unserer Leser wissen, weil sie reich sind, ist, dass das Leben kein Kinderschlecken ist. In einem künstlerischen Versuch, das Leben so abzubilden, wie es wirklich ist, habe ich dieses Foto geschossen.

Es zeigt die Zweiteilung des Lebens in Himmel und Mais, in blau und eine andere Farbe. Eine Farbe, die keinen Namen hat. Ich habe übrigens gehört, dass Herta Müllers neues Buch jetzt doch diesen Titel tragen soll: “Eine Farbe, die keinen Namen hat” Vielleicht kann ich ihr mein Bild als Cover verkaufen, irgendwo muss die Miete ja herkommen.
Ehrlich, dieses Bedeutungsgescheische mit Sprache ist wirklich beängstigend bescheuert. Eben bei Anne Will wollte so ein Vollidiot der Welt erklären, dass Sozialstaat und Rechtsstaat in einem Spannungsverhältnis stünden und es da in der wunderbaren BRD natürlich ein Gleichgewicht gäbe, dass aber nicht zugunsten des Sozialstaats kippen dürfe. Also er hat das jetzt nicht irgendwie vertreten, und eigentlich hat er es auch gar nicht erklärt, er hat das halt einfach so dahingeschwurbelt und keinerlei Anstalten gemacht, seine These plausibel zu machen. Man täuscht sich da manchmal, wenn man Dinge nicht versteht. Meistens gibt es gar nichts zu verstehen.
Das gilt auch für so einige polittheoretisch angestrichene Texte von selbsternannten Radikallinken, die im Endeffekt ganz unpolitisch sind. Da sitzt man dann so davor und fragt sich “Und was wollen die Genossen jetzt, was sollte irgendwer tun, was wäre denn GUT?” und merkt dann, dass das dem Autor doch scheißegal ist, oder man merkt es eben nicht. Jedenfalls will ich das irgendwann mal anprangern: Das Unpolitische in vermeintlich hochpolitischen Pamphleten.
Wat is da wenn man et braucht? – Pommes!
Wat is niemals ausverkauft? Pommes!
Wat hat ganz viel working class? Pommes!
Wat macht inne Schnauze Spaß? Pommes!
Die beste deutsche Band ist Eisenpimmel. Gibts auch intelluell erklärt und zum Reinhören hier. Ich muss da immer ganz viel lachen bei.
Bei Twitter sammeln wir derzeit die schönsten Fußballphrasen. Das wird sicher noch ein bis zwei Jahre dauern, bis wir alle relevanten Phrasen zusammengetragen haben.
Das wars für heute. Übrigens, es gibt jetzt immer ab Montags um 0 Uhr alle Spielzusammenfassungen aus der Bundesliga auf sky.de. Das ist ziemlich cool.
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Drei Mal: Ja, drei Mal: Hurra- Natürlich hat Bonde wie immer Recht. Das einige, was man den doofen Kritiken zu Gute halten kann ist, dass sie die Redaktion dergestalt provozierten, dass Bonde aktiv wurde. Da sehe ich sogar darüber hinweg, dass scheußliche Wörter wie „Endeffekt“ Eingang in den Text Bondes gefunden haben.
Wäre es nicht einmal an der Zeit, Aaron Hunt zu rehabilitieren? Der spielt so unglaublich gut, dass man ihm hoffentlich jetzt auch von Redaktionsseite aus gewogen ist. Vielleicht lassen sich all seine Verfehlungen auch umdeuten zu einer George-Bestesken Vita eines schillernden Rabauken?! -
Nein. Es geht nämlich nicht nur um Leistung, sondern auch um Haltung: http://www.werder.de/aktuelles/news/meldung.php/16825/Hunt-ganz-deutlich-Ich-will-nur-fuer-Deutschland-spielen
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Das ist zwar irgendwie doof, doch möchte ich den Spieler bei Werder sehen, der mit entsprechendem Pass potenziell für die DFB-Auswahl spielen dürfte und sich eindeutig GEGEN das Löw-Team entscheidet. Diese unselige Lage zeigt sich doch auch bei Wiese und Frings.
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Wann immer mir die Zeitspanne zwischen zwei Beiträgen zu lang vorkommt, oder einfach nur grandiose Steilvorlagen nicht verwandelt werden, werde ich im Schutze der Anonymität des Internets die Redaktion jederzeit wieder an den Pranger stellen!
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Schade, dass Hunt nicht für England spielen will.
