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	<title>Verbrochenes &#187; Joinsen</title>
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	<description>Gegen die Menschlichkeit</description>
	<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 08:44:55 +0000</pubDate>
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		<title>Nobelpreis geht an O´Reilly</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 08:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Anderes]]></category>

		<category><![CDATA[Links]]></category>

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		<description><![CDATA[Stephen Colbert hat in seiner gestrigen Sendung mal wieder zu Wikipedia-Vandalismus aufgerufen, wenn auch indirekt, als er behauptete, er habe seinem Vorbild Bill O´Reilly einen Nobelpreis in der Online-Enzyklopädie verschafft. Das Ergebnis:
In October of 2008 O&#8217;Reilly was awarded the 2008 noble prize for Economics, this award created division amongst journalistic circles as many believed his [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stephen Colbert hat in seiner <a href="http://www.comedycentral.com/colbertreport/full-episodes/index.jhtml?episodeId=188312" target="_blank">gestrigen Sendung</a> <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Colbert_report#Wikipedia_references" target="_blank">mal wieder</a> zu Wikipedia-Vandalismus aufgerufen, wenn auch indirekt, als er behauptete, er habe seinem Vorbild <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bill_O%27Reilly_(commentator)" target="_blank">Bill O´Reilly</a> einen Nobelpreis in der Online-Enzyklopädie verschafft. Das Ergebnis:</p>
<blockquote><p>In October of 2008 O&#8217;Reilly was awarded the 2008 noble prize for Economics, this award created division amongst journalistic circles as many believed his economic journals had been &#8220;too good&#8221;.</p></blockquote>
<p>Da hat sich jemand <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bill_O%27Reilly_(commentator)#Personal_life" target="_blank">Mühe</a> gegeben. (Wobei der Link wohl nicht lange als Beweis funktionieren wird. Aber Screenshot lohnt jetzt echt nicht.)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kulturimperialismus</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Oct 2008 10:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Erbrochenes]]></category>

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		<description><![CDATA[Jörg Haider hätte es sicher gefreut, dass seine Todesnachricht von bundesdeutschen Zuhörern im österreichischen Radio gehört wird. Er hat sich das aber sicher anders vorgestellt als so:
Jörg Haider has been killed in a car accident.
fm4 ist Kulturimperialismus in seiner schönsten Form.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jörg Haider hätte es sicher gefreut, dass seine Todesnachricht von bundesdeutschen Zuhörern im österreichischen Radio gehört wird. Er hat sich das aber sicher anders vorgestellt als so:</p>
<blockquote><p>Jörg Haider has been killed in a car accident.</p></blockquote>
<p>fm4 ist Kulturimperialismus in seiner schönsten Form.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Linkerei</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/10/06/linkerei/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 15:34:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Links]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Tagen drängten sich mir gleich mehrere Internetseiten auf, die unbedingt verlinkt werden wollen. Ich bin derzeit versucht, eine Rubrik in der seitlichen Leiste dieses Blogs einzurichten, wo immer auf aktuelle Sachen hingewiesen wird, wie man sie etwa bei Lizas Welt findet. Derzeit bestehen aber noch Zweifel, ob der Trend anhält.

