Oktober 2010

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Der Berliner Rapper Oliver Harris, dessen Nachname schon in der ersten Ermangelung von Kreativität sein Künstlerpseudonym wurde, hat einen Musiktrack über Deutschland und diese ganze Scheisse gemacht:

Harris Nur ein Augenblick

Wer nun erwartet, von einem, der einmal den selbst ernannten Berlin fickt euch in den Arsch-Style repräsentierte und von Gras, Becks und Zärtlichkeit träumte “ was nicht viel, aber immerhin mehr als der ganz normale deutsche Mief ist “ würde man auch nur ein schlechtes Wort über dieses, über sein Land hören, der hat sich getäuscht. Harris macht lieber gleich von Anfang an klar, wer sein Zielpublikum ist:

Du bist jung, schwarze Haare, braune Augen, dunkle Haut

Menschen mit Migrationshintergrund, die über einen anderen Phänotyp verfügen, brauchen also gar nicht erst hinhören, wenn der gebürtige Kreuzberger etwas über Integrationswillen und dieses Deutschland erzählt. Getragen von einem düsteren, unheilvollen Beat kriegen alle, die es ertragen können, nun fast 5 Minuten lang feinste Ideologie von jemandem ins Gehör gedrückt, der dafür auch von irgendeinem CSU-Kreisverband bezahlt worden sein könnte. Während Harris sich “ wie bedeutungsvoll “ seinen Weg durch eine Fanmeile bahnt, umringt von hunderten Feierdeutschen und den obligatorischen Migrantenkids mit schwarz-rot-gold auf den Wangen, kommt er direkt zum Punkt: Dir gefällts hier nicht? Dann zieh doch einfach wieder dahin, wo du herkommst!

Wieso wohnst du in diesem Land / über zehn Jahre / vielleicht länger / und sprichst trotzdem nicht die deutsche Sprache? / Du sagst Deutsche sind scheisse / deutsche Frauen sind Dreck / Tu Deutschland bitte einen Gefallen und zieh weg / Dieses Land braucht keine Menschen, die hier nicht sein wollen

Falls doch noch Orientierungsprobleme bei den Auszuweisenden auftauchen, Harris hat die Antwort direkt, denn er zeigt den Deutschlandhassern gerne auch den Weg zum Airport (und, wer sich ein bisschen mit Berliner Musik um die Jahrtausendwende auskennt, wird vielleicht denken: Vielleicht beendet Taktlo$$ dort dann wenigstens den Höhenflug von Harris.), denn der Volkskörper, zu dessen sich geborgen fühlendem Teil Harris selbst genauso geworden ist wie sein Hamburger Kollege Samy Deluxe, der braucht so einen Menschenschlag nicht: Unproduktiv, integrationsunwillig, ja, am Besten noch kriminell “ aber bitte nicht hier.

Wie problemlos solch ideologischer Beton angerührt werden kann, wenn man nur lange genug die Schleuder dreht, das sieht man an derlei Beispielen am Allerbesten: Ein paar Fussball-WMs und Integrationsdebatten in Talkshows reichen vollkommen aus, und wenn dann noch ein  Ausländer endlich mal das sagt, was sowieso schon fast alle denken, ist die Szenerie perfekt: Mit ein bisschen Fähigkeit zur theatralischen Inszenierung kriegt man noch die bescheuertesten Meinungen im gesamtgesellschaftlichen Diskurs platziert, und wer eignet sich da besser als jemand, der so aussieht, als wäre er gar nicht das, was er ist “ nämlich ein Deutscher? Es ist, als hätte sich Kristina Schröder in der jüngst von ihr angestoßenen Pseudodebatte um Deutschenfeindlichkeit Schützenhilfe erbeten, und Harris griff sofort zu Stift und Papier “ Gras und Becks erstmal zur Seite, denn jetzt wirds ernst, wird er sich gedacht haben “ um Zeilen wie diese aufzuschreiben:

Du kannst aber hier nicht leben / und alles schlecht reden / und denken dass man dann auch noch nett ist zu dir / vor allem wenn du die Deutschen nicht respektierst

