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	<title>Verbrochenes</title>
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	<description>Gegen die Menschlichkeit</description>
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		<title>Offener Brief von Racaille Verte</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 10:54:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bremer Ultra-Gruppe Racaille Verte, mit der diese Webseite weder verwandt noch verschwägert ist, hat einen offenen Brief an Alemannia Aachen geschrieben. Wir dokumentieren: Sehr geehrte Verantwortliche bei Alemannia Aachen sowie im Aachener Fanprojekt, wahrscheinlich kommt dieser Brief etwas unerwartet für Sie. Wir, die Mitglieder der Ultragruppierung „Racaille Verte“, schreiben Ihnen bezüglich des Angriffs von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Bremer Ultra-Gruppe Racaille Verte, mit der diese Webseite weder verwandt noch verschwägert ist, hat einen <a href="http://racaille.de/?p=252">offenen Brief an Alemannia Aachen</a> geschrieben. Wir dokumentieren: </em></p>
<p>Sehr geehrte Verantwortliche bei Alemannia Aachen sowie im Aachener Fanprojekt,</p>
<p>wahrscheinlich kommt dieser Brief etwas unerwartet für Sie. Wir, die Mitglieder der Ultragruppierung „Racaille Verte“, schreiben Ihnen bezüglich des Angriffs von „Alemannia Supporters“ und „Karlsbande“ auf die „Aachen Ultras“, weil wir glauben, dass unsere Bremer Erfahrungen im Umgang mit rechtsgerichteten Fans Ihnen durchaus eine Hilfe sein können.</p>
<p>Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass die Schilderungen der „Aachen Ultras“ in irgendeiner Weise falsch oder übertrieben sind. Es ist innerhalb der Ultraszene seit längerem bekannt, dass die „Karlsbande“ nicht nur rechts unterwandert ist, sondern ausdrücklich unter antiprogressivem Vorzeichen gegründet wurde. Die ebenfalls beteiligten „Alemannia Supporters“ können als Tarngruppe für die Aachener Hooligans gesehen werden. Auch diese sind politisch eindeutig rechts einzuordnen.</p>
<p>Es ist uns schleierhaft, wieso Sie den Angreifern auf der offiziellen Vereinsseite eine Plattform gegeben haben, auf der sie ihre Sicht der Dinge quasi unkommentiert darstellen dürfen. Noch viel mehr schockiert uns allerdings Ihre Aufforderung an die „Alemannia Supporters“ und die „Aachen Ultras“, „an der Lösung ihrer Konflikte aktiv zu arbeiten und zur Überwindung des tiefen Risses beizutragen, der die Aachener Fanszene durchzieht“. Wir wollen Ihnen im Detail darlegen, warum wir Ihre Wortwahl und die dahinter stehenden Vorstellungen für völlig abwegig und gefährlich halten.</p>
<p>Dadurch wird eine völlig unangebrachte Äquidistanz zu Opfern und Tätern geschaffen. Es hat hier einen Angriff gegeben, der ganz klar von einem rechtsgerichteten Haufen ausging. Als Verein sind Sie in der Verantwortung, sich hinter diejenigen zu stellen, die sich gegen Diskriminierung und für eine bunte Fankurve einsetzen, und diejenigen zu verurteilen und auszuschließen (nicht nur aus dem Stadion, sondern aus dem gesamten Diskurs), die sich Hass und die gewaltsame Verdrängung andersdenkender Menschen auf die Fahnen geschrieben haben.</p>
<p>Die „Aachen Ultras“ leisten seit einigen Jahren gute Arbeit gegen Diskriminierung. Es ist ein Hohn, nun von dieser Gruppe zu fordern, mit rassistisch, homophob, sexistisch und antisemitisch motivierten Rechtsradikalen zusammenzuarbeiten, um einen Riss in der Fanszene zu kitten. Wenn es zu einem solchen Riss in einer Fanszene kommt, ist die Zeit gekommen, klar Stellung zu beziehen und nicht die Illusion einer Einheit zu wahren.</p>
<p>Eine solche notwendig klare Positionierung mag gerade einem kleineren Verein schwer fallen, doch es lohnt sich. Nachdem unsere Gruppierung vor nunmehr fast fünf Jahren von Neonazis aus der Bremer Hooliganszene angegriffen wurde, erhielten auch wir über die Presse das Angebot des Vereins, sich an einen runden Tisch zu setzen. Wir waren entrüstet ob der Vorstellung, uns mit Nazi-Schlägern zu treffen, die uns erklärtermaßen mit Gewalt loswerden wollten (und bis heute wollen). Nach einiger Zeit sah der Verein seinen verfehlten Ansatz ein und unterstützte unseren Kampf gegen Diskriminierung, den wir trotz aller Drohungen immer weiter intensivierten. Heute kann sich der SV Werder damit rühmen, eine vorbildliche Arbeit gegen Diskriminierung innerhalb und außerhalb des Stadions zu leisten. Durch die kontinuierliche Arbeit der Fans und mit Hilfe der Rückendeckung des Vereins und Fanprojekts hat die Bremer Ostkurve mittlerweile den Ruf, ein offener Ort für alle Menschen zu sein. Das hat nicht nur zur Folge, dass die aktive Fanszene heute größer ist als je zuvor, es sind auch sichtbar mehr Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund anzutreffen. Der Kampf gegen Diskriminierung ist weitgehend Konsens, rechte Schläger sind ein Randphänomen.</p>
<p>Aber nicht nur der Verein, sondern auch das Fanprojekt ist hier in der Pflicht. Eine deutliche, öffentliche und schnelle Positionierung zur Solidarität und Unterstützung der „Aachen Ultras“ wäre das Mindeste. Des Weiteren sollte diese heikle Situation durch ausgebildete Fachkräfte begleitet werden. Die Opfer jetzt alleine zu lassen, würde einer Akzeptanz für den politisch motivierten Angriff gleichkommen. Das Fanprojekt Bremen hat gezeigt, wie eine solche Unterstützung aussehen kann.</p>
<p>Wir wünschen Ihnen in Aachen eine ähnlich erfreuliche Entwicklung. Die „Aachen Ultras“ haben dafür den richtigen Weg eingeschlagen. Unterstützen Sie Ihre Fans auf diesem Weg und verabschieden Sie sich von rechten und rechtsoffenen Ewiggestrigen, denn sie werden Ihnen nicht fehlen!</p>
<p>Herzliche Grüße aus Bremen, Racaille Verte</p>
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		<title>Antisemiten raus aus der Villa Ichon!</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 18:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bremisches]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl es in Bremen eine große Nazi-Szene gibt, findet man die umtriebigsten Antisemiten in der Hansestadt auf der Linken. Da gibt es den &#8220;AK Süd-Nord&#8221;, der sich mit Propaganda gegen Israel profiliert hat. Und da gibt es das Bremer Friedensforum, das sich ebenfalls seit Jahren mit abenteuerlichen Geschichten über den jüdischen Staat hervor tut. Dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Obwohl es in Bremen eine große Nazi-Szene gibt, findet man die umtriebigsten Antisemiten in der Hansestadt auf der Linken. Da gibt es den &#8220;AK Süd-Nord&#8221;, der sich mit <a href="http://www.verbrochenes.net/2008/02/26/antisemitische-propaganda/">Propaganda gegen Israel</a> profiliert hat. Und da gibt es das <a href="http://www.verbrochenes.net/2008/02/25/friede-sei-mit-euch/">Bremer Friedensforum</a>, das sich ebenfalls seit Jahren mit abenteuerlichen Geschichten über den jüdischen Staat hervor tut. Dabei greifen sie gerne in den riesigen historischen Fundus der Judenfeindlichkeit und schämen sich nicht, von durch Juden zerstörte Brunnen zu schwadronieren oder <a href="http://reflexion.blogsport.de/2011/07/20/in-bremen-hetzt-es-sich-gut/">einen Boykott jüdischer Betriebe</a> auf die Beine zu stellen. Im Bündnis mit der Linkspartei und türkischen und moslemischen Gruppen lassen sich in Bremen bei gutem Wetter schon einmal 7000 Menschen zu einer <a href="http://www.verbrochenes.net/2009/01/08/regenwurmer/">offen antisemitischen Demonstration</a> zusammenbringen.</p>
<p>So weit, so bekannt. Was neu ist, ist die organisierte Kritik an den genannten Gruppen durch das <a href="http://www.buendnis-bremen.tk/">&#8220;Bremer Bündnis gegen Antisemitismus&#8221;</a>. Dessen <a href="http://againstantisemitism.blogsport.de/texte/grundsatztextaufruf-gegen-antisemitische-positionen-im-bremer-friedensforum-und-ak-sued-nord-die-spitze-des-eisbergs/">Aufruf </a>könnte man kritisieren, &#8211; er könnte deutlicher sein und einige unglückliche Formulierungen weniger enthalten &#8211; man kann das aber auch lassen. verbrochenes.net unterstützt das Bremer Bündnis, weil sein Anliegen richtig ist und es die Kritik an Friedensforum und AK Süd-Nord über das Internet heraus trägt. </p>
