<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Verbrochenes &#187; Eigenes</title>
	<atom:link href="http://www.verbrochenes.net/category/eigenes/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.verbrochenes.net</link>
	<description>Gegen die Menschlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Feb 2012 15:34:18 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Offener Brief von Racaille Verte</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2011/12/15/offener-brief-von-racaille-verte/</link>
		<comments>http://www.verbrochenes.net/2011/12/15/offener-brief-von-racaille-verte/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 10:54:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.verbrochenes.net/?p=2460</guid>
		<description><![CDATA[Die Bremer Ultra-Gruppe Racaille Verte, mit der diese Webseite weder verwandt noch verschwägert ist, hat einen offenen Brief an Alemannia Aachen geschrieben. Wir dokumentieren: Sehr geehrte Verantwortliche bei Alemannia Aachen sowie im Aachener Fanprojekt, wahrscheinlich kommt dieser Brief etwas unerwartet für Sie. Wir, die Mitglieder der Ultragruppierung „Racaille Verte“, schreiben Ihnen bezüglich des Angriffs von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Bremer Ultra-Gruppe Racaille Verte, mit der diese Webseite weder verwandt noch verschwägert ist, hat einen <a href="http://racaille.de/?p=252">offenen Brief an Alemannia Aachen</a> geschrieben. Wir dokumentieren: </em></p>
<p>Sehr geehrte Verantwortliche bei Alemannia Aachen sowie im Aachener Fanprojekt,</p>
<p>wahrscheinlich kommt dieser Brief etwas unerwartet für Sie. Wir, die Mitglieder der Ultragruppierung „Racaille Verte“, schreiben Ihnen bezüglich des Angriffs von „Alemannia Supporters“ und „Karlsbande“ auf die „Aachen Ultras“, weil wir glauben, dass unsere Bremer Erfahrungen im Umgang mit rechtsgerichteten Fans Ihnen durchaus eine Hilfe sein können.</p>
<p>Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass die Schilderungen der „Aachen Ultras“ in irgendeiner Weise falsch oder übertrieben sind. Es ist innerhalb der Ultraszene seit längerem bekannt, dass die „Karlsbande“ nicht nur rechts unterwandert ist, sondern ausdrücklich unter antiprogressivem Vorzeichen gegründet wurde. Die ebenfalls beteiligten „Alemannia Supporters“ können als Tarngruppe für die Aachener Hooligans gesehen werden. Auch diese sind politisch eindeutig rechts einzuordnen.</p>
<p>Es ist uns schleierhaft, wieso Sie den Angreifern auf der offiziellen Vereinsseite eine Plattform gegeben haben, auf der sie ihre Sicht der Dinge quasi unkommentiert darstellen dürfen. Noch viel mehr schockiert uns allerdings Ihre Aufforderung an die „Alemannia Supporters“ und die „Aachen Ultras“, „an der Lösung ihrer Konflikte aktiv zu arbeiten und zur Überwindung des tiefen Risses beizutragen, der die Aachener Fanszene durchzieht“. Wir wollen Ihnen im Detail darlegen, warum wir Ihre Wortwahl und die dahinter stehenden Vorstellungen für völlig abwegig und gefährlich halten.</p>
<p>Dadurch wird eine völlig unangebrachte Äquidistanz zu Opfern und Tätern geschaffen. Es hat hier einen Angriff gegeben, der ganz klar von einem rechtsgerichteten Haufen ausging. Als Verein sind Sie in der Verantwortung, sich hinter diejenigen zu stellen, die sich gegen Diskriminierung und für eine bunte Fankurve einsetzen, und diejenigen zu verurteilen und auszuschließen (nicht nur aus dem Stadion, sondern aus dem gesamten Diskurs), die sich Hass und die gewaltsame Verdrängung andersdenkender Menschen auf die Fahnen geschrieben haben.</p>
<p>Die „Aachen Ultras“ leisten seit einigen Jahren gute Arbeit gegen Diskriminierung. Es ist ein Hohn, nun von dieser Gruppe zu fordern, mit rassistisch, homophob, sexistisch und antisemitisch motivierten Rechtsradikalen zusammenzuarbeiten, um einen Riss in der Fanszene zu kitten. Wenn es zu einem solchen Riss in einer Fanszene kommt, ist die Zeit gekommen, klar Stellung zu beziehen und nicht die Illusion einer Einheit zu wahren.</p>
<p>Eine solche notwendig klare Positionierung mag gerade einem kleineren Verein schwer fallen, doch es lohnt sich. Nachdem unsere Gruppierung vor nunmehr fast fünf Jahren von Neonazis aus der Bremer Hooliganszene angegriffen wurde, erhielten auch wir über die Presse das Angebot des Vereins, sich an einen runden Tisch zu setzen. Wir waren entrüstet ob der Vorstellung, uns mit Nazi-Schlägern zu treffen, die uns erklärtermaßen mit Gewalt loswerden wollten (und bis heute wollen). Nach einiger Zeit sah der Verein seinen verfehlten Ansatz ein und unterstützte unseren Kampf gegen Diskriminierung, den wir trotz aller Drohungen immer weiter intensivierten. Heute kann sich der SV Werder damit rühmen, eine vorbildliche Arbeit gegen Diskriminierung innerhalb und außerhalb des Stadions zu leisten. Durch die kontinuierliche Arbeit der Fans und mit Hilfe der Rückendeckung des Vereins und Fanprojekts hat die Bremer Ostkurve mittlerweile den Ruf, ein offener Ort für alle Menschen zu sein. Das hat nicht nur zur Folge, dass die aktive Fanszene heute größer ist als je zuvor, es sind auch sichtbar mehr Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund anzutreffen. Der Kampf gegen Diskriminierung ist weitgehend Konsens, rechte Schläger sind ein Randphänomen.</p>
<p>Aber nicht nur der Verein, sondern auch das Fanprojekt ist hier in der Pflicht. Eine deutliche, öffentliche und schnelle Positionierung zur Solidarität und Unterstützung der „Aachen Ultras“ wäre das Mindeste. Des Weiteren sollte diese heikle Situation durch ausgebildete Fachkräfte begleitet werden. Die Opfer jetzt alleine zu lassen, würde einer Akzeptanz für den politisch motivierten Angriff gleichkommen. Das Fanprojekt Bremen hat gezeigt, wie eine solche Unterstützung aussehen kann.</p>
<p>Wir wünschen Ihnen in Aachen eine ähnlich erfreuliche Entwicklung. Die „Aachen Ultras“ haben dafür den richtigen Weg eingeschlagen. Unterstützen Sie Ihre Fans auf diesem Weg und verabschieden Sie sich von rechten und rechtsoffenen Ewiggestrigen, denn sie werden Ihnen nicht fehlen!</p>
<p>Herzliche Grüße aus Bremen, Racaille Verte</p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.verbrochenes.net%2F2011%2F12%2F15%2Foffener-brief-von-racaille-verte%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.verbrochenes.net/2011/12/15/offener-brief-von-racaille-verte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Antisemiten raus aus der Villa Ichon!</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2011/12/07/antisemiten-raus-aus-der-villa-ichon/</link>
		<comments>http://www.verbrochenes.net/2011/12/07/antisemiten-raus-aus-der-villa-ichon/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 18:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bremisches]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.verbrochenes.net/?p=2452</guid>
		<description><![CDATA[Obwohl es in Bremen eine große Nazi-Szene gibt, findet man die umtriebigsten Antisemiten in der Hansestadt auf der Linken. Da gibt es den &#8220;AK Süd-Nord&#8221;, der sich mit Propaganda gegen Israel profiliert hat. Und da gibt es das Bremer Friedensforum, das sich ebenfalls seit Jahren mit abenteuerlichen Geschichten über den jüdischen Staat hervor tut. Dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Obwohl es in Bremen eine große Nazi-Szene gibt, findet man die umtriebigsten Antisemiten in der Hansestadt auf der Linken. Da gibt es den &#8220;AK Süd-Nord&#8221;, der sich mit <a href="http://www.verbrochenes.net/2008/02/26/antisemitische-propaganda/">Propaganda gegen Israel</a> profiliert hat. Und da gibt es das <a href="http://www.verbrochenes.net/2008/02/25/friede-sei-mit-euch/">Bremer Friedensforum</a>, das sich ebenfalls seit Jahren mit abenteuerlichen Geschichten über den jüdischen Staat hervor tut. Dabei greifen sie gerne in den riesigen historischen Fundus der Judenfeindlichkeit und schämen sich nicht, von durch Juden zerstörte Brunnen zu schwadronieren oder <a href="http://reflexion.blogsport.de/2011/07/20/in-bremen-hetzt-es-sich-gut/">einen Boykott jüdischer Betriebe</a> auf die Beine zu stellen. Im Bündnis mit der Linkspartei und türkischen und moslemischen Gruppen lassen sich in Bremen bei gutem Wetter schon einmal 7000 Menschen zu einer <a href="http://www.verbrochenes.net/2009/01/08/regenwurmer/">offen antisemitischen Demonstration</a> zusammenbringen.</p>