Man bekommt den Eindruck, der zu sich selbst gekommene Harris steigere sich hier langsam in einen Rausch, denn wie anders ist es zu erklären, dass er unter völliger Missachtung des ohnehin nur sehr rudimentär vorhandenen Reimschemas dann auch noch zu folgender Feststellung gelangt “ der Ekelschauer ist jedem Zuhörer, der sein kritisches Bewusstsein noch nicht völlig verabschiedet hat, sicher:

Ich weiss es klingt verrückt / ich bin stolz, Deutscher zu sein / bin Patriot und hab ne gute Portion Nationalbewusstsein>

Hätte ein böswilliger Zyniker bessere Figuren schaffen können als jene, die in den letzten Monaten zur Ehrenrettung des deutschen Nationalgefühls herangezogen wurden? Libanesen mit übergroßen Schland-Fahnen mitten in Neukölln, Jogi Löw und jetzt eben Harris. Vorbei sind die Zeiten, wo immerhin noch gut gemeinte, wenn auch nutzlose Musik ala Adriano produziert wurde, denn Nazis gibts hier eh nicht (mehr). Und falls doch, liebe Opfer rassistischer Gewalt: Es ist nur ein Augenblick. Wirklich.

Während links im Bild die Israelis nur ans Surfen denken, taumelt in der Mitte die weiße Friedenstaube orientierungslos durch den makellosen Sand am Strand von Tel Aviv. Die Sonne scheint.

Eigentlich verkaufen die swb den Bremern Strom. Weil der aber ziemlich teuer ist, geben sie nebenbei auch reichlich Geld für Werbung und für ein Kundenzentrum aus, in dem sich dann schöne Veranstaltungen machen lassen. Dazu gehört auch das sogenannte „Hörkino“, bei dem man zum Radiohören endlich wieder aus dem Haus gehen muss. Und während im Dezember schon das Thema „Speed-Dating“ Gegenstand einer ausführlichen Reportage wird, geht es im November noch bedeutsamer zu. Da geht es um „zwei Welten, zwei Wirklichkeiten“, um „ein Wintermärchen“ und die Fragen „Was ist Lüge?“ und „Was ist Wahrheit?“.

Aber halt, kann denn so ein transzendentales Thema wirklich die stromverbrauchenden Massen ins Kundenzentrum ziehen, ist das nicht etwas zu philosophisch?

Nein! Denn auf die ganz großen Fragen kommen deutsche Redakteure schließlich erst bei einem Thema, das als Publikumsschlager bekannt ist. Man ahnt es bereits, es geht hier um Israel und Palästina, und darum, wie man mit ganz großen Worten erst einmal gar nichts sagt. Da wird gemutmaßt, ob „beide Völker in einer Glasglocke“ leben, nicht wie echte Europäer in der echten Welt und ohne Dach. Da wird rhetorisch gefragt, ob „der Frieden überhaupt erwünscht“ ist, und wir kennen die Antwort, weil wir die für das Rührstück Verantwortliche kennen. Die macht sich, wie bei diesen Anlässen üblich, mit ihrer Identität wichtig: Ruth Fruchtman möchte als „jüdische Europäerin“ verstanden werden.

Zwischen zwei Welten, zwei Wirklichkeiten, kaum zwanzig Kilometer voneinander entfernt, wird die Autorin als jüdische Europäerin zerrieben. Auch deshalb ein Wintermärchen.

Wenn letztere Phrase ein ganzer Satz wäre, könnte man vielleicht erahnen, was das Wintermärchen ausmacht und ob Heine sich angesichts des äußerst schlechten Ausdrucks von Frau Fruchtman wohl im Grabe umdreht. So bleibt nur zu sehen, dass der identitäre Quatsch dem Israelkritiker so wichtig ist wie seine jüdischen Freunde – man ist entweder „gerade als Deutscher“ oder „besonders als Muslim“, „ich als Frau“ oder eben als jüdische Europäerin, Linkshänderin, Raucherin oder als Migrant ganz besonders befähigt und betroffen.