<p>Erreicht hat sie bereits die taz, die sich umgehend auf die Seite der Antisemiten geschlagen hat: <a href="http://againstantisemitism.blogsport.de/2011/12/07/erste-resonanz/">&#8220;Philosemiten kämpferisch&#8221;</a> überschreibt das linke Blatt seine Kurzmeldung über das Bündnis, und was das heißen soll, kann man sich denken: Kritik am Antisemitismus üben nur Judenfreunde, Philosemiten eben, die ihren Judenknacks weg haben. Dass der Kampf gegen Antisemitismus einer für die Aufklärung, einer für das Eigeninteresse jedes Einzelnen, in einer erträglichen Gesellschaft zu leben, ist, das kann der taz-Lokalredakteur nur deshalb nicht begreifen, weil er selbst einiges für den Antisemitismus übrig hat. Man darf jetzt gespannt sein, ob die taz demnächst über antirassistische Bündnisse unter Zeilen wie <em>&#8220;Niggerfreunde machen Alarm&#8221;</em> berichten wird.   </p>
<p>Adressat des Aufrufs sind <em>&#8220;alle Organisationen und Gruppen, die bisher das Friedensforum sowie den AK-Süd-Nord für adäquate Bündnispartner gehalten haben&#8221;</em>. Namentlich genannt werden die Linkspartei Bremen &#8211; selbst eine Ansammlung skurriler Freaks mit antisemitischer Prägung &#8211; und der Asta der Uni Bremen. Nicht genannt, obwohl als Ziel einer solchen Kampagne sehr viel geeigneter, wird die Bremer Landesregierung. Dabei gehört die zu den größten Unterstützern des Bremer Friedensforums: Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Ichon">Villa Ichon</a>, in der das Forum standesgemäß residiert, gehört dem Land Bremen. Es ist also nicht zu viel gesagt, wenn man der rot-grünen Landesregierung vorwirft, eine antisemitische Organisation zu unterstützen. Und es ist auch nicht zu viel verlangt, wenn man von ihr fordert, diesen Zustand umgehend zu beenden. Belege für antisemitische Plakate und Aktionen gibt es wie erwähnt genug, und so kann die politische Forderung an Politik und Öffentlichkeit nur heißen: <strong>Antisemiten raus aus der Villa Ichon!  </strong></p>
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		<title>Libero auf Modernisierungskurs</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 16:20:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Jahren haben die Medien das Thema &#8220;Homosexualität im Fußball&#8221; für sich entdeckt. Seitdem kann man immer mal wieder Artikel lesen, in denen dann steht, dass es keinen offen schwulen Profi-Fußballer gibt, gefolgt von einem Zitat eines Spielers oder Funktionärs, dass das aber wirklich gar kein Problem wäre und niemand irgendwas gegen Schwule [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Jahren haben die Medien das Thema &#8220;Homosexualität im Fußball&#8221; für sich entdeckt. Seitdem kann man immer mal wieder Artikel lesen, in denen dann steht, dass es keinen offen schwulen Profi-Fußballer gibt, gefolgt von einem Zitat eines Spielers oder Funktionärs, dass das aber wirklich gar kein Problem wäre und niemand irgendwas gegen Schwule habe. Allerdings scheinen fast alle, die über Homosexualität im Fußball reden, anschließend über ihre eigene Heterosexualität reden zu müssen, so zum Beispiel <a href="http://lizaswelt.net/2011/10/28/offensive-der-heteros/">Arne Friedrich und Philipp Lahm.</a> Das ist angesichts der Verhältnisse in Gesellschaft und Sport auch nur vernünftig. Denn als Schwuler kann man inzwischen zwar im Show-Business, also als Komiker, Moderator oder als Bürgermeister von Berlin, erfolgreich arbeiten, von den echten Männerberufen hält man sicher aber besser fern. Denn im Fußball will das Volk echte Kämpfer sehen. Und ob jemand das sein kann, hängt in der öffentlichen Wahrnehmung offensichtlich noch davon ab, mit wem er ins Bett geht. Wer sich heute outen würde, müsste deshalb nicht nur mit dem Medienrummel leben, sondern auch mit Gehaltseinbußen und Jobverlust rechnen. Fußball wird von Sponsoren und dem Fernsehen bezahlt, und es ist leicht auszurechnen, dass erstere in aller Regel keinen schwulen Fußballer als Aushängeschild bezahlen wollen. Deshalb gilt bis auf weiteres <em>don´t ask, don´t tell</em> und es ist nicht damit zu rechnen, dass demnächst ein Fußballer gegen seine eigenen wirtschaftlichen Interessen sein coming out plant. </p>
<p>Gleichzeitig schafft Fußball einen öffentlichen Raum, an dem von Millionen von Menschen teilhaben. Es ist also für alle, die Homophobie für ein abzuschaffendes Übel halten, keine Nebensache, wenn dieselbe sich beim Fußball so hartnäckig hält &#8211; Fortschritt in den Fankurven ist Fortschritt in der Gesellschaft. Deshalb ist die <a href="http://www.aktion-libero.de/">&#8220;Aktion Libero&#8221;</a> unbedingt zu unterstützen, die seit heute auf vielen Sportblogs für eine erneute Auseinandersetzung mit dem Thema wirbt. Sie schreibt: </p>
<blockquote><p>Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.</p>
<p>Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul  ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.</p>
<p>Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig:<br />
Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.</p></blockquote>
<p>Das können wir so unterschreiben. Zu hoffen ist, dass die Aktion Wirkung über den Mikrokosmos der Sportblogs hinaus zeigt und auch in den Stadien immer mehr Menschen sich offen gegen Homophobie positionieren. Wie so oft steht die Fanszene des SV Werder Bremen auch hier an der Spitze des Fortschritts und hat sich schon vor anderthalb Jahren mit viel Aufwand klar gegen die herrschende Homophobie geäußert: </p>
<p><a href="http://www.verbrochenes.net/wp-content//choreoweb-1.jpg"><img src="http://www.verbrochenes.net/wp-content//choreoweb-1.jpg" alt="" title="choreoweb-1" width="400" height="360" class="aligncenter size-full wp-image-2448" /></a></p>
<p>Und auch 2011 kann man <a href="http://board.fanszene-bremen.net/thread.php?postid=773157#post773157">die Homophoben</a> noch mit <a href="http://www.zaunsturm1905.de/images/stories/Saison%202011-12/Mainz%20-%20Bremen/JAN_5603.JPG">einer Regenbogenfahne</a> provozieren. Und wenn man kann, dann soll man auch. Vielleicht ist es dann irgendwann so weit, dass ein Fußballer nicht bereitwillig über seine Heterosexualität Auskunft gibt, sondern einfach verkündet, dass seine Sexualität niemanden etwas angeht. Das wäre ein echter Fortschritt gegenüber dem üblichen &#8220;Ich habe nichts gegen Schwule<a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&#038;v=UniYXL1qBDI#!">, no homo!&#8221;<br />
</a></p>
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		</item>
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		<title>If the apollo program was a hoax..</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2011/10/13/if-the-apollo-program-was-a-hoax/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 06:18:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goniwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>
		<category><![CDATA[Erbrochenes]]></category>

