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Woanders ist auch schön.

Feel-Good-Content

Randy Pausch ist tot, aber das war früher anders. Da war er Universitäts-Professor in den USA und hatte ein wirklich interessantes Leben. Dann hatte sich aber ergeben, dass er todkrank ist. Da hat Randy sich überlegt, dass er eine letzte Vorlesung halten will, solange er noch kann. In der Vorlesung hat er dann von seinem Leben und seiner Arbeit erzählt und dabei diverse kleine Anekdoten, Weisheiten und Scherze eingeflochten. Das ist unterhaltsam und interessant und deshalb sehenswert.
Mehr wegen der Umstände als wegen des Inhalts wurde diese Vorlesung inzwischen millionenfach im Internet angeguckt, und Randy ist berühmt geworden. Bei Youtube danken ihm posthum massenweise Menschen, weil er ihr Leben verändert habe. Ich möchte deshalb hier einen Warnhinweis einfügen:

Liebe Leser, bitte seht davon ab, euer Leben radikal zu ändern, weil ihr ein Video bei Youtube gesehen habt. Bitte verzichtet auch darauf, anekdotische Erzählungen, die ein sympathischer Amerikaner performt hat, für der Weisheit letzter Schluss zu halten. Ausserdem seid euch bitte bewusst, dass jemand nicht deshalb recht hat, weil er krank ist und trotzdem Liegestütze macht. Okay?

Dann könnt ihr euch das ja jetzt angucken.

Mehr Informationen gibts hier. Oder bei Wikipedia.

Schön am Bloggen ist, dass man schreiben kann, was man will, irgendwer wirds schon lesen. Oder zumindest anfangen, es zu lesen. Vorhin hatte ich noch eine schöne Idee, über welches Sommerlochthema man noch schreiben könnte, jetzt habe ich es vergessen, aber das macht nichts.

Kürzlich bin ich mit der Mitfahrzentrale gefahren. Hinten im Auto saßen ein junger baldiger Zivildienstleistender und ein etwas älterer Student. Sie unterhielten sich über nicht weniger als die ganze Welt. Schön war das nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich. Ich fühle mich etwas schlecht und vor allem alt (oder ist das ein und dasselbe Gefühl?) dabei, das zu schreiben, aber diese Jugendsprache war sehr aufregend. Sao Paulo zum Beispiel ist nicht etwa eine sehr große Stadt, nein, “Sao Paulo ist echt megaheftig die riesige Stadt!” Ich finde “echt megaheftig die” als Synonym von “sehr” ziemlich gewagt. Gleichberechtigt neben “heftig” wurde “krass” benutzt, und auch das lässt sich durch den Zusatz “mega” immer noch steigern.

Der Zivi in spe, der kürzlich noch “mega die langen Haare” hatte, war wie sein Gesprächspartner schon mal in Kuba, und beide sind begeistert. Besonders die Taxifahrer hatten es ersterem angetan. “Die leben den Tag. Die fahren so den Tag lang Taxi und leben dann von dem, was sie verdient haben.” Als ich gerade so bei mir denke, dass man das nicht megageil, sondern “Armut” nennt, sagt sein Kollege auch gerade “Naja, müssen sie auch” und meint dasselbe.

Darüber, dass ein kubanischer Freund so “krass stolz” auf Kuba ist, mit Fahnen und so weiter, kommt einer von beiden zu seinem deutschen Coming-out heraus. “Ich bin jetzt auch viel, naja nicht nationalistischer, ne, patriotischer geworden, weisste? Wenn man so woanders ist merkt man, was man hier eigentlich dran hat und so.” Und als ob er ein Lehrstück aufführen möchte, folgt sofort darauf, dass z.B. “die Franzosen so pingelig” seien, was mit der Sache nichts zu tun hatte, sondern nur als Vorwurf her musste. Bei denen habe er sich auch immer ausgegrenzt gefühlt.

Nun gut, es gab noch so einige andere Beispiele für eine sehr romantische linke Weltsicht, aber die beiden waren sehr schnucklig und eindeutig auf der Seite der Guten.

Auf der Seite der Guten zu sein ist auch mir ein Bedürfnis. Deshalb unterstütze ich Senator Obama in seinem Präsidentschaftswahlkampf. Dass er der Gute ist, ist offensichtlich. Nur zynische konservative Hardliner können das anders sehen.

