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	<title>Verbrochenes &#187; Anderes</title>
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	<description>Gegen die Menschlichkeit</description>
	<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 08:44:55 +0000</pubDate>
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		<title>Nobelpreis geht an O´Reilly</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 08:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Anderes]]></category>

		<category><![CDATA[Links]]></category>

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		<description><![CDATA[Stephen Colbert hat in seiner gestrigen Sendung mal wieder zu Wikipedia-Vandalismus aufgerufen, wenn auch indirekt, als er behauptete, er habe seinem Vorbild Bill O´Reilly einen Nobelpreis in der Online-Enzyklopädie verschafft. Das Ergebnis:
In October of 2008 O&#8217;Reilly was awarded the 2008 noble prize for Economics, this award created division amongst journalistic circles as many believed his [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stephen Colbert hat in seiner <a href="http://www.comedycentral.com/colbertreport/full-episodes/index.jhtml?episodeId=188312" target="_blank">gestrigen Sendung</a> <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Colbert_report#Wikipedia_references" target="_blank">mal wieder</a> zu Wikipedia-Vandalismus aufgerufen, wenn auch indirekt, als er behauptete, er habe seinem Vorbild <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bill_O%27Reilly_(commentator)" target="_blank">Bill O´Reilly</a> einen Nobelpreis in der Online-Enzyklopädie verschafft. Das Ergebnis:</p>
<blockquote><p>In October of 2008 O&#8217;Reilly was awarded the 2008 noble prize for Economics, this award created division amongst journalistic circles as many believed his economic journals had been &#8220;too good&#8221;.</p></blockquote>
<p>Da hat sich jemand <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bill_O%27Reilly_(commentator)#Personal_life" target="_blank">Mühe</a> gegeben. (Wobei der Link wohl nicht lange als Beweis funktionieren wird. Aber Screenshot lohnt jetzt echt nicht.)</p>
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		<title>Art</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 15:36:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Anderes]]></category>

		<category><![CDATA[Bremisches]]></category>

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		<description><![CDATA[
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" src="http://u1.ipernity.com/8/91/36/2899136.51bb00f2.500.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
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		<title>Wahlempfehlung</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/09/28/wahlempfehlung/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 15:26:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[An unsere(n) Leser in Bayern: Falls Sie noch nicht gewählt haben, sollten Sie den Vorschlag Ihrer lokalen Republikaner beherzigen und in den nächsten zwanzig Minuten möglichst viel Schnaps trinken, um dann in letzter Sekunde die Stimme abzugeben.
Via Antibürokratieteam, wo ich gerade mal nachschauen wollte, wie die Jünger des Kapitalismus wohl die Finanzkrise bewerten mögen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An unsere(n) Leser in Bayern: Falls Sie noch nicht gewählt haben, sollten Sie den <a href="http://www.rep-bayern.de/cms_client/cms_image.aspx?path=/upload/CMS/Die_Republikaner/www.rep-bayern-neu.de/REP_PLK_HEIMAT-BLAU-WAEHLEN.jpg&amp;size=100&amp;Unit=0&amp;quality=100" target="_blank">Vorschlag Ihrer lokalen Republikaner</a> beherzigen und in den nächsten zwanzig Minuten möglichst viel Schnaps trinken, um dann in letzter Sekunde die Stimme abzugeben.</p>
<p><em>Via <a href="http://www.antibuerokratieteam.net/" target="_blank">Antibürokratieteam</a>, wo ich gerade mal nachschauen wollte, wie die Jünger des Kapitalismus wohl die Finanzkrise bewerten mögen.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der kleine Bruder</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/09/01/der-kleine-bruder/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 20:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Anderes]]></category>