Was Ruthie nun erlebt hat, verrät die Ankündigung nicht einmal ansatzweise. Man kann sich aber ungefähr ausrechnen, welchen Spin sie der ganzen Story gegeben hat, wenn man weiß, dass sie die „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“ mitgegründet hat, und nachdem man ihren offenen Brief an Lala Süskind gelesen hat. Die Frau, die sich als „freie Journalistin“ und als „Autorin“ ausgibt, obwohl sie zumindest im Internet kaum publizistische Spuren hinterlassen hat, kann keinen Satz geradeaus schreiben. Das hindert sie aber nicht daran, als selbsternannte Stimme der Moral die altbekannten Anwürfe gegen Israel und – damals aktuell – gegen die Jüdische Gemeinde Berlin zu artikulieren.

Schon an wenigen Beispielen aus ihrem Text lässt sich ermessen, was Fruchtman umtreibt. Dankbarer Gegner ist dabei einmal mehr der zweifellos widerliche Avigdor Lieberman:

Keine Erwähnung der Sprache des israelischen Außenministers, Avigdor Lieberman; seiner in der Öffentlichkeit geäußerten Drohung, Palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft und Knesset Abgeordnete, hinrichten zu lassen.

Nur dumm, dass der damals nicht Außenminister, sondern einfacher Abgeordneter war, und dass er seiner Hoffnung Ausdruck verliehen hat, es möge so kommen, nicht aber damit gedroht hat. Wie sollte er auch drohen, wenn jeder weiß, dass er nicht in der Position dazu ist. Übrigens ging es um Abgeordnete, die Kontakt zur Hamas haben. Wenn Fruchtman also hier einen drohenden Außenminister beschreibt, wo tatsächlich ein hetzender Abgeordneter stand, ist das mindestens ein gefälschtes Zitat.

Mehrfach scheitert Fruchtman an der Zeichensetzung:

Demnach bestreitet sie [Iris Hefets] nicht die Existenz des Staates “ nach Ihrem Informationsblatt: Arbeitsdefinition „Antisemitismus“ freundlicherweise zur Klärung auf den Sitzplätzen ausgelegt “ einer der Punkte, der einen zum Antisemiten macht.

Dabei ist es fast lustig zu lesen, dass Fruchtman offenbar tatsächlich das Bestreiten von Israels Existenz und nicht etwa dessen Existenzrechts für problematisch und diskutabel hält. Mit solchen Leuten kann man auch über die Existenz des Mondes streiten; zumindest aber der Mondlandung.

Vielleicht ist es müßig, sich mit dem sprachlichen Unvermögen der Israelkritikerinnen auseinanderzusetzen, aber bitte, man darf das nicht ignorieren.

Es ist schade, daß Henryk Broder und Prof. Micha Brumlik, der sich auch den Ausdruck „Jüdischer Antisemit“ zu eigen macht, offenbar die jüdische Diskussionskultur in Deutschland “ sehr zu deren Ungunsten “ beherrschen.

Zu wessen Ungunsten? Der Juden offenbar, aber wieso schreibt sie das bloß nicht? Sie selbst lehnt den Begriff vom jüdischen Antisemitismus „kategorisch ab“ und immunisiert sich so selbst. Denn sie möchte gerne alles mögliche behaupten können, ohne dafür kritisiert zu werden, in ihren Worten: „diffamiert zu werden.“

Dann schlägt sie in dieselbe Kerbe wie Iris Hefets. Mit der Erinnerung an den Holocaust muss Schluss sein. Israels Kritiker müssen den Massenmord an den Juden erst entsorgen, damit sie anschließend die Verteidigung des Staates als unnötig herausstellen können. Dabei will Fruchtman die Erinnerung noch zulassen, nur Konsequenzen sollen bitte keine gezogen werden:

Nur ist die Heilige Kuh, der Holocaustkult, etwas angekratzt. Als Jüdin befürworte ich selbstverständlich das Erinnern an den Holocaust, jedoch weder dessen Sakralisierung noch dessen Instrumentalisierung; beide sind Mißbrauch. Auch der jüdische Soziologe Zygmunt Bauman warnt vor einer Sakralisierung des Holocaust.