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		<description><![CDATA[Die politische Karriere des Josef Fischer ist eine der schillerndsten und aufregendsten der Nachkriegszeit. Waehrend das Gros seiner vormaligen Genossen entweder in die zahllosen Wohngemeinschaftssuempfe und Aussteigerbauernhoefe abgetaucht oder aber in die linksliberale Presselandschaft der Republik herueberoszilliert ist, hat Joschka es dann doch ein gutes Stueck weiter nach oben auf der Karriereleiter gebracht: Statt einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die politische Karriere des Josef Fischer ist eine der schillerndsten und aufregendsten der Nachkriegszeit. Waehrend das Gros seiner vormaligen Genossen entweder in die zahllosen Wohngemeinschaftssuempfe und Aussteigerbauernhoefe abgetaucht oder aber in die linksliberale Presselandschaft der Republik herueberoszilliert ist, hat Joschka es dann doch ein gutes Stueck weiter nach oben auf der Karriereleiter gebracht: Statt einer vegetarischen Eckkneipe im Frankfurter Westend fuehrte er – in Turnschuhen – die gruene Partei an die Spitze der Macht, was &#8211; der Kampf ging schliesslich weiter &#8211; fuer ihn selbst immerhin das Amt eines bundesdeutschen Aussenministers abwarf. Just in dieser Rolle wurde er dann auch der Weltoeffentlichkeit bekannt, als er einem sichtlich nicht amuesierten Verteidigungsminister namens Donald Rumsfeld <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FtLwo--n2AA">erklaerte</a>, dass er <em>not convinced</em> sei (in diesem Jahr sollte dann auch noch sein Buch mit gleichlautendem Titel nachgelegt werden – das Auskommen will ja auch im hoeheren Alter noch gesichert sein). Wirklich ueberzeugend hatte Fischer wohl nur die Ausfuehrungen des <strong>deutschen </strong>Verteidigungsministers Scharping bezueglich der Existenz von Konzentrationslagern in Srebrenica gefunden, getroffen zu einer Zeit, als die rot-gruene Regierung noch sehr viel eher bereit gewesen war, einen Kriegseinsatz zu autorisieren.</p>
<p>Fischers bekannte Muenchner Rede erntete damals in Deutschland vor allem aus zwei Gruenden grosse Zustimmung: Einmal, weil Deutsche in ihrer Selbstwahrnehmung in den allermeisten Faellen Recht haben, denn man hat es hierzulande eigentlich schon immer besser gewusst, da traf es sich noch besser, dass die Amerikaner den Anstand hatten, ihren Fehler offen einzugestehen. Und zweitens, weil, so stand es damals in den Zeitungen dieses Landes zu lesen, endlich mal wieder jemand den USA die Stirn bot &#8211; dazu auch noch dem ohnehin ungeliebten Bush und seinem vom militaerisch-industriellen Komplex finanzierten Schattenkabinett. Mutig war der ehemalige Linksradikale da gewesen, der von seinen NATO-Kollegen gern mal <em>comrade</em> genannt wurde, wie im vormals erwaehnten Buechlein zu erfahren ist. Im gleichen Maße, wie sich Fischers Bedenken in diesem Fall als richtig herausstellten, ist die unmittelbare Wirkung seines Auftrittes auch heute noch zu bemerken: Spaetestens seit dem Irakkrieg glaubt man amerikanischen Offiziellen am Besten erst einmal gar nichts mehr.</p>
<p>Und jetzt, wo der Aussenminister a.D. schon lange im Lobbynest der Energieindustrie sitzt, kommen die Amis schon wieder mit so einer Raeuberpistole daher: Ein Mordkomplott unter Beteiligung der iranischen Regierung, das Ziel ausgerechnet der saudische Botschafter – na, so ein Zufall, wo das mit dem Oel doch schon jeder weiss. Wer kann da besser Licht ins Dunkel bringen als die deutsche Presse, Hueterin von Anstand und Moral und in gleichem Maße auch fuer die Vermittlung von stichhaltigen Informationen zustaendig? Routinemaessig beginnt eine sinnvolle Recherche zum Thema <strong>Chevrolet</strong> diesmal nicht bei Juergen Elsaesser, wohl aber bei der jungen Welt, wo Knut Mellenthin uns <a href="http://www.jungewelt.de/2011/10-13/028.php">versichert</a>: The whole thing has been turned upside down &#8211; die Spur fuehrt nach Washington, nicht nach Teheran. Hastig, immer in der Angst, vom US-Geheimdienst auf frischer Tat ertappt zu werden, wird sich der Ex-KB&#8217;ler noch ein paar Mal umgeschaut haben, bevor er der Leserschaft die Bedeutung des Begriffs<em> Sting Operation</em> naeherzubringen versuchte:</p>
<blockquote><p>&#8220;(..) eine sogenannte Sting Operation, wie sie in den vergangenen Jahren immer häufiger von FBI, CIA und anderen US-Sicherheitsbehörden praktiziert wurde, um der Öffentlichkeit »muslimische Terroristen« vorführen zu können. Bei dieser Methode werden systematisch labile Individuen aufgespürt, die sich von Polizei- und Geheimdienstagenten in fingierte Verschwörungen verwickeln lassen. Diese entspringen überwiegend der Phantasie und den Aktivitäten eben dieser Behörden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die jW war allerdings auch schon besser aufgelegt, sehnsuechtig erwarten wir also den bald eintreffenden Artikel von Rainer Rupp. Langley und Arlington, die Orte, an denen die Faeden der Macht zusammenlaufen, wenn gerade mal keine Bilderberger-Treffen stattfinden, liegen zwar genau genommen nicht in Washington, D.C. – aber die paar Kilometer schenken wir der Redaktion an diesem Donnerstagmorgen gerne und wenden uns, ein wenig verstoert ob der Frage, wann und ob auch wir von einem <em>Drogenabhaengigen oder Kriminellen</em> kontaktiert werden, dem zu, was fuer Mellenthin vermutlich <em>ein Mainstreammedium</em> ist. Eins davon, die SZ, leistet sich mit <a href="´http://www.anstageslicht.de/index.php?UP_ID=1&amp;NAVZU_ID=16&amp;STORY_ID=33&amp;AUTOR_ID=93">Tomas Avenarius</a> einen eigenen Nahost-Korrespondenten, der offenbar auch ueber Irans polykratische Herrschaftsstrukturen und insbesondere dessen Geheimdienst bestens <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/geplantes-mordkomplott-in-den-usa-iranisches-eigentor-1.1161044">Bescheid </a>weiss:</p>
<blockquote><p>&#8220;Da sind Präsident Mahmud Ahmadinedschad, das Parlament, die schiitische Geistlichkeit, aber auch Technokraten, einflussreiche Händler und Geschäftsleute sowie die mächtigen Revolutionsgarden mit ihren Al-Quds-Brigaden. Gebändigt wird dieses Machtgeschwür mehr oder weniger erfolgreich vom Geistlichen Führer Ayatollah Ali Chamenei. &#8220;</p></blockquote>
<p>Aus einem Geschwuer entstehen irgendwann einmal viele, das weiss jeder Medizinstudent, da kann sich die Weltoeffentlichkeit gluecklich schaetzen, dass es Ali Chamenei gibt, der nicht nur das iranische Atomprogramm bestens im Griff hat, sondern auch nachhilft, wenn vor Ort nicht ganz saubere <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,395954,00.html">Geschichtswissenschaft </a>betrieben wird. Und, auch das ist fuer einen echten Kenner der Geheimdienstszenerie augenfaellig: Die Al-Quds-Brigaden waren es nicht, dafuer war der Anschlag zu <em>dilettantisch vorbereitet</em>. Vielleicht kann am Ende sogar die hiesige Industrie von der Geschichte profitieren, denn die saudische Monarchie, die <em>nun noch einen Grund hat, neue Panzer und Jets zu bestellen, </em>klopft vielleicht nochmal in Deutschland an. Stirnrunzelnd bleiben wir auf der Seite der SZ haengen und bekommen von Wolfgang Jaschensky erklaert, dass wiederum jemand anderes – kein Mitglied der Al-Quds-Brigaden, dafuer aber von der Stiftung Wissenschaft und Politik – sagt, ebenjene operierten ausschliesslich auf arabischem Boden. Muessen unsere Nachforschungen also wieder bei Null anfangen? In einer guten Krimiserie wird dann immer die Kardinalsfrage nach dem Taetermotiv gestellt: Was wollen die Iraner denn nun? Von ihnen selbst wird nichts Erhellendes zu erfahren sein, denn Sprecher der iranischen Regierung sprechen lapidar von einem <em>konstruierten Szenario </em>– aber das tun sie in Bezug auf Auschwitz auch. Also weiter im Text:</p>
<blockquote><p>&#8220;Vieles spricht dafür, dass Iran an einer Verschärfung des Konflikts mit den USA kein Interesse hat. Doch es scheint auch denkbar, dass das Regime in Teheran den Streit mit Washington eskalieren will, gerade da der Kampf um die Vorherrschaft in der Region mit Saudi-Arabien an Schärfe gewinnt. Möchte das Regime zeigen, dass es aus einer Position der Stärke heraus agiert? Wollen konservative Kreise eine vorsichtige Annäherung an die USA torpedieren? Oder ist es Rache für die Ermordung des Atomwissenschaftlers Massud Ali-Mohammadi, für die Iran die USA verantwortlich macht? &#8220;</p></blockquote>