Akuter Auslöser dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Tagen drängten sich mir gleich mehrere Internetseiten auf, die unbedingt verlinkt werden wollen. Ich bin derzeit versucht, eine Rubrik in der seitlichen Leiste dieses Blogs einzurichten, wo immer auf aktuelle Sachen hingewiesen wird, wie man sie etwa bei <a href="http://www.lizaswelt.net/" target="_blank">Lizas Welt</a> findet. Derzeit bestehen aber noch Zweifel, ob der Trend anhält.</p>
<ul>
<li>Akuter Auslöser dieses Beitrags ist eine Internetseite des <a href="http://www.boston.com/">Boston Globe</a>, auf der in Blogform Stories anhand großer Bilder erzählt werden; und die konsequenterweise einfach <a href="http://www.boston.com/bigpicture/" target="_blank">The Big Picture</a> heißt. Man kann durch die Bilder scrollen und sich von den optischen Eindrücken zum Lesen zwingen lassen. Besonders angetan hat es mir gerade die Fotostrecke aus Nordkorea. <a href="http://www.boston.com/bigpicture/2008/09/recent_scenes_from_north_korea.html#photo11" target="_blank">Beeindruckend!</a> <a href="http://www.boston.com/bigpicture/2008/09/recent_scenes_from_north_korea.html#photo26" target="_blank">Beeindruckend!</a> <a href="http://www.boston.com/bigpicture/2008/09/recent_scenes_from_north_korea.html#photo20">Beeindruckend!</a> Danke für den Tipp an <a href="http://www.ipernity.com/home/becca" target="_blank">mrs.becca</a>.</li>
<li>Künstlerisch geht´s weiter mit einem animierten Stop-Motion-Kurzfilm von<a href="http://www.carloslascano.com/carloslascano/Home.html" target="_blank"> Carlos Lascano</a>:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="225" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=877053&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="225" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=877053&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><br />
Solche Sachen findet man bei <a href="http://vimeo.com/" target="_blank">vimeo</a>, auch <a href="http://vimeo.com/877053" target="_blank">in HD</a>. Ich finde es bemerkenswert, wie billig mit neuer Technik ganz große Kultur gemacht werden kann. Irgendwie gibt mir das Hoffnung. Diesen Tipp habe ich von <a href="http://www.ipernity.com/home/jst" target="_blank">jst</a>, danke.</li>
<li>Die Credits für den nächsten Hinweis gehen an den User, der unsere Seite über die Google-Suche &#8220;finanzkrise juden&#8221; fand. Wesentlich interessanter wäre für ihn vielleicht <a href="http://www.heise.de/newsticker/Finanzkrise-soll-Flut-von-antisemitischen-Kommentaren-in-Internetforen-verursacht-haben--/meldung/116898" target="_blank">eine Meldung bei Telepolis</a> gewesen, in der es um die angesichts der aktuellen Eregnisse immer stärker ans Licht tretenden antisemitischen Erklärungsmuster geht. Vielleicht suchte er aber auch nur nach eben solchen. Nun ja, da können wir nicht weiterhelfen.</li>
<li>Um die Finanzkrise geht es mittelbar auch bei unserem letzten Hinweis für heute. Im Speziellen handelt der Beitrag von <a href="http://usaerklaert.wordpress.com/" target="_blank">USA erklärt</a> (inzwischen in die Kategorie der sehr guten Blogs in unserer Blogroll aufgestiegen) vom <a href="http://usaerklaert.wordpress.com/2008/10/05/das-finanzrettungspaket-als-beispiel-fur-die-us-gesetzgebung/" target="_blank">Gesetzgebungsprozess in den Vereinigten Staaten, beschrieben anhand des ganz besonderen Beispiels Bailout Plan</a>.</li>
</ul>
<p><em>Nachtrag, 6. Oktober:</em> Mehr und mehr erscheint mir eine Rubrik wie die oben angedachte unbedingt notwendig. Das hier lief mir gerade über den Weg:</p>
<ul>
