Gestern abend beim Einschlafen habe ich wie immer über den SV Werder nachgedacht, und wie immer hatte ich einen genialen Einfall, der alle Probleme des besten Vereins der Welt lösen wird: Thomas Schaaf darf Urlaub machen, mindestens ein halbes Jahr. Die Maßnahme beginnt sofort. Als Ersatz wird ein gestandener Bundesliga-Trainer verpflichtet, das dürfte so schwer nicht werden, auch wenn Friedhelm Funkel und Jörg Berger gleichermaßen verhindert sind. Unter dem neuen Trainer wird das beschädigte Spielermaterial wieder flott gemacht, neue Besen kehren gut, die Rückrunde wird mit unansehnlichem aber solidem Arbeitsfußball ohne größere Probleme zuende gespielt. Thomas Schaaf, der zweifellos beste Trainer, den Werder Bremen haben kann, erholt sich derweil mehrere Monate lang, unter anderem auf einer Kreuzfahrt und einer Safari. Er schießt einen Löwen, liest ein Buch, verbringt Zeit mit seiner Familie und schaut hier und da ein Fußballspiel, aber keines von Werder Bremen. Vielleicht darf er auch selbst entscheiden, was er in der Zeit macht, mal sehen.
Mitreden müsste der Trainer auch bei der Festlegung der Länge seiner Auszeit. Zwar können echte Fans fast alles auf der Welt auch von außen und ohne wichtige Informationen sehr gut beurteilen, das macht sie aus, aber in diesem Falle würde ich mir Rat holen wollen. Vielleicht reicht ein halbes Jahr nicht, vielleicht sollte Schaaf bis zur nächsten Winterpause oder gar bis Sommer 2012 Pause machen. Spätestens dann aber muss er Werder Bremen wieder übernehmen. Die Mannschaft müsste bis zu Schaafs Rückkehr, egal wann die erfolgt, in jedem Fall schon deutlich verändert worden sein. Eine deutliche Veränderung ist nicht nur in der Anzahl der Spieler zu messen, sondern auch in der Auswahl derjenigen, die gehen und vor allem derjenigen, die da kommen sollen. Mit der neuen Mannschaft könnte Thomas dann konzentriert arbeiten, und wir alle warten geduldig darauf, dass sich der Erfolg wieder einstellt.
Warum das jetzt hilft? Weil sich nichts mehr tut, weil die Phrasen immer dieselben sind und selbst ein erfolgreicher Rückrundenauftakt daran nichts ändern kann. Mannschaft und Trainer ergeben keinen guten Fußball mehr. Die Mannschaft kann man aber auf die Schnelle nicht austauschen. Den Trainer sollte man nicht austauschen, weil er der beste Mann für Werder Bremen ist. Deshalb muss eine kreative Lösung her, die die aktuellen Probleme löst und gleichzeitig eine langfristige Perspektive bietet. Ob bei der unvermeidbaren Trennung schon verkündet werden sollte, dass Schaaf zurückkehren wird, ist schwer zu sagen. Vermutlich ist es besser, die Öffentlichkeit im Dunklen darüber zu lassen und auch dem Interims-Trainer trotz kurzen Vertrags falsche Hoffnungen auf einen längeren Verbleib zu machen. Damit es dann 2012 auch heißen kann: “Meistertrainer Möhlmann gefeuert – Schaaf zurück!”
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Genial! Um aber zu verhindern, das Allofs ungewollt/zwanghaft weiter den Kader sabotiert, ist allerdings eine noch innovativere Lösung nötig.
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Pingback from Verbrochenes · Gegen die Wand on 2. Mai 2011 at 23:21




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