Was ich hier gerade mache, kann man übrigens als “assoziatives Schreiben” überhöhen.

Wo ich an Obama, den charismatischen Führer mit den faschistoiden Plakaten denke, fällt mir wieder ein Artikel aus der Bahamas ein, der das bekannte Kinderbuch “Momo” schön auseinander nimmt. Ich will es jetzt nochmal lesen, denn ich fand das alles sehr einleuchtend. Wem das zuviel Text ist (EUCH ALLEN ALSO), der kann sich einfach merken: Momo ist strukturell antisemitischer Schund, literarisch minderwertig, schlecht für Kinder und politisch reaktionärer als Habsburg. Das kann jetzt übrigens völliger Quatsch sein, dass mir beim Gedanken an die Reaktion das Wort “Habsburg” einfällt, es kann aber auch bestens passen. Glücksspiel.

Glück hatte der SV Werder heute nicht. Ein tunesischer FIFA-Richter hat, Überraschung, genau so entschieden, wie Präsident Blatter das gewünscht hat, Diego bleibt in Peking. Ich finde es aber sehr lobenswert, dass man sich zumindest noch eine Mickey-Maus-Justiz hält, die den Anschein erweckt, es gehe alles nach irgendwelchen Regeln.

Ein tunesischer Einzelrichter!

Ich musste diese Bemerkung machen, um zurück zu der Bahamas zu kommen. Zu der wollte ich noch schreiben, dass die unverhohlene Fremdenfeindlichkeit ihres Gurus Justus Wertmüller so langsam wirklich unangenehm wird. Konnte ich aber da oben nicht nachtragen, weil dann meine Überleitung mit dem Glück kaputt wäre. So. Wenn Justus von diesem Tunesier wüsste, der wäre auch sauer. Hat sicher was mit der Scharia zu tun, dass der Diego jetzt in Peking bleibt. Da muss ein norddeutscher Verein sich der Scharia beugen! So weit ist es gekommen.

In Israel tritt jetzt bald der Olmert ab. Der ist da Chef vom Ganzen. Er hat heute noch einen letzten Brief von seinem Konterpart in Ramallah bekommen:

Hast du wirklich nur diese Kleckerbeträge angenommen? Wir haben uns kaputtgelacht, als wir das erste Mal davon hörten. Für solcherart Kleingeld stehen sie bei uns in der PA nicht mal mittags auf.

Haha, es ist wirklich lustig.

In Amerika, also zurück zum Wahlkampf da, da hat der Kollege vom McCain jetzt die Deutschen beschimpft. “He prioritises throngs of fawning Germans over meeting with wounded combat troops in Germany.” Was genau “fawning” nun heisst, wird heiss diskutiert. Auf jeden Fall hat der Mann recht, und man kann nur hoffen, dass ein echter Kriegsheld Präsident wird und nicht dieser substanzlose Medien- und Jugendmanipulator Omabar.

Zum Schluss ein Witz: Was ist haarig und liegt in der Pfanne?

Bartkartoffeln!

„Die Leugnung der brutalen Freiheitsverweigerung in der DDR – des DDR-Unrechtssystems an sich – sollte ebenso unter Strafe gestellt werden wie beispielsweise die Holocaust-Lüge“, fordert der stellvertretende RCDS-Bundesvorsitzende Steffen Liebendörfer.

Wie man “brutale Freiheitsverweigerung” effektiv leugnet, bleibt wohl Liebendörfers Geheimnis. Der ist, glaubt man Google, Jurist und weiss es deshalb und trotzdem nicht besser. Zunächst einmal wäre da ja die “Freiheitsverweigerung” zu definieren, damit man ihre historische Existenz in der DDR anschliessend leugnen oder auch behaupten kann.
Wenn man als Feind der Freiheit dieselbe nicht etwa einschränkt oder verhindert, sondern sie verweigert, dann bedeutet das weiter, dass Freiheit auch nicht etwa die Abwesenheit von etwas, nämlich von Zwang, ist, sondern gegeben werden muss. Dieser Gedanke wiederum lässt mich ratlos zurück. Was genau ist Freiheit für die Junge Union? Wahlrecht? Sozialhilfe? Eine Fußball-WM? Ich hätte jedenfalls gerne ein Probepaket von dieser Freiheit.