Im letzten Satz wird es geradewegs grotesk: Die jüdische Fruchtman sucht sich einen Kronzeugen, den sie wiederum explizit als jüdisch ausweisen muss, damit ihre gemeinsame Position gestärkt wird. Es ist also nicht den Nicht-Juden vorbehalten, auf das Jüdischsein einiger ihrer besten Freunde zu verweisen.

Während Ruth Fruchtman politisch auch von allen guten Geistern verlassen sein mag, kann sie privat ein toller Mensch sein. Allerdings kommt man ins Zweifeln, wenn sie Sätze wie diesen über die Freundschaft sagt:

Besteht wahre Freundschaft nicht vielmehr aus sachlicher Kritik als aus einer unverbindlichen Jasagerei?

Was sind das für Menschen, für die sachliche Kritik die Kerneigenschaft von Freundschaft ist? Wie darf man sich ein Gespräch unter Freunden da vorstellen?

Man darf davon ausgehen, dass die swb einen Abend der Israelkritik veranstalten und bezahlen und eine bisher kaum gelesene ältere Dame, die gerne Journalistin wäre, damit ein Stück salonfähiger machen. Das ist, wie JP Hein richtig anmerkt, ein kleines Ärgernis. Hein weiter: „Dass der „Rundfunk Berlin-Brandenburg€ ein Stück der Aktivistin Fruchtman ins Programm nimmt und sie damit zur Journalistin macht, ist ein großes Ärgernis.“

verbrochenes.net, die jüdische Stimme für Bratkartoffeln mit Speck, hat zu wenige Fans bei Facebook. Da Eure Liebe und Euer Fansein das einzige ist, was mich antreibt, bitte ich recht höflich um mehr Unterstützung.

Fandemo!

So ein massenhaftes Zusammentreffen der Fanszenen ist sehr schön, um sich davon zu überzeugen, dass die anderen Riot-Kids auch alle nette, junge und unsichere Menschen sind, nicht die gefährlichen Männerhorden, als die sie sich allzu oft darstellen. Und dann ist es natürlich schön, wenn da Leute singend und tanzend durch die Straßen ziehen, es gibt wirklich schlechtere Zeitvertreibe und unangenehmere Bewegungen.

Kritikwürdig ist das pathetische Ehren der Fans mit Stadionverbot, das inzwischen zu einem ausgewachsenen Opferkult geworden ist. „Stadionverbotler“ – das ist jetzt eine eigene Kategorie – „Ihr seid unsere Brüder“. Zuweilen erinnert das an Erinnerungsveranstaltungen für gefallene Kampfgenossen und ist auch so gemeint. Vielleicht einfach mal einen Gang zurückschalten, reflektieren und sich selbst nicht ganz wichtig nehmen. Andere Leute haben nichts zu essen.

Unsere Kernforderung nach der Auflösung aller Fanorganisationen wurde erwartungsgemäß nicht erfüllt. Allerdings konnte ein beachtlicher Teilerfolg erzielt werden: Das Bündnis aktiver Fußballfans, BAFF, benennt sich ein weiteres Mal um und heißt ab November „Bündnis alter Fußballfans“. Damit wird jugendlichem Drang entsagt und die Kernkompetenz „Weisheit“ wieder im Markenkern verankert. We like!

An der beginnenden Debatte über Gewalt unter Ultras könnten wir noch viel Freude haben. Schließlich gibt es da, wenn ich das richtig verstanden habe, Bestrebungen, in nötige und sinnvolle Gewalt auf der einen und unehrenhafte und doofe Gewalt auf der anderen Seite zu unterteilen. Das schreit geradezu nach einem schriftlichen Kodex, den kostenlos zu verfassen ich gern bereit wäre. Als Vorschlag möchte ich wiederum unsere Regel anbieten: Nur in Unterzahl und nur gegen echt gute Hauer – darunter geht für uns nichts. Wenn das alle so halten würden! Ha!

Nun wäre es noch möglich, sich über die oft peinlich anmutenden Minimalforderungen der Fans lustig zu machen, über den sozialdemokratischen Geist der Demo und die grundsätzliche Absurdität, die in politischen Forderungen von Fußballfans steckt. Aber lassen wir das, denn es nötigt heute schon Respekt ab, wenn überhaupt mal jemand für seine eigenen Interessen auf die Straße geht und Forderungen aufstellt. Andere Leute wollen Bäume retten.