<p>Denkbar ist alles, auch ein Berg, dessen Kuppe aus reinem Gold besteht. Und wenn die USA einen Atomphysiker um die Ecke gebracht haben, warum soll dann dafuer der saudische Botschafter sterben? Das Geheimdienstgeschaeft ist nicht leicht zu durchblicken. Viele Fragen, und dann ist der Artikel zu Ende. So leicht laesst sich ein Redakteur dieses Blogs nicht abspeisen, also weiter zur Studentenausgabe der Bild, die sich Spiegel nennt. In gewohnter journalistischer Qualitaet stillt die Onlineausgabe des Hamburger Wochenblaettchens gleich mit mehreren Artikeln unseren Wissensdurst. Von Anna Reimann werden wir in die Geheimnisse der Al-Kuds-Brigaden <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,791346,00.html ">eingefuehrt </a>– doch warum eigentlich, wenn die doch gar nicht dahinterstecken? Schnell klar wird vor allem eines, naemlich, dass man so ziemlich gar nichts ueber diese Kerle weiss – wer haette es gedacht, reden wir doch von einer der <em>effizientesten Spezialeinheiten weltweit</em>. Ploetzlich operieren sie allerdings auch in Bosnien, Nigeria und Afghanistan, die wiederum nun wahrlich nicht zur arabischen Welt gehoeren. So weit, so gut. Ein letzter Versuch beim Spiegel bringt uns wenigstens eine der klassischen Einleitungsphrasen, fuer die wir das Heft so <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/spiegel-sex-power-bullshit/">lieben</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Code-Wörter, konspirative Treffen, verdächtige Telefonate: (..)</p>
<p>Am 28. September schnappt die Falle zu. An jenem Mittwoch fliegt der iranisch-amerikanische Geschäftsmann Manssor Arbabsiar von Mexiko nach New York. Verdeckte US-Ermittler sind bereits mit an Bord. Kaum ist das Flugzeug auf dem Flughafen John F. Kennedy gelandet, zücken sie die Handschellen, nehmen Arbabsiar fest und bringen ihn in ein New Yorker Gefängnis. &#8220;</p></blockquote>
<p>Bei sovielen Unklarheiten kann man sich fast gluecklich schaetzen, dass es auch noch die <em>Zeitung fuer Deutschland</em> gibt. In deren heutiger Printausgabe bringt es Guenther Nonnenmacher, der ansonsten auch schonmal die Loesung des Nahostkonflikts in zwei Spalten bewerkstelligt, auf den Punkt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Dass Kraefte in Teheran bei einem mexikanischen Rauschgiftkartell einen Auftragskiller gedungen haben sollen, um den saudiarabischen Botschafter in Washington zu ermorden, das klingt zu phantastisch, als dass es erfunden sein koennte.&#8221;</p></blockquote>
<p>And the FAZ delivers. Wenn man sich vor Augen haelt, dass in einer mehr oder minder lupenreinen Demokratie wie der Bundesrepublik Staatstrojaner ohne das Wissen aller offiziellen Stellen zum Einsatz gekommen sind, dann faellt es nun wirklich nicht so schwer sich vorzustellen, wie finstere persische Brigadisten ein Mordkomplott aushecken. Vielleicht hilft es den Skeptikern auch, sich an den state terrorism eines Gaddafi zu erinnern, den der notorische Noam Chomsky uebrigens noch Jahre spaeter von jeder Mittaeterschaft an Lockerbie und La Belle freisprechen wollte. Alternativ kann man auch noch etwa zwanzig Jahre warten, bis auf n-tv zum Jahrestag der Festnahme Manssor Arbabsiars eine Dokumentation kommt, bei der zwielichtige Gestalten, deren berufliche Qualifikation mit <em>Ex-Geheimdienstler</em> umschrieben sein wird, das genaue Prozedere der Ermittlungsaktivitaeten preisgeben, dank Wikileaks geht es vielleicht sogar noch etwas schneller. Einstweilen wird die Affaere wohl der Startschuss fuer verschaerfte Sanktionen gegen eines der unangenehmeren politischen Systeme des 21. Jahrhunderts sein – was noch lange nicht heisst, dass das ins Auge gefasste Anschlagsziel der Repraesentant einer offenen Gesellschaft gewesen sei.</p>
<p>Uebrigens, fuer alle, die nicht ganz ohne das <em>big picture</em> auskommen wollen: Die nun entfaltete diplomatische Offensivstrategie der US-Regierung hat Michael Scott Duran schon in der vergangenen Ausgabe des Peridodikums Foreign Affairs unter dem Titel <a href="http://www.foreignaffairs.com/articles/67942/dalia-dassa-kaye-and-frederic-wehrey-michael-scott-doran/arab-spring-persian-winter">Arab Spring, Persian Winter</a> skizziert. Leg&#8217; dein Ohr auf die Schiene der Publizistik.</p>
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		<title>Fussball und Resignation</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 04:29:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goniwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erbrochenes]]></category>
		<category><![CDATA[Sportliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Ueber die Existenz eines jenseitigen – und darueber hinaus womoeglich auch noch allmaechtigen &#8211; Gottes braucht man mit diesem Autoren nicht zu streiten, denn er haelt auch im Jahr 2011 noch ein bisschen etwas auf Marx und die mit ihm assoziierte politische Stroemung. Wer das nicht wahrhaben mag, sollte die Maer vom barmherzigen Schoepfer spaetestens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ueber die Existenz eines jenseitigen – und darueber hinaus womoeglich auch noch allmaechtigen &#8211; Gottes braucht man mit diesem Autoren nicht zu streiten, denn er haelt auch im Jahr 2011 noch ein bisschen etwas auf Marx und die mit ihm assoziierte politische Stroemung. Wer das nicht wahrhaben mag, sollte die Maer vom barmherzigen Schoepfer spaetestens beim Blick auf die Verteilung von Fussballweltmeisterschaftstiteln ablegen: Nicht nur, dass Argentinien, Zufluchtsort etlicher Nazis nach 1945, zweimal, einmal gar per Gottes Hand, den Cup geschenkt bekam, die Bundesrepublik durfte ganze drei Male zuschlagen: Der erste Sieg war keine zehn Jahre nach Kriegsende faellig (wer war noch gleich Henry Morgenthau?), zum zweiten Mal beinahe zwanzig Jahre spaeter mit einer Mannschaft, aus der einige Mitglieder heute einen nicht unerheblichen Teil der deutschen Fussball-Aristokratie stellen. Und sorry, aber sympathisch ist jemand mit dem Spitznamen Kaiser nun wirklich nicht. Als sei die Welt mit den Spaetfolgen der Abwicklung der DDR im Jahre des Herrn 1990 nicht gestraft genug gewesen, gab es obendrein noch einen Stolpersieg im Finale – na, ueber wen wohl? – fuer die DFB-Auswahl.</p>
<p>Parteiisch und unfair, wie wir verbitterten Anti-Deutschen (diese Begrifflichkeit ist im Wortsinne zu verstehen: Wir von <strong>Verbrochenes</strong> sind gegen Deutschland, mit realen oder fiktiven politischen Stroemungen haben wir schon alleine aufgrund mangelnden Intellekts nichts zu tun) es nun einmal sind, lassen wir den gewonnenen EM-Titel – der Entscheidungsmodus des Golden Goal ist sowieso aeusserst fragwuerdig, zumal, wenn Oliver Bierhoff eines erzielt – links liegen, muessen aber konstatieren, dass es 2006 und 2010 A.D. mitunter ganz schoen knapp wurde fuer Schlands Nummer vier. Genauso hoch koennten die Deutschen im kommenden Jahr dann allerdings auch den Counter fuer gewonnene Europameisterschaften schrauben, was einer schweren Katastrophe gleichkaeme, deren apokalyptische Ausmasse sich vorzustellen nur muehsam ertragbar ist: Der Konsumguetermarkt wuerde – diesmal mit offenem Ende &#8211; vor Schland-Artikeln ueberquellen, die Strassen waeren ueberall dort, wo keine Geisteswissenschaften studierenden supercoolen Antifas nachts Capture the Flag spielten, ein Hort des schwarz-rot-geil beflaggten Wahnsinns, der taegliche Gang zur S-Bahnstation bei dem Gedanken an wangenbemalte Deutschlaenderinnen und die kommenden Bildschlagzeilen der naechsten Wochen mit Spiessrutenlauf noch vorsichtig umschrieben.</p>
