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	<title>Verbrochenes &#187; Eigenes</title>
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	<description>Gegen die Menschlichkeit</description>
	<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 17:56:44 +0000</pubDate>
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		<title>An meine Freunde vom leidenden Leben</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 17:54:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Bloggen komme ich gerade nur schwer. Dabei mangelt es an allerlei, aber nicht an Themen. Zum Beispiel wollte ich heute über meine beim Zeitunglesen immer wiederkehrenden Pläne, Erika Steinbach zu ermorden, schreiben. Aber über das ziehende Verlangen hinaus, es zu tun, gibt es da wenig zu sagen. Und natürlich muss man dazu sagen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Bloggen komme ich gerade nur schwer. Dabei mangelt es an allerlei, aber nicht an Themen. Zum Beispiel wollte ich heute über meine beim Zeitunglesen immer wiederkehrenden Pläne, Erika Steinbach zu ermorden, schreiben. Aber über das ziehende Verlangen hinaus, es zu tun, gibt es da wenig zu sagen. Und natürlich muss man dazu sagen, dass ich es nicht tue und ihr es auch nicht tun solltet, weil das verboten ist und sowieso gar keine gute Idee. Hilft ja nichts. </p>
<p>Oder über meine erstaunte Belustigung über die Gedankenwelt eines Arnd Zeigler. Der schreibt mutmaßlich jetzt unter Pseudonym im werder.de Forum und schreibt dabei Quatsch wie diesen: </p>
<blockquote><p><a href="http://forum.werder.de/showpost.php?p=81711&#038;postcount=110">Und dann ist es ganz große Klasse,</a> dass sich manche der zugehörigen Fanclubs zwar auf selbstgemachten Aufklebern &#8220;gegen Nazis&#8221; wendet, dafür sich aber im Umgang mit Polizisten selbst wie Nazis benehmen, indem sie einen ganzen Berufsstand durch die Bank als &#8220;minderwertig&#8221; betrachten. (Um vorzubeugen: Nein, ich habe hier nicht Ultras mit Nazis verglichen. Ich vergleiche nur das Diskriminieren ganzer Gruppen einzig aufgrund von <strong>Herkunft, Religion, sexueller Ausrichtung - oder gewähltem Beruf</strong>. Da sehe ich keinen großen Unterschied.)</p></blockquote>
<p>Ein Kennzeichen von Nazis ist es für den Autor also, dass sie <strong>einen Berufsstand</strong> als minderwertig betrachten. Einen Unterschied zwischen Merkmalen wie Herkunft oder Religion und Entscheidungen wie der Berufswahl, den kann &#8220;Linienrichter Jablonski&#8221; nicht erkennen. Und so dilettiert er mit der gezückten Nazikeule durchs Forum und fordert Toleranz für alles, ausser für die Sachen, die er nicht so mag, Ultras zum Beispiel. Das ist alles nichts Neues, aber die völlige Abwesenheit von politischer Bildung, die krude Vorstellung von Toleranz und die altbekannte Selbstherrlichkeit, das ist schon gar nicht mehr sinnvoll zu analysieren oder zu parodieren. Aber bitte, niemand möge jemanden diskriminieren, nur weil der gerne KZ-Kommandant oder &#8220;Führer&#8221; werden möchte. Hätte ich Lust und Hirnkapazität, man könnte einmal die Rolle der außer Kontrolle geratenen (Fußball-)Polizei in einer liberalen Demokratie wie der BRD besprechen. Hätte hätte Fahrradkette. </p>
<p>Ich lasse das lieber sein und erzähle euch, was mir gerade durch die Kopfhörer, die ich für neun Euro gestern kaufte, in die weiche Birne strömt: <a href="http://www.peterlicht.de/">Peterlicht</a> hat ein neues Album und es macht mich ganz milde und glücklich. Das letzte Album hat drei Sommer durchgehalten, das neue scheint sich besonders im Herbst sehr gut zu machen. So wunderbar, wie Joinsen Bücher rezensiert, kann ich ein Album allerdings nicht beschreiben, besonders nicht während des ersten Hörens. Muss ich auch nicht, weil ihr euch das ohnehin alle selber besorgen müsst. </p>
<blockquote><p>Lass uns glücklich sein, oder verschwunden sein,<br />
lass uns kleiner werden, am Horizont,<br />
was anderes seh ich nicht, am Horizont,<br />
lass uns weiter gehen, als unsere Augen sehen,<br />
was anderes sehe ich nicht, als in weiter Ferne lauter Licht.<br />
In weiter Ferne lauter Licht.<br />
In weiter Ferne lauter Licht.</p></blockquote>
<p>Tja, nun bin ich ein Lied weiter und das ist noch viel zitierwürdiger, aber wo kämen wir denn da hin. Vor einem guten Jahr sah die Redaktion den Peter live in Bremen, und das war wunderschön. Am vierundzwanzigsten Zehnten ist er wieder da, diesmal viel größer im Schlachthof. Viel weniger schön als schöne Musik sind  <a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/36/22566.html">Diskussionen</a> darüber. Finde ich jedenfalls.</p>
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		<title>Gasgeruch</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 14:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

		<category><![CDATA[Sportliches]]></category>

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		<description><![CDATA[
