März 2011

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Menschen, die Länderspielpausen mögen, mögen auch:

Fußpilz

Werkzeug verleihen

Verständnisvolle Polizisten

Wenn nach dem Shamponieren das warme Wasser alle ist

Hamburger Sportvereine

Drehspieß nach Döner-Art

Preisverleihungen

Handball-Weltmeisterschaften

Eva Braun

Die fünfte Staffel „Lost“

Schuhe kaufen

Sternburg Bier

Fahrkartenkontrollen

Enddarm-Operationen

Auch im zehnten Jahr nach den Anschlägen vom 11. September bleibt völlig unklar, wer sie ausgeführt hat. Die offizielle Variante kann nicht stimmen, weil sie nicht stimmen kann. 2000 Jahre lang ist kein einziges Hochhaus eingestürzt, nur weil ein Flugzeug hineingeflogen ist. Aber jetzt auf einmal geht das, jedenfalls wollen sie uns das glauben machen. Das Pentagon hingegen ist nicht eingestürzt, obwohl angeblich ein ganz ähnliches Flugzeug hineingeflogen ist. Die offiziellen Erklärungen sind so abenteuerlich, dass man ihnen unmöglich glauben kann. Wer steckte also hinter den Anschlägen?

Die US-Regierung? Sie sollen alles fingiert haben, damit sie in den Irak und in Afghanistan einmarschieren können. Herzlichen Glückwunsch, möchte man da rufen, das wäre ja wirklich der dümmste Plan, von dem ich je gehört habe. Genau so gut könnte man eine Bank überfallen, um sich von dem Geld einen Tank voll Gülle zu kaufen und darin zu baden. Dafür waren Dick Cheney, immerhin der „Fürst der Finsternis“, und seine sinistre Runde dann doch zu clever.

Die Juden? Unmöglich. Ein Volk, das einen Großteil seiner internen Konflikte durch Hupen löst und für eine einfache Straßenbahntrasse mehr als fünf Jahre braucht, kann kaum hinter dem größten Terroranschlag der Weltgeschichte stecken. Mit Flugzeugen auch noch. Und ist Israel hinterher im Irak einmarschiert? Eben.

Außerirdische kommen nicht in Frage. Alle bisher gelandeten Exemplare sitzen in amerikanischen Militär-Einrichtungen ein. FACT!

Die gängigen Erklärungen sind also allesamt unglaubwürdig. Um die wirklichen Drahtzieher zu finden, muss man sich überlegen, wer tatsächlich von den Anschlägen profitiert hat. CUI BONO?

Wer hat finanziell von den Anschlägen profitiert? Wer hat Ansehen und Bedeutung gewonnen? Wer konnte ganze Karrieren auf die mörderischen Anschläge bauen? Wer hat die Anschläge oft zum eigenen Lebensinhalt gemacht und bezieht sein Selbstwertgefühl aus der Beschäftigung mit ihnen? Kurz: Wer sind die größten Profiteure des 11. September und damit die Top-Verdächtigen für seine Planung?

Die Truther-Bewegung. Filme wie „Loose Change“ und „Zeitgeist“, zahllose Bücher und Zeitungsartikel haben den ein oder anderen Millionär gemacht und für Verlage viel Geld eingespielt. Viel wichtiger als das Geld könnte aber die Aufmerksamkeit sein, die ungezählte Internet-Nerds, Versager und orientierungslose Halbgebildete durch ihre Theorien zu den Anschlägen erhalten haben. Schwer vorstellbar, dass diejenigen, die behaupten, die wahren Hintergründe der Geschehnisse zu kennen, tatsächlich keine Ahnung haben. In Wirklichkeit wissen sie sehr wohl, wer dahintersteckt: sie selbst.

EVIDENCE:

Nahezu jeder Truther verfügt über einen Computer. Einen Computer, auf dem man durchaus einen Flugsimulator installieren könnte, um sich auf eine Terror-Tat vorzubereiten. Das ist noch kein Beweis, aber ein deutliches Indiz.

Viele Truther hielten sich am Morgen des 11. September in den USA auf. Andere in Europa, auch zum Beispiel in Hamburg, wo selbst nach offizieller Lesart die Attentäter sich lange Zeit aufgehalten haben sollen. Zufall? Wohl kaum.

Kaum eine Bewegung der letzten 20 Jahre hasst die USA so sehr, wie es die Truther tun, obwohl die Konkurrenz in dieser Beziehung nicht von Pappe ist. Neben den finanziellen und sozialen Vorteilen, die die Truther zu erwarten hatten, hatten sie also auch ein handfestes ideologisches Motiv.