<li>Das American Jewish Committee hat eine <a href="http://www.ajc.org/site/c.ijITI2PHKoG/b.4540689/" target="_blank">&#8220;broadly representative&#8221; Studie</a> veröffentlicht, die sich mit der politischen Meinung amerikanischer Juden/jüdischer Amerikanern beschäftigt. Unter anderem geht es natürlich um die bevorstehende Wahl, Barack Obama kann hier Mitte September fast doppelt so viele Befragte als Wähler einplanen als John McCain. Mehr als die Hälfte der Befragten sieht die Wirtschaft als das wichtigste Wahlkampfthema (in der Gesamtbevölkerung kommt man zu ähnlichen <a href="http://edition.cnn.com/ELECTION/2008/map/polling/" target="_blank">Ergebnissen</a>), für gerade einmal 3% ist Israel das wichtigste Thema. Für einen Militärschlag gegen den Iran gibt es in etwa so viele Fürsprecher wie Gegner. An einen Frieden mit den Palästinensern glauben 38%, mit der Hamas an der Macht sehen wesentlich weniger Chancen auf Besserung. Nur 14% der Befragten sind der Überzeugung, dass Antisemitismus in den USA kein Problem darstelle, fast alle anderen sehen ihn zumindest als &#8220;somewhat of a problem&#8221;.</li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Art</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/10/02/art/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 15:36:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Anderes]]></category>

		<category><![CDATA[Bremisches]]></category>

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		<description><![CDATA[
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" src="http://u1.ipernity.com/8/91/36/2899136.51bb00f2.500.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
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		</item>
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		<title>Veranstaltungshinweise</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/10/01/veranstaltungshinweise-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 11:59:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bremisches]]></category>

		<category><![CDATA[Links]]></category>

		<category><![CDATA[Musikalisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen für die Menschen mit Internet: Heute abend um 2045h spielt der SV Werder Bremen in der Champions League gegen Inter Mailand. Vorher, ab 1900h, kann man sich auf fm4 noch schnell ein Konzert von Tomte anhören, das im Radiokulturhaus zu Wien aufgezeichnet wurde. Oder danach anschauen, denn ab heute abend steht es eine Woche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einen für die Menschen mit Internet:</strong> Heute abend um 2045h spielt der SV Werder Bremen in der Champions League gegen Inter Mailand. Vorher, ab 1900h, kann man sich auf <a href="http://fm4.orf.at/static/stream/index.html" target="_blank">fm4</a> noch schnell <a href="http://fm4.orf.at/connected/224093/main" target="_blank">ein Konzert von <em>Tomte</em> </a>anhören, das im Radiokulturhaus zu Wien aufgezeichnet wurde. Oder danach anschauen, denn ab heute abend steht es eine Woche lang als Videostream zur Verfügung. Es ist zwar kein Unplugged-Konzert wie einst bei <em>Tocotronic</em>, doch das gibt umso mehr die Gelegenheit einer realistischen Einschätzung des neuen Albums <em>Heureka!</em>, das am 10. Oktober erscheint. Auf der Setlist stehen fünf Lieder von der neuen Platte. <em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=A34Y7T5hBQ4" target="_blank">Der letzte große Wal</a> </em>dürften mittlerweile alle interessierten Menschen gehört haben. <em>Heureka!</em> fand ich beim Umsonst-und-draußen-Konzert vor knapp zwei Wochen in Hamburg eher schwach, ebenso <a href="http://www.musikexpress.de/ME_Backstage_Session__Tomte.html" target="_blank"><em>Wie ein Planet</em></a>. Die beiden weiteren Songs kenne auch ich noch nicht, aber ich bin grundsätzlich skeptisch. Nur zu gerne ließe ich mich eines Besseren belehren. By the way, damit ich da dann keinen Eintrag mehr machen muss: Am 12. November spielen Tomte in Bremen.</p>
<p><strong>Einen für die Menschen in Bremen:</strong> Am 7. Oktober spielt der famose <em>Mark Scheibe</em> in Bremen, unter dem Titel <em>Triumph des Chillens - Arbeit macht high</em>. Und zwar im Wohnzimmer, dem Aushängeschild eines Phänomens, das wir gerne die Schanzisierung des Viertels nennen. Anywho, der Mann verdient, dass der Laden aus allen Nähten platzt, allein schon, wenn man nur bedenkt, dass er sich in seinem Blog nach wie vor in prominenter Position bei Bremen bedankt, und zwar mit einem Gedicht:</p>