Da ich gerade damit beschäftigt bin, in altem Kram zu kramen und mich über solche Fundstücke zum wiederholten Male zu bespaßen, bin ich nicht damit beschäftigt, zu bloggen. Das wird auch noch eine Weile so bleiben. Sorry.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.verbrochenes.net/wp-content//gasgeruch.jpg" alt="" title="gasgeruch" width="500" height="667" class="alignnone size-full wp-image-893" /></p>
<p>Da ich gerade damit beschäftigt bin, in altem Kram zu kramen und mich über solche Fundstücke zum wiederholten Male zu bespaßen, bin ich nicht damit beschäftigt, zu bloggen. Das wird auch noch eine Weile so bleiben. Sorry.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Don´t tell me what i can´t do</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Aug 2008 19:54:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

		<category><![CDATA[Musikalisches]]></category>

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		<description><![CDATA[
Black Francis - You can´t break a heart and have it 
Das Original findet sich hier und wirft folgende Frage auf: Welche zwei Damen unter dreißig sind bereit, mich gegen lausige Bezahlung stets zu begleiten und von jedem Satz, den ich so im Laufe des Tages sage, die letzten paar Wörter zu wiederholen? Das stünde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="467" height="378"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/4vtTaOCVcg8&#038;hl=en&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x3a3a3a&#038;color2=0x999999"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/4vtTaOCVcg8&#038;hl=en&#038;fs=1&#038;rel=0&#038;color1=0x3a3a3a&#038;color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="467" height="378"></embed></object></p>
<p>Black Francis - You can´t break a heart and have it </p>
<p>Das Original findet sich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=SObtaJLekSs">hier</a> und wirft folgende Frage auf: Welche zwei Damen unter dreißig sind bereit, mich gegen lausige Bezahlung stets zu begleiten und von jedem Satz, den ich so im Laufe des Tages sage, die letzten paar Wörter zu wiederholen? Das stünde mir ziemlich gut. </p>
<p>Desweiteren muss ich eine Schaffenspause ankündigen. Ich werde keinen neuen Eintrag schreiben, bis &#8220;Südländer&#8221; hier im Blog wieder kommentiert. Danke für euer Verständnis.</p>
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		<title>Antifa 2.0</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/08/15/antifa-20/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 09:41:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bremisches]]></category>

		<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

		<category><![CDATA[Erbrochenes]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;So ungefähr muss Hitler auch durch Wien gegangen sein&#8221; stellten wir kürzlich beim Anblick eines besonders elend und verzeifelt daherkommenden Mitbürgers fest. Kommt diese Feststellung zunächst ganz harmlos daher, so zieht sie doch gewaltige Konsequenzen nach sich. Angesichts der verheerenden Auswirkungen, die Hitlers Weiterleben nach seiner Wiener Postkartenmalerzeit hatte, stellt sich die Frage, wieviel Risiko [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;So ungefähr muss Hitler auch durch Wien gegangen sein&#8221; stellten wir kürzlich beim Anblick eines besonders elend und verzeifelt daherkommenden Mitbürgers fest. Kommt diese Feststellung zunächst ganz harmlos daher, so zieht sie doch gewaltige Konsequenzen nach sich. Angesichts der verheerenden Auswirkungen, die Hitlers Weiterleben nach seiner Wiener Postkartenmalerzeit hatte, stellt sich die Frage, wieviel Risiko man eingehen will. Soll man, um den Bürgerrechten genüge zu tun, Leute, die sich offensichtlich wie Hitler verhalten, einfach unbehelligt ihrer Wege gehen lassen? Oder ergibt sich da für jeden Antifaschisten eine klare moralische Handlungsanweisung? </p>
<p>Wir haben für uns entschieden, dass wir uns ganz bestimmt nicht dadurch mitschuldig machen werden, dass wir den nächsten Faschistenführer in dieser Stadt haben groß werden lassen. In der letzten Woche haben wir deshalb drei Mal beherzt eingegriffen. Nach einem selbst für uns völlig undurchsichtigen Verfahren wird die Wahrscheinlichkeit errechnet, mit der sich ein auffällig gewordener Passant zum Weltübel und millionenfachen Mörder entwickeln wird. Die in die Berechnung einfließenden Faktoren ergeben sich aus der historisch genauen Betrachtung Adolf Hitlers. Besonders deprimiert oder verzweifelt, jung, männlich - das macht verdächtig. Ergibt sich eine Hitler-Wahrscheinlichkeit von mehr als zweikommafünf Prozent, greifen wir ein. Kürzlich setzte ein von uns beobachteter junger Mann gerade dazu an, einer Frau eine selbstgemalte Postkarte zu verkaufen, da war für uns alles klar, und er verschwand wenig später in der Weser. Da, wo sie besonders tief ist.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Kehrseite</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/08/09/die-kehrseite/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Aug 2008 18:34:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jos</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