Oft wird von Anhängern der offiziellen Theorie angeführt, dass es sich um eine gigantische Verschwörung handeln müsste, weil extrem viele Leute eingeweiht gewesen sein und anschließend geschwiegen haben müssten. Wer aber hat genug Leute, die eine im Wortsinne „verschworene“ Gemeinschaft bilden? Genug Leute, um wie in Shanksville oder am Pentagon ein ganzes Flugzeug wegzuräumen, bevor die Behörden da sind? Genug Leute, um mit Nagelfeilen die tragenden Elemente des World Trade Centers anzusägen? Nur die Truther.

Und wer hat dank Internet und dem Niedergang der staatlichen Schulen die Möglichkeiten, um die Welt 10 Jahre lang von der Wahrheit abzulenken und mit den abstrusesten Theorien zu beschäftigen? Wer hat die Medienmacht, um das ganz subtil und klandestin durchzuziehen?

Wem es jetzt noch nicht wie Schuppen von den Augen fällt, dem kann ich auch nicht helfen. Ich fordere eine offizielle Untersuchung, die die Alibis der führenden 9/11-Verschwörungstheoretiker überprüft. Ich kenne jedenfalls niemanden, der beweisen kann, dass Bröckers, Wisnewski und Alex Jones nicht knietief mit drin stecken.

Übrigens, dieses Bild ist eine Fälschung. Das Flugzeug ist nur reinmontiert.

…wenn sich nur die CDU seiner annehmen würde!

Weil es in Japan ein Erdbeben gegeben hat, werden jetzt in Deutschland Reaktoren abgeschaltet. Dazu will man mal drei Monate nachdenken, was sich denn jetzt für die Nutzung der Atomkraft hierzulande verändert hat. Die Antwort ist augenfällig: gar nichts. Jedenfalls, wenn man von den Faktoren ausgeht, die tatsächlich in eine Analyse der Vor- und Nachteile der Technologie eingehen müssen. Nicht in der Sache hat sich etwas geändert, sondern in der stets undurchsichtigen Gefühlslage des Volkes. Zwei Wochen vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ist Deutschland mal wieder in kollektive Apokalypse-Lust verfallen. Alle fiebern an den Livetickern, wie weit die verschiedenen Kernschmelzen wohl so sind.

Das Blog „Teilnahmebedingungen“ kommentierte:

Es ist in Zusammenhang mit dem Katastrophenporno, der durch die Wohnzimmer flimmert, nicht nur hanebüchen, diesen für die Mobilmachung der Demonstrant_innen zu benutzen, sondern auch schlichtweg widerlich, denn wieviel mehr Hohn könnte man den Menschen im Katastrophengebiet jetzt entgegenschleudern, als noch im Moment ihres Unglücks nur das eigene Schicksal vor sich herzutragen, das heute nicht minder gut oder schlecht aussieht als noch vor einer Woche.

Bei der Aussicht, dass Menschen verstrahlt werden könnten, wurden alle ganz kirre. Dass kurz zuvor gerade tausende zu Tode gekommen waren, war da schnell vergessen. Dass bei einem Erdbeben Dinge kaputt gehen, geriet zur bahnbrechenden Erkenntnis. Und obwohl es hier keine Erdbeben gibt, nahm die Anti-Atom-Bewegung die nukleare Katastrophe, die übrigens bis heute noch nicht passiert ist, schon vor einigen Tagen zum Anlass, ihr prinzipiell richtiges Ziel auf die ihr eigene abstoßende Art zu verfolgen. Bei den Grünen dürften sofort die Sektkorken geknallt haben, schließlich würde sich der Fukushima-Effekt am 27. März ziemlich konkret in Wählerstimmen messen lassen. In Baden-Württemberg stehen vier Kernkraftwerke, Biblis in Südhessen ist gleich um die Ecke. Und desto länger und schlimmer es in Japan brodelt, desto wichtiger wird das Thema bei den Landtagswahlen werden.

Nur dumm für die Grünen, dass Angela Merkel das auch weiß und ihnen an Cleverness weit überlegen ist. Die Kanzlerin hat umgehend dekretiert, dass Biblis A und Neckarwestheim sofort heruntergefahren werden. Außerdem soll drei Monate, und damit bis nach den nächsten vier Landtagswahlen (Sachsen-Anhalt und Bremen sind auch noch dran), heftig darüber nachgedacht werden, wie es denn weitergehen soll mit der Atomkraft. Man sollte nicht erwarten, dass dabei irgendetwas herauskommt. Die Grünen haben damals einen Ausstieg beschlossen, der nie passiert ist, und genau so kann es die jetzige Regierung auch machen. Damit sind alle zufrieden, denn der Strom fließt, Geld wird verdient und der Ausstieg bleibt trotzdem in Sicht. Wenn dann in den nächsten zehn Jahren nichts dazwischen kommt, kann man immer noch wieder ein paar Jahre Laufzeit drauflegen. Und wäre es nicht auch besser, sicherer und umweltfreundlicher, man baute neue Atomkraftwerke anstatt die alten weiter zu benutzen? So gibt es immer einen Weg zum Konsens.