<p>So weit, so bekannt. Was neu ist, ist die organisierte Kritik an den genannten Gruppen durch das <a href="http://www.buendnis-bremen.tk/">&#8220;Bremer Bündnis gegen Antisemitismus&#8221;</a>. Dessen <a href="http://againstantisemitism.blogsport.de/texte/grundsatztextaufruf-gegen-antisemitische-positionen-im-bremer-friedensforum-und-ak-sued-nord-die-spitze-des-eisbergs/">Aufruf </a>könnte man kritisieren, &#8211; er könnte deutlicher sein und einige unglückliche Formulierungen weniger enthalten &#8211; man kann das aber auch lassen. verbrochenes.net unterstützt das Bremer Bündnis, weil sein Anliegen richtig ist und es die Kritik an Friedensforum und AK Süd-Nord über das Internet heraus trägt. </p>
<p>Erreicht hat sie bereits die taz, die sich umgehend auf die Seite der Antisemiten geschlagen hat: <a href="http://againstantisemitism.blogsport.de/2011/12/07/erste-resonanz/">&#8220;Philosemiten kämpferisch&#8221;</a> überschreibt das linke Blatt seine Kurzmeldung über das Bündnis, und was das heißen soll, kann man sich denken: Kritik am Antisemitismus üben nur Judenfreunde, Philosemiten eben, die ihren Judenknacks weg haben. Dass der Kampf gegen Antisemitismus einer für die Aufklärung, einer für das Eigeninteresse jedes Einzelnen, in einer erträglichen Gesellschaft zu leben, ist, das kann der taz-Lokalredakteur nur deshalb nicht begreifen, weil er selbst einiges für den Antisemitismus übrig hat. Man darf jetzt gespannt sein, ob die taz demnächst über antirassistische Bündnisse unter Zeilen wie <em>&#8220;Niggerfreunde machen Alarm&#8221;</em> berichten wird.   </p>
<p>Adressat des Aufrufs sind <em>&#8220;alle Organisationen und Gruppen, die bisher das Friedensforum sowie den AK-Süd-Nord für adäquate Bündnispartner gehalten haben&#8221;</em>. Namentlich genannt werden die Linkspartei Bremen &#8211; selbst eine Ansammlung skurriler Freaks mit antisemitischer Prägung &#8211; und der Asta der Uni Bremen. Nicht genannt, obwohl als Ziel einer solchen Kampagne sehr viel geeigneter, wird die Bremer Landesregierung. Dabei gehört die zu den größten Unterstützern des Bremer Friedensforums: Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Ichon">Villa Ichon</a>, in der das Forum standesgemäß residiert, gehört dem Land Bremen. Es ist also nicht zu viel gesagt, wenn man der rot-grünen Landesregierung vorwirft, eine antisemitische Organisation zu unterstützen. Und es ist auch nicht zu viel verlangt, wenn man von ihr fordert, diesen Zustand umgehend zu beenden. Belege für antisemitische Plakate und Aktionen gibt es wie erwähnt genug, und so kann die politische Forderung an Politik und Öffentlichkeit nur heißen: <strong>Antisemiten raus aus der Villa Ichon!  </strong></p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.verbrochenes.net%2F2011%2F12%2F07%2Fantisemiten-raus-aus-der-villa-ichon%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.verbrochenes.net/2011/12/07/antisemiten-raus-aus-der-villa-ichon/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Libero auf Modernisierungskurs</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2011/11/16/libero-auf-modernisierungskurs/</link>
		<comments>http://www.verbrochenes.net/2011/11/16/libero-auf-modernisierungskurs/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 16:20:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.verbrochenes.net/?p=2447</guid>
		<description><![CDATA[In den letzten Jahren haben die Medien das Thema &#8220;Homosexualität im Fußball&#8221; für sich entdeckt. Seitdem kann man immer mal wieder Artikel lesen, in denen dann steht, dass es keinen offen schwulen Profi-Fußballer gibt, gefolgt von einem Zitat eines Spielers oder Funktionärs, dass das aber wirklich gar kein Problem wäre und niemand irgendwas gegen Schwule [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Jahren haben die Medien das Thema &#8220;Homosexualität im Fußball&#8221; für sich entdeckt. Seitdem kann man immer mal wieder Artikel lesen, in denen dann steht, dass es keinen offen schwulen Profi-Fußballer gibt, gefolgt von einem Zitat eines Spielers oder Funktionärs, dass das aber wirklich gar kein Problem wäre und niemand irgendwas gegen Schwule habe. Allerdings scheinen fast alle, die über Homosexualität im Fußball reden, anschließend über ihre eigene Heterosexualität reden zu müssen, so zum Beispiel <a href="http://lizaswelt.net/2011/10/28/offensive-der-heteros/">Arne Friedrich und Philipp Lahm.</a> Das ist angesichts der Verhältnisse in Gesellschaft und Sport auch nur vernünftig. Denn als Schwuler kann man inzwischen zwar im Show-Business, also als Komiker, Moderator oder als Bürgermeister von Berlin, erfolgreich arbeiten, von den echten Männerberufen hält man sicher aber besser fern. Denn im Fußball will das Volk echte Kämpfer sehen. Und ob jemand das sein kann, hängt in der öffentlichen Wahrnehmung offensichtlich noch davon ab, mit wem er ins Bett geht. Wer sich heute outen würde, müsste deshalb nicht nur mit dem Medienrummel leben, sondern auch mit Gehaltseinbußen und Jobverlust rechnen. Fußball wird von Sponsoren und dem Fernsehen bezahlt, und es ist leicht auszurechnen, dass erstere in aller Regel keinen schwulen Fußballer als Aushängeschild bezahlen wollen. Deshalb gilt bis auf weiteres <em>don´t ask, don´t tell</em> und es ist nicht damit zu rechnen, dass demnächst ein Fußballer gegen seine eigenen wirtschaftlichen Interessen sein coming out plant. </p>
<p>Gleichzeitig schafft Fußball einen öffentlichen Raum, an dem von Millionen von Menschen teilhaben. Es ist also für alle, die Homophobie für ein abzuschaffendes Übel halten, keine Nebensache, wenn dieselbe sich beim Fußball so hartnäckig hält &#8211; Fortschritt in den Fankurven ist Fortschritt in der Gesellschaft. Deshalb ist die <a href="http://www.aktion-libero.de/">&#8220;Aktion Libero&#8221;</a> unbedingt zu unterstützen, die seit heute auf vielen Sportblogs für eine erneute Auseinandersetzung mit dem Thema wirbt. Sie schreibt: </p>
<blockquote><p>Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.</p>
<p>Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul  ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.</p>
<p>Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig:<br />
Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.</p></blockquote>
<p>Das können wir so unterschreiben. Zu hoffen ist, dass die Aktion Wirkung über den Mikrokosmos der Sportblogs hinaus zeigt und auch in den Stadien immer mehr Menschen sich offen gegen Homophobie positionieren. Wie so oft steht die Fanszene des SV Werder Bremen auch hier an der Spitze des Fortschritts und hat sich schon vor anderthalb Jahren mit viel Aufwand klar gegen die herrschende Homophobie geäußert: </p>
<p><a href="http://www.verbrochenes.net/wp-content//choreoweb-1.jpg"><img src="http://www.verbrochenes.net/wp-content//choreoweb-1.jpg" alt="" title="choreoweb-1" width="400" height="360" class="aligncenter size-full wp-image-2448" /></a></p>
<p>Und auch 2011 kann man <a href="http://board.fanszene-bremen.net/thread.php?postid=773157#post773157">die Homophoben</a> noch mit <a href="http://www.zaunsturm1905.de/images/stories/Saison%202011-12/Mainz%20-%20Bremen/JAN_5603.JPG">einer Regenbogenfahne</a> provozieren. Und wenn man kann, dann soll man auch. Vielleicht ist es dann irgendwann so weit, dass ein Fußballer nicht bereitwillig über seine Heterosexualität Auskunft gibt, sondern einfach verkündet, dass seine Sexualität niemanden etwas angeht. Das wäre ein echter Fortschritt gegenüber dem üblichen &#8220;Ich habe nichts gegen Schwule<a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&#038;v=UniYXL1qBDI#!">, no homo!&#8221;<br />
