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Woanders ist auch schön.

Manchmal findet man einfach großartige Sachen bei Wikipedia.

Bei der Großen Tulpenmanie (auch Tulipomanie, Tulpenwahn, Tulpenfieber oder Tulpenhysterie) in Holland im 17. Jahrhundert wurden Tulpenzwiebeln zum Spekulationsobjekt.

Es konnten jetzt auch Optionsscheine auf Tulpenzwiebelanteile gekauft werden. Die Preise explodierten und stiegen von 1634 bis 1637 auf das über fünfzigfache an. In Amsterdam wurde ein komplettes Haus für drei Tulpenzwiebeln verkauft.

Die vielen ungeklärten Streitfälle belasteten jedoch die Gesellschaft schwer, da viele Freunde und Kollegen untereinander Geschäfte gemacht hatten und nun zerstritten waren.

Ich schreibe diesen Post zu spät. Vorhin wurde dieser Artikel bei FAZ.net noch prominenter platziert und etwa so oder so ähnlich kurz beschrieben:

Gericht: Lehrerbewertung überschreitet die Grenzen der Meinungsfreiheit nicht.

Jetzt ist diese Beschreibung weg und im Text wurde sie ohnehin nicht wiederholt. Interessant an der Formulierung ist, dass sie impliziert, die Meinungsfreiheit an sich habe Grenzen. Sozusagen ein Zaun, der um das Spielfeld gebaut ist, um es zu begrenzen. Das ist sicher nicht falsch. Es ist aber auch nicht richtig. Denn die Begrenzung der Meinungsfreiheit wie auch aller anderen Grundrechte bedarf eines guten Grundes. Der liegt nur dann vor, wenn das Recht eines Menschen durch die Ausübung des Rechts eines anderen Menschen beeinträchtigt wird. Das erkannte man bei der FAZ aber nicht. Richtiger wäre so etwas wie “Lehrerbewertung verletzt Persönlichkeitsrecht nicht” Denn offenbar entschied das Gericht, dass überhaupt keine Rechte verletzt worden sind. Und selbst wenn das der Fall gewesen wäre, wäre immer noch zu entscheiden gewesen, ob das Recht auf Meinungsäusserung vielleicht höher zu bewerten ist als das Persönlichkeitsrecht. Von den “Grenzen der Meinungsfreiheit” war man also denkbar weit entfernt.

Was deutsche Gerichte aber auch gerne machen, wenn sie derlei Rechte gegeneinander abwägen sollen, kann man bei Stefan Niggemeier nachlesen und dann je nach politischer Orientierung verwundert oder wütend sein. Zum besseren Verständnis folgt man am besten den Links im Text, es lohnt sich.

In Berlin findet Anfang Mai eine Konferenz statt: “Bussines as usual? Das iranische Regime, der heilige Krieg gegen Israel und den Westen und die deutsche Reaktion” Die Liste der Vorträge ist recht interessant, und wer die Möglichkeit und das Interesse hat, sollte sich das mal angucken.

Die unter anderem von (ex-)Antideutschen organisierte Öffentlichkeitsarbeit gegen das Mullahregime scheint immer besser zu werden. Dabei liegt der Focus auf der Zusammenarbeit von Europäern mit dem Iran, besonders der von Österreich und Deutschland, aktuell nun auch noch der Schweiz. Denn während im Iran die Atombombe in Stellung gebracht wird, läuft die Wirtschaft dort mit europäischem Geld und Knowhow. Anstatt spürbaren wirtschaftlichen Druck auszuüben und so tatsächlich etwas für Israels Sicherheit zu tun, hat z.B. Angela Merkel in Jerusalem nur schöne Worte der Solidarität übrig gehabt.
All das wird in Berlin sicher Thema sein. Genaueres gibt es nach einem Klick auf dieses schöne Klickibunti:

MFFB

Maschinenwinter

Dietmar Dath veröffentlicht etwas Neues und zwar keinen Roman, sondern eine Streitschrift. Revolutionär wird es zugehen, glaubt man dem Verlagstext:

Wie soll man die Maschinen stürmen, um sie in Besitz zu nehmen? Kann man die moderne Arbeitsteilung beibehalten, aber die Hierarchien, Abhängigkeiten und das Unrecht loswerden, die an ihr kleben? Was haben die Industrie, der von ihr geschaffene Reichtum und der von ihr ausgeworfene Schmutz mit Freiheit zu tun?

