Radiohead - Karma Police
Lalalala la!
Kings of Leon - Knocked up
Was für ein schönes Lied! Wer ganz genau hinguckt, kann in dem Video einen Schwarzen entdecken.
Das ist n Popsong an alle Kinder, yeah!
Ihr solltet eure Eltern töten,
weil das ist die wahre Rebellion,
und dann geht die Ordnung flöten, ha!Schlitzt euren Eltern den Bauch auf,
ich bitte euch so sehr darum,
und ich hab Vorbildfunktion, drum tut es!
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Yeah!
von Saalschutz
Demnächst kommen Bratze ja wie angekündigt nach Bremen, und damit nicht irgendwer nachher rumnölt, dass er ein oder zwei Lieder noch gar nicht kannte, sagen wir euch, wo ihr noch ein paar Tonansammlungen herkriegt, die potenziell gespielt werden könnten. Tatsächlich von Bratze ist D.U.T.T. Royal von der Single Waffe, die gestern rausgekommen ist - brühwarm präsentiert von Endi. Nicht eigentlich von Bratze, aber von den gleichen beiden tollen Menschen ist die Filzlaus. Irgendwann gab es da auch mal einen mp3-Download, aber ich finde ihn nicht mehr. Ich werde alles dafür tun, dass dieses Lied in Bremen gespielt wird.
Der neue Nachbar von unten beendete meinen bitter nötigen Schönheitsschlaf gerade mit folgender Auswahl:
Absolute Beginner - Füchse
Absolute Beginner - Rock on
REM - Losing my Religion
REM - Unbekannter Titel
Genesis - I can´t dance (Wenn er wüsste, wie nah er dem Tod in diesen Minuten war…)
Alanis Morissette - Ironic
Robbie Williams - Rock DJ
Die weiteren Titel konnte ich am Bass nicht erkennen. Ich höre nämlich tatsächlich fast nur den Bass und bin erstaunt, dass ich Titel daran erkennen kann. Die Zusammenstellung ist wahrscheinlich so auch für ihn nur zu ertragen, weil ausser dem Bass kaum etwas zu hören ist. Angesichts von Wänden wie aus Seide leide ich aber sehr darunter. Erste Sanktion könnte das Abstellen des WLANs für ihn sein.
Eben lief noch Seeed, jetzt läuft “Word Up”, von wem auch immer.
Früher, in der Pubertät, war es irgendwie schick, sich vom Mainstream abzusetzen. Das äusserte sich dann zum Beispiel darin, dass man gute Rapper immer genau ein Album lang uneingeschränkt gut finden konnte. Danach hatten sie, weil sie gut waren, leider soviel Erfolg, dass man das zweite Album nicht mehr gut finden konnte, schliesslich fand das dann jeder gut. Und nichts ist schlechter als das, was alle gut finden. Was für erfolgreiche Rapper galt, galt für Pop natürlich von vornherein. Denn Pop ist so ziemlich genau das, was alle gut finden können. Mit der Abgrenzung davon konnte man sich selbst sehr einfach sehr cool finden. Um was für Freuden man sich brachte, wurde angestrengt ignoriert. Dabei macht Pop so glücklich.
Was die ehemals noch “echten” Rapper anging, war natürlich das Geld der Faktor, der sie uncool machte. Wie konnte man denn sowas Heiliges wie eine Subkultur für Geld an den Pop verkaufen? Das war definitiv Hochverrat. Heute schaut man sich händeringend nach einer Möglichkeit, bequem möglichst viel Geld zu verdienen, um. Was könnte es Besseres geben, als Musik für Massen zu machen und dabei unfassbar viel Geld zu verdienen? Ich kann jeden Idealisten, der diese Möglichkeit hat und nicht nutzt, nur bedauern. Denn Geld macht glücklich. Lohnarbeit bietet ähnliche Möglichkeiten des Konsums. Sie ist viel anstrengender, hat aber denselben Effekt: Man kann konsumieren. Und da wird einem dann klar, wie glücklich Konsum macht. Einfach mal losgehen und irgendwas kaufen. Am besten ein glänzendes Markenprodukt, das nobel daher kommt und dessen Nutzwert auch für die Hälfte zu haben gewesen wäre. Um den Bogen zurück zum Sellout-Rapper zu schlagen: Der kann das alles jeden Tag haben und musste nicht einmal dafür arbeiten. Und alles, was ihm dafür einst vorzuwerfen war, war, dass er Musik gemacht hat, die vielen gefallen hat.
Und das auch noch völlig zu recht. Was für grossartige Dinge die Popkultur hervorgebracht hat! Ein Best Of von Madonna z.B. bietet diverse grossartige Tracks. Kürzlich hörte ich im Radio ein wundervolles Poplied, dass ich jetzt innerhalb weniger Tage tothören werde, was mich in dieser Zeit etwa 30x glücklich macht. Natürlich gibt es da auch viel Scheisse, aber der Punkt ist: Etwas abzulehnen, nur weil es alle gut finden, ist unfassbar dumm. Trotzdem halten es viele so. Und verpassen dabei so einiges.