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		<description><![CDATA[
Quelle: Umsonstpostkarte
Sind auf der Rückseite der Medaillen tatsächlich Pelikane mit Hut zu sehen? Oder ist das ein Piktogramm, das kaputtgefoltert wurde? Vorschläge willkommen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.verbrochenes.net/wp-content/peking081.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-860" title="peking08" src="http://www.verbrochenes.net/wp-content/peking081-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Quelle: Umsonstpostkarte</p>
<p>Sind auf der Rückseite der Medaillen tatsächlich Pelikane mit Hut zu sehen? Oder ist das ein Piktogramm, das kaputtgefoltert wurde? Vorschläge willkommen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Von abseits</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/08/06/von-abseits/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Aug 2008 22:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist eigentlich ein Blog? Akademiker wissen das.
Weblogs sind &#8220;Onlinepublikationen, die sich durch kurze, umgekehrt chronologisch angeordnete Einträge sowie eine Dialogorientierung auszeichnen und besonders expressive, authentische Ausdrucksformen ermöglichen&#8221; (Zerfass and Boelter 2005: 20).
Wollte ich jetzt nörgeln, würde ich fragen, was denn expressive Ausdrucksformen sind und wie nicht-expressive Ausdrucksformen aussehen. Ich will aber nicht nörgeln, denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist eigentlich ein Blog? Akademiker wissen das.</p>
<blockquote><p>Weblogs sind &#8220;Onlinepublikationen, die sich durch kurze, umgekehrt chronologisch angeordnete Einträge sowie eine Dialogorientierung auszeichnen und besonders expressive, authentische Ausdrucksformen ermöglichen&#8221; (Zerfass and Boelter 2005: 20).</p></blockquote>
<p>Wollte ich jetzt nörgeln, würde ich fragen, was denn expressive Ausdrucksformen sind und wie nicht-expressive Ausdrucksformen aussehen. Ich will aber nicht nörgeln, denn ich bin gerade begeistert. In der Schweiz haben sich nämlich kluge Menschen mit Blogs zum Thema Bundesliga <a href="http://www.unifr.ch/mukw/sgkm2008/uploads/A02_Fleck_et_al.pdf">auseinandergesetzt. </a>Ihre Methode sieht so aus:</p>
<blockquote><p>
Dabei werden alle Blogs, die bei Technorati.com unter den Stichwörtern: &#8220;Fussball&#8221; und &#8220;Bundesliga&#8221; zu finden sind, in das Netzwerk aufgenommen. Anschliessend werden alle Verbindungen dieser Akteure untereinander untersucht.</p></blockquote>
<p>Ziemlich lässiger Job, würde ich mal nebenbei bemerken. Aber interessant ist vor allem das Ergebnis. Und das sieht so aus:</p>
<p><img src="http://www.verbrochenes.net/wp-content/uploads/buliblog.jpg" alt="" title="buliblog" width="500" height="402" class="aligncenter size-full wp-image-839" /></p>
<p>Wer steht denn da in trauter Zweisamkeit im Abseits?</p>
<p><img src="http://www.verbrochenes.net/wp-content/uploads/buliblogschnitt.jpg" alt="" title="buliblogschnitt" width="500" height="221" class="aligncenter size-full wp-image-839" /></p>
<p>Da fühlen wir uns natürlich geehrt, sowohl von <a href="http://www.lizaswelt.net/">der guten Gesellschaft</a> am rechten Rande als auch von der Isolierung von den anderen. Aber ohnehin knallen hier schon die Sektkorken, wenn so richtige Wissenschaftler sich mit uns beschäftigen. Ich möchte an dieser Stelle also Matthes Fleck von der Universität St. Gallen herzlich danken. Wir sind es wirklich wert, dass man sich mal ausführlicher mit uns auseinandersetzt. Mit Zugriffszahlen in einem Bereich, den viele Fünfjährige überhaupt noch nicht fassen können, sind wir ein gewichtiger Faktor in der Medienlandschaft. In noch extremerer Form dürfte das für die anderen untersuchten Blogs gelten, die - ich habe das kurz überprüft - auch qualitativ einige Ausreisser bieten. Die geringe Vernetzung zu erhalten, die als Untersuchungsergebnis festgestellt wird, bleibt uns somit weiterhin ein Anliegen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Laber Laber Frittenbude</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/07/31/laber-laber-frittenbude/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jul 2008 22:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

		<category><![CDATA[Erbrochenes]]></category>

		<category><![CDATA[Links]]></category>

		<category><![CDATA[Sportliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Schön am Bloggen ist, dass man schreiben kann, was man will,  irgendwer wirds schon lesen. Oder zumindest anfangen, es zu lesen. Vorhin hatte ich noch eine schöne Idee, über welches Sommerlochthema man noch schreiben könnte, jetzt habe ich es vergessen, aber das macht nichts. 