		<category><![CDATA[Erbrochenes]]></category>

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		<description><![CDATA[Man kann dieses Buch gar nicht lesen, und erst recht nicht besprechen, ohne es ständig mit den beiden Vorgängern zu vergleichen, ohne immer wieder zu überlegen, wie es in die Geschichte des Bremers Frank passt, der zehn Jahre später Herr Lehmann genannt wird und sich in Berlin dagegen wehrt, einen Lebensinhalt haben zu müssen. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann dieses Buch gar nicht lesen, und erst recht nicht besprechen, ohne es ständig mit den beiden Vorgängern zu vergleichen, ohne immer wieder zu überlegen, wie es in die Geschichte des Bremers Frank passt, der zehn Jahre später Herr Lehmann genannt wird und sich in Berlin dagegen wehrt, einen Lebensinhalt haben zu müssen. <em>Der kleine Bruder</em> beschreibt eine Episode, die zwischen <em>Neue Vahr Süd </em>und <em>Herr Lehmann </em>liegt. Dabei ist die Handlung den Ereignissen in Bremen zeitlich viel näher, und doch schon ganz Berlin, durch und durch. Sven Regener liefert das Endstück seiner Trilogie, indem er einen Mittelteil schreibt, der nicht in der Mitte liegt. Der Roman hat dann auch einen grundsätzlich anderen Charakter als die ersten beiden Bände, es wird aufgeklärt oder zumindest angedeutet, was aus dem Bremer Bundeswehrsoldaten aus Schusseligkeit ohne Zukunft den Berliner Kneipenprofi ohne Zukunft macht - überraschenderweise reichen dazu die ersten zwei Tage in Berlin.</p>
<p>Frank findet Freunde, die zwar alle etwas seltsam sind, aber immer noch besser als die K-Gruppen-Menschen in Bremen. Er lernt die Stadt kennen, in der Punk zwar mal mehr war als am Fluss rumhängen und Bier trinken, aber mittlerweile zum Betätigungsfeld von verrückten Künstlern mit bescheuerten Künstlernamen geworden ist, die sich dann unwürdige Gefechte mit den echten Punks liefern. Das Flair der Berliner Gaslaternen, der langen Wege und der Mauer in der Stadt nimmt Frank ebenso selbstverständlich zur Kenntnis wie ein halbes Jahr zuvor das des Viertels in Bremen - und würde dabei nie von Flair reden. Und am Ende hat er Wohnung und Arbeit, ohne sich wirklich darum gekümmert zu haben.</p>
<p>Das, worum er sich die ganze Zeit kümmert, nämlich die Suche nach seinem Bruder, findet erst ganz zum Schluss ein erfolgreiches Ende, und doch kein Happy End. Letzlich wird das Buch erst mit den letzten beiden Kapiteln ein wirklicher Roman. Bis zu diesem Punkt gewinnt man gelegentlich den Eindruck, Regener hätte einem Schreibroboter den Schreibstil der anderen Bücher beigebracht und wäre dann in die Kneipe gegangen. Das ist dann zwar durchaus amüsant zu lesen, ja, man kann sogar herzhaft lachen angesichts der schnellen Dialoge über Punk, Kunst und Paranoia. Bliebe es dabei, wäre das Buch allerdings nicht wesentlich wertvoller als eine Folge Scrubs - womit Frank Lehmann zweifelsohne zufrieden wäre.</p>
<p>Das Buch kann dann aber letztlich doch einem Anspruch gerecht werden, den es selbst gar nicht unbedingt stellt. Es bietet in sehr offener Weise Ansätze zu den großen Fragen des Lebens. Dabei ist es kein Ratgeber oder so, es doziert nicht, es gibt nichts vor. Sein Ende ist nur ein Ende insofern, als dass die Anfangsbedingungen gesetzt sind. Es scheint alles möglich. Das Leben hält vieles bereit, es gibt viele Entscheidungen zu treffen, Kämpfe auszutragen, und oft genug ist auch alles egal. Für diese oder irgendwelche anderen Erkenntnisse ist dieses Buch, sind alle drei Werke besser geeignet als Thomas Mann und der ganze Familienkram, den man so in der Schule liest. Es gibt kein Ziel, keinen Sinn - aber man kann damit leben.</p>
<p>Wer nicht so auf tiefsinnige Deutungen steht, kann <em>Der kleine Bruder</em> auch einfach als einen humorvollen Rückblick in die Zeit Anfang der 80er nehmen, mit &#8220;so Kunst und Punk und New Wave und Neue Deutsche Welle und Postpunk und sonst was&#8221;. Und sich dabei ausmalen, wie herrlich sich dieses Buch verfilmen ließe. Anders als bei<em> Neue Vahr Süd</em> bietet <em>Der kleine Bruder</em> einen Elfmeter in dieser Hinsicht, gegen einen Torwart, der nur eine Chance hat, wenn der Soundtrack schlecht ist. Es wäre ein Film mit tollen Dialogen und schönen langen stillen Szenen im dunklen Berlin.</p>
<p>Egal, welchen der letzten beiden Absätze man nun als das Fazit dieser Rezension ansehen möchte, folgendes Zitat aus dem Buch passt zu beiden: &#8220;So geht´s natürlich auch, dachte Frank, daß man Straßenlaternen aufstellt, die nur dafür gut sind, sich selbst zu beleuchten.&#8221;</p>
<p><em>Das Zitat oben mit der Kunst und dem Punk und dem ganzen Kram kommt aus einem <a href="http://www.eichborn.com/index.php?id=512" target="_blank">Interview mit Sven Regener</a>, das der Eichborn Verlag zur Verfügung stellt, neben <a href="http://www.eichborn.com/index.php?id=511" target="_blank">vielen anderen Infos zum Buch</a>. Bei dem ist </em>Der kleine Bruder <em>nämlich erschienen, es kostet 19,95€ und hat 282 Seiten.</em></p>
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		<title>Auf dem Holzdampfer&#8230;</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/08/12/auf-dem-holzdampfer/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Aug 2008 18:24:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hepe</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[Hinrich Romeike, fünfundvierzig jähriger Zahnarzt aus Rendsburg, hat heute olympisches Gold in der Vielseitigkeit (!) gewonnen und durchquirlt für uns seine Gefühlswelten:

Das ist das I-Tüpfelchen auf dem I-Tüpfelchen auf dem I-Tüpfelchen auf der Sahnehaube.

Wohl bekomms!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hinrich Romeike, fünfundvierzig jähriger Zahnarzt aus Rendsburg, hat heute olympisches Gold in der Vielseitigkeit (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hinrich_Romeike">!</a>) gewonnen und durchquirlt für uns seine Gefühlswelten:</p>
<blockquote><p>
Das ist das I-Tüpfelchen auf dem I-Tüpfelchen auf dem I-Tüpfelchen auf der Sahnehaube.
</p></blockquote>
<p>Wohl bekomms!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Introducing jst</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/07/03/introducing-jst/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 14:03:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Anderes]]></category>

		<category><![CDATA[Links]]></category>

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		<description><![CDATA[
Dieses mächtige Bild kommt von Jan. Nachdem viel zu lange seine einzigen öffentlich sichtbaren Werke die Headerbilder dieses Blogs waren, hält er sich jetzt endlich auch selbst für gut genug, seine anderen, wesentlich anspruchsvolleren Werke der weltweiten Öffentlichkeit vorzustellen. Das tut er auf der fabelhaften Plattform ipernity unter dem Namen jst, hier sind die Bilder, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://u1.ipernity.com/6/09/32/2290932.c448adb0.560.jpg" alt="" width="494" height="330" /></p>
<p>Dieses mächtige Bild kommt von Jan. Nachdem viel zu lange seine einzigen öffentlich sichtbaren Werke die Headerbilder dieses Blogs waren, hält er sich jetzt endlich auch selbst für gut genug, seine anderen, wesentlich anspruchsvolleren Werke der weltweiten Öffentlichkeit vorzustellen. Das tut er auf der fabelhaften Plattform <a href="http://www.ipernity.com/" target="_blank">ipernity</a> unter dem Namen <em>jst</em>, <a href="http://www.ipernity.com/doc/jst/home/photo" target="_blank">hier sind die Bilder</a>, <a href="http://www.jst.ipernity.com" target="_blank">hier seine Startseite</a>.</p>
<p>Er liest hier regelmäßig, wenn ihr also keinen Account bei ipernity habt, dürft ihr ihn auch hier in den Weltuntergangshimmel loben.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Bekifft Verstecken spielen</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/06/26/bekifft-verstecken-spielen/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 23:09:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Anderes]]></category>