Einen Konsens herzustellen vermögen nur wenige so gut wie Angela Merkel. Mit ihr kann sich die CDU bald als Ausstiegspartei gerieren, wie sie es mit der Rede von der „Brückentechnologie“ bereits angedeutet hat. Ab sofort ist es vollkommen okay, gegen Atomkraft zu sein und die CDU zu wählen. Das wird einige grüne Veteranen auf die Palme bringen, lässt aber auf eine bitter notwendige Entspannung der nationalen Diskussion hoffen. Die Parolen der professionell gemanagten Anti-Atom-Kampagnen laufen meist auf eine Heimatschutz-Argumentation hinaus, wie „Atomkraft schadet dem Ländle“. Dieses Geblöke würde seinen kritischen, linken Beiklang verlieren, wenn die ganze Volksbewegung endlich da landet, wo sie hingehört: in Deutschlands christlicher Volkspartei.

Ich habe mir etwas ganz Neues einfallen lassen. Bin untergetaucht. Terrorismus. Aber nicht so radikal. Mehr sozialdemokratisch. Sozialdemokratischer Terrorismus will nicht immer gleich Revolution machen. Er will die Lebensumstände der Menschen verbessern. Und, wenn das gerade nicht geht, dann will er angehört werden. Ins Gespräch kommen, auf sich aufmerksam machen. Wozu ein Flugzeug nach Mogadischu entführen und die Freilassung irgendwelcher Verwirrten fordern, wenn man auch den Bürgermeister von Wuppertal entführen und eine Erhöhung des Arbeitslosengelds II fordern kann? Ich rechne mir da ganz gute Chancen aus. Kaufhausbrand nicht als Konsumkritik, auch nicht als Kriegserklärung, sondern als Druckmittel für mehr Kindergartenplätze in Prenzlauer Berg.

Eine Revolution ist sehr anstrengend. Hinterher hat man den ganzen Laden am Hals, und die ganzen Arschlöcher. Da lasse ich mich gar nicht erst drauf ein. Aber die ungerechte Gesellschaft, die macht mir schon zu schaffen. Da muss man was tun, praktisch werden. Und jetzt wird ja auch die Vorratsdatenspeicherung neu verhandelt. Da habe ich mir überlegt, ein paar Telefonzellen abzufackeln. Fordern will ich eine maximal viermonatige Speicherung der Verbindungsdaten. Das wäre eine vernünftige Lösung, das habe ich auch schon ins Internet geschrieben, aber mein Vorschlag hat nicht recht Eindruck gemacht bei der Regierung. Das wird sich jetzt ändern.

Ich will da auch gar nicht unbedingt so gemäßigt bleiben. Man könnte schon auch mal jemanden erschießen, aber da muss dann auch richtig was rausspringen. Ich will kein Richter sein, also Rache-Akte oder blindes Töten gibt es bei mir nicht. Aber für eine richtige soziale Steuerreform, wenn das möglich wäre, dann muss vielleicht auch mal ein korrupter Christdemokrat dran glauben. Also wenn man jetzt zum Beispiel den Steuersatz für mittlere und niedrige Einkommen von 1500 bis 2900 Euro kräftig senken könnte, das wäre doch ein toller Erfolg. Bin aber auch an weniger radikalen Dingern dran, zum Beispiel die Fahrkartenpreise. Ich denke, dass da durch höhere Zuschüsse vom Staat Preissenkungen von bis zu zehn Prozent möglich sind. Jetzt überlege ich noch, wie ich das deutlich machen kann. Gewalt gegen Schaffner halte ich für legitim, zweifle aber an der Effektivität. Vielleicht doch besser Scheiben einschmeißen.

Ich habe auch über die Gründung einer Gruppe nachgedacht, das aber verworfen. Gibt doch nur Streit. Jetzt mit den Lokführern weiß ich schon alleine nicht, was ich davon halten soll. Streik ist eine Sache, besser wäre aber doch eine richtige Sozialdemokratie, in der man das alles einvernehmlich mit den Arbeitgebern mal besprechen kann. Denn eigentlich, eigentlich sitzen wir doch alle im selben Boot. Das müssen die jetzt mal begreifen.

Wahrscheinlich, weil sie an einer bestimmten Zeitabfolge festhält “ erst der Terrorakt, dann die Reaktion des Staates, schließlich die Berichterstattung der Medien. Demgegenüber definiere ich Terrorismus nicht nur als die terroristische Tat selbst. Neben den (Selbst-)Stilisierungen der Akteure wird das Phänomen durch strafrechtliche, politische und mediale Diskurse konstituiert. Dieses Verständnis von Terrorismus geht davon aus, dass das, was als Reaktion, als Maßnahme auf vorangegangene Terrorakte erscheint, maßgeblich daran beteiligt ist, den Terrorismus hervorzubringen.