Angesichts der Fandemo, die am kommenden Wochenende in Berlin stattfinden wird, muss die Redaktion einiges klar stellen. Zunächst einmal sollte man in Hamburg und anderswo wissen, dass wir vierundzwanzig Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche ULTRAS sind. Das wird Samstag nicht anders sein.

Leider können wir den Aufruf zur Demo nicht ernst nehmen. Wir fordern keine Zusammenarbeit mit der Polizei, keine zahmen Polizeihunde, wir fordern die Abschaffung von Polizei, Staat und Kapital. Wir begrüßen jedes neue Stadionverbot als Zeichen dafür, dass der Gegner uns ernst nimmt. Ebenso gilt uns jede weitere Einschränkung der Freiheiten in der Kurve als willkommener Anlass zur Radikalisierung weiterer Teile der Fanszene. verbrochenes.net will nicht Teil der Kulisse sein, wir wollen die Regie übernehmen.

Verweichlichtes Gejammer über Kultur und anderen unaufgeklärten Kram können wir nicht ernst nehmen. Die Kriminalisierung der Ultraszene ist Realität, und eine gute Realität ist sie. Diebstahl, Raub und Gewalt gegen Privateigentum und Staatsmacht sind eine angemessene Reaktion auf den Zustand der Welt.

Angesichts der gewalttätigen und intellektuell unterirdischen Formen, die die Ultrakultur angenommen hat, ist der Wunsch, für selbige „zu werben“, noch absurder als ohnehin schon. Man muss sich diesem Vorhaben entschlossen verweigern. Wer demonstriert, um sich selbst zu bewerben und seine sozialen und kulturellen Verdienste gewürdigt zu sehen, sollte sich besser mal einen Job suchen, da gibts Anerkennung in Zahlen. Euer peinliches Gedaddel nützt niemandem und interessiert keinen. Und wenn Ihr da nicht mehr von Euch aus stolz drauf sein könnt, ohne auf die Straße zu gehen und um Anerkennung zu betteln, dann habt Ihr schon mehr erkannt, als wir dachten.

Schluss mit dem Gejammer! verbrochenes.net will sich allen „Notwendigkeiten verschließen“, die die Aufrufenden anerkennen wollen. Die Redaktion fordert eine „maßlose Entwicklung“, anstatt sie abzulehnen. Wir fordern jeden zu einem langen Waldspaziergang auf, der in sich selbst den Wunsch nach „Identifikationsmerkmalen“ bemerkt hat. Die Betreiber der Datei Gewalttäter Sport fordern wir auf, die Datei umzubenennen: Fußball interessiert uns nicht.

„Rechtswidrige Gewalt von Polizisten“ ist für uns nicht schlimmer als rechtskonforme Gewalt von Polizisten. Trotzdem wären wir bereit, überlaufende Staatsdiener als unseren bewaffneten Arm aufzunehmen. Bisher sind wir nicht schlagfertig genug, weil wir alle schmächtige Hänflinge und alleinerziehende Mütter sind.

Aus Eitelkeit und Geltungssucht werden wir trotz des bescheuerten Aufrufs am Samstag bei der Demo mit einem eigenen Block zugegen sein und fordern alle Leser auf, sich uns anzuschließen. Ihr findet uns da, wo es brennt und knallt, wo die Besoffenen wanken, im gemeinsamen Block mit den Ultras Red Bull Leipzig. Unsere Forderungen:

Sofortige Auflösung von BAFF und ProFans, gerne mit Abschiedsfeier

Bundesweiter Generalstreik, Massensolidarisierung mit Fußballfans

Entlassung von Dida Zeiffer

Umwandlung des HSV in eine britische Ltd.

Wer sich mit uns messen will, soll eine eMail schreiben. Beachtet bitte, dass wir uns nur noch in Unterzahl und mit älteren Kampfsportlern schlagen. Alles andere wäre unehrenhaft.