		<category><![CDATA[Erbrochenes]]></category>

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		<description><![CDATA[
In Berlin habe ich mir das &#8220;Denkmal für die ermordeten Juden Europas&#8221; angeschaut. Vorher wurde mir davon erzählt, dass man darin wunderbar bekifft Verstecken spielen könne und das auch täte. Das macht Sinn. Denn dafür ist das Denkmal hervorragend geeignet, ich kann mir das lebhaft vorstellen. Und das zeigt das Problem, das dieses Denkmal hat. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.verbrochenes.net/wp-content//holoklein.jpg" alt="" title="holoklein" width="500" height="375" class="alignnone size-full wp-image-734" /></p>
<p>In Berlin habe ich mir das &#8220;Denkmal für die ermordeten Juden Europas&#8221; angeschaut. Vorher wurde mir davon erzählt, dass man darin wunderbar bekifft Verstecken spielen könne und das auch täte. Das macht Sinn. Denn dafür ist das Denkmal hervorragend geeignet, ich kann mir das lebhaft vorstellen. Und das zeigt das Problem, das dieses Denkmal hat. Es bringt einfach nichts von dem Grauen, das der Holocaust war, herüber. Im Stelenfeld kann man sich schon unwohl fühlen, wenn man nicht weiss, wer oder was um die nächste Ecke kommt, aber das ist kein Gefühl, das dem Thema des Denkmals gerecht wird. Verfolgung und Unsicherheit sind das eine, systematische Ermordung etwas anderes. </p>
<p>Vielleicht empfiehlt sich ein Besuch im Dokumentationszentrum darunter, vielleicht kann der das leisten, was das Denkmal selbst nicht schafft. Da das Denkmal aus sich selbst heraus nicht funktioniert, passt es so problemlos in die Stadt und lässt sich so gut umfunktionieren.<br />
Es lässt sich eben gut darin Verstecken spielen, weil man den Hintergrund gut ausblenden kann. Das ist zweifellos einer der Gründe gewesen, warum man diesen Entwurf ausgewählt hat. Es ist eben nicht der Schandfleck im Herzen der Nation, als der es von den Neonazis beklagt wird und der völlig angemessen gewesen wäre. Es ist ein spannendes Stück Kunst mit Holocaust-Museum im Keller. Die Berliner und die Touristen merken das und benutzen es auch so. Weil das offenbar manchmal peinlich wird, gibt es ein paar Regeln: </p>
<p><img src="http://www.verbrochenes.net/wp-content//regeln.jpg" alt="" title="regeln" width="500" height="487" class="alignnone size-full wp-image-735" /></p>
<p>Wer käme ernsthaft darauf, sich &#8220;in Badekleidung auf einer Stele zu sonnen&#8221;, wenn dieser Ort nur ansatzweise eine Stimmung erzeugen könnte, die an sechs Millionen Morde erinnert?</p>
<p>Ich erinnere mich an einen Zeitzeugenbericht, den es in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yad_Vashem">Yad Vashem</a> auf Video zu sehen gab. Da berichtete eine Frau, wie sie sich in Reihen vor einer Grube aufstellen mussten, um dann erschossen zu werden. In der Grube wimmerten diejenigen, die den Schuss überlebt hatten. Über ihnen lagen die Leichen derer, die nach ihnen kamen. Ab und zu kamen die Deutschen an die Grube und schossen noch einmal in Richtung der noch hörbar Lebenden. Der Bericht endet damit, dass die Frau erzählt, dass sie damals 6 Jahre alt war, als sie in dieser Grube voller Leichen lag. </p>