<p>Das Frustrierendste ist, dass unsereins die Argumente auszugehen drohen. Klar, man kann immer noch die Nazi-Karte zu spielen, aber das muesste langsam selbst der englischen Yellow Press zu bloede werden. Als die Nati 2002 Saudi-Arabien 8-0 abfertigte, da gab es sie noch, die Blitzkrieganspielungen: Deutsche Panzer rollten wieder, hiess es damals in der internationalen Sportpresse – was man damals nicht ahnte, war die etwa zehn Jahre spaeter bestaetigte Richtigkeit dieser Aussage in einem ganz anderen Sinn, denn das saudische Koenigshaus hatte sich ja tatsaechlich welche bestellt, wenn auch nicht zum Fussballspielen (in der Tuerkei bedient man sich dieses Bildes immer noch <a href="http://www.kicker.de/news/fussball/nationalelf/startseite/558946/artikel_aus-dieser-elf-kann-man-nicht-mal-zaziki-machen.html">sehr gerne</a>, wie sich nach der Heimniederlage in der EM-Quali feststellen liess). Die Spieler mit den am exotischsten anmutenden Namen 1990 beziehungsweise sechs Jahre spaeter hiessen noch Pierre Littbarski oder Mehmet Scholl, doch kann der selbsternannte Integrationsweltmeister im Jahre eins nach Sarrazin auf Cacau, Gündogan, Khedira und den in Polen geborenen Vorzeigekoelner Podolski zurueckgreifen. Wie verhaertet es in diesem Land trotz alldem immer noch denkt, faellt allerdings nur noch den aufmerksamen Zuschauern auf: Als Mesut Özil – noch so einer – gestern abend in der 30. Minute sehenswert zum 1-0 gegen Belgien einnetzte, entlockte das dem ZDF-Reporter Oliver Schmidt einen anerkennenden Kommentar:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>&#8220;Özil macht das was er fuer seine Freunde in der Heimat machen kann&#8221;</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>An welche Freunde aus welcher Heimat der ehemalige Jugendspieler von Rot-Weiss Essen (weshalb sonst sollte er so gut Fussball spielen koennen?) – geboren ist Özil in Gelsenkirchen, er ist deutscher Staatsbuerger – beim Treffer gedacht hat, wird vermutlich Schmidts Geheimnis bleiben. Ungleich klarer ist jedoch, dass man auf der spielerischen Ebene nur noch schwerlich gegen die deutsche Elf argumentieren kann, denn kloppte sich die Mannschaft von Berti Vogts noch mit einem so genannten<em> echten Vorstopper</em> und <em>Strafraumstuermern</em> der Marke Kuntz und Bierhoff zum Titel in England, wird der Rekord-Europameister in Polen und der Ukraine mit einer Mannschaft aufspielen, die zum Besten gehoert, was der kleinste Kontinent fussballerisch zu bieten hat: Der notorische Liebling dieses Autors, die Englaender, werden wie immer keine Rolle spielen, Frankreich und Italien sind irgendwie auch nichts mehr. Blieben realistischerweise die Niederlande und Spanien – wir falten besser schonmal jetzt die Haende und beten zum nichtexistenten Fussballgott. Oder nehmen prophylaktisch einen Urlaub in Angriff.</p>
<p>Und, hey: Es ist doch nur Fussball. So lange Schalke 04 nicht Bundesligameister wird. God forgive.</p>
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		<title>CLICK CLICK BANG</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 12:48:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bremisches]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalisches]]></category>

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		<description><![CDATA[So oder so ähnlich heißt die beste Party des Jahres, die an diesem Freitag, dem 07.10., im Pier2 in Bremen stattfindet. Dort trifft sich der unbewaffnete Arm der europäischen Ultra-Bewegung und zeigt, dass man nicht viel mehr als Turnschuhe und Techno braucht, um einen guten Abend zu haben. Für mehr Freude in Bremen als Michael [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So oder so ähnlich heißt <a href="http://infamousyouth.org/?content=showNews&#038;id=29">die beste Party des Jahres</a>, die an diesem Freitag, dem 07.10., im Pier2 in Bremen stattfindet. Dort trifft sich der unbewaffnete Arm der europäischen Ultra-Bewegung und zeigt, dass man nicht viel mehr als Turnschuhe und Techno braucht, um einen guten Abend zu haben. Für mehr Freude in Bremen als Michael Oenning sorgen dann Menschen, die hanne &#038; lore, das taktmodul oder einfach Philipp heißen. Da will man natürlich dabei sein, und verbrochenes.net würde zwei Freikarten verlosen, wenn es sich nicht um eine Soliparty handeln würde, deren Erlöse zu einhundertundzehn Prozent in die Verbesserung der real existierenden Misere gesteckt werden. Gut angelegte acht oder zehn oder neunundneunzig Euro also. Aber, Freundinnen und Freunde, tut mir einen Gefallen: Passt auf Euch auf. </p>
<p><a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=152087301528838">Facebook</a></p>
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		<title>Events und Happenings</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2011/09/26/events-und-happenings/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 19:17:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bremisches]]></category>
		<category><![CDATA[Sportliches]]></category>

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		<description><![CDATA[verbrochenes.net, das Event-Magazin für Mitteleuropa und umzu, präsentiert Euch zwei neue Veranstaltungen der Extraklasse, die Ihr nicht verpassen solltet. Erstens: Demonstration gegen rechte Gewalt in Bremen. Alles über den Anlass für diese Demo habt Ihr hier längst erfahren. Den ganzen Aufruf findet Ihr hier. Die Demo fängt um 17 Uhr am Ostkurvensaal an und endet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>verbrochenes.net, das Event-Magazin für Mitteleuropa und umzu, präsentiert Euch zwei neue Veranstaltungen der Extraklasse, die Ihr nicht verpassen solltet. </p>
<p><em>Erstens: </em></p>
<p>Demonstration gegen rechte Gewalt in Bremen. Alles über den Anlass für diese Demo habt Ihr <a href="http://www.verbrochenes.net/2011/09/23/justiz-jeopardy/">hier längst erfahren.</a> Den ganzen Aufruf findet Ihr <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=100002981442013">hier.</a> Die Demo fängt um 17 Uhr am Ostkurvensaal an und endet vor dem Amtsgericht. Jetzt, wo Justiz und Politik deutlich gemacht haben, dass sie nicht bereit sind, antifaschistische Fans vor der Gewalt der Nazis zu schützen, ist jede Solidaritätsbekundung für die Opfer eine willkommene Unterstützung. Und gerade wenn Gerichtssprecher und andere Arschlöcher verkünden, prügelnde Faschos seien nicht ihr Problem, sondern das der linken Jugendlichen, ist die Restgesellschaft aufgerufen, zusammen mit den Opfern auf die Straße zu gehen. Also los, Mittwoch 17 Uhr, Ostkurvensaal. Alle jetzt, echt mal.   </p>
<p>Ich selbst kann leider nicht, ich mach da gerade Urlaub. </p>
<p><em>Zweitens: </em></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ENYjalk4fCQ">Über Duisburger wird berichtet, sie wären <strike>Untermenschen</strike> unterbelichtet. Für mich ist sowas Rassismus wie jeder andere auch!</a> Nun, eine schmissige Einleitung ist immer gut, aber <a href="http://campuswatchude.wordpress.com/2011/08/22/veranstaltung-das-problem-heist-antisemitismus-duisburg-die-linke-und-die-israelkritik-2/">die hier beworbene Veranstaltung</a> hat das eigentlich gar nicht nötig. Denn am fünften Oktober führt der famose Alex Feuerherdt durch ein interessantes Programm, in dem es um Antisemitismus in der Linken im allgemeinen und in der Duisburger Linkspartei im besonderen geht. Insofern man also in der Nähe wohnt oder mal was ganz Neues erleben will, ist man in Duisburg bestimmt gut aufgehoben. </p>
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		<title>Justiz-Jeopardy</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2011/09/23/justiz-jeopardy/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 17:23:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joinsen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bremisches]]></category>
		<category><![CDATA[Erbrochenes]]></category>