<blockquote><p><span class="text">In Bremen, diesem schönen Nest, war zuletzt das Viertelfest. Ohne Scheu und voller Wärme strahlte mein Publikum, von dem ich jetzt schwärme - ein Abend voller Glück, so frei - ich hab&#8217;s gemerkt, ich war dabei! Am Anfang waren es nicht Viele, doch bald begann ein reich Gespiele, fast Vierhundert war&#8217;n es gar - und alle war&#8217;n von Herzen da - nicht, was man erwartet hatt&#8217; am Wochende, Samstag nacht, keine versoffenen Proleten, die Atmosphäre stets zertreten, keine stumpf bestrahlten Tumben, die ansonsten ihre Runden zieh&#8217;n, wenn die Gesunden eher flieh&#8217;n; nein, das Publikum erhaben: fein, verständig und zu haben. Bestimmt zwar nicht für Jeden und auch nicht einfach so, aber für mich und das macht eben mich besonders froh. Danke, Bremen!</span></p></blockquote>
<p>Wir gehörten zu jenen, die erst später dazustießen, und wir waren gelinde gesagt begeistert, nicht zuletzt, weil es ein Lied über den Haltepunkt gab. (Um es sich anzuhören, braucht man einen Doktor in Internetbedienung: Auf der <a href="http://www.markscheibe.com" target="_blank">Homepage des Künstlers</a> geht man erst, warum auch immer, auf &#8220;Filme&#8221;, dann auf &#8220;Musik&#8221;, dort auf &#8220;Die Feinen Herren&#8221; und dann auf den Liedtitel.) An besagter Internetseite ergötze ich mich gerade, insgesamt. Das wäre auch noch mal eine Idee: Künstler, die einfach ihre Homepage zeigen. Naja.</p>
<p>Eintritt ist 8€.</p>
<p><strong>Und noch einen für die Menschen in Bremen: </strong>Hier möchte ich allerdings unterstreichen, dass es nur ein Hinweis ist, kein Tipp, und erst recht keine Empfehlung. Verdient haben sich die Leute von <em>Marnic Circus</em> unsere Aufmerksamkeit allemal, allein wegen der Plakate. Den Style kann man übrigens auch in groß bewundern, am Haus Fehrfeld, Ecke Römerstraße - und sonstwo. Tja, ich weiß auch nicht mehr als das, was da im <a href="http://marniccircus.de" target="_blank">Internet</a> steht: Konzert am 10.10.2008, 21:00 Uhr, Kirchweg 200.</p>
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		<title>Hauptstraße vs. Wall Street</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/09/30/hauptstrase-vs-wall-street/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Sep 2008 14:25:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Erbrochenes]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Freitag fand die erste Debate zwischen John McCain und Barack Obama statt. Dabei ist zwar auch interessant, dass in Deutschland meist von einem &#8220;Duell&#8221; die Rede ist, wenn es um solche Gegenüberstellungen von Politikern geht, doch ist dies nicht der entscheidende Unterschied. Im ersten Abschnitt redeten die beiden Kandidaten, wie sollte es anders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Freitag fand die erste Debate zwischen John McCain und Barack Obama statt. Dabei ist zwar auch interessant, dass in Deutschland meist von einem &#8220;Duell&#8221; die Rede ist, wenn es um solche Gegenüberstellungen von Politikern geht, doch ist dies nicht der entscheidende Unterschied. Im <a href="http://edition.cnn.com/2008/POLITICS/09/27/debate.poll/index.html#cnnSTCVideo" target="_blank">ersten Abschnitt</a> redeten die beiden Kandidaten, wie sollte es anders sein, auch über die Finanzkrise.</p>
<p>Der zentrale Disput bei diesem Thema, das mutmaßlich die Wahl entscheiden wird, wurde über die Deutung der Ursachen und somit auch in der <em>langfristigen</em> Wahl der Mittel geführt, die Amerika (und mittelbar der Welt) nun aus diesem Schlamassel helfen sollen. (Über das 700 Milliarden-Programm waren sich die beiden ja eigentlich einig.) Obama versprach, den Leuten auf der Main Street, also den Lohnabhängigen zu helfen, die von der aktuellen Krise ebenso betroffen seien wie die Investoren an der Wall Street. Sein Konzept ist es demzufolge, die Lohnabhängigen zu entlasten und zu unterstützen, er erhofft sich davon neuen Schub für die Wirtschaft. McCain hingegen verteidigte seine Position, nach der man gute Bedingungen für die Unternehmen schaffen muss, was dann letztlich auch den Arbeitern und Angestellten zu Gute kommt.</p>