</a></p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.verbrochenes.net%2F2011%2F11%2F16%2Flibero-auf-modernisierungskurs%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.verbrochenes.net/2011/11/16/libero-auf-modernisierungskurs/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>If the apollo program was a hoax..</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2011/10/13/if-the-apollo-program-was-a-hoax/</link>
		<comments>http://www.verbrochenes.net/2011/10/13/if-the-apollo-program-was-a-hoax/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 06:18:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goniwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>
		<category><![CDATA[Erbrochenes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.verbrochenes.net/?p=2432</guid>
		<description><![CDATA[Die politische Karriere des Josef Fischer ist eine der schillerndsten und aufregendsten der Nachkriegszeit. Waehrend das Gros seiner vormaligen Genossen entweder in die zahllosen Wohngemeinschaftssuempfe und Aussteigerbauernhoefe abgetaucht oder aber in die linksliberale Presselandschaft der Republik herueberoszilliert ist, hat Joschka es dann doch ein gutes Stueck weiter nach oben auf der Karriereleiter gebracht: Statt einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die politische Karriere des Josef Fischer ist eine der schillerndsten und aufregendsten der Nachkriegszeit. Waehrend das Gros seiner vormaligen Genossen entweder in die zahllosen Wohngemeinschaftssuempfe und Aussteigerbauernhoefe abgetaucht oder aber in die linksliberale Presselandschaft der Republik herueberoszilliert ist, hat Joschka es dann doch ein gutes Stueck weiter nach oben auf der Karriereleiter gebracht: Statt einer vegetarischen Eckkneipe im Frankfurter Westend fuehrte er – in Turnschuhen – die gruene Partei an die Spitze der Macht, was &#8211; der Kampf ging schliesslich weiter &#8211; fuer ihn selbst immerhin das Amt eines bundesdeutschen Aussenministers abwarf. Just in dieser Rolle wurde er dann auch der Weltoeffentlichkeit bekannt, als er einem sichtlich nicht amuesierten Verteidigungsminister namens Donald Rumsfeld <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FtLwo--n2AA">erklaerte</a>, dass er <em>not convinced</em> sei (in diesem Jahr sollte dann auch noch sein Buch mit gleichlautendem Titel nachgelegt werden – das Auskommen will ja auch im hoeheren Alter noch gesichert sein). Wirklich ueberzeugend hatte Fischer wohl nur die Ausfuehrungen des <strong>deutschen </strong>Verteidigungsministers Scharping bezueglich der Existenz von Konzentrationslagern in Srebrenica gefunden, getroffen zu einer Zeit, als die rot-gruene Regierung noch sehr viel eher bereit gewesen war, einen Kriegseinsatz zu autorisieren.</p>
<p>Fischers bekannte Muenchner Rede erntete damals in Deutschland vor allem aus zwei Gruenden grosse Zustimmung: Einmal, weil Deutsche in ihrer Selbstwahrnehmung in den allermeisten Faellen Recht haben, denn man hat es hierzulande eigentlich schon immer besser gewusst, da traf es sich noch besser, dass die Amerikaner den Anstand hatten, ihren Fehler offen einzugestehen. Und zweitens, weil, so stand es damals in den Zeitungen dieses Landes zu lesen, endlich mal wieder jemand den USA die Stirn bot &#8211; dazu auch noch dem ohnehin ungeliebten Bush und seinem vom militaerisch-industriellen Komplex finanzierten Schattenkabinett. Mutig war der ehemalige Linksradikale da gewesen, der von seinen NATO-Kollegen gern mal <em>comrade</em> genannt wurde, wie im vormals erwaehnten Buechlein zu erfahren ist. Im gleichen Maße, wie sich Fischers Bedenken in diesem Fall als richtig herausstellten, ist die unmittelbare Wirkung seines Auftrittes auch heute noch zu bemerken: Spaetestens seit dem Irakkrieg glaubt man amerikanischen Offiziellen am Besten erst einmal gar nichts mehr.</p>
<p>Und jetzt, wo der Aussenminister a.D. schon lange im Lobbynest der Energieindustrie sitzt, kommen die Amis schon wieder mit so einer Raeuberpistole daher: Ein Mordkomplott unter Beteiligung der iranischen Regierung, das Ziel ausgerechnet der saudische Botschafter – na, so ein Zufall, wo das mit dem Oel doch schon jeder weiss. Wer kann da besser Licht ins Dunkel bringen als die deutsche Presse, Hueterin von Anstand und Moral und in gleichem Maße auch fuer die Vermittlung von stichhaltigen Informationen zustaendig? Routinemaessig beginnt eine sinnvolle Recherche zum Thema <strong>Chevrolet</strong> diesmal nicht bei Juergen Elsaesser, wohl aber bei der jungen Welt, wo Knut Mellenthin uns <a href="http://www.jungewelt.de/2011/10-13/028.php">versichert</a>: The whole thing has been turned upside down &#8211; die Spur fuehrt nach Washington, nicht nach Teheran. Hastig, immer in der Angst, vom US-Geheimdienst auf frischer Tat ertappt zu werden, wird sich der Ex-KB&#8217;ler noch ein paar Mal umgeschaut haben, bevor er der Leserschaft die Bedeutung des Begriffs<em> Sting Operation</em> naeherzubringen versuchte:</p>
<blockquote><p>&#8220;(..) eine sogenannte Sting Operation, wie sie in den vergangenen Jahren immer häufiger von FBI, CIA und anderen US-Sicherheitsbehörden praktiziert wurde, um der Öffentlichkeit »muslimische Terroristen« vorführen zu können. Bei dieser Methode werden systematisch labile Individuen aufgespürt, die sich von Polizei- und Geheimdienstagenten in fingierte Verschwörungen verwickeln lassen. Diese entspringen überwiegend der Phantasie und den Aktivitäten eben dieser Behörden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die jW war allerdings auch schon besser aufgelegt, sehnsuechtig erwarten wir also den bald eintreffenden Artikel von Rainer Rupp. Langley und Arlington, die Orte, an denen die Faeden der Macht zusammenlaufen, wenn gerade mal keine Bilderberger-Treffen stattfinden, liegen zwar genau genommen nicht in Washington, D.C. – aber die paar Kilometer schenken wir der Redaktion an diesem Donnerstagmorgen gerne und wenden uns, ein wenig verstoert ob der Frage, wann und ob auch wir von einem <em>Drogenabhaengigen oder Kriminellen</em> kontaktiert werden, dem zu, was fuer Mellenthin vermutlich <em>ein Mainstreammedium</em> ist. Eins davon, die SZ, leistet sich mit <a href="´http://www.anstageslicht.de/index.php?UP_ID=1&amp;NAVZU_ID=16&amp;STORY_ID=33&amp;AUTOR_ID=93">Tomas Avenarius</a> einen eigenen Nahost-Korrespondenten, der offenbar auch ueber Irans polykratische Herrschaftsstrukturen und insbesondere dessen Geheimdienst bestens <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/geplantes-mordkomplott-in-den-usa-iranisches-eigentor-1.1161044">Bescheid </a>weiss:</p>
<blockquote><p>&#8220;Da sind Präsident Mahmud Ahmadinedschad, das Parlament, die schiitische Geistlichkeit, aber auch Technokraten, einflussreiche Händler und Geschäftsleute sowie die mächtigen Revolutionsgarden mit ihren Al-Quds-Brigaden. Gebändigt wird dieses Machtgeschwür mehr oder weniger erfolgreich vom Geistlichen Führer Ayatollah Ali Chamenei. &#8220;</p></blockquote>
<p>Aus einem Geschwuer entstehen irgendwann einmal viele, das weiss jeder Medizinstudent, da kann sich die Weltoeffentlichkeit gluecklich schaetzen, dass es Ali Chamenei gibt, der nicht nur das iranische Atomprogramm bestens im Griff hat, sondern auch nachhilft, wenn vor Ort nicht ganz saubere <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,395954,00.html">Geschichtswissenschaft </a>betrieben wird. Und, auch das ist fuer einen echten Kenner der Geheimdienstszenerie augenfaellig: Die Al-Quds-Brigaden waren es nicht, dafuer war der Anschlag zu <em>dilettantisch vorbereitet</em>. Vielleicht kann am Ende sogar die hiesige Industrie von der Geschichte profitieren, denn die saudische Monarchie, die <em>nun noch einen Grund hat, neue Panzer und Jets zu bestellen, </em>klopft vielleicht nochmal in Deutschland an. Stirnrunzelnd bleiben wir auf der Seite der SZ haengen und bekommen von Wolfgang Jaschensky erklaert, dass wiederum jemand anderes – kein Mitglied der Al-Quds-Brigaden, dafuer aber von der Stiftung Wissenschaft und Politik – sagt, ebenjene operierten ausschliesslich auf arabischem Boden. Muessen unsere Nachforschungen also wieder bei Null anfangen? In einer guten Krimiserie wird dann immer die Kardinalsfrage nach dem Taetermotiv gestellt: Was wollen die Iraner denn nun? Von ihnen selbst wird nichts Erhellendes zu erfahren sein, denn Sprecher der iranischen Regierung sprechen lapidar von einem <em>konstruierten Szenario </em>– aber das tun sie in Bezug auf Auschwitz auch. Also weiter im Text:</p>