		<category><![CDATA[Sportliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Bremen, die kleine Großstadt in Norddeutschland. Schön gelegen am Fluss, überschaubare Stadtteile und Nachbarschaften, ein überraschend guter Fußballverein. Und hier passiert folgendes: Es hat sich eine gewalttättige Auseinandersetzung zugetragen. Das Ereignis ist inzwischen viereinhalb Jahre her, aber bekanntlich mahlen die Mühlen der Justiz langsam. Noch langsamer, wenn die Stadt, die die Mühlen bezahlt, so gut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bremen, die kleine Großstadt in Norddeutschland. Schön gelegen am Fluss, überschaubare Stadtteile und Nachbarschaften, ein überraschend guter Fußballverein. Und hier passiert folgendes: Es hat sich eine gewalttättige Auseinandersetzung zugetragen. Das Ereignis ist inzwischen viereinhalb Jahre her, aber bekanntlich mahlen die Mühlen der Justiz langsam. Noch langsamer, wenn die Stadt, die die Mühlen bezahlt, so gut wie pleite ist. Und insbesondere dann, wenn der Schauplatz des Vorfalls eine Party mit über 100 Gästen war. Die müssen alle erstmal befragt werden, und dann bestehen sie auch noch darauf, alle vor Gericht gehört zu werden.</p>
<p>Das Verfahren beginnt also endlich, wenn auch ohne den Staatsanwalt. Der ist zwar angeblich der beste der Stadt und wurde deshalb für dieses komplizierte Verfahren eingesetzt, aber er ist im Urlaub, angeblich für drei Wochen. Gut, dann wird er halt vertreten, von einem unerfahrenen Kollegen. Das ist nur angemessen, denn immerhin findet der Prozess auch nicht wie ursprünglich geplant vor dem Land-, sondern vor dem Amtsgericht statt. Die aufgrund von Zeugenaussagen vorgeladenen sieben Tatverdächtigen haben ihre Anwälte aber schon gebucht, jeder einen, und da es hochspezialisierte Anwälte sind, behalten sie diese auch. Und sie machen in ihrem Sinne gute Arbeit: Sie sagen: &#8220;Wenn ihr 60 Zeugen hören wollt, laden wir 100 ein.&#8221; Das imponiert freilich dem Richter, den dieses ganze Riesenverfahren ohnehin nur stresst, er schlägt eine einfache Lösung vor: Die ganzen Zeugen können zu Hause bleiben, die Täter sagen, dass sie Täter sind und zahlen jeweils Geldstrafen. Diejenigen, über die die Akten nichts sagen, dürfen sich noch einmal bewähren. Die to-be-Geständigen grinsen, und der Staatsanwalt ist auch einverstanden. Immerhin hat er ja nicht viereinhalb Jahre auf diesen Prozess hingearbeitet, sondern der Kollege, der sich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt. Also: Subjektive Wichtigkeit des Riesenverfahrens für die Opfer hin oder her &#8211; die Beteiligten des Verfahrens einigen sich auf den Deal.</p>
<p><em>Was ist eine Provinzposse?</em></p>
<p>Etwas voreilig, liebe Kandidatin. Ganz so einfach ist es nicht. Es handelte sich hier nicht um eine einfache Schlägerei zwischen trinkfreudigen Friesen. Das machen schon die simplen Zahlen klar: Obwohl den über 100 Gästen der Party, die die antirassistische Fangruppierung Racaille Verte in jener Januarnacht ausrichtete, nur ungefähr 20 Angreifer gegenüberstanden, sind am Ende um die 40 junge Fans verletzt, einer davon so schwer, dass er einige Tage im Krankenhaus verbringen muss. Und so liegt es nicht etwa an der Geltungssucht der Opfer, dass sie alle aussagen wollen, sondern daran, dass sie Angst haben. Angst vor der Rache der Täter. Bei ihnen handelt es sich nämlich um rechtsradikale Hooligans, erprobt im Faustkampf und gefestigt in ihrer Ideologie. Doch all das beziehen Gericht und Staatsanwaltschaft nicht in ihre Erwägungen ein. Für sie ist viel mehr entscheidend, dass das Verfahren so lange gedauert hat. Und das ist für die Angeklagten, von deren Unschuld sie von Rechts wegen ausgehen, nun wirklich eine Zumutung. Denen muss man entgegenkommen, und das drückt sich in Zahlen so aus: 30% gehen nochmal ab von den Strafen, die alle unterhalb von 90 Tagessätzen liegen &#8211; der Grenze, ab der eine solche Strafe im polizeilichen Führungszeugnis auftaucht.</p>
<p><em>Was ist ein Justizirrtum?</em></p>
<p>Nein, die folgenden Fakten werden zeigen, dass auch das nicht die gesuchte Frage ist. Es ist nämlich nicht so, dass die Informationslage undurchsichtig wäre und deshalb ein Irrtum zustande kommen könnte. Dass ein Gericht sich nicht auf den Antifa-Seiten über ihre Klientel informiert scheint normal. Aber wenn die Angeklagten vor Gericht auftreten wie Mafiabosse, ihre Freunde sich vermummen und <a href="http://www.taz.de/Bremer-Hooligan-Prozess/!78677/" target="_blank">selbst nach mehrfachen Beschwerden der Betroffenen Unterstützerinnen und Unterstützer der Opfer filmen und fotografieren sowie Medienvertreter beleidigen können</a>, läuft etwas falsch. Es kann nicht angehen, dass Polizisten und Gerichtsdiener sagen: &#8220;Vielleicht wäre doch das Landgericht der bessere Ort gewesen.&#8221;</p>
<p>Und der Staatsanwalt sollte sich vielleicht schon informieren, gegen wen er vorgeht. Er sollte die Anklage führen, Partei ergreifen, im Sinne der Sicherheit der Bürger des Staates, dessen Anwalt er ist. Das ist genau die Rolle, die dem Staat in Sonntagsreden stets zugeschrieben wird. Vor allem, wenn es gegen Neonazis geht. Gerade junge Menschen werden bei Events wie der Nacht der Jugend für ihr Engagement gegen Diskriminierung gelobt und<a href="http://www.werder.de/de/soziales-engagement/news/32863.php" target="_blank"> erhalten Preise</a>. Das bringt materiell meistens nicht so richtig viel, aber die Aussage ist: Ideel steht dieser Staat hinter euch, wir passen auf euch auf. Und genau so biederte sich auch die Staatsanwaltschaft bei den betroffenen Fans an, versuchte ihnen zu verdeutlichen, dass sie in diesem Fall für Gerechtigkeit sorgen würde und dafür, dass sich ein derartiger Vorfall nicht wiederholen würde. Die älteren Hauer, allesamt bekannte Neonazis, sollten endlich mal in den Bau wandern, während die jüngeren einen Schuss vor den Bug kriegen sollten, der ihnen weh tut. Die Fans nahmen dafür in Kauf, sich den Neonazis zu stellen und im Vorfeld des Prozesses immer wieder bedroht zu werden. Auch dies hätten Gericht und Staatsanwaltschaft <a href="http://bremer-schattenbericht.com/?p=1613" target="_blank">wissen können und sollen</a>, und spätestens im Gerichtssaal hätten sie es merken müssen.</p>
<p>Der vorliegene Deal bewirkt aber genau das Gegenteil der erhofften Klärung: Die Neonazis wissen jetzt genau, was sie ein Überfall auf junge Linke kostet: Ein paar tausend Euro, die sie leicht aufbringen. Für die entsprechenden Adressaten ist im wörtlichen Sinne gesorgt: Die Justiz hat sie mit ihrem sorgfältigen Apparat an die Nazianwälte gebracht, die sicher Kopierer besitzen. Racheakte sind vorprogrammiert.</p>
<p><em>Was ist Justizversagen?</em></p>
<p>Nein, auch das ist nicht die Frage, lieber Kandidat. Wenn nämlich all das sehenden Auges geschieht, ist das mehr als Versagen. Vor allem das Gericht <a href="http://www.radiobremen.de/mediathek/index.html?id=055986" target="_blank">vertritt sehr selbstbewusst</a> einen Standpunkt, der kritisiert werden muss. Die Wortwahl der Beteiligten offenbart ihre Entscheidung, sich falsch zu positionieren: Neonazis werden immer wieder als rechtsgerichtet bezeichnet, als hätte hier eine Gruppe CDUler ihrer Wut auf Grüne Ausdruck verliehen. Der Gerichtssprecher tut so, als stünden sich hier zwei gleichwertige Konfliktparteien gegenüber, indem er sich dafür lobt, kein weiteres Öl ins Feuer gießen zu wollen. Man könnte fast glauben, die Ultras würden auf einer Woge der Begeisterung anfangen, Neonazis zu vermöbeln, wenn die ihre gerechte Strafe bekommen! Der stellvertretende Staatsanwalt schiebt indirekt den Opfern den Verlauf des Verfahrens in die Schuhe, indem er sich in Erinnerung ruft, wie lange sie brauchten, um sich zu Aussagen durchzuringen. Simple Arithmetik ignoriert er einfach: Natürlich machen die dreieinhalb Monate, die die Zeugen brauchten, nicht wirklich den Kohl fett. Am schwersten wiegt aber die Behauptung, es handele sich hier um szeneinterne Streitigkeiten. In Bremen gibt es eben nicht eine Fanszene, sondern mehrere, die nebeneinander und größtenteils unabhängig voneinander existieren: klassische Kuttenfanclubs im Oberrang, teils &#8220;unpolitische&#8221;, teils progressive Ultras im Unterrang, (Nazi-)Hools auf dem Acker. Das weiß eigentlich auch jeder, nur der Gerichtsprecher behauptet in staatsragendem Ton das Gegenteil und übernimmt dabei fast das Wort der Verteidigung von einem quasi innerfamiliären Konflikt. An dieser Stelle hätte es vielleicht geholfen, wenn vor dem Prozess nicht nur <a href="http://www.radiobremen.de/sport/fussball/interviewzicht100.html" target="_blank">ein anerkannter Experte</a>, sondern auch der Verein, zu dem sich ja in der Tat Angreifer wie Opfer zugehörig fühlen, eindeutig geäußert hätte. Vielleicht, denn es kommt doch der Eindruck auf, dass hier sehr wohl bewusst gehandelt wurde: Der Urlaub, die Wahl des Gerichts, der offenbar vorbereitete Deal, die dummen Begründungen.</p>