Bleibt der hässliche Vergleich von DDR-Unrecht mit dem organisierten Massenmord der Deutschen an den europäischen Juden. Im Hinterkopf hat Steffi es geahnt, dass das nicht geht und dass das Quatsch ist. Deshalb steht da das Wörtchen “beispielsweise”. Dass er als Beispiel für etwas, was unter Strafe steht, auch Schwarzfahren oder Viehdiebstahl hätte nennen können, das aber nicht getan hat, zeigt seine eigentliche Absicht. Die war natürlich nicht ein Beispiel zu nennen, sondern einen handfesten Vergleich zu ziehen und den politischen Gegner, die Linke nämlich, direkt auf den Wachturm in Auschwitz zu stellen. Dass dort eher seine eigenen (geistigen) Grossväter standen, und dass man die DDR anders und besser kritisieren kann, das kann er nicht wissen, weil er zu Recht bei der Dummen Union ist. Dieser Kalauer sei mir verziehen, er passt jedes Mal, wenn ich etwas von denen höre.

“Holocaust-Lüge” scheint mir auch eher sinnvoll als Begriff, mit dem die allgemeine historische Erkenntnislage zum Thema Holocaust als Lüge bezeichnet wird. Was der komische Mensch meint, ist Holocaustleugnung.
Ich bin gespannt, wann wir den ersten in diesem Blog erwähnten JU-Poliddiger in einem echten Amt mit echter Verantwortung sehen. Es wird passieren.

Kings of Leon - Knocked up

Dieses mächtige Bild kommt von Jan. Nachdem viel zu lange seine einzigen öffentlich sichtbaren Werke die Headerbilder dieses Blogs waren, hält er sich jetzt endlich auch selbst für gut genug, seine anderen, wesentlich anspruchsvolleren Werke der weltweiten Öffentlichkeit vorzustellen. Das tut er auf der fabelhaften Plattform ipernity unter dem Namen jst, hier sind die Bilder, hier seine Startseite.

Er liest hier regelmäßig, wenn ihr also keinen Account bei ipernity habt, dürft ihr ihn auch hier in den Weltuntergangshimmel loben.

Vorbild

Ich wäre gerne so ein bisschen wie Christian Kracht. So mega-arrogant, halbschwul, reich und totales Arschloch. Vielleicht schreib ich morgen mal was über sein Buch “Faserland”. Das ist ganz großartig.

Wenn ihr in Bremen wohnt, wolltet ihr bestimmt schon immer wissen, wie der Mensch wohl aussieht, der diese Leute mit den ausdrucksstarken Gesichtern auf meist bräunliches Papier malt und dann überall in der Stadt aufhängt. Und was er sich dabei denkt. Einen kleinen Einblick gibt das folgende Video:

Der zweite Teil ist hier zu finden.

Danke für den Tipp an Matthias.

Linktipp (4)

Was sagt ihr eigentlich zum Himmel oben im Header? Da ich weiß, dass er reinmontiert ist, frage ich mich immer, ob der nicht irgendwie verdreht ist, so um 40° gegen den Uhrzeigersinn. Das ist dann jedenfalls Jans Schuld, genau wie alle anderen Sachen im Bild, auch die tollen.

Man kann aber auch wirklich ganz große Fehler machen bei der Bildbearbeitung. Beine verschwinden lassen, sie unglaublich anwachsen lassen, Arme hinzufügen, sie ekelig zusammenschrumpeln lassen. Oder eindrucksvoll illustrieren, was der übermäßige Konsum von irgendwelchen Rinderhormonen so anrichten kann. Drüber lachen kann man bei PhotoshopDisasters.

Ach so, auch an diesem Linktipp ist natürlich Jan Schuld. Danke.

Von den Spielern des SV Werder hört man derlei Ausrufe wohl nur, wenn Tino Polster gerade ganz in ihrer Nähe ist. Auf der Homepage des Vereins ist er quasi zu Hause. Und deshalb klingt es dort noch etwas euphorischer: “Jede Menge PS! Viele windschnittige Typen! Und richtig gute Laune!” Und alle glauben es dir. Vorausgesetzt, die Nasenscheidewände halten.

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