<p>Keiner von beiden musste das Glaubensbekenntnis &#8220;I believe in the free market&#8221; ablegen, denn es ist völlig klar, dass der freie Markt die unbestrittene Grundlage der amerikanischen Vorstellung von Wirtschaft ist. Im Streit zwischen Obama und McCain geht es lediglich darum, an welchem Ende des freien Marktes ein wenig korrigiert werden muss, oben oder unten. Dass alle zusammen zur Glaubensgemeinschaft des Kapitalismus gehören, steht für sie außer Frage. Daraus folgt logischerweise, dass alle eine Mitschuld an der derzeitigen Krise tragen, weil es eine Krise des Systems ist, von dem alle profitieren, oder zumindest profitieren wollen.</p>
<p>Wirtschaftlich gesehen ist es in Deutschland nichts anderes: Kaum einer macht sich Gedanken, warum wir so wirtschaften, wie wir es tun, grundsätzliche Kritik wird selten laut. Ein jeder versucht sein bestes, macht irgendwie Geld, und zwar so viel wie es eben geht. Damit ist Deutschland eigentlich Teil des Zaubersystems Kapitalismus, und in Deutschland wiederum jeder einzelne, Main Street hin, Wall Street her.</p>
<p>Doch traditionell hat man damit hierzulande so seine Probleme. Erst recht, wenn es krisenhaft wird. So <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzkrisepolitik106.html" target="_blank">sagte</a> der haushaltspolitische Sprecher der Union im Bundestag, Steffen Kampeter zu Überlegungen, auch die deutsche Bundesregierung sollte ein Rettungsprogramm auflegen: &#8220;Die Amerikaner haben die Finanzkrise hervorgerufen, ihre Risikogeschäfte bringen die gesamte Welt in Bedrängnis und von daher glaube ich, dass vor allem die amerikanischen Steuerzahler und Steuerzahlerinnen gemeinsam an der Lösung dieser Probleme arbeiten sollten.&#8221; Gemeinsam, aber nur die anderen mit den anderinnen. Und zwar die Amerikaner, die sind nämlich Schuld an der Krise. Was ihnen konkret vorzuwerfen sei, konkretisierte SPD-Fraktionsvize Joachim Poß: &#8220;Die Amerikaner können jetzt nicht für ihr Versagen und ihre Arroganz Deutschland in die Haftung nehmen.&#8221; Davon, dass deutsche Unternehmen wohl kaum ein Problem hätte, wenn sie nicht auch gern mitgespielt hätten, sagt keiner was.</p>
<p>Was im großen Maßstab mit dem Paar &#8220;arrogante Amerikaner&#8221; - &#8220;Deutschland&#8221; funktioniert, macht sich auch im Kleinen ganz gut. Dann heißt das Pärchen &#8220;Spekulanten&#8221; - &#8220;ehrliche Bürger&#8221;. So ist etwa Martin Schulz, Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten im Europaparlament der Überzeugung, es sei ein &#8220;ausgerasteter Finanzkapitalismus&#8221;, der an die Kette gelegt werden müsse. Damit macht Schulz den Split komplett. Nein, es ist kein Gesamtsystem, dass hier in Probleme geraten ist, sondern es sind die Spekulanten, die mit dem Verleihen von Geld Geld verdienen und so den anderen schaden. Dass ohne die Investoren der Kapitalismus ohne das Finanz- vornedran nicht funktionieren würde, verschweigt er. Ebenso wenig wird erwähnt, dass jeder, der sich von der letzten Regierung zum &#8220;Riestern&#8221; hat ermutigen lassen, ein vitales Interesse an Investmentbanking hat. Nur mit den hohen Renditen aus Risikogeschäften könnte sich eine Privatisierung der Altersvorsorge rechnen.</p>
<p>Dass die deutschen Politiker, durchaus ermuntert von ihrem Wahlvolk, die Verantwortung für die Krise des Systems, das auch ihres ist, in Amerika und beim Finanzkapital suchen, führt am Ende nur dazu, dass die deutschen Banken am Ende hinterherhinken, weil ihnen niemand hilft. Neues Futter für deutsche Minderwertigkeitskomplexe.</p>
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		<title>Wahlempfehlung</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/09/28/wahlempfehlung/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 15:26:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[An unsere(n) Leser in Bayern: Falls Sie noch nicht gewählt haben, sollten Sie den Vorschlag Ihrer lokalen Republikaner beherzigen und in den nächsten zwanzig Minuten möglichst viel Schnaps trinken, um dann in letzter Sekunde die Stimme abzugeben.