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“Wir wussten heute können wir jeden schlagen”
(Ich will mich nicht bei Twitter anmelden…)
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Warum ist eine Hackfresse aus dem Harz rassistisch? Weil es eine Hackfresse aus dem Harz ist. Wer das zweifelhafte Vergnügen hatte, Hunt in Begleitung seiner Familie zu erleben, ahnt, woher dessen kräftig ausgeprägter Milieuschaden herrührt. Die unseligen Geschichte, die er sich außerhalb des Stadions geleistet hat, tun ein Übriges, den Eindruck des Underdogs zu festigen. Dennoch: Gebt ihm die Chance zur Sozialisierung! Ich habe die Hoffnung, dass er durch sein besseres Spiel auch zu einem besseren Menschen wird! Das Sein bestimmt das Bewusstsein!
Cheerio, Sir Toby! -
Cunt ist einfach nen grenzdebiler Gesichtselfmeter. Alleine schon seine Abhauaktion aus dem La Viva spricht Bände. Sein genereller Habitus lässt leider nicht hoffen das Besserung in Sicht ist, menschlich eine Vollpfeiffe, Fussballerisch blüht er gerade auf und darf auch gerne für irgendein Land spielen,interessiert mich eh nicht.
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Er ist gold wert. Zum einen konnte an der Retusche für den Plastikbecher im Stadion ein begabter Photoshop Artist seine Meisterprüfung machen und zum anderen hat er sein Beuteschema auf Hamburger Discos verlegt (“Hallo. Ich bin Aaron Hunt, ein bekannter Fußballspieler”).
Beste Grüße von seiner Goslarer Mutter – Er ist ihr ganzer Stolz und verleiht ihrer Position als Putzfrau den nötigen Glanz… -
Angeblich hat Uwe Mojela sich einst zu Werderzeiten im Cinemaxx an der Snackkasse vorgedrängelt. Als ihn die Frau hinterm Tresen darauf aufmerksam machte, dass er noch nicht dran sei, sagte er: „Weiß Du nicht, wer ich bin?“, daraufhin entgegnete die Frau lässig: „Doch, Auswechselspieler bei Werder Bremen“. Vermutlich gehören auch Aaron Hunt Geschichten zu dieser Form von Mythen.
Gibt es eigentlich Aufschlussreiches über das Phänomen im Zusammenhang mit Robert Enke? Damit meine ich nicht den landläufig bekannten Kontext „Depression-Selbstmord“ sondern das meines Erachtens bizarre Gewese um sein Ableben. Das reichte fast schon an die Dimensionen heran, die man von Michael Jackson kannte. Wird da der Tod zu Pop? Angenommen, Enke hätte einen besseren Weg wählen können, mit seiner Krankheit umzugehen, wäre dann das Sanatorium bzw. die geschlossene Abteilung eines Landeskrankenhauses zum Ort der Glorifizierung geworden? Wohl kaum, die Berichte über die Depression selbst hauen keinen vom Hocker (siehe Deisler), erst das vermeintlich „Schicksalhafte“ und das „Tragische“ taugen dazu, Mythen zu bilden. Beide Begriffe halte ich für deplatziert, denn der Suizid ist weder unausweichlich gewesen noch war er Teil eines übergeordneten Plans.
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Aus analytischer Sicht formuliere ich den Wunsch, dass Bonde einen Teil seines Schmerzes ob des Verlustes von Michael Jackson und Robert Enke dazu nutzt, sich das Leid von Menschen in Hamburg während der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg vorzustellen. Vielleicht ließe sich eine Fantasie schaffen, dass Bonde sich ausmalt, Jackson und Enke wären unter denen gewesen, die Ziel jener militärischer Aggressionen wurden. Dergestalt ließe sich möglicherweise mittelfristig ein therapeutisches Ziel bestimmen, das Bonde einen adäquaten Umgang mit den grundlegenden Gefühlen Trauer und Wut ermöglichen würde. Anteil nimmt der Mensch gemeinhin eher am Schicksal des Einzelnen, nicht am Leiden einer Gruppe.
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Aaron Hunt der supi Frauenschläger und dann unter Autos verstecker,ne den find ich nicht fetzig.
Die Sache wurde sogar angeklagt von der jungen Dame also kann man schlecht von einem Gerücht reden,konnte dann aber einvernehmlich geklärt werden,mit Geld lebt es sich einfach besser.
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Die Parallele zwischen deutschen Kriegsverlierern, die sich am arisierten Küchentisch die Kartoffeln für die Ostfront vom Munde absparen und dabei in Brand geraten und einem Torwart, der 2009 Selbstmord begeht, die ist nicht ganz augenfällig. Ich gehöre auch nicht zu den Leuten, die Trauergemeinden auf dem Friedhof zurufen: “”Um Hitler habt Ihr auch nicht geweint, das ist doch nicht adäquat jetzt!” Schließlich wurde auch der am Ende Opfer der militärischen Aggressionen, aber darüber redet ja heute niemand mehr.