<p><em>Ich möchte lösen. Die Frage lautet: Was ist ein Justizskandal?</em></p>
<p>Herzlichen Glückwunsch, Sie haben 8000 Mark gewonnen! <a href="http://matthiasgueldner.de/index.php/tor-der-woche/items/justizskandal.html" target="_blank">Herr Güldner von den Grünen</a> hätte es übrigens auch fast geschafft, er hat nur das Prinzip dieser Sendung nicht verstanden.<em><br />
</em></p>
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		<item>
		<title>One solution &#8211; evolution!</title>
		<link>http://www.verbrochenes.net/2011/09/16/one-solution-evolution/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 10:19:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bonde</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anderes]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

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		<description><![CDATA[Die heutige Medienanalyse gilt folgendem Bild, das ich ohne zu fragen vom Antifaschistischen Netzwerk beziehungsweise der Antifa Westhavelland geklaut habe. Fangen wir mit der bildlichen Darstellung an: Die Vorfahren der hier aktiven Neonazis haben offensichtlich erst Ende des ersten Jahrtausends den aufrechten Gang gelernt. Als Jesus über den See Genezareth spazierte, schlug sich ein merkwürdiges [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die heutige Medienanalyse gilt folgendem Bild, das ich ohne zu fragen vom Antifaschistischen Netzwerk beziehungsweise der <a href="http://westhavelland.wordpress.com/2011/07/13/afn-neuruppin-blockiert/">Antifa Westhavelland</a> geklaut habe.</p>
<p><a href="http://westhavelland.files.wordpress.com/2011/07/2011-07-09-neuruppin-fkn-004-top.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2381" title="2011-07-09-neuruppin-fkn-004-top" src="http://www.verbrochenes.net/wp-content//2011-07-09-neuruppin-fkn-004-top.jpg" alt="" width="500" height="389" /></a></p>
<p>Fangen wir mit der bildlichen Darstellung an: Die Vorfahren der hier aktiven Neonazis haben offensichtlich erst Ende des ersten Jahrtausends den aufrechten Gang gelernt. Als Jesus über den See Genezareth spazierte, schlug sich ein merkwürdiges Mischwesen aus Affe, Katze und Bär durch die später ostdeutsch werdenden Gebiete. Gegen Ende des Mittelalters war aus diesem erstklassigen Genmaterial ein deutscher Wandersmann entstanden, der sich 1945 böse verletzt haben muss, woraufhin er sich einen Stock zulegte und anschließend für einige hundert Jahre unsichtbar wurde. Doch damit nicht genug der merkwürdigen Ereignisse: Weil sich Zeit und Raum etwas gekrümmt haben, sind wir in dieser Zeit nur bis ins Jahr 2011 voran gekommen, und der politische Nachwuchs des eingangs gezeigten Halbaffen hat sich seit 1945 kein Stück verändert. Ab jetzt wird er, wenn das nach 1945 aufgetretene Raum-Zeit-Gelöt hält, noch mehrere Jahrzehnte brauchen, um sich seines Unterleibs zu entledigen, dabei dennoch deutlich zu wachsen, und an seinem Krückstock eine Fahne zu befestigen. Eine Rückkrümmung der Zeit hingegen würde bedeuten, dass er darauf noch mehrere hundert Jahre warten muss.</p>
<p>Was kann nun die ausführliche Beschriftung zum besseren Verständnis des Transparents beitragen? &#8220;Vom Schuldkult zur Mitschuld&#8221; &#8211; ist das zeitlich zu verstehen? Da der &#8220;Schuldkult&#8221; in der Mitte der Zeitleiste eingeordnet ist, würde das die &#8220;Mitschuld&#8221; dahinter einordnen. Fraglich ist nun, ob sie sich auf die Revolution bezieht &#8211; eine Mitschuld an der Revolution? &#8211; oder auf ein noch dahinter liegendes Ereignis, eventuell gar auf das Nachfolgetransparent für die nächste Demonstration, in dem die ganze Sache dann aufgelöst wird. Denkbar wäre dann, dass die Revolution scheitert, vielleicht weil eine Fahne einfach keine hinreichende Waffe mehr ist, so um 2109 rum, und dann hinterher die Mitschuldfrage gestellt wird.</p>
<p>Vielleicht ist die Mitschuld aber auch im Zusammenhang zur gezeigten Evolution zu sehen: Aus dem Affen wird ein sich seiner selbst bewusst seiender Mensch, genau wie Eva und Adam sich ihrer selbst erst bewusst wurden, als sie vom Apfel aßen &#8211; der Sündenfall. Selten wurden Evolution und christliche Theologie so gekonnt verzahnt, selten wurde der katholische Schuldkult so subtil kritisiert. </p>
<p>Aber stellen wir uns nicht dumm, lesen wir mal bei den Künstlern selbst nach: </p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230;darauf aufmerksam zu machen, was der Schuldkult im Laufe der Jahrzehnte mit unserem Volk angerichtet hat. Wir wurden zum ewigen Täter erklärt und fressen jede noch so dreiste Lüge, ohne sie auch nur einmal zu hinterfragen. (&#8230;) Mit dieser Ignoranz, trägt ein gesamtes Volk Mitschuld an den Missständen auf der Welt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Hört, hört! Die Kollektivschuldthese ist wieder da, unwahrscheinlicherweise vorgetragen von ostdeutschen Neonazis. Die antideutschen Nationalsozialisten sind geboren, und ihr Vorwurf lautet auf nicht weniger als &#8220;Mitschuld an den Missständen auf der Welt&#8221;. Ein &#8220;gesamtes Volk&#8221; wird hier angeklagt, und das Rezept gegen den &#8220;Schuldkult&#8221; der Deutschen ist der Vorwurf an sie, schuldig zu sein. Damit sind die Kameraden schon vor der Revolution bei einer Erkenntnis angelangt, für die der Führer ein ganzes Leben und einen verlorenen Krieg gebraucht hat: Die Deutschen, die taugen nichts. </p>
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		<title>The old fortune teller lies dead on the floor</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 19:26:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>goniwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Genau genommen ist es moeglich, sehr viele Dinge – eigentlich alles – zu prognostizieren: Das Ende aller Tage, den Untergang der bekannten Welt, kann man sehr genau mit Hilfe des Maya-Kalenders vorherbestimmen, er faellt auf das zweitausendundzwoelfte Jahr nach christlicher Zeitrechnung und ist dementsprechend schon in drei bis maximal fuenfzehn Monaten faellig. Wer sich in derartig existenziellen Fragen nicht auf die Prophezeiungen untergegangener Hochkulturen verlassen moechte, hat die Moeglichkeit, sich auf aktuellere und weniger weitreichende Prognosen zu verlassen, die das Wetter, Ergebnisse demokratischer Wahlen oder – nicht jeder moechte schliesslich solche unbedeutenden Broetchen backen – weltpolitische Entwicklungen mal mehr, mal weniger akkurat vorhersagen.</p>