Via Antibürokratieteam, wo ich gerade mal nachschauen wollte, wie die Jünger des Kapitalismus wohl die Finanzkrise bewerten mögen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An unsere(n) Leser in Bayern: Falls Sie noch nicht gewählt haben, sollten Sie den <a href="http://www.rep-bayern.de/cms_client/cms_image.aspx?path=/upload/CMS/Die_Republikaner/www.rep-bayern-neu.de/REP_PLK_HEIMAT-BLAU-WAEHLEN.jpg&amp;size=100&amp;Unit=0&amp;quality=100" target="_blank">Vorschlag Ihrer lokalen Republikaner</a> beherzigen und in den nächsten zwanzig Minuten möglichst viel Schnaps trinken, um dann in letzter Sekunde die Stimme abzugeben.</p>
<p><em>Via <a href="http://www.antibuerokratieteam.net/" target="_blank">Antibürokratieteam</a>, wo ich gerade mal nachschauen wollte, wie die Jünger des Kapitalismus wohl die Finanzkrise bewerten mögen.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sesame Street</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/09/28/sesame-street/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 14:17:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

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		<description><![CDATA[Amerika ist Europa und erst recht dem Rest der Welt sowas von überlegen, man mag es kaum glauben. Das merkt man, wenn man bei fm4 (dem einzig guten Radiosender) den österreichischen Wahlkampf gezwungenermaßen verfolgt, dann ähnlich flüchtige Eindrücke im Colbert Report sammelt und sich dabei kaum sattsehen kann. Oder, wenn man sich kurz vor Augen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Amerika ist Europa und erst recht dem Rest der Welt sowas von überlegen, man mag es kaum glauben. Das merkt man, wenn man bei <a href="http://fm4.orf.at/" target="_blank">fm4</a> (dem einzig guten Radiosender) den österreichischen Wahlkampf gezwungenermaßen verfolgt, dann ähnlich flüchtige Eindrücke im <a href="http://www.colbertnation.com/home">Colbert Report</a> sammelt und sich dabei kaum sattsehen kann. Oder, wenn man sich kurz vor Augen führt, dass in der deutschen Sesamstraße Dirk Bach auftritt, bevor man sich an diesem wundervollen Lied von Feist ergötzt:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/9fciD_II7NI&#038;hl=en&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/9fciD_II7NI&#038;hl=en&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>In eigener Sache: Wir bemühen uns, hier mal wieder etwas mehr Leben reinzubringen. An einem Sonntag wie heute ist aber erstmal nicht mehr drin als ein bisschen Audiovisualität. Morgen kommt dann etwas textlastigeres zu Wall Street und Main Street.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Personalisierung</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 12:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Erbrochenes]]></category>

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		<description><![CDATA[Die aktuelle Startseite von tagesschau.de ist schon irgendwie bemerkenswert. Dort steht direkt untereinander:
Ackermann zahlt 2,8 Milliarden Euro für Postbank
Mehdorn verzichtet auf 2,50 Euro
Daneben jeweils ein Bild der beiden Bosse, Ackermann munter aktionsfreudig, Mehdorn eher griesgrämig.
Es ist schon ziemlich unwahrscheinlich, dass die beiden Herren die Entscheidungen ganz alleine gefällt haben, die zu diesen Schlagzeilen führten. Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.verbrochenes.net/wp-content//tagesschau.jpg" target="_blank">aktuelle Startseite</a> von <a href="http://www.tagesschau.de/" target="_blank">tagesschau.de</a> ist schon irgendwie bemerkenswert. Dort steht direkt untereinander:</p>
<blockquote><p><span class="topline">Ackermann zahlt 2,8 Milliarden Euro für Postbank</span></p>
<p>Mehdorn verzichtet auf 2,50 Euro</p></blockquote>
<p>Daneben jeweils ein Bild der beiden Bosse, Ackermann munter aktionsfreudig, Mehdorn eher griesgrämig.</p>
<p>Es ist schon ziemlich unwahrscheinlich, dass die beiden Herren die Entscheidungen ganz alleine gefällt haben, die zu diesen Schlagzeilen führten. Doch selbst wenn sie eigenmächtig handeln, ihre Beschlüsse werden doch von ihren Firmen durchgeführt. Natürlich ist es völliger Unsinn, dass Josef Ackermann auch nur einen Cent für die Postbank bezahlt, und ebensowenig wird Hartmut Mehdorn auf irgendwas verzichten müssen. Das weiß auch tagesschau.de. Der kleinere Text geht einmal mit &#8220;Die Deutsche Bank übernimmt &#8230;&#8221; und einmal mit &#8220;Die Deutsche Bahn hat &#8230;&#8221; los.</p>