Kürzlich bin ich mit der Mitfahrzentrale gefahren. Hinten im Auto [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schön am Bloggen ist, dass man schreiben kann, was man will,  irgendwer wirds schon lesen. Oder zumindest anfangen, es zu lesen. Vorhin hatte ich noch eine schöne Idee, über welches Sommerlochthema man noch schreiben könnte, jetzt habe ich es vergessen, aber das macht nichts. </p>
<p>Kürzlich bin ich mit der Mitfahrzentrale gefahren. Hinten im Auto saßen ein junger baldiger Zivildienstleistender und ein etwas älterer Student. Sie unterhielten sich über nicht weniger als die ganze Welt. Schön war das nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich. Ich fühle mich etwas schlecht und vor allem alt (oder ist das ein und dasselbe Gefühl?) dabei, das zu schreiben, aber diese Jugendsprache war sehr aufregend. Sao Paulo zum Beispiel ist nicht etwa eine sehr große Stadt, nein, &#8220;<em>Sao Paulo ist echt megaheftig die riesige Stadt!</em>&#8221; Ich finde &#8220;<em>echt megaheftig die</em>&#8221; als Synonym von &#8220;<em>sehr</em>&#8221; ziemlich gewagt. Gleichberechtigt neben &#8220;<em>heftig</em>&#8221; wurde &#8220;<em>krass</em>&#8221; benutzt, und auch das lässt sich durch den Zusatz &#8220;<em>mega</em>&#8221; immer noch steigern. </p>
<p>Der Zivi in spe, der kürzlich noch &#8220;<em>mega die langen Haare</em>&#8221; hatte, war wie sein Gesprächspartner schon mal in Kuba, und beide sind begeistert. Besonders die Taxifahrer hatten es ersterem angetan. &#8220;<em>Die leben den Tag. Die fahren so den Tag lang Taxi und leben dann von dem, was sie verdient haben.</em>&#8221; Als ich gerade so bei mir denke, dass man das nicht megageil, sondern &#8220;<em>Armut</em>&#8221; nennt, sagt sein Kollege auch gerade &#8220;<em>Naja, müssen sie auch</em>&#8221; und meint dasselbe. </p>
<p>Darüber, dass ein kubanischer Freund so &#8220;<em>krass stolz</em>&#8221; auf Kuba ist, mit Fahnen und so weiter, kommt einer von beiden zu seinem deutschen Coming-out heraus. &#8220;<em>Ich bin jetzt auch viel, naja nicht nationalistischer, ne, patriotischer geworden, weisste? Wenn man so woanders ist merkt man, was man hier eigentlich dran hat und so.</em>&#8221; Und als ob er ein Lehrstück aufführen möchte, folgt sofort darauf, dass z.B. &#8220;<em>die Franzosen so pingelig</em>&#8221; seien, was mit der Sache nichts zu tun hatte, sondern nur als Vorwurf her musste. Bei denen habe er sich auch immer ausgegrenzt gefühlt. </p>
<p>Nun gut, es gab noch so einige andere Beispiele für eine sehr romantische linke Weltsicht, aber die beiden waren sehr schnucklig und eindeutig auf der Seite der Guten. </p>
<p>Auf der Seite der Guten zu sein ist auch mir ein Bedürfnis. Deshalb unterstütze ich Senator Obama in seinem Präsidentschaftswahlkampf. Dass er der Gute ist, <a href="http://www.fontblog.de/endlich-mal-ein-gutes-plakat-in-deutschland">ist offensichtlich</a>. Nur <a href="http://www.lizaswelt.net/2008/07/deutschlands-lieblingsamerikaner.html">zynische konservative Hardliner</a> können das anders sehen. </p>
<p>Was ich hier gerade mache, kann man übrigens als &#8220;assoziatives Schreiben&#8221; überhöhen. </p>
<p>Wo ich an Obama, den charismatischen Führer mit den faschistoiden Plakaten denke, fällt mir <a href="http://www.redaktion-bahamas.org/auswahl/web55-2.htm">wieder ein Artikel aus der Bahamas ein</a>, der das bekannte Kinderbuch &#8220;Momo&#8221; schön auseinander nimmt. Ich will es jetzt nochmal lesen, denn ich fand das alles sehr einleuchtend. Wem das zuviel Text ist (EUCH ALLEN ALSO), der kann sich einfach merken: Momo ist strukturell antisemitischer Schund, literarisch minderwertig, schlecht für Kinder und politisch reaktionärer als Habsburg. Das kann jetzt übrigens völliger Quatsch sein, dass mir beim Gedanken an die Reaktion das Wort &#8220;Habsburg&#8221; einfällt, es kann aber auch bestens passen. Glücksspiel. </p>