<blockquote><p>&#8220;Vieles spricht dafür, dass Iran an einer Verschärfung des Konflikts mit den USA kein Interesse hat. Doch es scheint auch denkbar, dass das Regime in Teheran den Streit mit Washington eskalieren will, gerade da der Kampf um die Vorherrschaft in der Region mit Saudi-Arabien an Schärfe gewinnt. Möchte das Regime zeigen, dass es aus einer Position der Stärke heraus agiert? Wollen konservative Kreise eine vorsichtige Annäherung an die USA torpedieren? Oder ist es Rache für die Ermordung des Atomwissenschaftlers Massud Ali-Mohammadi, für die Iran die USA verantwortlich macht? &#8220;</p></blockquote>
<p>Denkbar ist alles, auch ein Berg, dessen Kuppe aus reinem Gold besteht. Und wenn die USA einen Atomphysiker um die Ecke gebracht haben, warum soll dann dafuer der saudische Botschafter sterben? Das Geheimdienstgeschaeft ist nicht leicht zu durchblicken. Viele Fragen, und dann ist der Artikel zu Ende. So leicht laesst sich ein Redakteur dieses Blogs nicht abspeisen, also weiter zur Studentenausgabe der Bild, die sich Spiegel nennt. In gewohnter journalistischer Qualitaet stillt die Onlineausgabe des Hamburger Wochenblaettchens gleich mit mehreren Artikeln unseren Wissensdurst. Von Anna Reimann werden wir in die Geheimnisse der Al-Kuds-Brigaden <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,791346,00.html ">eingefuehrt </a>– doch warum eigentlich, wenn die doch gar nicht dahinterstecken? Schnell klar wird vor allem eines, naemlich, dass man so ziemlich gar nichts ueber diese Kerle weiss – wer haette es gedacht, reden wir doch von einer der <em>effizientesten Spezialeinheiten weltweit</em>. Ploetzlich operieren sie allerdings auch in Bosnien, Nigeria und Afghanistan, die wiederum nun wahrlich nicht zur arabischen Welt gehoeren. So weit, so gut. Ein letzter Versuch beim Spiegel bringt uns wenigstens eine der klassischen Einleitungsphrasen, fuer die wir das Heft so <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/spiegel-sex-power-bullshit/">lieben</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Code-Wörter, konspirative Treffen, verdächtige Telefonate: (..)</p>
<p>Am 28. September schnappt die Falle zu. An jenem Mittwoch fliegt der iranisch-amerikanische Geschäftsmann Manssor Arbabsiar von Mexiko nach New York. Verdeckte US-Ermittler sind bereits mit an Bord. Kaum ist das Flugzeug auf dem Flughafen John F. Kennedy gelandet, zücken sie die Handschellen, nehmen Arbabsiar fest und bringen ihn in ein New Yorker Gefängnis. &#8220;</p></blockquote>
<p>Bei sovielen Unklarheiten kann man sich fast gluecklich schaetzen, dass es auch noch die <em>Zeitung fuer Deutschland</em> gibt. In deren heutiger Printausgabe bringt es Guenther Nonnenmacher, der ansonsten auch schonmal die Loesung des Nahostkonflikts in zwei Spalten bewerkstelligt, auf den Punkt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Dass Kraefte in Teheran bei einem mexikanischen Rauschgiftkartell einen Auftragskiller gedungen haben sollen, um den saudiarabischen Botschafter in Washington zu ermorden, das klingt zu phantastisch, als dass es erfunden sein koennte.&#8221;</p></blockquote>
<p>And the FAZ delivers. Wenn man sich vor Augen haelt, dass in einer mehr oder minder lupenreinen Demokratie wie der Bundesrepublik Staatstrojaner ohne das Wissen aller offiziellen Stellen zum Einsatz gekommen sind, dann faellt es nun wirklich nicht so schwer sich vorzustellen, wie finstere persische Brigadisten ein Mordkomplott aushecken. Vielleicht hilft es den Skeptikern auch, sich an den state terrorism eines Gaddafi zu erinnern, den der notorische Noam Chomsky uebrigens noch Jahre spaeter von jeder Mittaeterschaft an Lockerbie und La Belle freisprechen wollte. Alternativ kann man auch noch etwa zwanzig Jahre warten, bis auf n-tv zum Jahrestag der Festnahme Manssor Arbabsiars eine Dokumentation kommt, bei der zwielichtige Gestalten, deren berufliche Qualifikation mit <em>Ex-Geheimdienstler</em> umschrieben sein wird, das genaue Prozedere der Ermittlungsaktivitaeten preisgeben, dank Wikileaks geht es vielleicht sogar noch etwas schneller. Einstweilen wird die Affaere wohl der Startschuss fuer verschaerfte Sanktionen gegen eines der unangenehmeren politischen Systeme des 21. Jahrhunderts sein – was noch lange nicht heisst, dass das ins Auge gefasste Anschlagsziel der Repraesentant einer offenen Gesellschaft gewesen sei.</p>
<p>Uebrigens, fuer alle, die nicht ganz ohne das <em>big picture</em> auskommen wollen: Die nun entfaltete diplomatische Offensivstrategie der US-Regierung hat Michael Scott Duran schon in der vergangenen Ausgabe des Peridodikums Foreign Affairs unter dem Titel <a href="http://www.foreignaffairs.com/articles/67942/dalia-dassa-kaye-and-frederic-wehrey-michael-scott-doran/arab-spring-persian-winter">Arab Spring, Persian Winter</a> skizziert. Leg&#8217; dein Ohr auf die Schiene der Publizistik.</p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.verbrochenes.net%2F2011%2F10%2F13%2Fif-the-apollo-program-was-a-hoax%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.verbrochenes.net/2011/10/13/if-the-apollo-program-was-a-hoax/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>One solution &#8211; evolution!</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2011/09/16/one-solution-evolution/</link>
		<comments>http://www.verbrochenes.net/2011/09/16/one-solution-evolution/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 10:19:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anderes]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.verbrochenes.net/?p=2380</guid>
		<description><![CDATA[Die heutige Medienanalyse gilt folgendem Bild, das ich ohne zu fragen vom Antifaschistischen Netzwerk beziehungsweise der Antifa Westhavelland geklaut habe. Fangen wir mit der bildlichen Darstellung an: Die Vorfahren der hier aktiven Neonazis haben offensichtlich erst Ende des ersten Jahrtausends den aufrechten Gang gelernt. Als Jesus über den See Genezareth spazierte, schlug sich ein merkwürdiges [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die heutige Medienanalyse gilt folgendem Bild, das ich ohne zu fragen vom Antifaschistischen Netzwerk beziehungsweise der <a href="http://westhavelland.wordpress.com/2011/07/13/afn-neuruppin-blockiert/">Antifa Westhavelland</a> geklaut habe.</p>
<p><a href="http://westhavelland.files.wordpress.com/2011/07/2011-07-09-neuruppin-fkn-004-top.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2381" title="2011-07-09-neuruppin-fkn-004-top" src="http://www.verbrochenes.net/wp-content//2011-07-09-neuruppin-fkn-004-top.jpg" alt="" width="500" height="389" /></a></p>
<p>Fangen wir mit der bildlichen Darstellung an: Die Vorfahren der hier aktiven Neonazis haben offensichtlich erst Ende des ersten Jahrtausends den aufrechten Gang gelernt. Als Jesus über den See Genezareth spazierte, schlug sich ein merkwürdiges Mischwesen aus Affe, Katze und Bär durch die später ostdeutsch werdenden Gebiete. Gegen Ende des Mittelalters war aus diesem erstklassigen Genmaterial ein deutscher Wandersmann entstanden, der sich 1945 böse verletzt haben muss, woraufhin er sich einen Stock zulegte und anschließend für einige hundert Jahre unsichtbar wurde. Doch damit nicht genug der merkwürdigen Ereignisse: Weil sich Zeit und Raum etwas gekrümmt haben, sind wir in dieser Zeit nur bis ins Jahr 2011 voran gekommen, und der politische Nachwuchs des eingangs gezeigten Halbaffen hat sich seit 1945 kein Stück verändert. Ab jetzt wird er, wenn das nach 1945 aufgetretene Raum-Zeit-Gelöt hält, noch mehrere Jahrzehnte brauchen, um sich seines Unterleibs zu entledigen, dabei dennoch deutlich zu wachsen, und an seinem Krückstock eine Fahne zu befestigen. Eine Rückkrümmung der Zeit hingegen würde bedeuten, dass er darauf noch mehrere hundert Jahre warten muss.</p>
