Vor kurzem wurde die Redaktion auf ein interessantes Weblog aufmerksam gemacht. Auf www.verbrochenes.net treffen sich Verschwörungstheoretiker, Pferdepfleger und Matrosen und sprechen über ihre ach so unterschiedlichen Erfahrungen mit dem Leben in Kapitalismus und Krise. Wir haben uns gefragt, was diese Leute wirklich antreibt und was wir für sie tun können. Deshalb haben wir uns mit dem sinistren Superhirn hinter der Website getroffen. Der zwielichtige Zweifler war nicht für ein persönliches Treffen zu gewinnen, weshalb wir uns im Internet unterhalten mussten.
Herr Joinsen! Erstmal was anderes jetzt: verbrochenes.net, was ist das eigentlich?
Für die einen ist es verbrochenes.net, für andere die wahrscheinlich kleinste Weltverschwörung – nunja, der Welt. “Für andere” ist dabei ganz persönlich gemeint. Wir sind für die Menschen da, die eine Weltverschwörung brauchen: Antisemiten jeglicher Couleur, aber auch die Menschen von PI-News.
Sehr interessant, aber wem hilft das weiter? Mir jedenfalls nicht, ich fühle mich davon eher gestört.
Das liegt daran, dass Sie die Drecksarbeit hinter den Kulissen kennen. Denken Sie sich das doch mal weg – dann würden Sie tatsächlich glauben, der Mossad allein wäre das gewesen neulich. Dass es gar nicht so einfach ist, den Pass von Herbert Kujan erst zu stehlen und dann so abzuändern, dass ein vierunddreißigjähriger Killeragent etwas damit anfangen kann, weiß man eben erst, wenn man es einmal gemacht hat.
Auf Seiten der Leserschaft würden Sie sich über Ihr Dementi von neulich freuen, weil so klar ist, dass da irgendwas im Busch ist. Also genau über das, was Sie in Ihrer täglichen Auseinandersetzung mit verbrochenes.net so stört.
Da haben Sie jetzt natürlich recht, das muss ich schon zugeben.
Aber Sie kennen sich auch mit anderen Dingen aus. Die Finanzkrise war schlimm, aber Werders Rückrundenstart auch. Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um derartige Ereignisse in Zukunft zu verhindern?
Das würde ich jetzt ja nicht in einen Topf werfen. Der Rückrundenstart kam ja nicht unerwartet. Der kommt jedes Jahr. Was macht ihn denn so schlimm? Das könnte man sich mal fragen und dann entsprechend handeln. Wie genau, das müssen die Leute wissen, die sich ernsthaft mit Fußball beschäftigen. Wobei Thomas Schaaf natürlich nicht entlassen werden darf. Finanzkrisen sind sozusagen das Gegenteil von Rückrundenstarts: Sie kommen zwar nicht jedes Jahr, sind aber immer schlimm. Wir brauchen also differenzierte Ansätze. Während man bei der Finanzkrise einfach dafür sorgen könnte, dass es nie wieder eine gibt, wäre das beim Rückrundenstart äußerst kontraproduktiv. Wie sollte Werder denn dann je wieder Meister werden?
Da sollten die da oben wirklich mal drüber nachdenken! Aber reden wir auch über “die da unten”, die Kinder, unsere Zukunft. Was macht Kindern mehr Spaß, Dinosaurier oder Cowboys?
Bei Dinosauriern ist jedenfalls sicher, dass sie nicht schwul werden. Wobei Hollywood da natürlich alles zuzutrauen ist.
Joinsen, wir danken Ihnen für dieses Gespräch. Wollen Sie unseren Lesern noch etwas sagen?
Herbert Kujan gibt es wirklich. Look it up.
Haha!





Letzte Kommentare