<p>Glück hatte der SV Werder heute nicht. Ein tunesischer FIFA-Richter hat, Überraschung, genau so entschieden, wie Präsident Blatter das gewünscht hat, Diego bleibt in Peking. Ich finde es aber sehr lobenswert, dass man sich zumindest noch eine Mickey-Maus-Justiz hält, die den Anschein erweckt, es gehe alles nach irgendwelchen Regeln. </p>
<p>Ein <em>tunesischer Einzelrichter</em>! </p>
<p>Ich musste diese Bemerkung machen, um zurück zu der Bahamas zu kommen. Zu der wollte ich noch schreiben, dass die unverhohlene Fremdenfeindlichkeit ihres Gurus Justus Wertmüller so langsam wirklich unangenehm wird. Konnte ich aber da oben nicht nachtragen, weil dann meine Überleitung mit dem Glück kaputt wäre. So. Wenn Justus von diesem Tunesier wüsste, der wäre auch sauer. Hat sicher was mit der Scharia zu tun, dass der Diego jetzt in Peking bleibt. Da muss ein norddeutscher Verein sich der Scharia beugen! So weit ist es gekommen. </p>
<p>In Israel tritt jetzt bald der Olmert ab. Der ist da Chef vom Ganzen. Er hat heute noch <a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2008/07/30/abu-mazens-letzter-brief/">einen letzten Brief</a> von seinem Konterpart in Ramallah bekommen:</p>
<blockquote><p>Hast du wirklich nur diese Kleckerbeträge angenommen? Wir haben uns kaputtgelacht, als wir das erste Mal davon hörten. Für solcherart Kleingeld stehen sie bei uns in der PA nicht mal mittags auf.</p></blockquote>
<p>Haha, es ist wirklich lustig. </p>
<p>In Amerika, also zurück zum Wahlkampf da, da hat der Kollege vom <a href="http://youtube.com/watch?v=o-zoPgv_nYg">McCain</a> jetzt die Deutschen beschimpft. &#8220;<em>He prioritises throngs of fawning Germans over meeting with wounded combat troops in Germany.</em>&#8221; Was genau &#8220;fawning&#8221; nun heisst, <a href="http://dict.leo.org/forum/viewWrongentry.php?idThread=551113&#038;idForum=&#038;lp=ende&#038;lang=de">wird heiss diskutiert.</a> Auf jeden Fall hat der Mann recht, und man kann nur hoffen, dass ein echter Kriegsheld Präsident wird und nicht dieser substanzlose Medien- und Jugendmanipulator Omabar. </p>
<p>Zum Schluss ein Witz: Was ist haarig und liegt in der Pfanne? </p>
<p>Bartkartoffeln! </p>
]]></content:encoded>
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		<title>the battles - atlas</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/07/22/the-battles-atlas/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 19:45:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>YHN</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die aus NYC stammenden Battles waren auf dem Melt am letzten Abend eine der Vorgruppen von Björk und haben mich zumindest mit diesem Lied begeistern können. Festivalbericht #2 folgt demnächst.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/IpGp-22t0lU&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/IpGp-22t0lU&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Die aus NYC stammenden <a href="http://www.bttls.com/">Battles</a> waren auf dem Melt am letzten Abend eine der Vorgruppen von Björk und haben mich zumindest mit diesem Lied begeistern können. Festivalbericht #2 folgt demnächst.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schwarz&#8217; Überfall</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2008/07/09/schwarz-uberfall/</link>
		<comments>http://www.verbrochenes.net/2008/07/09/schwarz-uberfall/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 19:07:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

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		<description><![CDATA[Er lag seit zwei Stunden in der bis auf ihn leeren Badewanne und konnte sich nicht bewegen. Das Radio hatte wenige Minuten vorher aufgehört zu spielen und gab nun nur noch alle paar Minuten ein gequältes Knacken von sich. Es wird nicht mehr weitergehen, dachte er, die Polizei wird bald kommen, und dann beginnt mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er lag seit zwei Stunden in der bis auf ihn leeren Badewanne und konnte sich nicht bewegen. Das Radio hatte wenige Minuten vorher aufgehört zu spielen und gab nun nur noch alle paar Minuten ein gequältes Knacken von sich. Es wird nicht mehr weitergehen, dachte er, die Polizei wird bald kommen, und dann beginnt mein neues Leben im Knast. Eine schöne kleine Zelle, mit Toilette, aber ohne Badewanne. So würde das für einige Jahre gehen, er hatte keine Ahnung, wie viel man für einen Bankraub und die damit verbundenen Körperverletzungen heutzutage bekam. Immerhin war er nicht vorbestraft, vielleicht würde es glimpflich abgehen.<br />