<p>Nun kann ein Denkmal dieses Grauen unmöglich einfangen. Es muss aber auch nicht so kläglich scheitern wie das Stelenfeld. Bessere Vorschläge gab es durchaus, <a href="http://www.hgb-leipzig.de/mahnmal/herzmatz.html">zwei interessante</a> seien hier erwähnt. Der Vorschlag &#8220;Leerstelle&#8221; hätte wohl genau das geleistet, was mir beim Stelenfeld fehlt, nämlich den Horror wiederzugeben, indem sich buchstäblich der Abgrund vor dem Betrachter auftut.<br />
Der zweite Vorschlag &#8220;Überschrieben&#8221; wäre dem Thema auch nicht gerecht geworden, hätte aber die teils sinnlos und leichtfertig gewordene Gedenkkultur hierzulande bloß gestellt. </p>
<p>Aber beide hätten dem im Weg gestanden, worum es den Deutschen beim Erinnern doch hauptsächlich geht: Dem Zurückerlangen der Normalität. Das Stelenfeld ist längst genau dazu geworden, zu einem völlig normalen Teil des Berliner Lebens. Ein riesiges Loch hätte sich diesem Prozess widersetzt. </p>
<p>Neben dem Mahnmal stehen einige Landesvertretungen. Darunter auch die von Niedersachsen. Bei denen im Vorgarten steht ein <a href="http://www.verbrochenes.net/wp-content//elef.jpg">Elefant und auf ihm steht &#8220;Wir sind die Niedersachsen&#8230;&#8221;</a>. Das ist eine Zeile aus dem faschistoiden &#8220;Niedersachsenlied&#8221;, in dem man sich als &#8220;sturmfest und erdverwachsen&#8221; rühmt, weil man schon sovielen Feinden widerstanden habe. Glücklicherweise kamen dann 1945 Feinde, denen selbst die Niedersachsen nichts entgegen zu setzen hatten und befreiten unter anderem Bergen-Belsen. Eigentlich müsste man diesen geradezu offiziellen Bezug auf dieses Lied einmal skandalisieren, gerade in unmittelbarer Nähe eines Denkmals für Opfer des Nationalsozialismus. </p>
<p>Ein bisschen weiter entfernt kann man sehen, wie jüdisches Leben in Berlin heute aussieht. Dort steht das Gemeindezentrum der orthodoxen jüdischen Gemeinde unter Polizeischutz, den ganzen Tag. </p>
<p><img src="http://www.verbrochenes.net/wp-content//juedische.jpg" alt="" title="juedische" width="500" height="666" class="alignnone size-full wp-image-737" /></p>
<p>Das Café daneben weist energisch daraufhin, dass es geöffnet hat. </p>
<p><img src="http://www.verbrochenes.net/wp-content//cafe.jpg" alt="" title="cafe" width="500" height="666" class="alignnone size-full wp-image-738" /></p>
<p>Auch das scheint ein Stück Normalität zu sein: Juden, die mit der <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/focus_aid_234180.html">Bedrohung</a> leben.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Les, du Opfer!