Nun lässt sich dagegen argumentieren, dass es doch ziemlich primitiv ist, sich glücklich zu kaufen. Und dass man eigentlich dafür kämpfen müsste, dass wir uns nicht mehr über Arbeit und Konsum definieren. Klingt auf jeden Fall vernünftig, ist für die Praxis aber doch denkbar ungeeignet. Denn der Kampf für ein anderes Selbstverständnis, für ein anderes System, für andere Wege, glücklich zu werden, ist selbst eben kein Weg zum Glück. Vielmehr beinhaltet er ein Heilsversprechen für die Zukunft, in der dann alles besser wird. Bis dahin muss mehr oder weniger verbissen gearbeitet werden. Und wer für etwas Neues kämpft, sollte das Alte natürlich ablehnen und sich nicht noch daran erfreuen. Das Resultat ist dann erstmal Verbissenheit statt Konsumglück. Wie der Rapper, der keinen Ausverkauf betreibt, kann man damit arm, aber sexy sein. Ich bevorzuge das Instant-Glück aus dem Kaufhaus.
Nun wird man einwenden, dass Menschen, die weniger primitiv als ich sind, eben auch anders glücklich werden können. Das ist natürlich richtig, geht aber am Thema vorbei. Denn ich unterstelle einfach jedem, dass er gerne einen neuen Laptop, gemütliche Sneaker oder einen geilen MP3-Player hätte; dass ihn das - oder andere Waren - auf jeden Fall sofort glücklich machen würde. Das verhindert ja nicht, dass man am gemeinschaftlichen Karnickelzüchten Freude hat.
Wirklich störend ist der Glauben der Konsumkritiker, sie seien moralisch überlegen, weil sie lieber grübeln als zu feiern und zu kaufen. Lieber mal alle Menschen (und das System, natürlich) scheisse finden und darüber selbst depressiv werden, als den Spass mitzunehmen, den man so abgreifen kann. Als Lohn dafür verspricht man sich selbst die genannte moralische Überlegenheit. Die ist gratis und umsonst. Gerne kann man das auch verallgemeinern und zur umfassenden politischen Einstellung machen. Beispielsweise sind die Amerikaner, für die Konsum und Eigentum sehr wichtig sind, ein beliebtes Feindbild der Menschen mit dieser Einstellung. Dumm und primitiv sind sie, weil sie doch offensichtlich so wenig nachdenken, so viel einkaufen und sich dafür nicht einmal schämen. Scham und Demut sind hier doch deutlich angesehener, vielleicht hat das was mit Katholizismus zu tun?
Dieser Beitrag erscheint in der inoffiziellen Kategorie “Einfach mal lose subjektive Gedanken aufschreiben und wenn mir nichts mehr einfällt, den ganzen unstrukturierten Kram veröffentlichen”. Fielen nicht die meisten Beiträge in diese Kategorie, wir hätten verbrochenes.net schon längst für 2 Millionen Euro an Holtzbrinck verkauft.
Seit langem schlummert in meinem iTunes die Kategorie “Podcasts” und wurde durch eine fremdimportierte Musiksammlung nun ein bisschen aufgeweckter. Nun strahlt mich mich also jeden Morgen eine kleine 1 an und möchte, dass ich sie anklicke. Aber ich komm ja vom Land und Wat de Buur nich kennt, dat freet he nich! Podcast ist aber nur ein harmloses Kofferwort und das hört sich so unschuldig an, da kann sich keine schlimme Teufelei verstecken. Ich habe also nun den Podcast des Magazins für elektronische Lebensaspekte DE:BUG abboniert und bin ganz begeistert. Das hätte ja ruhig mal jemand petzen können, da es doch diesen neumodischen Kram schon etwas länger gibt. So bekomme ich nun immer neue Dudeleien ganz legal (wtf!) auf meinen Rechner und die aktuelle Lieblingsdudelei versteckt sich hinter diesem vollverblödetem Namen:
every kid on speed - rocketship (disko pigg automated deep space tour remix)
beim ersten anhören mochte ich es nicht. jetzt mag ich es sehr. bestechend einfach, ehrlich und schön. eigentlich ist es ja auch quatsch. wunderschöner quatsch. ich mach jetzt auch wieder mehr quatsch!
Ich habe jetzt seit einer guten Woche einen wiederkehrenden Ohrwurm, der nicht aus einer Melodie, sondern aus Wörtern besteht. Er geht so: “What the fuck is you gonna do about it nothing” Die Abwesenheit von Satzzeichen gehört zum Konzept.
Hier nun die Quelle meines Ohrwurms. Das Video ist nicht das, wonach es nach den ersten Sekunden aussieht. Und das Lied ist natürlich deutlich überzeugender, wenn es den Bass hat, auf den solche Musik angewiesen ist, der aber bei Youtube etwas zu kurz kommt.
Es gibt noch ein älteres Video zu dem Lied, ich habe mich aber aus politischen Gründen nicht getraut, das hier kommentarlos einzubinden, wie ich es eigentlich vor hatte. Leider sind beide Videos zensiert, was einerseits ärgerlich, andererseits lustig ist. Denn wie kann man das Wort “fuck” anstössig finden und mit den Videos selbst kein Problem haben. Das ist absurd.

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