Ich hab den Witz schon auf Twitter gemacht, aber ich mach ihn hier nochmal. Bei der taz gibt es eine neue Aktion, sie heißt “Analphabeten gegen Isarel”. Eine Ivesa Lübben schmiert mit gefetteter Feder einen Schmachtfetzen ins Schmockblatt, dass einem der Schweiß aus den Augen fließt. Vorgeschichte: Tausend verkommene Spinner leiden so sehr unter ihrer Bedeutungslosigkeit in der postheroischen Langweilergesellschaft, dass sie jetzt im Kampf gegen die Juden mal so richtig was hermachen wollen, fahren nach Kairo und verlangen, nach Gaza einreisen zu können. Hundert von ihnen lassen die Ägypter rein, der Rest bleibt draußen.
Iseva Lübber schreibt einfach mal drauf los über das, was die im Gazastreifen vielleicht erlebt haben. Da kommt dann ein “Mentel Health Zentrum” vor, das mutmaßlich am International Day des Denglish gegründet wurde. Ist ja auch alles nicht so wichtig, wichtig ist, dass alles ganz schlimm ist, und dass Israel daran schuld ist und sonst keiner.
Einer Katastrophe gleich käme es, wenn Ägypten tatsächlich die Tunnel schließt, durch die Waren nach Gaza geschmuggelt würden. “Jede Wasserflasche, jede Coladose, die ich getrunken habe, selbst das Toilettenpapier, das ich benutzt habe – absolut alles kommt durch die Tunnel,” erzählt eine Amerikanerin nach dem Trip.
Da säuft die gute Frau eine Coladose nach der anderen und muss trotzdem noch irgendwie erzählen, dass alles schlimm ist. Das ist schwierig, aber Isolde Lüger von der taz nimmt das gerne auf. Unnötig zu erwähnen, dass das Trinkwasser in Gaza natürlich nicht durch die Tunnel geschmuggelt werden muss. Aber es gruselt so schön!
Besonders lustig wird es, wenn Frau Flobber auf das hohe Bildungsniveau hinweist, was ja doch irgendwie auf ein ganz gutes Leben hinweist, um dann sofort zu beklagen, dass die armen Leute doch nicht im Ausland studieren könnten. Verschwiegen wird natürlich, dass im letzten Jahr 18.500 Leute ausreisen durften. Der Grund für die Blockade wird sowieso im ganzen Geschmiere nicht erwähnt.
Ein Kanadier berichtet, er hätte einer Familie, die in Trümmern lebte, gesammelte Spenden geben wollen. Doch sie hätten konsequent abgelehnt.
Mein Gott, die Menschen sind quasi am Verhungern und lehnen Spenden trotzdem ab. Irgendwas stimmt hier nicht, Frau Lübke! Ach so, das ist Mut und Würde. Ich dachte, die brauchen das vielleicht gar nicht. Oder der Kanadier hat sich vielleicht benommen wie ein Touri beim Affenfüttern im Zoo.
Auch die palästinensichen NGOs, die in Gaza das Programm des Friedensmarsches vorbereitet hatte, lehnten das ägyptische Angebot mehrheitlich ab: “Wir wollen nicht immer und immer wieder irgendwelchen Abordnungen die Hände schütteln, wie wollen nachhaltige politische Solidarität”, erklärzen sie.
Liebe Palästinencher, mit Euren illiteraten Freunden wird das leider nichts, wie sollen die das mit der Solidarität denn auf die Reihe kriegen. Und mal angenommen, das führt irgendwann zu irgendwas und man kann nicht mehr in Rafah den Dicken schieben, sollen die dann nach Tibet ausweichen oder was? Scheißkalt ist es da und mit den Chinesen ist auch nicht so gut Humus essen. Außerdem ist das immer noch ein gutes Geschäft, Hände schütteln gegen weltweite PR, oben drauf bringen die Deppen ja auch noch ein bisschen Kram. Stellt Euch nicht so an.
“Warum brauchen wir eine Mauer gegen unsere palästinensischen Brüder, wenn die Grenze zu Israel völlig ungesichert ist?” Fragt die liberale Wafd-Zeitung und beweist die These mit einen Korrespondenten, der ohne kontrolliert zu werden über die isarelisch-ägyptische Grenze in die isarelische Negev-Wüste gewandert ist.
Gute Frage, liebe Liberale! Vielleicht kommt die Antwort ja von selbst. Vielleicht liegt sie aber auch in der isarelischen Wüste, wo fast jeder hinreisen darf.
Kurzer Logikcheck hinterher: Weil man von Ägypten nach Israel einreisen kann, braucht es keine Mauer zwischen Ägypten und Gaza?
Vielleicht wird es dadurch wahr, dass Ilse Labber es behauptet. Wenn sich dieses Prinzip durchsetzt, erlaubt der Duden bald auch das Kommasetzen mit dem Salzstreuer, und Tippfehler werden Pflicht.
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“Hamas, or its Popular Committee, brought 200 or 300 marchers. The march turned into nothing more than a ritual, an opportunity for Hamas cabinet ministers to get decent media coverage in the company of Western demonstrators. Especially photogenic were four Americans from the anti-Zionist ultra-Orthodox Jewish group Neturei Karta, who joined the trip only at Al Arish. There were no Palestinian women among the marchers – a slap to the many feminist organizers and participants, both women and men.”
Haaretz: http://www.haaretz.com/hasen/spages/1141085.html
Der Arztroman der taz ist einfach nur Hamas-Propaganda.




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