<p>Fuer letztere Zwecke gibt es Menschen vom Schlage eines Peter Scholl-Latour, die in ihrem Leben so unendlich viele Saetze dahergeschwafelt haben, dass irgendeine ihrer Aussagen immer zutreffend erscheint. Die US Army wird wahlweise im Irak, in Afghanistan oder sonstwo ihr <em>zweites Vietnam</em> erleben, die Weltwirtschaft wird erst  im Zuge der Immobilienkrise, nun eben im Zuge der Finanzkrise untergehen, soviel ist mal klar. Die phantasiereichsten Prognostiker der Linken stehen hierzulande ueblicherweise bei der jungen Welt in Lohn und Brot: Werner Pirker wusste dort schon 2002, dass die Amis ein <em>&#8220;totalitaeres Regime ueber die internationale Staatenwelt&#8221;</em> errichten werden, dass natuerlich auch vor dem <em>&#8220;nuklearen Genozid&#8221;</em> nicht zurueckschreckt. Im selben Jahr veroeffentlichte selbiger dann mit Wilhelm Langthaler ein regelrechtes Standardwerk der USA-Prognostik mit dem Untertitel <em>&#8220;Zwoelf gute Gruende fuer einen Antiamerikanismus&#8221;</em>, in dem der  zukunftsinteressierte Leser erfahren konnte, die naechsten militaerischen Ziele der USA seien Pakistan, dass die Amerikaner in den letzten Jahren militaerisch offenbar nur aufruesteten, um nicht wieder einen asymmetrischen Krieg fuehren zu muessen und Saudi-Arabien, dem die Bundesregierung – man hatte das Buch offenbar mit grosser Verspaetung gelesen &#8211; noch schnell ein paar Panzer verkauft hat. Unklar bleibt hingegen weiterhin, ob in der jW-Redaktion dieselben Wahrsagekugeln stehen wie in den RAF-Unterschlupfen: Deren <em>Kommando Gudrun Ensslin</em> <a href="http://www.rafinfo.de/archiv/raf/raf-15-9-81.php">wusste </a>schon vor dreissig Jahren, dass eine &#8220;Intervention im Iran&#8221; unmittelbar bevorstuende – hoechstwahrscheinlich unter Einsatz jener legendaeren Neutronenbombe, die der deutschen Friedensbewegung in den Achtzigern schlaflose Jahre bereitete, obwohl sie nie zum Einsatz gebracht wurde.</p>
<p>So ist das mit Prognosen: Die meisten sind entweder schnell wieder hinfaellig (die deutsche Frauenfussballnationalmannschaft feierte den von der Bild erwarteten Triumphzug bei der WM im eigenen Land dann doch nicht), harren noch ihrer Erfuellung (die Maya haben immerhin noch ein paar Monate Zeit) oder waren von vornherein Quatsch. Wie man mit Prognosen Geld verdient, laesst sich an einem Menschen wie Nouriel Roubini zeigen: Der <em>&#8220;Wirtschaftsexperte&#8221;</em> sagte die Rezession fuer das Jahr 2007 voraus und verkauft seitdem eine Menge Buecher – was sich laut <a href="http://www.faz.net/artikel/C32552/kapitalismus-am-ende-die-untergangspropheten-30489674.html">Prognosen</a> positiv  auf seinen Geldbeutel auswirkt. Diese Leistung zeugt allerdings weit weniger von Genialitaet als von der Existenz der beruehmten Stecknadel im Heuhaufen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Er prognostizierte unter anderem einen ernsthaften Börsenkrach für 2004, eine scharfe Wachstumsverlangsamung für 2005, einen globalen Einbruch für 2006 und eine Rezession für 2007, die dann endlich kam.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wir von verbrochenes sind manchmal auch etwas geschwaetzig, ja. Aber wenigstens reden wir dann ueber des idealtypischen deutschen Wutbuergers liebstes Thema, den <em>Fussball</em>. Bonde hat hier schon einige Male Untergaenge prophezeit, vor allem den des FC Bayern. Dieser ist bisher ausgeblieben und ich prognostiziere an dieser Stelle, dass es auch dieses Jahr nichts wird. Die Muenchner werden in der laufenden Saison souveraen Meister und auch bei allem anderen, was nun kommt, habe ich Recht: Sollte es anders kommen, dann liegt das – natuerlich – an unvorhersehbaren Ereignissen.</p>
<p>Maximal drei Champions League-Plaetze stehen den Bundesligisten dieses Jahr zur Verfuegung, und diese werden an Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und leider auch an Schalke 04 gehen. Dieser Autor wuerde gerne seiner Abneigung gegen die Knappen mehr Gewicht geben, aber was ist schon eine <em>persoenliche </em>Meinung in Anbetracht des Laufes der Geschichte? Wer den besten Sturm der Liga hat, kommt am Ende eben auch unter die Top-Plaetze. Dass Bayer Leverkusen die Saison irgendwo zwischen Platz 2 und 4 beendet ist genauso sicher wie der Nichtaufstieg der Spielvereinigung Greuther Fuerth, und Dortmund spielt einfach zu schoenen Fussball, um dafuer nicht belohnt zu werden. Der Voodoopriester, der Mirko Slomka und Hannover 96 die letzten Monate so vorzuegliche Dienste geleistet hat – denn anders ist der Erfolg des langweiligsten Vereins der Bundesliga nicht zu erklaeren – wird auch noch ans Ende seiner Kraefte kommen, und spaetestens dann stuerzen die Niedersachsen wieder dahin wo sie gehoeren, auf die Plaetze 7 bis 11, wo man am Ende der Saison die Gesellschaft von 1899 Hoffenheim, Mainz 05, dem VfB Stuttgart und Borussia Moenchengladbach geniessen darf – ter Stegen und Reus reichen dann eben doch nicht fuer den ganz grossen Wurf, der dem VfL – sorry an alle Fohlen-Fans – nie wieder gelingen wird. Und: Wer sich von Holger Stanislawski trainieren laesst, braucht mit grossen Anspruechen nun wirklich nicht zu kommen.</p>
<p>Michael Oenning ist seinen Job am kommenden Sonntag los, nachdem seine Mannschaft in Bremen, dass die Saison als Fuenfter beendet, mit 3 zu 0 unter die Raeder gekommen ist. Ohne Mertesacker, dafuer aber mit einem bald wieder einsatzfaehigen Naldo kommt man in der Bundesliga nicht in die Champions League, vor allem dann nicht, wenn man sich im Sturm neben  Pizarro auf Arnautovic und Wagner verlassen muss, was ohne Zweifel schade, aber so leicht nicht zu aendern ist, da an der Weser offensichtlich das Geld fuer einen Hochkaraeter im Sturm nicht vorhanden ist. In Anbetracht des Pokal-Auftritts in Heidenheim und einer Vorbereitung, bei der man gegen Southampton die Segel streichen musste, ist das aber immer noch ganz in Ordnung. Den UEFA-Pokalplatz teilt man sich mit dem etwa ab Mitte der Saison wiedererstarkenden VfB Stuttgart, ein strukturstarker Verein mit neuem Stadion, dessen Kader einfach zu stark aufgestellt ist, um nochmal im Niemandsland der Tabelle zu versauern, zumal eben dieses von Freiburg, Wolfsburg und Nuernberg bevoelkert wird.</p>
<p>Das sind zwar sehr unterschiedliche Vereine mit ganz unterschiedlich gelagerten Problemen, aber sie haben eine zu gute Mannschaft um abzusteigen, und eine zu schlechte, um auch nur in die Naehe der Euroleague-Quali zu kommen. Der Club hat eine Menge guter Leute abgegeben und trotzdem noch eine der besseren Innenverteidigungen der Liga, vorne aber keine Durchschlagskraft mehr, Wolfsburg implementiert unter Magath das so genannte <em>Essener Modell</em> (&#8220;Man muss nur genug Spieler kaufen, deren Zenit ueberschritten ist, und daraus formt sich dann von alleine ein starker Kader&#8221;) und kaempft nochmal um den Nichtabstieg, Freiburg ist ohnehin eine Fahrstuhlmannschaft, deren seltene Ausreisser auf einen einstelligen Tabellenplatz am Saisonende die Regel, dass es in Schwaben zwar keine guten Menschen, in Baden dafuer aber einfach keine guten Fussballvereine gibt, nur bestaetigt.</p>
<p>Womit wir beim echten Abstiegskampf waeren. Den tragen die Aufsteiger Augsburg und Hertha, der Effzeh aus Koeln, Kaiserslautern und natuerlich der HSV aus. Vermutlich schafft der Dino den Klassenerhalt auch dieses Jahr und der alberne Counter im Volkspark bleibt in Betrieb. Vor allem deshalb, weil andere Mannschaften einfach noch schlechter sind – das hat auch Werder Bremen und den VfL Wolfsburg vor dem Abstieg in der letztjaehrigen Saison bewahrt. Lief es in der Rueckrunde auch noch so schlecht, auf die Eintracht aus Frankfurt war genauso Verlass wie auf den zweiten Hamburger Verein. Die <em>Hamburger Morgenpost </em>wird sich am Ende bei Kaiserslautern und Augsburg bedanken koennen, deren Kader zwar auch nur ein Drittel von dem des HSV kosten, dafuer aber auch eindeutig schlechter sind. Wie der letztjaehrige Neunte aus der Pfalz bisher in der Liga aufspielt, laesst jedenfalls nichts Gutes erahnen, zumal fuer die diesjaehrigen Relegationsspiele ein ganz besonderer Leckerbissen ansteht: Die Geissboecke duerfen dort die Fortuna aus Duesseldorf in zwei Spielen mit einer 9-1 Torbilanz deklassieren, ein spaetes Highlight in einer mittelmaessig interessanten Bundesliga-Saison. 2011/12.</p>
<p>Und wer es noch nicht geahnt hat: Den Pokal holt der RWE. Die Rache der Mayas moege sich also noch bis mindestens Ende Mai verzoegern.</p>
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