Während er sich so in seine Zelle hineinversetzte, hörte er dazu passende Schritte im Hausflur. Einige Minuten vergingen, dann seufzte er kaum hörbar und überlegte, ob er nun erleichtert oder enttäuscht darüber war, dass die Polizei offenbar noch auf sich warten ließ. </p>
<p>Gregor Schwarz war 28 Jahre alt und einer aufwendigen Selbstanalyse zufolge auf allen für sein Selbstverständnis relevanten Gebieten gescheitert. Er hatte kein Geld, keine Frau, keine Ausbildung und keine Lust mehr, etwas daran zu ändern. </p>
<p><strong>Fünf Stunden zuvor</strong></p>
<p>Es begann um kurz nach Zehn, ein verregneter Morgen. Als er aus dem Bus stieg, tauchte er in das Einheitsgrau von Himmel, Straße und Häusern ein, er fühlte sich sicher. Das Ziel lag klar vor ihm. Es war die Sparkasse, deren strahlend rote Schilder am weißen Gebäude sich von der Umgebung abhoben und ihm klar zu sagen schienen, dass hier das bessere Leben abholbereit liegen würde.<br />
Schwarz, fast zwei Meter groß und von sportlicher Statur, ging die 200 Meter zur Bank und dachte an all das Geld. Kurz vor der Tür zog er sich eine tarnfarbene Sturmhaube über den Kopf, nahm die Pistole, die er von seinem Vater geerbt hatte, aus der Tasche und atmete tief durch. Er tat das alles, ohne stehen zu bleiben. Dann schob er die Tür auf und war in der Bank. </p>
<p>Am Schalter stand eine junge blonde Frau im Hosenanzug, wahrscheinlich eine Auszubildende. Ihr Namensschild wies sie als Frau Tietjen aus. Vor dem Schalter befanden sich drei Kunden. Ein älteres Paar in rentnerbeiger Kleidung wartete geduldig darauf, dass Frau Tietjen einem Mann vor ihnen sein Geld auszahlen würde. Der Mann sah aus wie Mitte dreißig, war aber wahrscheinlich jünger. Er trug einen ausgewaschenen Jogginganzug, obwohl er sicher keinen Sport machte. Sein ganzes Äußeres wies darauf hin, dass er gerade seine Sozialhilfe abholte. </p>
<p>Als Gregor Schwarz den Raum betrat, bemerkte ihn zunächst niemand. Er wollte etwas rufen, aber das gelang ihm nicht. Abrupt blieb er stehen und verharrte einige Sekunden, in denen er vermummt und bewaffnet dabei zusah, wie dem Mann am Schalter 75 Euro ausgezahlt wurden. Nachdem der sein Geld in die Hand genommen hatte, blickte Frau Tietjen auf und sah aus den Augenwinkeln den erstarrten Gregor Schwarz. Ihr zunächst entspanntes Gesicht zeigte nacheinander Erstaunen, Entsetzen und Angst an. Als es sich überraschend bei Entschlossenheit einpendelte und sie Anstalten machte, den Schalter Richtung Hinterzimmer zu verlassen, erwachte auch Schwarz wieder und ging zum Angriff über. Mit der Pistole fuchtelnd und laut „ÜBERFALL!“ rufend ging er auf die Anwesenden zu. Die beiden Rentner bewegten sich langsam nach hinten, von Schwarz und Tietjen weg zur Wand. Der Mann, der mit seinem Geld in der Hand gerade vom Schalter weggegangen war, befand sich nun leicht versetzt zwischen der Bankangestellten und Schwarz. Dort blieb er mit offenem Mund stehen. Schwarz nahm ihn nicht wahr. Er sah nur Frau Tietjen, die stehen geblieben war, und das helle Holz des Schalters und der Möbel dahinter. Irgendwo da musste das Geld sein, und sie musste es ihm geben. Er rief noch einmal „ÜBERFALL!“ und dachte, dass damit doch alles klar sein müsste. Wenn man überfallen wird, rückt man die Kohle raus, das musste sie doch auch wissen. Stattdessen sah sie ihn einfach nur an. Er schrie hilflos „JETZT GIB DAS GELD HER!“ und wedelte mit der Waffe in seiner Hand herum, um ihr klar zu machen, warum sie besser tun sollte, was er wollte. Aber sie bewegte sich nicht. „DAS GELD!“ forderte Schwarz erneut.<br />