<p>Was kann nun die ausführliche Beschriftung zum besseren Verständnis des Transparents beitragen? &#8220;Vom Schuldkult zur Mitschuld&#8221; &#8211; ist das zeitlich zu verstehen? Da der &#8220;Schuldkult&#8221; in der Mitte der Zeitleiste eingeordnet ist, würde das die &#8220;Mitschuld&#8221; dahinter einordnen. Fraglich ist nun, ob sie sich auf die Revolution bezieht &#8211; eine Mitschuld an der Revolution? &#8211; oder auf ein noch dahinter liegendes Ereignis, eventuell gar auf das Nachfolgetransparent für die nächste Demonstration, in dem die ganze Sache dann aufgelöst wird. Denkbar wäre dann, dass die Revolution scheitert, vielleicht weil eine Fahne einfach keine hinreichende Waffe mehr ist, so um 2109 rum, und dann hinterher die Mitschuldfrage gestellt wird.</p>
<p>Vielleicht ist die Mitschuld aber auch im Zusammenhang zur gezeigten Evolution zu sehen: Aus dem Affen wird ein sich seiner selbst bewusst seiender Mensch, genau wie Eva und Adam sich ihrer selbst erst bewusst wurden, als sie vom Apfel aßen &#8211; der Sündenfall. Selten wurden Evolution und christliche Theologie so gekonnt verzahnt, selten wurde der katholische Schuldkult so subtil kritisiert. </p>
<p>Aber stellen wir uns nicht dumm, lesen wir mal bei den Künstlern selbst nach: </p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230;darauf aufmerksam zu machen, was der Schuldkult im Laufe der Jahrzehnte mit unserem Volk angerichtet hat. Wir wurden zum ewigen Täter erklärt und fressen jede noch so dreiste Lüge, ohne sie auch nur einmal zu hinterfragen. (&#8230;) Mit dieser Ignoranz, trägt ein gesamtes Volk Mitschuld an den Missständen auf der Welt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Hört, hört! Die Kollektivschuldthese ist wieder da, unwahrscheinlicherweise vorgetragen von ostdeutschen Neonazis. Die antideutschen Nationalsozialisten sind geboren, und ihr Vorwurf lautet auf nicht weniger als &#8220;Mitschuld an den Missständen auf der Welt&#8221;. Ein &#8220;gesamtes Volk&#8221; wird hier angeklagt, und das Rezept gegen den &#8220;Schuldkult&#8221; der Deutschen ist der Vorwurf an sie, schuldig zu sein. Damit sind die Kameraden schon vor der Revolution bei einer Erkenntnis angelangt, für die der Führer ein ganzes Leben und einen verlorenen Krieg gebraucht hat: Die Deutschen, die taugen nichts. </p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.verbrochenes.net%2F2011%2F09%2F16%2Fone-solution-evolution%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.verbrochenes.net/2011/09/16/one-solution-evolution/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>The old fortune teller lies dead on the floor</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2011/09/04/the-old-fortune-teller-lies-dead-on-the-floor/</link>
		<comments>http://www.verbrochenes.net/2011/09/04/the-old-fortune-teller-lies-dead-on-the-floor/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 19:26:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goniwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.verbrochenes.net/?p=2373</guid>
		<description><![CDATA[Genau genommen ist es moeglich, sehr viele Dinge – eigentlich alles – zu prognostizieren: Das Ende aller Tage, den Untergang der bekannten Welt, kann man sehr genau mit Hilfe des Maya-Kalenders vorherbestimmen, er faellt auf das zweitausendundzwoelfte Jahr nach christlicher Zeitrechnung und ist dementsprechend schon in drei bis maximal fuenfzehn Monaten faellig. Wer sich in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Genau genommen ist es moeglich, sehr viele Dinge – eigentlich alles – zu prognostizieren: Das Ende aller Tage, den Untergang der bekannten Welt, kann man sehr genau mit Hilfe des Maya-Kalenders vorherbestimmen, er faellt auf das zweitausendundzwoelfte Jahr nach christlicher Zeitrechnung und ist dementsprechend schon in drei bis maximal fuenfzehn Monaten faellig. Wer sich in derartig existenziellen Fragen nicht auf die Prophezeiungen untergegangener Hochkulturen verlassen moechte, hat die Moeglichkeit, sich auf aktuellere und weniger weitreichende Prognosen zu verlassen, die das Wetter, Ergebnisse demokratischer Wahlen oder – nicht jeder moechte schliesslich solche unbedeutenden Broetchen backen – weltpolitische Entwicklungen mal mehr, mal weniger akkurat vorhersagen.</p>
<p>Fuer letztere Zwecke gibt es Menschen vom Schlage eines Peter Scholl-Latour, die in ihrem Leben so unendlich viele Saetze dahergeschwafelt haben, dass irgendeine ihrer Aussagen immer zutreffend erscheint. Die US Army wird wahlweise im Irak, in Afghanistan oder sonstwo ihr <em>zweites Vietnam</em> erleben, die Weltwirtschaft wird erst  im Zuge der Immobilienkrise, nun eben im Zuge der Finanzkrise untergehen, soviel ist mal klar. Die phantasiereichsten Prognostiker der Linken stehen hierzulande ueblicherweise bei der jungen Welt in Lohn und Brot: Werner Pirker wusste dort schon 2002, dass die Amis ein <em>&#8220;totalitaeres Regime ueber die internationale Staatenwelt&#8221;</em> errichten werden, dass natuerlich auch vor dem <em>&#8220;nuklearen Genozid&#8221;</em> nicht zurueckschreckt. Im selben Jahr veroeffentlichte selbiger dann mit Wilhelm Langthaler ein regelrechtes Standardwerk der USA-Prognostik mit dem Untertitel <em>&#8220;Zwoelf gute Gruende fuer einen Antiamerikanismus&#8221;</em>, in dem der  zukunftsinteressierte Leser erfahren konnte, die naechsten militaerischen Ziele der USA seien Pakistan, dass die Amerikaner in den letzten Jahren militaerisch offenbar nur aufruesteten, um nicht wieder einen asymmetrischen Krieg fuehren zu muessen und Saudi-Arabien, dem die Bundesregierung – man hatte das Buch offenbar mit grosser Verspaetung gelesen &#8211; noch schnell ein paar Panzer verkauft hat. Unklar bleibt hingegen weiterhin, ob in der jW-Redaktion dieselben Wahrsagekugeln stehen wie in den RAF-Unterschlupfen: Deren <em>Kommando Gudrun Ensslin</em> <a href="http://www.rafinfo.de/archiv/raf/raf-15-9-81.php">wusste </a>schon vor dreissig Jahren, dass eine &#8220;Intervention im Iran&#8221; unmittelbar bevorstuende – hoechstwahrscheinlich unter Einsatz jener legendaeren Neutronenbombe, die der deutschen Friedensbewegung in den Achtzigern schlaflose Jahre bereitete, obwohl sie nie zum Einsatz gebracht wurde.</p>
<p>So ist das mit Prognosen: Die meisten sind entweder schnell wieder hinfaellig (die deutsche Frauenfussballnationalmannschaft feierte den von der Bild erwarteten Triumphzug bei der WM im eigenen Land dann doch nicht), harren noch ihrer Erfuellung (die Maya haben immerhin noch ein paar Monate Zeit) oder waren von vornherein Quatsch. Wie man mit Prognosen Geld verdient, laesst sich an einem Menschen wie Nouriel Roubini zeigen: Der <em>&#8220;Wirtschaftsexperte&#8221;</em> sagte die Rezession fuer das Jahr 2007 voraus und verkauft seitdem eine Menge Buecher – was sich laut <a href="http://www.faz.net/artikel/C32552/kapitalismus-am-ende-die-untergangspropheten-30489674.html">Prognosen</a> positiv  auf seinen Geldbeutel auswirkt. Diese Leistung zeugt allerdings weit weniger von Genialitaet als von der Existenz der beruehmten Stecknadel im Heuhaufen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Er prognostizierte unter anderem einen ernsthaften Börsenkrach für 2004, eine scharfe Wachstumsverlangsamung für 2005, einen globalen Einbruch für 2006 und eine Rezession für 2007, die dann endlich kam.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wir von verbrochenes sind manchmal auch etwas geschwaetzig, ja. Aber wenigstens reden wir dann ueber des idealtypischen deutschen Wutbuergers liebstes Thema, den <em>Fussball</em>. Bonde hat hier schon einige Male Untergaenge prophezeit, vor allem den des FC Bayern. Dieser ist bisher ausgeblieben und ich prognostiziere an dieser Stelle, dass es auch dieses Jahr nichts wird. Die Muenchner werden in der laufenden Saison souveraen Meister und auch bei allem anderen, was nun kommt, habe ich Recht: Sollte es anders kommen, dann liegt das – natuerlich – an unvorhersehbaren Ereignissen.</p>