</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/06/10/les-du-opfer/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 17:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer wieder stehe ich im Buchladen rum und frage mich, ob ich mir nicht mal das Buch Am Beispiel meines Bruders von Uwe Timm kaufen sollte. Der Autor hat sich mit dem Roman Kerbels Flucht durchaus empfohlen, und auch die Idee, die Geschichte des Bruders, der SS-Soldat war, niederzuschreiben, ist ja nicht von vornherein zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder stehe ich im Buchladen rum und frage mich, ob ich mir nicht mal das Buch <em>Am Beispiel meines Bruders</em> von Uwe Timm kaufen sollte. Der Autor hat sich mit dem Roman <em>Kerbels Flucht</em> durchaus empfohlen, und auch die Idee, die Geschichte des Bruders, der SS-Soldat war, niederzuschreiben, ist ja nicht von vornherein zu veruteilen. Warum man sie überhaupt verurteilen könnte? Die deutsche Literatur neigt dazu, sehr viel Verständnis für Naziverbrecher aufzubringen und sie nach Möglichkeit irgendwie als Opfer darzustellen.</p>
<p>Dass dies in Timms autobiografischer Familienrecherche nicht der Fall ist, versichert Hannes Heer im fünften Kapitel seiner quellenreichen, aber dennoch äußerst flüssig lesbaren und lesenswerten Geschichtsschreibungskritik <em>&#8220;Hitler war´s&#8221;. Die Befreiung der Deutschen von ihrer Vergangenheit.</em> In diesem Abschnitt beschäftigt er sich mit den Familenerinnerungen, die in den vergangenen zehn bis zwanzig Jahren den Markt geradezu überschwemmt haben und zweifelsohne häufig das Bedürfnis der Deutschen nach Verständnis für ihre Taten und nach Mitleid für ihr Leiden bedient haben. Und er sortiert den Markt ein wenig, mit guten Argumenten, wie ich finde, weshalb ich die Werke hier einfach mal in den Kategorien aufliste, in die Heer sie implizit einreiht - als Entscheidungshilfe vielleicht.</p>
<p>Konsequente Beschäftigung mit den Tätern in der eigenen Familie:</p>
<ul>
<li>Uwe Timm: <em>Am Beispiel meines Bruders</em></li>
<li>Stephan Wackwitz: <em>Ein unsichtbares Land</em></li>
<li>Wibke Bruns: <em>Meines Vaters Land</em></li>
<li>Dagmar Leupold: <em>Nach den Kriegen</em></li>
<li>Monika Jetter: <em>Mein Kriegsvater</em></li>
<li>Martin Pollack: <em>Der Tote im Bunker</em></li>
<li>Claudia Brunner und Uwe von Seltmann: <em>Schweigen die Täter, reden die Enkel</em></li>
</ul>
<p>Realistische Romane selbstverschuldeten deutschen Leids:</p>
<ul>
<li>Tanja Dückers: <em>Himmelskörper</em></li>
<li>Reinhard Jirgl: <em>Die Unvollendeten</em></li>
</ul>
<p>Typisch deutsche Geschichtsklitterei:</p>
<ul>
<li>Thomas Medicus: <em>In den Augen meines Großvaters</em></li>
<li>Ulla Hahn: <em>Unscharfe Bilder</em></li>
<li>Günter Grass: <em>Im Krebsgang</em></li>
<li>Arno Surminski: <em>Vaterland ohne Väter</em></li>
</ul>
<p>So sieht Heer das jedenfalls. Vielleicht können ja auch einige Leser näheres zu den genannten Büchern sagen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schwarz-rot-geil Reloaded</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/06/04/schwarz-rot-gold-reloaded/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 20:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Anderes]]></category>