Da drehte sich der mutmaßliche Sozialhilfeempfänger zu ihm herum und hielt ihm unsicher seine 75 Euro hin. Schwarz erschrak, als er ihn plötzlich sah. Die Aufmerksamkeit des Bankräubers ermutigte den Mann, er war von seiner Idee gleich viel überzeugter und ging auf ihn zu, das Geld am weit ausgestreckten Arm vor sich her tragend. Schwarz war überfordert und ging einen Schritt zurück, während er die Geldscheine anstarrte, die langsam auf ihn zu kamen. Er konnte sein Ziel, den geldgefüllten Schalter, nun nicht mehr sehen, der Mann drängelte sich geradezu dazwischen. Um sich an ihr festhalten zu können, hob er die Waffe hoch und richtete sie zitternd nach vorne. Auf den Lauf der Pistole fixiert sah Schwarz sein Gegenüber nur noch verschwommen vor sich. Der Mann stand nun fast vor ihm, murmelte leise „Hier!“ und hielt ihm das Geld hin.<br />
Eine Sekunde später schoss Schwarz. Die Pistole, zwanzig Jahre alt, gab einen lauten Knall von sich und zerbarst in seiner Hand, die in einer grellen Flamme verschwand. Der Mann fiel zu Boden und schrie. Sein Polyesteranzug war an einem Arm verkohlt, die Haut in seinem Gesicht leuchtete rot. Schwarz stand noch. Er blickte erstaunt auf den Mann hinunter und hörte, wie die Überreste der Pistole zu Boden fielen. Seine Hand war ein schwarzroter Klumpen, der nun langsam begann, einen stechenden Schmerz durch seinen ganzen Körper zu schicken. Aus der Ferne schrie Frau Tietjen unaufhörlich.<br />
Es dauerte noch einige Sekunden, bis der Schmerz und die Schreie Schwarz wieder zu Bewusstsein kommen ließen. Er blickte einmal durch den Raum, vom liegenden Mann über die schreiende Frau Tietjen und die regungslos an der Wand stehenden Rentner zu seinem ramponierten Arm und wieder auf den Mann am Boden. Dann griff er mit der linken Hand unbeholfen die verkohlten Geldscheine aus dessen Hand, drehte sich um und rannte aus der Tür.<br />
Draußen kam ihm eine Frau entgegen, die gerade die fünf Stufen hinauf zur Tür ging, als er herausstürmte. Er lief direkt in sie hinein. Sein Arm traf sie im Gesicht und sie fiel rückwärts die Treppe herunter. Dabei schlug sie mit dem Kopf auf die letzte Stufe und blieb am Boden liegen. Schwarz sah sich kurz um, sah ihr Blut und ihr grotesk verdrehtes Bein und rannte weiter. Er riss sich die Sturmhaube vom Kopf, warf sie weg und rannte. Sein gesunder Arm hielt den verletzten am Ellbogen, Kopf und Gesicht waren schweißgebadet. Im Laufen wurde ihm bewusst, dass er keinen Fluchtplan hatte. Hatte er etwa im Linienbus flüchten wollen? Spätestens mit seiner Verletzung hatte sich diese Option erledigt. Er musste sich in Sicherheit bringen, er musste in seine Wohnung, in sein Badezimmer, sich einschließen. Also lief er weiter. Nach einer halben Stunde, in der er immer langsamer geworden war, kam er zu Hause an. Niemand hatte ihn aufgehalten oder angesprochen. Sicher hatten die Passanten ihn angesehen, aber das hatte er nicht bemerkt. Er betrat seine Wohnung und ging geradewegs ins Bad.</p>
<p>Einige Zeit, nachdem das Radio seinen Geist aufgegeben hatte, kamen Gregor Schwarz Zweifel. Vielleicht würden sie ihn doch nicht erwischen. Vielleicht war die Pistole seines Vaters nie registriert gewesen oder nun so beschädigt, dass sie ohnehin nicht mehr zuzuordnen war. Vielleicht brachte sie die Sturmhaube, die er zwei Tage vorher unweit der Bank in einem Army-Laden gekauft hatte, auch nicht auf seine Spur. Vielleicht war die Polizei einfach unfähig. Warum sollte er nicht am Ende noch Glück haben?<br />
Im Waschbecken lagen die Überreste seiner Beute. Einer der Scheine, ein Zehner, war fast unbeschädigt. Beim Gedanken daran musste er lachen und zuckte vor Schmerz zusammen.<br />
Die Schmerzen wurden langsam unerträglich. Jede Bewegung verstärkte sie derart, dass er schon lange auf weitere Versuche verzichtet hatte. Wenn sie nicht kommen würden, um ihn zu holen, dann müsste er sich darum bald selbst kümmern. Er spielte gerade in Gedanken durch, wie er sich aufraffen und die Hand erst waschen, dann desinfizieren und mit Wundsalbe eincremen würde, da klopfte es energisch an der Wohnungstür. Eine in Autorität geschulte Stimme sagte „Ist da jemand?“, und dann wurde die Tür eingetreten. </p>