<p>Maximal drei Champions League-Plaetze stehen den Bundesligisten dieses Jahr zur Verfuegung, und diese werden an Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und leider auch an Schalke 04 gehen. Dieser Autor wuerde gerne seiner Abneigung gegen die Knappen mehr Gewicht geben, aber was ist schon eine <em>persoenliche </em>Meinung in Anbetracht des Laufes der Geschichte? Wer den besten Sturm der Liga hat, kommt am Ende eben auch unter die Top-Plaetze. Dass Bayer Leverkusen die Saison irgendwo zwischen Platz 2 und 4 beendet ist genauso sicher wie der Nichtaufstieg der Spielvereinigung Greuther Fuerth, und Dortmund spielt einfach zu schoenen Fussball, um dafuer nicht belohnt zu werden. Der Voodoopriester, der Mirko Slomka und Hannover 96 die letzten Monate so vorzuegliche Dienste geleistet hat – denn anders ist der Erfolg des langweiligsten Vereins der Bundesliga nicht zu erklaeren – wird auch noch ans Ende seiner Kraefte kommen, und spaetestens dann stuerzen die Niedersachsen wieder dahin wo sie gehoeren, auf die Plaetze 7 bis 11, wo man am Ende der Saison die Gesellschaft von 1899 Hoffenheim, Mainz 05, dem VfB Stuttgart und Borussia Moenchengladbach geniessen darf – ter Stegen und Reus reichen dann eben doch nicht fuer den ganz grossen Wurf, der dem VfL – sorry an alle Fohlen-Fans – nie wieder gelingen wird. Und: Wer sich von Holger Stanislawski trainieren laesst, braucht mit grossen Anspruechen nun wirklich nicht zu kommen.</p>
<p>Michael Oenning ist seinen Job am kommenden Sonntag los, nachdem seine Mannschaft in Bremen, dass die Saison als Fuenfter beendet, mit 3 zu 0 unter die Raeder gekommen ist. Ohne Mertesacker, dafuer aber mit einem bald wieder einsatzfaehigen Naldo kommt man in der Bundesliga nicht in die Champions League, vor allem dann nicht, wenn man sich im Sturm neben  Pizarro auf Arnautovic und Wagner verlassen muss, was ohne Zweifel schade, aber so leicht nicht zu aendern ist, da an der Weser offensichtlich das Geld fuer einen Hochkaraeter im Sturm nicht vorhanden ist. In Anbetracht des Pokal-Auftritts in Heidenheim und einer Vorbereitung, bei der man gegen Southampton die Segel streichen musste, ist das aber immer noch ganz in Ordnung. Den UEFA-Pokalplatz teilt man sich mit dem etwa ab Mitte der Saison wiedererstarkenden VfB Stuttgart, ein strukturstarker Verein mit neuem Stadion, dessen Kader einfach zu stark aufgestellt ist, um nochmal im Niemandsland der Tabelle zu versauern, zumal eben dieses von Freiburg, Wolfsburg und Nuernberg bevoelkert wird.</p>
<p>Das sind zwar sehr unterschiedliche Vereine mit ganz unterschiedlich gelagerten Problemen, aber sie haben eine zu gute Mannschaft um abzusteigen, und eine zu schlechte, um auch nur in die Naehe der Euroleague-Quali zu kommen. Der Club hat eine Menge guter Leute abgegeben und trotzdem noch eine der besseren Innenverteidigungen der Liga, vorne aber keine Durchschlagskraft mehr, Wolfsburg implementiert unter Magath das so genannte <em>Essener Modell</em> (&#8220;Man muss nur genug Spieler kaufen, deren Zenit ueberschritten ist, und daraus formt sich dann von alleine ein starker Kader&#8221;) und kaempft nochmal um den Nichtabstieg, Freiburg ist ohnehin eine Fahrstuhlmannschaft, deren seltene Ausreisser auf einen einstelligen Tabellenplatz am Saisonende die Regel, dass es in Schwaben zwar keine guten Menschen, in Baden dafuer aber einfach keine guten Fussballvereine gibt, nur bestaetigt.</p>
<p>Womit wir beim echten Abstiegskampf waeren. Den tragen die Aufsteiger Augsburg und Hertha, der Effzeh aus Koeln, Kaiserslautern und natuerlich der HSV aus. Vermutlich schafft der Dino den Klassenerhalt auch dieses Jahr und der alberne Counter im Volkspark bleibt in Betrieb. Vor allem deshalb, weil andere Mannschaften einfach noch schlechter sind – das hat auch Werder Bremen und den VfL Wolfsburg vor dem Abstieg in der letztjaehrigen Saison bewahrt. Lief es in der Rueckrunde auch noch so schlecht, auf die Eintracht aus Frankfurt war genauso Verlass wie auf den zweiten Hamburger Verein. Die <em>Hamburger Morgenpost </em>wird sich am Ende bei Kaiserslautern und Augsburg bedanken koennen, deren Kader zwar auch nur ein Drittel von dem des HSV kosten, dafuer aber auch eindeutig schlechter sind. Wie der letztjaehrige Neunte aus der Pfalz bisher in der Liga aufspielt, laesst jedenfalls nichts Gutes erahnen, zumal fuer die diesjaehrigen Relegationsspiele ein ganz besonderer Leckerbissen ansteht: Die Geissboecke duerfen dort die Fortuna aus Duesseldorf in zwei Spielen mit einer 9-1 Torbilanz deklassieren, ein spaetes Highlight in einer mittelmaessig interessanten Bundesliga-Saison. 2011/12.</p>
<p>Und wer es noch nicht geahnt hat: Den Pokal holt der RWE. Die Rache der Mayas moege sich also noch bis mindestens Ende Mai verzoegern.</p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.verbrochenes.net%2F2011%2F09%2F04%2Fthe-old-fortune-teller-lies-dead-on-the-floor%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.verbrochenes.net/2011/09/04/the-old-fortune-teller-lies-dead-on-the-floor/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>TeeShee</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2011/08/25/teeshee/</link>
		<comments>http://www.verbrochenes.net/2011/08/25/teeshee/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 21:27:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.verbrochenes.net/?p=2350</guid>
		<description><![CDATA[Bald kommt der Sommer, und dann habt Ihr nichts anzuziehen. Muss das sein? Nein! Es ist Zeit, sich modisch mit den coolsten Girls und Boys des Planeten gemein zu machen und gleichzeitig vom Rest der Welt abzusetzen. Die Leserinnen und Leser von verbrochenes.net haben jetzt die einmalige Möglichkeit, mit einem folgendermaßen bedruckten Gesinnungs-Shirt auf sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bald kommt der Sommer, und dann habt Ihr nichts anzuziehen. Muss das sein? Nein! Es ist Zeit, sich modisch mit den coolsten Girls und Boys des Planeten gemein zu machen und gleichzeitig vom Rest der Welt abzusetzen. Die Leserinnen und Leser von verbrochenes.net haben jetzt die einmalige Möglichkeit, mit einem folgendermaßen bedruckten Gesinnungs-Shirt auf sich aufmerksam zu machen. </p>
<p><a href="http://www.verbrochenes.net/wp-content//ti-schi_klein.gif"><img src="http://www.verbrochenes.net/wp-content//ti-schi_klein.gif" alt="" title="ti-schi_fin" width="500" height="386" class="aligncenter size-full wp-image-2351" /></a></p>
<p>Kleinere Geister als die abgebildeten werden einwenden, dass Ailton doch keine Zeile Marx gelesen und Sharon kein einziges Bundesligator erzielt habe, und irgendwo stimmt das ja auch. Aber, Freunde, stellt Euch bitte folgende Fragen: Ist das wichtig? Ist es nicht viel wichtiger, dass wir, die pro-zionistischen Kommunisten aus Bremen, Gelsenkirchen, Istanbul, Hamburg, Belgrad, Zürich, Duisburg, Donezk, Altach, Campinense, Chongqing, Krefeld und Oberneuland, eine unzertrennliche und doch weit verstreute Shirtgemeinschaft bilden können? </p>
<p>Gedruckt wird schwarz auf ein weißes Shirt von anständiger Qualität &#8211; koste es, was es baumwolle. Pardon: Die Kosten sind abhängig von der Anzahl der Menschen, die eine eMail mit &#8220;Ja, ich will!&#8221; und der gewünschten Größe an teeshee@verbrochenes.net schicken. Alles weitere wird auf konspirativen Treffen geklärt, und wenn sie fertig sind, können die Hemden in Berlin und Bremen überreicht werden oder überall hin verschickt werden. Profit findet selbstverständlich nicht statt, und weiblich sozialisierte Menschen dürfen die von ihnen gesellschaftlich erwartete Variante wählen: Das &#8220;Girlie-Shirt&#8221;. Ja, gibts. Heißt so, kann ich auch nichts für. &#8220;Girlie&#8221;. Hm-mh. </p>