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Zum Zusammenhang von Psychologie und Geschichte/Politik, am Beispiel des heutigen Umgangs mit dem Vernichtungskrieg im Osten, wird im zweiten Teil dieses Texts etwas geschrieben: http://phase2.nadir.org/rechts.php?artikel=733&print=ja Da wird dann auch klar, in was für einem Kontext Leute argumentieren, die sich für Freud halten, ernsthaft Michael Jackson in das Hamburg von 1944 verfrachten wollen. (Der erste Teil ist allerdings auch lesenswert.)
Sigmund und Leute wie Judith Butler haben ja durchaus einen Punkt, wenn sie Trauer und Mitgefühl in den Fokus politischer Betrachtungen rücken, aber das nützt wenig, wenn das ganze in einem Kontext von Holocaust, Vernichtungskrieg und wohl organisiertem Terrorismus (also politisch durchgesetztem ursächlichem Leid) stattfindet, wobei ziemlich klar ist, wer die Urheber sind.
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Judith Butler?
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die jüngsten ausführungen bondes und joinsens weisen strukturelle schwächen auf-einerseits werden moralphilosophische begriffe wie „schuld“ und „sühne“ global auf historische vorgänge heruntergebrochen, andererseits goutieren die beiden mehr oder weniger phänomene, die an massenhaften betroffenheits- und trauerkitsch heranreichen.
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@emil: Die von dir genannten Begriffe sind in dieser Diskussion bislang gar nicht gefallen. Und dass wir die (sicher medial vermittelte und als solche wahrscheinlich sogar irgendwie kritisierbare) Betroffenheit angesichts von Enkes Tod eben nicht als Kitsch ansehen, hat Bonde ja auch schon gesagt. Wenn du einen Widerspruch aufzeigen willst, musst du schon mehr bieten als einen Satz mit einerseits und andererseits.
@janek: Ich dachte an das, was sie unter dem Titel “Gewalt, Trauer, Politik” geschrieben hat. Das sind ganz kluge Gedanken über die politische Bedeutung von Trauer, leider ist sie eine passionierte Israelhasserin und sieht im vermeintlich unterdrückten Mitleid mit den Palästinensern die Manifestation ihrer Theorie. Sie vernachlässigt eben, dass nicht nur die Folgen von Leid politisch sind, sondern dass es häufig (immer) auch durch politische Entscheidungen verursacht wird.
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diesmal, joinsen und bonde, reicht ein „einerseits“ und „andererseits“ vollkommen. entsprechend ist es auch genug, wenn bonde nur joinsens klugheit vor dem hintergrund des eigenen umfeldes rühmt.
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Aber die persönlichen Gefühle gegenüber dem tragischen Schicksal (um mal in den Medienjargon einstimmen) Robert Enkes sollten doch nichts an der Betrachtung des gesellschaftlichen Phänomens der Massentrauer – bzw. des regulären monatlichen Hypes diesmal in Form von Trauer – ändern. Es sind doch zwei verschiedene Dinge. Eines ist ernsthaftes Mitgefühl bzw. Betroffenheit – das andere ist ekelhaft.
Eigentlich ebenso – und da ist der Vergleich vielleicht schon in Ordnung – wie die generelle Ablehnung Deutschlands bzw. dessen relativ direkter Schuld an der Bombadierung Hamburgs nichts daran ändern sollte, dass man die Einäscherung hunderter vorher noch lebender Kinder scheisse finden sollte, egal, wer ihre Eltern sind oder waren. Auch hier kann das eine betroffen machen, ohne den Ekel über das andere zu mindern.
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And Now for Something Completely Different:
(Heimliche) Zwillinge- musikalisch, stimmlich und intellektuell-
Bela B. und Gunter Gabriel. Der Unterschied? Der eine macht Punkrock befreit von Punkrock, der andere Country befreit von Country. -
Meine aufrüttelnde Kritik hat leider keine Früchte getragen und so wurde heute – nachdem hier über einen Monat lang kein neuer Beitrag erschienen ist – Verbrochenes.net aus meiner Lesezeichensymbolleiste entfernt.
Die Zeit wird zeigen, wie oft ich den URL noch von Hand eingeben werde… -
Kritik is für’n Arsch. Wann geht hier endlich mal wieder anständige Meinungsmache?
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Kein Wort zu Haider, kein Wort zum Minarettverbot. Schade, hatte mir mehr erhofft.
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Ganz zu schweigen von Rieger, dann wären wir bei drei Themen, plus einiger geschichtlich sehr relevanten Jahrestage (u.a. den heutigen) – aber ich will ja nicht drängeln und hoffe auf einen Jahresrückblick im Stile RTLs





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