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		<title>Entdecke die Möglichkeiten</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 11:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Anlässlich des heutigen 2. Internationalen Day des Denglish fragen sich viele, wie sie besser Denglish sprechen können. Sie haben eingesehen, dass das eine gute Sache ist, wollen mitmachen, aber es fehlen ihnen die Worte. Dabei ist die denglishe Sprache so reich an Möglichkeiten. Ein paar davon sollen hier mit wenig Wissen und ohne den Anspruch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich des heutigen <a href="http://greasepaint-mustache.blogspot.com/" target="_blank">2. Internationalen Day des Denglish</a> fragen sich viele, wie sie besser Denglish sprechen können. Sie haben eingesehen, dass das <a href="http://www.verbrochenes.net/2007/07/04/denglish-gegen-deutschland/">eine gute Sache</a> ist, wollen mitmachen, aber es fehlen ihnen die Worte. Dabei ist die denglishe Sprache so reich an Möglichkeiten. Ein paar davon sollen hier mit wenig Wissen und ohne den Anspruch auf Vollständigkeit vorgestellt werden. Ergänzungen sind herzlich willkommen.</p>
<ul>
<li>Die einfachste Methode, Denglish in seinen Sprachalltag aufzunehmen, ist die Verwendung von ganz normalen englischen Wörtern. Besonders simpel zu handhaben sind die Adjektive: Kopieren, einfügen, fertig - ganz easy. Ebenfalls einfach machen es einem die Substantive, sie können genauso verwendet werden wie ihre deutschen Entsprechungen, bei der Pluralbildung orientiert man sich meistens an der Herkunftssprache und hängt ein s an. Die Artikel richten sich meistens nach den deutschen Entsprechungen. Damit ist man dann noch kein Pro, aber man kann die Chicks auf jeden Fall beeindrucken. Bei Verben sollte man berücksichtigen, dass sie sich nur gut einfügen, wenn man sie auch entsprechend konjugiert, ansonsten kann man auch gleich Englisch sprechen, wogegen natürlich auch nichts einzuwenden ist. Manchmal kann man auch konsidieren, die Wörter ganz in eine deutsche Schreibweise zu übertragen. Wenn man dann den Girlfriend an der Station aufpickt und mit ihr zum Date cruist, ist man in Sachen Freshness kaum noch zu toppen.</li>
<li>Die zweite Möglichkeit, die deutsche Sprache mit englischer zu bereichern ist die Übernahme von Wendungen und Sprichwörtern. Diese werden entweder direkt in den sonstigen Sprachbrei eingestreut oder vorher ins Deutsche übersetzt. Insbesondere Ausrufe der Verwunderung (&#8221;Gosh!&#8221;) wirken auf Englisch authentischer, manchmal macht es aber auch Sinn, zu übersetzen. Dann ist es Zeit, keinen Fick mehr zu geben auf althergebrachte Gleichgültigkeitsbekundungen.</li>
<li>Eine Mischform stellt das sogenannte <em>ingen</em> da. Hierbei nimmt man einen beliebigen Substantiv aus dem Englischen und hängt das bekannte -ing an, das man normalerweise an Verben anhängt, wenn man etwas gerade in diesem Moment tut. <em>Ticketing</em> ist zur Zeit das einzige Beispiel, das mir einfällt, aber dieses Feld ist bei weitem noch nicht abgeerntet.</li>
<li>Wem diese Sourcen der Vielfalt noch nicht reichen, muss selbst kreativ werden und sich englische Wörter ausdenken. Das ist ein anspruchsvolles Unterfangen, und man kann gehörig auf die Nase fallen, wenn man ein Fußballevent mit dem amerikanischen Wort für eine <a href="http://www.netzeitung.de/sport/em2008/kolumne/1050038.html" target="_blank">öffentliche Leichenschau </a>belegt. Daher sind solche Scheinanglizismen auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Scheinanglizismen" target="_blank">sehr selten</a> und bieten eine große Angriffsfläche für Sprachnazis.</li>
</ul>
<p>Als Krautkiller sagen wir dann aber ganz easy: Wir kümmern uns nicht.</p>
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