Gerade den letzten Satz kann man ruhig öfter lesen, er wird mit der Zeit noch besser. Fragt sich nur, wer oder was bloß die „vorangegangenen Terrorakte“ hervorgebracht hat – das Huhn oder das Ei?

Quelle

Es sind schockierende Meldungen, die uns so oft in den Medien erreichen. Vor gut drei Jahren zum Beispiel diese:

News vom 20.02.08

Mike Hanke erneut Papa

Mike Hanke ist in der Nacht vom 20. Februar erneut Vater geworden. Der kleine Bruder für Schwesterchen Janatha-Fay soll Jayron-Cain heißen. Um 1.44 Uhr erblickte er das Licht der Welt, Mutter und Kind sind wohlauf.

Das muss man erstmal verarbeiten. Klar ist: Mike Hanke hat es nie leicht gehabt. Er hat eine Rasenallergie und leidet nach jedem Spiel unter Pusteln und Hautreizungen. Nun perpetuiert sich das Elend in Gestalt seiner Kinder, die es mindestens so schwer haben werden wie ihr Vater. So wie Vater Mike zum Tabellenletzten wechseln musste, so werden Janatha-Fay oder Jayron-Cain vielleicht einmal bei Schlecker landen. Das Wichtigste ist jetzt, dass die beiden eine gute Ausbildung erhalten. Mike weiß das aber auch.

Mit Spott ist es vielleicht nicht getan. Vielleicht muss man da mal was planen, für die Kinder. Oder mal die gesellschaftlichen Umstände kritisieren, unter denen Kinder ihre Namen erhalten. Aber wem würde das helfen? Die Wahrheit ist: Janatha und Jayron zahlen den Preis der Freiheit. Nicht ihrer Freiheit, im Gegenteil, der Freiheit ihrer Eltern. Im selben Akt wird deutlich, dass J-Fay und J-Cain selbst unfrei sind: Andere Menschen entscheiden über ihre Identität. Da hilft nichts. So ist der Mensch, so ist der Mike.

Es geht hier um Salat. Und um richtiges Essen. Und um Leute, die diese blöden Nurfleischistrichtigesessen-Witze leid sind. Mich zum Beispiel. Und es geht um Freunde. Man findet keine Freunde mit Salat. Man findet Freunde mit Blattgold, dem wundervollen Produkt, das ich hier gerade bewerbe. Ihr müsst es kaufen. Damit Ihr Freunde findet, Freunde und Freundinnen. Blattgold macht Menschen glücklich. Alle? Nein. Nur Folgende: Mütter, Väter, Kinder, Sportler, Angestellte, Astronauten, Doktoranden, Werber, Berliner, Spargelstecher, Vegetarier, Metzger, Jäger, Sammler, Feministen, Inder, Kinder, Blogger, Schuhverkäufer, Kommunisten, Malermeister, Stewardessen, Vera am Mittag, Islamisten, Staatsanwälte, Verteidigungsminister, Antiimperialisten, Sozialdemokraten, Sänger, Fernsehmoderatoren, Publizisten, Hippies, Yuppies, Pausenbrotschmierer und gelegentliche Passanten. Was mit dem Rest der Menschheit los ist, weiß ich nicht. Sie kaufen Blattgold nicht weil es sie glücklich macht, sondern weil es sie schön macht. Das ist legitim, finde ich.

Blattgold macht glücklich und schön, aber nicht reich. Bis jetzt. Das muss sich ändern. Wenn einer reich wird, müssen andere ihn bezahlt haben. In diesem Fall kommt Euch die etwas unangenehmere Rolle in dieser Transaktion zu. Das macht aber nichts, denn Ihr bekommt etwas dafür. Blattgold. War klar. Blattgold wird verkauft vom Haus der feinen Kost und ist das beste Salatdressing, das man bekommen kann, ohne bei Adam zum Abendessen eingeladen zu sein. Adam stellt jede Flasche Blattgold selbst her und behauptet, das Ergebnis schmecke nicht nur mit Salat, sondern mit Fleisch, Brot, Nudeln und diesem anderen da. Komm nicht drauf. Jedenfalls ist es lecker und wer für sich selbst kein Geld ausgeben will findet in Blattgold ein schönes Geschenk. Auf Wunsch auch ein sehr schönes und sehr teures Geschenk: Blattgold gibt es auch mit – Blattgold. Echtem jetzt. Das sieht geil aus. Echt. Und wenn Ihr wie ich gerade den Link zum Haus der feinen Kost weiterreichen könntet, wäre das eine gute Sache. Gibts natürlich auch bei Facebook.