<p>Es ist zwar offensichtlich, aber ich spreche es gerne noch einmal aus: Wenn jemand professionelles Grafik-Design benötigt &#8211; ich kenne da jemanden! </p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.verbrochenes.net%2F2011%2F08%2F25%2Fteeshee%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.verbrochenes.net/2011/08/25/teeshee/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Expansion</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2011/07/28/expansion/</link>
		<comments>http://www.verbrochenes.net/2011/07/28/expansion/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 13:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>
		<category><![CDATA[Erbrochenes]]></category>
		<category><![CDATA[Links]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.verbrochenes.net/?p=2304</guid>
		<description><![CDATA[Eine Firma kann nur erfolgreich sein, wenn sie expandiert. Das ist egal, weil wir leider keine Firma haben. Eine andere Geschichte ist diese: Zwei unserer Autoren fotografieren seit einiger Zeit mehr als dass sie ihre durchaus vorhandenen Gedanken in blogbaren Texten zusammentragen. Da auch das manchmal ganz schön anzusehen ist, muss dafür ein Raum her. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Firma kann nur erfolgreich sein, wenn sie expandiert. Das ist egal, weil wir leider keine Firma haben. Eine andere Geschichte ist diese: Zwei unserer Autoren fotografieren seit einiger Zeit mehr als dass sie ihre durchaus vorhandenen Gedanken in blogbaren Texten zusammentragen. Da auch das manchmal ganz schön anzusehen ist, muss dafür ein Raum her. Und siehe da, es ist noch Platz im Internet, und den nehmen wir uns. Mit einem Klick auf <a href="http://fotos.verbrochenes.net/" target="_blank">diesen Link</a> könnt ihr euch dort einmal umschauen, und wenn es euch gefällt, macht am besten gleich ein Lesezeichen oder abonniert den <a href="http://fotos.verbrochenes.net/feed/" target="_blank">Feed</a>. Wer glaubt, eh schon zu viele Blogs zu lesen, kann sich einfach einbilden, dass es ja kein neues Blog ist, indem er oder sie wie gewohnt zu verbrochenes.net kommt und dann rechts auf das entsprechende Banner klickt.</p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.verbrochenes.net%2F2011%2F07%2F28%2Fexpansion%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.verbrochenes.net/2011/07/28/expansion/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bildungsmisere</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2011/06/24/bildungsmisere-und-diskussionsveranstaltung/</link>
		<comments>http://www.verbrochenes.net/2011/06/24/bildungsmisere-und-diskussionsveranstaltung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 00:30:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anderes]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.verbrochenes.net/?p=2265</guid>
		<description><![CDATA[Herzlich willkommen bei verbrochenes.net, dem Magazin für versteckte Nacktheit und soziale Kälte. Wir beschäftigen uns heute mit verschiedenen Phänomenen und over-usen den entscheidenen Vorteil von Blogs: Da kann man reinschreiben, was man will. Bei Spiegel Online kann man heute was fürs Ego tun und folgende Frage endlich mal klären: &#8220;Wissen Sie mehr als amerikanische Schulkinder? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herzlich willkommen bei verbrochenes.net, dem Magazin für versteckte Nacktheit und soziale Kälte. Wir beschäftigen uns heute mit verschiedenen Phänomenen und over-usen den entscheidenen Vorteil von Blogs: Da kann man reinschreiben, was man will.</p>
<p>Bei Spiegel Online kann man heute was fürs Ego tun und folgende Frage endlich mal klären: &#8220;Wissen Sie mehr als amerikanische Schulkinder? Machen Sie den Test.&#8221; Das erinnert an den Einstellungs-Test beim Spiegel, auch dort kann man nur arbeiten, wenn man mehr weiß als ein Schulkind. Tough! Aufhänger des Artikels ist natürlich die absolute Ahnungslosigkeit von amerikanischen Schulkindern inklusive dem wichtigen Hinweis, dass die deutsche Jugend die Nase vorn hat: &#8220;In zwei von drei Kompetenzfeldern schlugen deutsche 15-Jährige die amerikanischen Altersgenossen deutlich.&#8221; Im Kompetenzfelde unbesiegt, es gibt Hoffnung. </p>
<p>Irritiert habe ich zur Kenntnis genommen, dass der Test, in dem ich doch die Yankee-Gören übertreffen wollte, mit einer ganz anderen, gar konträren Zeile überschrieben ist: &#8220;Wie amerikanisch sind Sie?&#8221; Überhaupt nicht, das ist es ja! Der Test ist dann so lausig aus dem Amerikanischen übersetzt, dass schon in der ersten Frage von &#8220;kolonialen Frauen&#8221; die Rede ist, mit denen wahrscheinlich Amerikanerinnen vor dem Unabhängigkeitskrieg gemeint sind, aber das muss man sich dann schon herleiten. Ein innovativer Vorschlag: die Bildungsmisere in den USA mit der kolonialen Vergangenheit begründen und den Briten die Schuld geben. Ich würds tun. Noch bin ich aber kein Amerikaner, jedenfalls nicht auf dem Papier, aber das wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (~2%) ab dem 15. Juli ändern, wenn erneut Green Cards verlost werden. Bis zur Staatsbürgerschaft ist es dann nicht mehr weit, erstmal muss ein Job als Tellerwäscher her. Wobei ich befürchte, dass an diese karriereträchtigen Jobs als Tellerwäscher in den USA kaum noch ein Rankommen ist, logisch. </p>
<p>In other news: Die skurrilen Verschwörungsspinner von der Band &#8220;Die Bandbreite&#8221;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=MF5JtCUFg4A"> sind mächtig angepisst.</a> Das liegt daran, dass sie ihre Kunst bei den nationalen Sozialisten von der DKP nicht zeigen dürfen. Komplizierte Geschichte, die man <a href="http://reflexion.blogsport.de/">hier genauer nachlesen kann.</a> Interessant ist das deshalb, weil man über die Dokumentation im Reflexion-Blog einen Einblick in die Untiefen linker Befindlichkeiten bekommt, in denen Ressentiments gegen die USA und Israel sich noch offener zeigen als im Rest der Gesellschaft. Gleichzeitig ist es menschlich interessant, wie beleidigt die beiden erfolglosen Musiker jetzt sind und wie verbittert sie sich über die Kritik an ihnen beschweren. Glückwunsch an Reflexion, ich habe sehr gelacht. </p>
<p>Einen eigenen Blog-Eintrag wäre sicherlich die Veranstaltung mit Jonathan Spyer wert, die gestern abend stattgefunden hat und die die bisher beste in einer von SPME und dem Mideast Freedom Forum Berlin Reihe war. In der Reihe war vorher Bassam Tibi da gewesen, der leider vor allem über sich selbst geredet hat. Und dann gab es eine groteske Veranstaltung mit Ralf Fücks und Yaacov Lozowick, in der Fücks immer aggressiver wurde, das Publikum äußerst unangenehm anging und schließlich bekannte, er sei Anhänger der Ein-Staaten-Lösung für den Nahost-Konflikt, auch wenn die &#8220;utopisch&#8221; sei. Man kann sich das <a href="http://www.mideastfreedomforum.org/index.php?id=331">alles hier im Video</a> angucken, muss man aber nicht, jedenfalls nicht, wenn man mit Yaacov Lozowicks Argumentation bereits vertraut ist. Nun jedenfalls war Jonathan Spyer da, der sehr professionell und gut informiert über Syrien sprach. Spyer stellt fest, dass mit Tunesien und Ägypten bisher zwei Machthaber, aber noch kein Regime im &#8220;Arabischen Frühling&#8221; gestürzt wurden, und dass, wenn Assad sich im Amt hält, das strategische Ergebnis bisher eine Stärkung der antiwestlichen Achse um den Iran ist, eine Schwächung des Westens, der Mubarak verloren hat, und eine allgemeine Destabilisierung des Nahen Ostens. Dass Assad sich wird halten können, ist wahrscheinlich. Einen Teil von Spyers Analyse konnte man schon <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/apr/30/israel-syria-option-assad-iran">im April im Guardian lesen. </a></p>
<p>Interessant ist hier der Fokus auf strategische Fragen, Sicherheits- und Interessenpolitik. Während sich die irgendwie israelsolidarische Szene, ob antideutsch apostrophiert oder nicht, hierzulande vor allem auf eine mehr oder weniger taugliche Ideologiekritik verlegt, gerät in den Hintergrund, dass man mit Ideologie allein in den internationalen Beziehungen wenig erklären kann.<br />
