März 2010

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„Ich habe alles, was ich brauche“, rief er durch seine geschlossene Tür.

Wo sonst als hier sollte er auch stehen, der schönste Satz des Tages. Ich lese das als Metapher auf alles. Diese ganze Sache hier!

In unserer Reihe „Wir fragen – jemand antwortet“ haben wir uns mit Lizas Welt unterhalten. Sie haben wir gebeten, sich mal zu verbrochenes.net zu verhalten. Natürlich ging es dabei wie immer nur um Geld und das eigene berufliche Fortkommen, was wir, wenn auch nicht im Interview, so doch im Nachhinein einerseits als Abkehr von der reinen Lehre kritisieren und andererseits als individualistische Notwendigkeit loben wollen.

Außerdem ist zu betonen, dass die Redaktion sich grundsätzlich mit allen hier getroffenen Aussagen gemein macht und diese auch juristisch zu verantworten bereit ist. Zu weiteren theorisierenden Beiträgen lädt sowohl die Überschrift als auch Lizas Aussage über die Evolution ein.

Zur Person:
Lizas Welt ist eine geheimdienstlich ausgebildete Rennfahrerin aus dem Rheinland, die sich schon seit ihrer Jugend für Gerechtigkeit auf dem Fußballplatz und nicht daneben einsetzt. Dass die Welt schlecht eingerichtet ist, ist nicht ihre Schuld.

Unser Gespräch fand auf einem Erlebnisurlaub statt, den Lizas Stammelf auf Rechnung von Henryk Broder in Dubai machen konnte. Ein Reisebericht folgt an dieser Stelle im Sommer.

Frau Liza! Erstmal was anderes jetzt: verbrochenes.net, was ist das eigentlich?

Ein unersetzlicher Bestandteil meiner Stamm-Elf und damit der jüdischen Weltverschwörung. Sie haben ja gehört oder gelesen, was der Kollege Külbel neulich bei Dr. Seltsam enthüllt hat: Ich werde vom Mossad dafür bezahlt, dass meine Stammkräfte nachhaltige Kampagnen gegen unliebsame Subjekte anzetteln und sie zum Abschuss freigeben. „Die unteren Strukturen erledigen die Drecksarbeit“, meinte er sehr zu Recht. Verbrochenes.net ist also quasi der Torsten Frings im prozionistischen Mannschaftsgefüge.

Sehr interessant, aber wem hilft das weiter? Mir jedenfalls nicht, ich fühle mich davon eher gestört.

Das liegt daran, dass Sie Torsten Frings nicht mögen, obwohl der mittlerweile den „Nie wieder Deutschland“-Mob anführt, also längst einer von uns ist. Den braucht man nicht mehr zu entsozifizieren, das hat er nämlich bereits selbst besorgt.

Da haben Sie jetzt natürlich Recht, das muss ich schon zugeben. Aber Sie kennen sich auch mit anderen Dingen aus. Die Finanzkrise war schlimm, aber Werders Rückrundenstart auch. Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um derartige Ereignisse in Zukunft zu verhindern?

Bomben auf Hamburg! Es braucht mehr Männer vom Schlage eines Sir Arthur Harris. Aus Krisen muss man sich schießen!

Da sollten die da oben wirklich mal drüber nachdenken! Aber reden wir auch über „die da unten“, die Kinder, unsere Zukunft. Was macht Kindern mehr Spaß, Dinosaurier oder Cowboys?

Dinosaurier, fürchte ich. Die Evolution ist ja fast allerorten auf dem Rückzug. Gehen Sie mal auf einen Kinderspielplatz Ihrer Wahl “ da wird nur noch uncharmant herumgebrüllt, aber es will niemand mehr beherzt ballern, schon gar nicht auf Indianer. Ich glaube, das ist der Pazifismus schuld.

Liza, wir danken Ihnen für dieses Gespräch. Wollen Sie unseren Lesern noch etwas sagen?
Haha!

Nicht Matthias Horx sein, aber Trendforschung betreiben. Unser Vorteil: Wir sind am Puls der Zeit:

22:55:25 Joinsen: ich verweigere die party, sitze zu hause und höre das hier:
22:55:31 Joinsen: http://soundcloud.com/plemo/12-exzess-express
22:59:28 Bonde: so sehen heute eben exzesse aus
22:59:41 Bonde: setzt sich dann in ein paar jahren auch in berlin durch.
23:00:04 Joinsen: nur dass da dann irgendwelche werber noch ein wort dafür erfinden
23:00:12 Joinsen: und am ende berichtet spon
23:00:22 Bonde: saturchilling.
23:00:26 Bonde: wäre mein erster vorschlag.