<p>Was also bewegt die Jounalisten des öffentlich-rechtlichen Internetprogramms dazu, große Konzerne zu personifizieren? Wollen sie sie vielleicht menschlicher machen? Oder elitärer? Es ist müßig darüber zu spekulieren. Klar ist, dass diese Art der Berichterstattung den Blick auf die Realität vernebelt. Die Deutsche Bank kauft nicht deshalb andere Banken, weil sie diesen oder jenen Chef hat, sondern weil sie ein großes Unternehmen ist und nur so überleben kann. Und gerade der Rückzug beim Thema Bedienzuschlag hat sowas von gar nichts mit der Person Mehdorn zu tun, sondern stellt ein gutes Beispiel von medial und politisch transportierter Kundenmacht dar.</p>
<p>Nur wenn man diese Zusammenhänge so berichtet, wie sie sind und nicht in die simple Chef-hat-entschieden-Rhetorik überträgt, lässt man denjenigen eine Chance zu einer vernünftigen Meinungsbildung, die bei derart langweiligen Meldungen nur die Überschriften lesen.</p>
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		<title>Sogenannt was?</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/09/10/sogenannt-was/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 14:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bremisches]]></category>

		<category><![CDATA[Erbrochenes]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer gelegentlich Fußball im Fernsehen guckt, hört immer wieder von den &#8220;sogenannten Fußballfans&#8221;. Die sind identisch mit den temperamentvollen Südländern, nur dass bei ihnen das Zündeln mit Feuerwerkskörpern nicht ethnisch gerechtfertigt, sondern verurteilt wird - während die schönen Bilder über den Schirm flimmern.
Diese immer wiederkehrende Redewendung hat offenbar auch die Autoren des Vierten Berichts über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer gelegentlich Fußball im Fernsehen guckt, hört immer wieder von den &#8220;sogenannten Fußballfans&#8221;. Die sind identisch mit den temperamentvollen Südländern, nur dass bei ihnen das Zündeln mit Feuerwerkskörpern nicht ethnisch gerechtfertigt, sondern verurteilt wird - während die schönen Bilder über den Schirm flimmern.</p>
<p>Diese immer wiederkehrende Redewendung hat offenbar auch die Autoren des <em><a href="http://www.bremische-buergerschaft.de/drucksachen/196/4653_1.pdf" target="_blank">Vierten Berichts über Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit im Lande Bremen </a></em><a href="http://www.bremische-buergerschaft.de/drucksachen/196/4653_1.pdf" target="_blank">(pdf)</a><em> </em>inspiriert, der heute der Bremischen Bürgerschaft vorgestellt wird. Dort findet sich folgende Passage:</p>
<blockquote><p>Die Grenzen des Hooligan-Spektrums zur rechtsextremen Szene sind inzwischen fließend. So erfolgte im Februar 2007 ein gewalttätiger Übergriff von Hooligans auf eine Feier der sogenannten antirassistischen Ultragruppierung Racaille Verte im Ostkurvensaal des Weserstadions, der bislang nicht eindeutig aufgeklärt werden konnte.</p></blockquote>
<p>Sogenannt was? Antirassistisch? Ultra? Gruppierung? Racaille? Macht alles keinen Sinn.</p>
<p>Anywho, grundsätzlich ist so ein Bericht ja was ganz Feines und durchaus seine paar Megabytes wert. Immerhin wird dabei mal das Problem beim Namen genannt; die Aufstellung der rechten Straftaten wird nicht gleich wieder durch eine Auflistung links motivierter Delikte relativiert. Ganz richtig schreibt Toralf Staud in seinem Buch <em>Moderne Nazis</em>:</p>
<blockquote><p>Praktisch jeden Tag werden in Deutschland Ausländer, Obdachlose und linke Jugendliche von rechten Schlägern überfallen. Aber es ist lange her, dass hierzulande ein Kapitalist von einem Linksterroristen ermordet wurde. (&#8230;)</p>
<p>Wer behauptet, man müsse gleichermaßen gegen Extremisten von rechts wie von links vorgehen, vernebelt den Blick auf die Realität. (&#8230;) Will man die NPD unbedingt mit irgendwem vergleichen, dann bitte mit Islamisten.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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