Eisenpimmel ist easily die beste Band der Welt und war das auch schon, bevor sie ihr erstes Musikvideo fertiggestellt hatte. Nun ist auch noch ein Video da, und das einzige, was daran zu bedauern ist, ist dass Michael Jackson es nicht mehr sehen kann. Thriller war eine Sache, aber “Füße hoch, Fernsehn an, Arschlecken” ist nochmal eine ganz andere. Wenn Eisenpimmel singen, halten Sozialstaatsdebatteure und Altpunker gleichermaßen die Fresse. Döp döp döp! Döp döp döp!
Lalalala la!
Get Well Soon – Angry Young Man
Nicht Matthias Horx sein, aber Trendforschung betreiben. Unser Vorteil: Wir sind am Puls der Zeit:
22:55:25 Joinsen: ich verweigere die party, sitze zu hause und höre das hier:
22:55:31 Joinsen: http://soundcloud.com/plemo/12-exzess-express
22:59:28 Bonde: so sehen heute eben exzesse aus
22:59:41 Bonde: setzt sich dann in ein paar jahren auch in berlin durch.
23:00:04 Joinsen: nur dass da dann irgendwelche werber noch ein wort dafür erfinden
23:00:12 Joinsen: und am ende berichtet spon
23:00:22 Bonde: saturchilling.
23:00:26 Bonde: wäre mein erster vorschlag.

Die Vorgänge in den zurückliegenden Tagen und Wochen mache eine Stellungnahme der Redaktion unausweichlich.
Jürgen Rieger
Selbstverständlich ist der Tod Riegers zu begrüßen. Wir hatten uns allerdings gewünscht, die Hinrichtung Riegers möge von einem Kampfhubschrauber aus durch Raketenbeschuss erfolgen. Diese Hoffnung hatten wir bereits mehrfach bei den zuständigen Stellen geäußert, offensichtlich ohne Erfolg. Nun gilt es bei der – soviel sei unseren Lesern verraten – bereits in Planung sich befindlichen Neutralisierung von Udo Pastörs ein erfolgversprechendes Konzept vorzulegen, das keinen Zweifel an der Entschlossenheit der antifaschistischen Kräfte in der BRD lässt.
Minarettverbot
Ungeachtet seines Gegenstandes ist ein Verbot an sich zunächst einmal ein sehr schönes Konzept. Die Redaktion hat kein Verständnis für die Einengung der Debatte auf Minarette. Es sind weitere Verbote nötig. Wir fordern exemplarisch ein Verbot der Polizei und anderer staatlicher Repressionsbehörden. Sie behindern zahlreiche sinnvolle Verbotsverfahren, wie zum Beispiel das der NPD oder das von Gewalt gegen Menschen. Weitere sinnvolle Verbote: Currywurst, Ruhrgebiet, Sternburg.
Das zweite Problem der Debatte ist, dass sie sich auf die Schweiz beschränkt. Wen interessiert denn, was da erlaubt ist und was nicht? Uns nicht, wir sind Weltmenschen.
Bei unseren linksliberalen Lesern wollen wir uns dennoch mit einem Kompromissvorschlag anbiedern: Man könnte Minarette erlauben und im Gegenzug Moscheen verbieten. Der wirklich schlimme Kram passiert schließlich in den Moscheen, nicht auf den Minaretten. Die könnten ihren Platz dann anderswo finden, beispielsweise an Kirchen, Bibliotheken oder Kneipen mit Kegelbahnen.
Bob Dylan / Weihnachten
Bob Dylan hat einen musikalischen Selbstmordversuch unternommen. Nun bleibt zuerst zu fragen, warum die Redaktion sich so fürchterlicher Beschreibungen wie “musikalischer XY” für ein Musikstück bedient. Die Antwort lässt auf sich warten. Zweitens ist festzustellen, dass Dylan gescheitert ist, zur musikalischen Untermalung dieses Beitrags läuft “Stuck inside a mobile with the Memphis Blues again“.
Wenn das schreckliche Machwerk dem Künstler nicht geschadet hat, dann ist auch verständlich, warum es seinem Gegenstand, dem Weihnachtsfest, nicht genützt hat. Das bleibt unpopulär wie eh und je. Bei uns zu Hause wurde es bereits abgesagt, nachdem nicht genug Karten verkauft werden konnten.
Derby
Die nächste öffentliche Demütigung der Hitleristen aus Hamburg findet am 20. Dezember statt. Schließlich hatten nicht einmal die Nazis einen schlechteren ‘Stürmer’ als der HSV. So weit, so bekannt. Was die wenigsten wissen, ist, dass bedeutende Teile der Redaktion noch ohne Karte sind und sich deshalb ein etwas anderes Programm überlegt haben. Wir werden völlig zugekokst vor der Arena stehen und Streit suchen.
Bullenschweine
Dieser Vorfall ruft Ekel hervor. Uniformierte Arschlöcher schwingen sich zum Herrenmenschen auf und erniedrigen andere mit Gewalt. Sie dürfen das, denn sie sind Polizisten, und sie haben sich unangreifbar gemacht. Was man da machen kann? Gute Frage, die eine wohlüberlegte Diskussion abseits von Empörungsgesten lohnen würde.

Letzte Kommentare