		<category><![CDATA[Sportliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun geht es wieder los. Die besten Deutschen haben ihre deutschen Fähnchen schon an ihrem deutschen Auto, weitere werden folgen. Oder gleich ihr ganzes Haus mit Nationalsymbolen behängen. Andere werden grölend durch die Straßen rennen und wie vor zwei Jahren die zu befürchtenden Siege der deutschen Nationalmannschaft auch mal mit einem lauten &#8220;Ausländer raus!&#8221; feiern. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun geht es wieder los. Die besten Deutschen haben ihre deutschen Fähnchen schon an ihrem deutschen Auto, weitere werden folgen. Oder gleich ihr ganzes Haus mit Nationalsymbolen behängen. Andere werden grölend durch die Straßen rennen und wie vor zwei Jahren die zu befürchtenden Siege der deutschen Nationalmannschaft auch mal mit einem lauten &#8220;Ausländer raus!&#8221; feiern. Diese Siege werden anders heissen, &#8220;deutsche Siege&#8221; nämlich. Nach solchen dürstet das Volk und das Land, nachdem es in militärischen Vergleichen so oft so bitter verloren hat. Ein massiver Minderwertigkeitskomplex hat sich breit gemacht in der BRD und die Symptome brechen sich nun wieder deutlich vernehmbarer Bahn. Das hat viele Gründe, zum Beispiel die Wiedervereinigung und die schrittweise Wiederherstellung deutscher Souveränität, das Erstarken der BRD auf europäischer und globaler Ebene. </p>
<blockquote><p>
Kurt Tucholsky sagte einmal: „<em>Nie geraten die Deutschen so außer sich, wie wenn sie zu sich kommen wollen.</em>“ Dann stehen sie erst auf und anschließend hinter ihren Kämpfern, bevor sie in ihren Volltrottelkostümen beim Sieg durchdrehen.</p></blockquote>
<p>Aber so richtig ins Massenbewusstsein und nach außen tritt der Wunsch, &#8220;wieder wer zu sein&#8221; vor allem beim Fußball. Mit der WM in Deutschland wurde die frühere Zurückhaltung aufgegeben. Das ganze Land gab sich dem Volksrausch hin und die Feuilletonisten lieferten das gute Gewissen dazu, indem sie diesen &#8220;unbeschwerten&#8221; und angeblich &#8220;neuen&#8221; Patriotismus als völlig gerechtfertigt und unproblematisch schön redeten. </p>
<blockquote><p>
Krampfhaft unverkrampft kam das alles daher, so, als würden sich die Fahnenträger, Bäckchenbemaler und Trikotbesitzer selbst nicht recht trauen. Doch je unbefangener, desto bedrohlicher wird die Lage für den, der nicht mitspielen kann oder will.
</p></blockquote>
<p>&#8220;Warum denn nicht?&#8221; fragen die Nachfahren der Mörder, und sie meinen diese Frage ernst. Warum deutscher Nationalismus problematisch ist, warum er anders ist als äußerlich ähnlich daherkommende Begeisterung in anderen Ländern, das verstehen sie nicht. Sie seien doch keine Nazis, lassen die stolzen Deutschen jeden wissen, der sie nicht mag. </p>
<blockquote><p>Als guter Deutscher ist man heute einfach kein Nazi mehr – weniger aus Einsicht, sondern weil es kontraproduktiv für die Pläne des Vaterlands ist.
</p></blockquote>
<p>Was deutschen Nationalismus ausmacht, wie deutsche Vergangenheitsbeseitigung funktioniert und warum Deutschland das Vorrundenaus zu wünschen ist, das hat Alex Feuerherdt <a href="http://www.verbrochenes.net/Schwarz-rot-geil-reloaded.pdf">in seinem Vortrag &#8220;&#8216;Schwarz-rot-geil&#8217; Reloaded?&#8221; (pdf)</a> dargelegt, aus dem auch die Zitate in diesem Eintrag sind.<br />
Der Vortrag ist einerseits einfach lesenswert, praktischerweise liefert er andererseits auch einige Argumente für die verbale Auseinandersetzung mit uneinsichtigen Kartoffeln, die sich für viele von uns in den nächsten vier Wochen sicher nicht immer wird vermeiden lassen.</p>
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		<title>The incredible BLU</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jun 2008 11:59:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Anderes]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch Zufall bin ich auf dieses beeindruckende Video gestoßen:

Im Originalzusammenhang gibt es das Video hier, die Homepage selbst ist ebenfalls durchaus sehenswert. Dieses Bild hatte ich glaube ich schon mal verlinkt. Dennoch immer wieder toll.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch Zufall bin ich auf dieses beeindruckende Video gestoßen:</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/uuGaqLT-gO4&#038;hl=en"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/uuGaqLT-gO4&#038;hl=en" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>
<p>Im Originalzusammenhang gibt es das Video <a href="http://www.blublu.org/sito/video/muto.htm">hier</a>, <a href="http://www.blublu.org/">die Homepage selbst</a> ist ebenfalls durchaus sehenswert. <a href="http://www.blublu.org/sito/video/muto.htm">Dieses Bild</a> hatte ich glaube ich schon mal verlinkt. Dennoch immer wieder toll.</p>
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