Am schnellsten und bequemsten kommt man vermutlich durch eine Vorbestellung bei Amazon an dieses 10€ billige Heft. Das schöne an Dietmar Dath ist, dass es selbst, wenn es sich als inhaltlicher Quatsch herausstellen sollte (unwahrscheinlich!), wunderbar zu lesen sein wird.

Vom 9.5. bis zum 11.5. findet in der schönsten Stadt der Welt, im Weser-Miami, ein interessanter Kongreß statt.

Kongress gegen die Versöhnung mit der deutschen Nation

Es soll darum gehen, den Zusammenhang von Nationalismus und deutscher ‚Vergangenheitsbewältigung’ als Kern der Kritik an kollektiven und individuellen Schuldabwehrstrategien zu reflektieren und dabei den Fokus auf die Bedeutung des deutschen Generationenverhältnisses - insbesondere dem der Enkel- und NS-TäterInnengeneration - zu richten. Die neue Unbefangenheit im Umgang mit der Geschichte, in der Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der eigenen Großeltern, der Wunsch, bei der Weltmeisterschaft auch einmal unbeschwert „schwarz-rot-geil” zu sein, macht die dritte TäterInnengeneration zum Protagonisten eines neuen postnazistischen Nationalgefühls, das in jener Kultur entstand und sich aus dieser entwickelte, die nach 1945 wesentliche Elemente des nationalsozialistischen Bewusstseins und des Antisemitismus in die demokratische Nachkriegsgesellschaft überführte.

Anmeldungen an info@kittkritik.net

Dabei einige vielversprechende Vorträge, zum Beispiel:

Mit Judo gegen Wodka Bruno, Miethai Zinse und Dr. Mubase. TKKG – ein postnazistischer Jugendkrimi

Fun auf Deutsch heißt Stahlbad – Thesen zu Kulturindustrie, Nationalsozialismus und Postfaschismus

Ein Traum von Postfaschismus – Die Deutschen und ihr Fußball

Zwei Wochen später gibt sich die Kulturindustrie selbst die Ehre und beschert uns Bratze und Mediengruppe Telekommander auf einmal, und zwar bei “Campus rockt!”, ein Minifestival, das wir trotz des verblödeten Namens besuchen werden. Ein paar andere Bands kommen auch, aber die interessieren mich nicht. Kostenpunkt 16€.

Link

Harald Schmidt im Interview: Ich halte es nicht für ein Zeichen von mediterraner Lebensfreude, wenn der Zug einfach nicht kommt.

Hoffenheim und SAP

Zur Diskussion über modernen Fussball, sogenannte Traditionsvereine und das Hassobjekt TSG Hoffenheim kann und soll man drüben bei den Pflastersteinen einen schönen Artikel lesen.

Trigger Happy

via

Hallo,

Bin ich ein schottischer Fußballverfechter wohnend in Glasgow. Ich schaue vorwärts zum Werder Ventilatorbesuchen.

Weiter geht´s hier.

Es ist wieder da, the amazing pflastersteine, das Bruderblog aus Essen. Die Autoren versprechen zu bleiben und unterstreichen dies mit gleich zwei Beiträgen binnen Sekunden, in denen es jeweils um Dummheit beim Fußball geht. Wer regelmäßig in Stadien geht, braucht keine schlecht gemachte Volkszeitung, um etwas zum Bloggen zu haben. In der Sommerpause gucken wir dann Galileo, im Winter lachen wir zusammen mit israelischen Wissenschaftlern über ihre dummen deutschen Kollegen oder schütteln im Gleichtakt den Kopf.

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