(Hier sollte sich eigentlich ein weiterer Text anschließen, den habe ich jetzt aber in den nächsten Blogpost verlegt.) </p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.verbrochenes.net%2F2011%2F06%2F24%2Fbildungsmisere-und-diskussionsveranstaltung%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.verbrochenes.net/2011/06/24/bildungsmisere-und-diskussionsveranstaltung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lob des Spitzensports</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2011/05/29/lob-des-spitzensports/</link>
		<comments>http://www.verbrochenes.net/2011/05/29/lob-des-spitzensports/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 May 2011 15:52:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goniwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.verbrochenes.net/?p=2236</guid>
		<description><![CDATA[Als David Villa in der 69. Minute des Champions League-Finals gestern das 3-1 erzielte, musste ich kurz danach an jemand ganz anderes denken: An Roberto Carlos. Dessen Freistoss-Tor bei der Weltmeisterschaft 1998, jahrelang als eins der spektakulaersten Tore der Fussballgeschichte gehandelt, wirkt im Vergleich zu Villas gefuehlvollem Heber beinahe antiquiert und brachial &#8211; so spielt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als David Villa in der 69. Minute des Champions League-Finals gestern das 3-1 erzielte, musste ich kurz danach an jemand ganz anderes denken: An Roberto Carlos. Dessen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=crSkWaJqx-Y&amp;feature=related">Freistoss-Tor </a>bei der Weltmeisterschaft 1998, jahrelang als eins der spektakulaersten Tore der Fussballgeschichte gehandelt, wirkt im Vergleich zu Villas gefuehlvollem Heber beinahe antiquiert und brachial &#8211; so spielt man doch heute keinen Fussball mehr, oder? Barcas Gegner gestern war vermutlich niemand Geringeres als die zweitbeste Mannschaft der Welt, und trotzdem hatte sie zu keinem Zeitpunkt eine Chance zu gewinnen, nicht bis zum 1-0, und auch nicht in den 20 Spielminuten, in denen das Spiel durch einen Treffer Wayne Rooneys zwischenzeitlich wieder ausgeglichen wurde. Die Szenerie in Wembley wirkte ein bisschen wie die Spiele Roger Federers in seiner absoluten Hochphase: Gewiss, in den weissen Trikots spielte der nunmehr alleinige englische Rekordmeister auf, eine Mannschaft, die in der Saison und in der Champions League ihren groessten englischen Rivalen, Chelsea, beinahe muehelos in die Schranken verwiesen hatte &#8211; aber das ManU seinen Gegner besiegen koennte, das schien so unrealistisch wie eine Wimbledon-Finalniederlage des Schweizers zwischen 2003 und 2007.</p>
<p>Als ich in die Grundschule ging, wurde auf dem Schulhof gerne ein Spiel namens <em>Schweinchen </em>gespielt. Ein Kind musste in die Mitte, in einem Kreis drumherum standen ungefaehr vier oder fuenf andere und spielten sich den Ball zu &#8211; der Einzelne hatte die mit viel Laufaufwand verbundene Aufgabe, den Ball irgendwo abzufangen. Seinen Unterhaltungswert bezog das Ganze dabei aus dem zahlenmaessigen Ungleichverhaeltnis zwischen verteidigendem und ballfuehrendem Team &#8211; aber gestern hatte man den Eindruck, Barcelona spielt Schweinchen <em>mit </em>Manchester United &#8211; und das bei gleichgrosser Spieleranzahl. Fast schon putzig wirkte es, wie oft die Regie von Sat1 die Statistik ueber die abgegebenen Paesse und das Ballbesitz-Verhaeltnis der beiden Mannschaften einspielte &#8211; dabei konnte man, ohne in seinem Leben zehn Fussballspiele gesehen zu haben, die Deutlichkeit der Ueberlegenheit des spanischen Meisters erkennen. Obwohl der Autor dogmatischer Atheist ist, kommt auch er bei der Beschreibung dieses Spielstils nicht umhin, die religioese Sphaere zumindest zu streifen: Diese 90 Minuten in Wembley gestern waren tatsaechlich magisch und zauberhaft, wie von einem anderen Stern.<em> Totale Dominanz </em>ala FC Bayern, das waere ein Sprachverbrechen am Spielstil von Messi, Pedro und Xavi. Wie sich die Spieler dieser Mannschaft ueber den Rasen bewegen, das hat nichts mit dominieren &#8211; mithin also beherrschen &#8211; zu tun, es ist weniger ein Spiel mit dem Gegner (dass manchmal auch arrogante Zuege tragen kann, wenn eine Mannschaft deutlich ueberlegen ist), als vielmehr ein Spiel an ihm vorbei. Wie sich die Offensive von Barcelona am Strafraum den Ball zuspielte, das erinnerte bisweilen mehr an Handball &#8211; eine scheinbar nicht zu unterbrechende Pass-Stafette folgte der naechsten &#8211; und einige der besten Verteidiger der Welt wie Vidic und Ferdinand schauten insgesamt nur hilflos dabei zu.</p>
<p>Fussball ist in den letzten Jahren zu einem zunehmend aesthetisch ansprechenderen Sport geworden, zumindest an der Weltspitze, immer mehr aber auch in den nationalen Ligen Englands, Spaniens oder Deutschlands. Mit einer hierzulande so gerne als <em>rustikal </em>bezeichneten Spielweise alleine &#8211; graetschen, beissen, rennen &#8211; holt man auf internationaler Ebene und auch im jeweils nationalen Meisterschaftskampf keinen Blumentopf mehr. Dieses Jahr wurde die Bundesliga-Saison nicht nur von der juengsten Mannschaft der Liga, sondern auch von ihrer technisch staerksten gewonnen. Ein Ticket fuer ein Champions League-Spiel der Oberklasse kostet gerne 55 Euro, in guten Kategorien noch mehr und auf dem Schwarzmarkt wurden gestern vermutlich astronomische Summen verlangt. Es ist richtig, dass das ausserhalb der finanziellen Moeglichkeiten einkommensschwacher Bevoelkerungsschichten liegt &#8211; aber es ist genauso logisch. Weil Fussball so viel besser geworden ist, soviel interessanter, ansehnlicher und schoener &#8211; deshalb interessieren sich auch mehr Leute fuer einen Stadionbesuch, und das wiederum treibt die Eintrittskartenpreise in die Hoehe. Die Zuschauerzahlen in der Bundesliga sind in dieser Saison nochmals angestiegen &#8211; vermutlich auch deshalb, weil die abgelaufene Saison sicherlich die meisten guten Fussballspiele der letzten fuenfzehn Jahre beinhaltete. In einer Welt, in der die Kulturbetriebe vor allem mit der bestaendigen Wiederkaeuerei ewig gleicher Motive und Stories langweilen, liefern der Spitzensport und vor allem seine prononciertesten Professionellen ein Surrogat fuer das aesthetische Beduerfnis, das Musik, Film und Prosa oft nicht mehr zu stillen in der Lage sind. Lionel Messis Ballbehandlung sorgt da mitunter fuer mehr Entzueckung als das neueste Album von Phil Collins, kann mehr Magie verspruehen als Dan Browns Fliessbandthriller und Joanne K. Rowlings Zauberschueler zusammen.</p>
<p>Auf diesem Hoechstleistungsniveau noch einmal besonders herauszustechen, ist normalerweise etwas, dass Sportlern in Einzelsportarten vorbehalten ist &#8211; Roger Federer war im Tennissport fuer etliche Jahre so jemand, Miguel Indurain, der die Tour de France lange vor Dopingskandalen  im Radsport fuenfmal in Folge gewann, ein anderer. Der FC Barcelona hat diese Einzigartigkeit in ein ganzes Team inkorporiert: Josep Guardiola trainiert wahrscheinlich die beste Fussballmannschaft aller Zeiten. Ist das nicht irgendwie auch ein bisschen langweilig? Ja, vielleicht schon. Aber Langeweile kann auch etwas Beruhigendes haben: Vor dem Uruguay-Freundschaftsspiel aeusserte sich der Trainer der schwarz-rot-geilsten aller Fussballtruppen, Joachim Löw, dass Deutschland wieder die Fussball-Nummer 1 in Europa werden sollte. Der Grossteil der spanischen Nationalmannschaft spielt beim FC Barcelona. Und der Rest bei Real Madrid,  der einzigen Mannschaft, die ueberhaupt in der Lage war, die Rot-Blauen in dieser Saison in einem wichtigen Spiel zu schlagen. Jogi soll weitertraeumen. Das gehoert im Fussball naemlich auch dazu.</p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.verbrochenes.net%2F2011%2F05%2F29%2Flob-des-spitzensports%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.verbrochenes.net/2011/05/29/lob-des-spitzensports/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

